Forum: Kultur
"Maybrit Illner" über Merkel: Rücktritt auf Raten statt Big Bang
ZDF/Svea Pietschmann

Maybrit Illner diskutierte mit ihren Gästen über den Streit um Merkels politisches Erbe. Die Diskussion entwickelte sich wie die Vorberichterstattung zu einem Fußballspiel. Zum Glück war Juli Zeh anwesend.

Seite 2 von 6
zoon.politicon 02.11.2018, 08:07
10.

Zitat von angelobonn
Selbstverständlich hat die Flüchtlingspolitik Merkels die AfD groß gemacht und die historischen Verlusten der CDU geführt.
Stimme zu:
Sehr vielen Mitbürgern hallt v.a. Merkels Satz: "alles richtig gemacht" im Ohr und läßt sie mißtrauisch werden. Die Hausmacht von Frau Merkel wird auch daran deutlich, dass man innerhalb der CDU erst jetzt kritische Stimmen zu ihrer Flüchtlingspolitik hört, wie v.a. von Jens Spahn.
Bei einem Machtwechsel dürfte die CDU wieder eher von einer - neuen - Position in der Flüchtlingsfrage profitieren, während die SPD durch Festhalten an ihrer Position weiterhin an Stimmen verliert.
Allerdings dürfte Merkel weiterhin darin unschlagbar sein, wie sie - zum Schein - SPD-Positionen übernimmt und entspr. Erfolge auf ihre Fahnen schreibt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
kleinsteminderheit 02.11.2018, 08:14
11. Merz wäre der Traumkandidat

Merz wäre der Traumkandidat aller im Bundestag vertretenen Parteien, außer der CDU. Wer zu lange ein Dasein als verschwundener Hoffnungsträger gefristet hat, dem geht es wie Barbarossa im Kyffhäuser. Eine wohltuende Erinnerung, eine Projektionsfläche für Rettung in schwerer Zeit , aber nur bedingt gegenwartstauglich. Denn die Zeit ist über ihn hinweggegangen.
Wirklich bekannt ist er nur politisch interessierten Ü-40ern und die Tatsache, dass er dereinst von Merkel ausgebootet wurde und in grauer Vorzeit für eine konservative Linie stand, qualifiziert nicht zur Lösung der Probleme in 2018.
Und er hat sich in der Zwischenzeit beruflich dergestalt orientiert, dass er hinsichtlich werteorientierten Handelns extrem angreifbar ist. Er ist weiter ein Hoffnungsträger. Für alle Parteien außer der CDU.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
limauniform2 02.11.2018, 08:25
12. Drückeberger

Die Unionsrepräsentanten drückten sich vor dem Eingeständnis, das Merkel gescheitert ist, Frau Zeh übrigens auch, Hajo Schuhmacher vermied es, sich festzulegen und Illner vermisste, trotz Zeh und Schumacher, ihre grünen Lieblinge. Nur Lindner wagte sich aus der Deckung und zeigte ein paar gewichtige Defizite der jetzigen Regierung auf, konnte aber wegen der geballten Analyseignoranz der übrigen Diskussionsteilnehmer nicht durchdringen.
Wer Merkel nachfolgen sollte, wurde auch nicht klar. Außer Lindner, der Merkel am Ende sah, konnte sich keiner am Tisch vorstellen, wie es ohne Merkel weiter gehen sollte. Und Frau Zeh wollte sich nicht mit dem vermeintlich udeutschen Trump Spahn anfreunden.
Auf Aufbruchsstimmung , Macron, Rutte oder auch Kurz müssen wir wohl leider noch ein wenig warten. Die Anzahl und der Einfluss der Wirklichkeitsverdränger ist noch zu groß und die Chance, den rechten Rand mit liberalem Pragmatismus einzufangen, zu gering. Nicht zuletzt, weil man die Elephanten im Raum einfach nicht sehen will.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
bruderlaurentius 02.11.2018, 08:38
13. Revolution auf Raten

könnte man auch sagen. Seit 2015 sind die Werte unser Volksparteien drastisch in den Keller gegangen. Und seit diesem Jahr war klar, dass Merkel durch den innen- und außenpolitischen Druck (AfD, CSU & Rechtsruck in der EU) an Macht verlieren wird.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
böseronkel 02.11.2018, 08:45
14.

