Forum: Kultur
Mauerbau in L.A.: Ostalgiker, schaut auf diese Stadt

Kalter Krieg unter der Sonne Kaliforniens: Ein US-Historiker hat die wohl größte Sammlung von Ostblock-Sammlerstücken außerhalb Europas zusammengetragen und betreibt in Los Angeles sein eigenes Museum. Zum 20. Jahrestag der Wende will er die Berliner Mauer auferstehen lassen - als Kunstaktion.

Adran 24.08.2009, 16:40
1. Wow

Zitat von ecua
Westseite bemahlt, Ostseite braun!
Wow, da sprüht einer vor Witz..

Beitrag melden
delta058 24.08.2009, 17:44
2. Kennen wir doch

Zitat von Adran
Wow, da sprüht einer vor Witz..
Fehlt nur der Hinweis auf die unfreundlichen Kellner

Beitrag melden
Jamesteakirk 25.08.2009, 02:34
3. Die Mauer der Abwehr soll fallen

Ick will ooch mal watt sagen, ey.

Die DDR wird in den Kategorien gemessen, in denen hier alles in Ordnung ist.
Der Abwehrcharakter der DDR-Debatte ist doch sehr deutlich. Häufig ertönt der Vorwurf der Ostalgie. Nun, was ist an Ostalgie schlimm? Schlimm ist es, wenn Mauer, Stasi und andere destruktive Phänomene in der DDR schöngeredet werden. Wenn jemand irgend etwas Positives über die DDR sagt, schlägt ihm häufig der Vorwurf der Ostalgie entgegen.

Es wird nicht sachlich auf das jeweilige Positivum eingegangen oder es wird einem unterstellt, man rechtfertige die DDR als Ganzes.

Es ist eigentlich traurig, daß in unserer tollen "freiheitlichen Demokratie" solch eine Diskussionskultur herrscht (dies betrifft auch andere politisch korrekt besetzte Themen).

Westdeutsche und auch ehemalige DDR-Bürgerrechtler haben häufig Angst, die Perversionen der westlichen Gesellschaft zu realisieren, die trotz schöner Begriffe wie Demokratie und Meinungsfreiheit existieren.

Ebenso hat man Angst die positiven Seiten der DDR zu realisieren, die es trotz des Diktatur-Charakters gab.

Es gibt keine nüchterne angstfreie Diskussion zu diesem Thema. Es geht immer um Gut und Böse, wie es häufig bei solchen Diskussionen ist.

In der DDR standen die menschlichen Beziehungen im Mittelpunkt, das Leben war ruhiger, weniger hektisch, es gab nicht diese Fixierung auf materielle Werte, auf Erfolg. Kein zwanghaftes Gegeneinander und Konkurrenzgehabe. Weniger Egozentrik und Selbstdarstellertum. Mehr Miteinander.

Wenn man sich ernsthaft mit den positiven Seiten der DDR auseinandersetzte, könnte man viel für unsere heutige Gesellschaft gewinnen und einmal deren Perversionen und Fehlentwicklungen deutlich unter die Lupe nehmen.

Wenn man sich einmal von schönen (BRD) oder bösartigen (DDR) Begriffen verabschiedet und die konkrete gesellschaftliche Realität auf einer menschlich-emotionalen Ebene betrachtet relativieren sich doch der an die Wand gemalte Unterschied und das Dämonisierungsgehabe in bezug auf die DDR beträchtlich.

Ich finde es traurig, daß kaum jemandem der normative und tendenziöse Charakter von Zeitungsartikeln, Interviews und dergleichen auffällt. Es ist eine deutliche Abwehrhaltung spürbar, allein schon gegenüber der MÖGLICHKEIT, daß die DDR auch etwas zu bieten hatte, was in heutiger Zeit viel zu kurz kommt.

Schlußendlich muß ich noch sagen, daß einem häufig der Abwehrgestus begegnet, wie können die Ossis nur so freundlich auf solch eine Diktatur zurückblicken, das ist das größte Rätsel.

Kleiner Kurs in Tiefenpsychologie: Wie kann man sich nur so konsequent der Möglichkeit verweigern, daß es angesichts solch einer starken Sehnsucht und Wehmut vieler Ostdeutscher tatsächlich viele positive Seiten an der DDR gab bzw., daß der Westen auch viele negative Seiten mitsichbringt (die übrigens vielen Westdeutschen weniger bewußt sind, genau wie manche Ostdeutsche die negativen Seiten DDR verharmlosen).

Diese Ignoranz der Westdeutschen ist das eigentliche Rätsel. Sie schützt vor unangenehmen Einsichten.

Beitrag melden
gsm900 25.08.2009, 10:23
4. Herr Ober ,das Bier ist warm

Zitat von delta058
Fehlt nur der Hinweis auf die unfreundlichen Kellner
wenn Sie etwas kaltes wollen müssen Sie Kaffee bestellen.

Beitrag melden
erik_wankerl 25.08.2009, 11:08
5. 20 Jahre Grenzenlos

... das Thema kommt mir bekannt vor ;-)

> http://www.20jahre-grenzenlos.de

Gruß; Erik

Beitrag melden
spiegel-hai 25.08.2009, 11:12
6. das dritte Thema

Zitat von ecua
Ob man Kellner nur unfreundlich nennen sollte, die eine farbige Frau nicht bedienen, ist schon eine Frage wert.
neugierige Frage: haben Sie auch ein drittes Thema?

Beitrag melden
inci 25.08.2009, 11:44
7. sie werden plaziert...........

Zitat von delta058
Fehlt nur der Hinweis auf die unfreundlichen Kellner
aber immerhin hatten us-gastronomie und ehemalige ddr-gastronomie eines gemeinsam: man bekommt einen tisch zugewiesen. insofern können sich die amerikaner dann ganz "wie zu hause" fühlen...........

Beitrag melden
delta058 26.08.2009, 11:38
8.

Zitat von ecua
in den Süd-Staaten hätten man die Mauer errichten sollen, Farbige bekamen dort ja auch nichts zu essen, so wie Heute in einigen Ost-Restaurants.
Das nennt man ausgleichende Gerechtigkeit gepaart mit kleinen Fortschritt, bis 90 bekamen die eigenen Bürger (egal welcher Hautfarbe) in den Restaurants Nichts zu essen,es sei denn Westgeld wurde gezückt. Und eine Reise vor vielen Jahren ist "heute".

Beitrag melden
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!