Forum: Kultur
"Maybrit Illner" über den Terror in Sri Lanka: "Sind uns Muslime scheißegal?"
ZDF/ Christian Schoppe

Wäre die Welt friedlicher ohne Religionen? Das fragte Maybrit Illner wegen der Anschläge in Sri Lanka und Neuseeland. Die Talk-Runde befand, dass identitäre Auswüchse das Problem seien.

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RudiRastlos2 26.04.2019, 06:55
1.

Sowohl die Bibel als auch der Koran (dieser jedoch in weit größerem Ausmaß) enthalten Textpassagen, die Gewalt gegen andersgläubige legitimieren. Da alle Religionen dogmatisch sind, werden diese Textpassagen auch irgendwelche verblendeten Idioten als Rechtfertigung für Gewalttaten dienen. Wie es Hamed Abdel-Samad schon feststellte, man kann sich aus einem Religiösem Text nicht die die "guten" Stellen herausnehmen und die gewalttätigen unter den Tisch kehren.

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hegemon0815 26.04.2019, 07:32
2.

Die Religion ist eine der destruktivsten Erfindungen der Menschheit.

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ahemi 26.04.2019, 07:32
3. Der Glaube ist nicht das Problem.

In unserer Welt kann jeder glauben, was er will. Schwierig wird’s, wenn dieses Recht anderen nicht in gleichem Maße zugestanden wird. Solange wir nicht aufhören, anderen zu sagen, was sie zu tun oder zu lassen hätten oder wie sie zu sein haben, wird es keinen Frieden geben auf dieser Welt. Nicht im Kleinen und nicht im Großen.

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Immanuel K. 26.04.2019, 07:35
4. Sorry, aber...

...ich finde, man sollte die Frage genauso stellen - denn anders als die Schwerkraft, ist die Religion kein unüberwindbares Naturgesetz. (Aber-)Glaube hat sich in den letzten 40 Jahren wieder massiv ausgebreitet - und ja - ich glaube, vor 40 Jahren war die Welt (in dem Bereich) eine Bessere.

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fördeanwohner 26.04.2019, 07:35
5. -

Ohne Religion/en wäre die Welt bestimmt nicht friedlicher, da es immer verblendete Menschen gibt, die entweder allein oder gemeinsam ein Ziel haben, nämlich Anerkennung und/oder Macht zu erlangen. Aufhänger gibt es viele, Religion ist nur einer.
Was nun Muslime angeht, so sind sie uns nicht egal, sondern eben fremder. Psychologen und Soziologen könnten das sehr gut wissenschaftlich erklären. Jedoch kommt man auch mit einfachem Nachdenken sehr schnell dorthin zu erkennen, dass Menschen das Gemeinsame suchen und nicht die Unterschiede als Anlass nehmen, sich besonders mit anderen zu identifizieren, also eine gemeinsame Identität zu erkennen.
Umgekehrt funktioniert es ja noch "besser", da heiraten nach wie vor Muslime untereinander und bleiben unter sich. Kann man natürlich machen und sollte es auch tun dürfen. Es ist unter dem oben genannten Gesichtspunkt auch irgendwie nachvollziehbar. Allerdings sollte man sich nicht einfach nur hinstellen und sagen, dass man sich ausgeschlossen fühlt. Da sollte man dann schon ganz ehrlich sein. Und wenn dann auch Autoritäten ganz offiziell schlechtheißen, wenn man sich davon versucht zu lösen, dann darf man sich nicht wundern.

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Igelnatz 26.04.2019, 07:38
6. Kritische Distanz zur eigenen Religion und Kultur

ist das A und O für eine friedliche Welt und ein friedliches Miteinander.

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Outdated 26.04.2019, 07:41
7. Sind Muslime uns scheiß egal?

das ist mal eine herrlich direkte und ehrliche Frage.
Und auf die ganze Gesellschaft bezogen wäre wohl die richtige Antwort:
ja.
Emotionelle Reaktionen hängen eben stark mit der Beziehung zusammen die man zum jeweils anderen hat und die kann eben positiv, negativ oder schlicht gleichgültig sein.
In China z.B. haben viele gelacht als Notre dam brannte. (stichwort nationalismus und Sommerplast)

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kpkuenkele 26.04.2019, 07:44
8. Die Sprache der Religion ist Ausgrenzung

Religion ist wie Sprache und Kultur ein Mittel der Evolution, in einem unüberschaubar großen Kollektiv genetische Verwandtschaft zu dokumentieren und damit festzulegen, welche Menschen wir unterstützen und welche wir als Konkurrenten sehen sollten. In vielen Weltregionen ist dieser Effekt noch deutlich ausgeprägter als im wohlstandsverwöhnten Westen. Oftmals errichten Religionen auch genetische Barrieren zwischen verschiedenen Kollektiven, indem sie Heiraten nur innerhalb der eigenen Gemeinschaft erlauben. Die Sprache der Religion ist daher keineswegs eine Sprache der Versöhnung, wie Herr Aiman Mazyek flötet, sondern eine Sprache der Ausgrenzung und des Rassismus.

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friesenheino 26.04.2019, 07:52
9. Die Menschen sind wichtig - die Religion ist egal

Hauptsache bei allen Menschen ist, dass sie zu einer humanen, toleranten Gesellschaft ihren Beitrag leisten. Glauben soll jeder was er will, aber bitte das gleiche Recht auch dem Nachbarn zugestehen und keine Gewalt ausüben. Ich bin gläubiger Atheist.

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