Zitat von Kapustka
....ist, wieso die CDU inzwischen auf 25 Prozent abgestürzt ist. Merkel hat wesentliche Teile der Wählerschaft vergrault. Und die wird die CDU nicht zurückgewinnen, wenn sie das „weiter so“ (AKK) wählt.
Deutschland und den Deutschen geht es gut. Möglicherweise machen gerade die Leihsklaven und in andere Billigarbeit Zwangsvermittelten die Teile der Wählerschaft aus, die vergrault wurden. Das heilige Kredo des Friedrich von Hayek mit der österreichischen Lehre "wenn es einigen Superreichen gut geht fallen auch ein paar Brosamen für die da unten ab" will einfach nicht funktionieren. Sollte die Union den Argen die Vermittlung in Leih- oder wie auch immer bezeichnete sklavenähnliche Arbeit verbieten, dürfte der Niedergang der CDU mindestens verlangsamt werden.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Europa! 02.11.2018, 08:50
15. Modernisierung ...

ARD und ZDF bleiben bei ihrer Linie: unsachlich, demagogisch und primitiv. Dass es auch ohne die hetzerischen "Einspieler" geht, beweisen die Gesprächsrunden bei Phoenix fast täglich. Vielleicht sollte man die "Öffentlich-Rechtlichen" noch ein bisschen öffentlicher, rechtlicher und transparenter machen. Vielleicht sollte man die Intendanten-Posten öffentlich ausschreiben und die Rundfunkräte von der Bevölkerung wählen lassen? Zusammen mit den Europawahlen zum Beispiel?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ludwig49 02.11.2018, 08:51
16. Wenn man den Aufschwung der AfD...

...nicht Merkels Politik zu verdanken hat, wem dann? Die Darstellung von "Wählerwanderungen" an Wahlabenden lassen doch nur den Schluss zu, dass den Abtrünnigen die GroKo nicht passte oder Frau Merkel samt ihrem
SPD-Anhang keine schlüssige Politik mehr abliefert.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
schwadroneur07 02.11.2018, 09:02
17. V.d. Leyen

repräsentiert genau den Politikstil, den die Menschen abgewählt haben.
Sie soll nicht so rumschwurbeln sondern lieber dafür sorgen, dass die Panzer wenigstens es bis auf die Straße schaffen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
patschel 02.11.2018, 09:03
18. Unwichtig wie ein Kropf

Das ist die Wahl eines Parteivorsitzenden für uns Wähler. Es sollte viel öfter über aktuelle und zukünftige Probleme und Themen diskutiert werden. Warum wird jetzt wieder ein Nebenthema von den Medien breit getreten. Wie steht es mit aktuellen Themen, wie Sozialstaat, Energieversorgung und Braunkohle, BRD in 20 Jahren. Die Politiker haben es wieder Mal geschafft, die Medien von diesen wichtigen Problemfeldern abzulenken, und sie merken es noch nicht einmal und springe auf jeden hingehalten Keinen mit all ihrer Energie drauf.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Gruuber 02.11.2018, 09:03
19. Wie Merkel und ihre Hausparteien CDU und CSU das immer gemachen haben,

Wahlen zu gewinnen, ist ein großes Rätsel.
Sie haben zwei- bis dreistellige Milliardengeschenke auf Kosten der deutschen Steuerzahler an die Banken gemacht.

Sie haben Milliardengeschenke kauf Kosten der deutschen Steuerzahler an die Industrien gemacht, insbesondere an die Autoindustrie. Man denke nur an die Verschrottungsprämie. Wozu soll die notwendig gewesen sein? Und man kann schon gespannt sein, wie Merkel, CDU und CSU erreichen werden, die Deutschen dazu zu zwingen, dass sie genügen neue Autos kaufen. Denn nur eine Verschrottungsprämie wird da nicht mehr ausreichen. Da müssen sie den Deutschen schon mehr Geld abnehmen, um die Autoindustrie zufrieden zu stellen.

Und Erdogan kann zu Merkel und den Deutschen noch zu ekelhaft sein, wird das die Türken nicht vor weitern(!) Milliarden-Finanzgeschenken und Anbiederungen von CDU und CSU mit der deutschen Wirtschaft bewahren.

Und wieso Merkel sich so für die UNO ins Zeug wirft, obwohl EU-Länder bzw. die NATO schon Jahrzehnte Kriege immer ohne UNO-Mandat führt, ist auch ein Rätsel? Es ist doch völlig wurscht, ob bei Kriegen, Folterungen, Besetzung fremde Länder die UNO ein Mandat erteilt hat. Wo konnte das Gegenteil beobachtet werden? Wäre die Friedenserhaltung nicht immer die Hauptaufgabe der UNO gewesen? Auf die gepfiffen wurde?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 2 von 6