Forum: Kultur
"Maybrit Illner" zu Donald Trump: "Man kennt ihn quasi nicht"
AFP

Der neue US-Präsident heißt Donald Trump - aber wer genau ist das eigentlich? Die Runde bei Maybrit Illner hatte leider mehr Fragen als Antworten. Das zeigte unter anderem Ursula von der Leyen.

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echoanswer 11.11.2016, 10:14
80. Kempe triff es fast

Einem Populisten einen "schlüsselfertigen Überwachungsstaat" zu übergeben ...

Der gefeierte Obama trägt für diese Staat wohl die Verantwortung. Die USA sind als Ganzes ist krank und gefährlich. Die Rache für 9/11 an der gesamten Welt sollte langsam aufhören.

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Tuolumne Meadows 11.11.2016, 10:14
81. Usachen des Populismus - Teil 1

Zitat von bruno_67
"Als Einziger in der Runde kam Smith auf die Idee, die Merkel-Äußerungen als Beleidigung zu empfinden. Und das sprach ebenfalls für sich." Nun ja, ob das ebeleidigend war ist sicher diskutabel. Aber gegenüber dem gerade gewählten neuen Präsidenten derart schulmeisterlich und belehrend aufzutreten, wie es Merkel getan hat, ist zumindest, vorsichtigt ausgedrückt, undiplomatisch. (Gleiches gilt für Steinmeiers und vdL Auftritte vor der Kamera).
Beim Lesen des Forums stelle ich immer wieder fest, dass viele der Foristen ähnliche Schlüsse wie ich selbst aus den Ereignissen in den USA ziehen. Der derzeit herrschende Populismus in den westlichen Demokratien ist die Konsequenz des Versagens unserer Eliten, Wohlstand für alle Bürger in unseren Gesellschaften zu schaffen. Ferner wirkt immer noch die Finanzkrise von 2008 nach, die immer noch nicht überwunden ist.
Jakob Augstein hat mit vielen Aussagen in seinem Artikel „Trump des Willens“ recht und es steht uns ein Zeitalter der Rückbesinnung auf das Nationale bevor. Dabei aber von Faschismus zu reden und Trump mit Mussolini zu vergleichen, das finde ich dann doch etwas extrem bzw. es ist noch zu früh, so zu urteilen (man muss jetzt erst einmal abwarten, wie der Wahlkämpfer Trump im politischen Tagesgeschäft wirklich handelt). History Repeating, denn diese Situation ist ähnlich wie die nach der Weltwirtschaftskrise im letzten Jahrhundert. Der Ausgang der damaligen Entwicklung ist bekannt und ich hoffe, dass wir dieses Extrem nicht noch einmal erleben müssen.
Nun zum vielgepriesenen Liberalismus. Der (Neo)-Liberalismus hat uns die Auswüchse des Kapitalismus beschert, indem er ihn in den 80igern und 90igern von der Kette gelassen hat. Viele Regeln, die uns die Erfahrungen des Börsen-Crashs von 1929 gezeigt hatten, wurden rückgängig gemacht. Diese Situation gipfelte in der Finanzkrise von 2008, die uns an den Rand des Abgrunds manövriert hat. Ich lebe gern in einem liberalen Land und haben kein Problem mit Andersgläubigen, Anderslebenden und Andersdenkenden, solange sie mich in Ruhe lassen und meinen Way of Life ebenfalls respektieren. Wenn aber Liberalismus in einigen Bereichen selbstzerstörerische Tendenzen annimmt, nur um mein liberales Ideal aufrecht erhalten zu können, dann finde ich das recht bedenklich.
Man sieht Meinungsumfragen, die zeigen auf, dass unsere Politik oft konträr zu der Meinung und den Interessen seiner Bevölkerung handelt. Die Politik sollte jetzt nicht gleich auf jede Schnappatmung seiner Bevölkerung reagieren, aber sie sollte die Ängste und Nöte der Menschen respektieren, die sie vertritt. In den USA sind nur noch 9% der Bevölkerung mit der Arbeit des Kongresses zufrieden. Das sollte die Politik alarmieren, denn eine Demokratie funktioniert nur, wenn sich die Menschen in ihr wiederfinden, sonst suchen sie nach Alternativen. Diese Alternativen kennen wir und die sind oft nicht optimal.

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Tuolumne Meadows 11.11.2016, 10:15
82. Usachen des Populismus - Teil 2

Viele Wirtschaftswissenschaftler, Journalisten etc. kramen gern Statistiken hervor, um zu beweisen, dass bestimmte Entwicklungen doch nicht so schlimm sind. In einem Bericht zur US-Wahl auf Phoenix wurde letztens folgende Geschichte erzählt: Newt Gingrich (Republikaner, ehemals Sprecher des Repräsentantenhauses) wurde von einer Reporterin zur Kriminalität befragt. Er hat gesagt, dass diese gestiegen sei. Die Reporterin hat Statistiken präsentiert und seine Aussage widerlegt. Er hat darauf geantwortet: Die Bevölkerung nimmt aber GEFÜHLT war, dass diese gestiegen ist.
Was sagt das aus? In einer inzwischen immer präsenten medialen Welt werden wir tagtäglich teilweise mit Horrormeldungen konfrontiert. Auch das prägt unsere Empfindung. Manchmal lasse ich bewusst morgens den Fernseher aus, um nicht Morgenmagazin zu sehen und um einmal positiv in den Tag zu starten. Sorgen und Ängste sind oft nur ein Gefühl und nicht Ratio, sind aber Resultat des ursprünglichen Überlebensinstinkt des Menschen und hat ihn befähigt, in einer rauen Welt zigtausend Jahre zu überleben. Manchmal frage ich mich, wie ein Journalist von seinem Schreibtisch aus beurteilen kann, wie eine bestimmte Gruppe Menschen fühlt. Hat er/sie dessen Leben schon geführt?

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Knack5401 11.11.2016, 10:21
83. Erschreckend

finde ich, wie schnell die Leute allgemein und viele Foristen hier vergessen, was dieser Mann in den letzten Monaten an Widerwärtigkeiten unter sich gelassen hat. Die Wahl zum Präser heilt den Menschen nicht und löscht nicht seine Schweinereien in Wort und Schrift. Die Amis haben sich für einen Pakt mit dem Teufel entschieden und das sollen sie jetzt auch ausbaden. Eventuell hilft das zur Erkenntnis, das nächste mal erst Nachzudenken und dann ein Kreuzchen zu machen.

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Remannzipation 11.11.2016, 10:26
84. ist täuschen menschlich ?

Nun, das Spannungsfeld zwischen immerwährender Ehrlichkeit und Offenheit (zu welchem auch bspw. das Mitteilen von Absichten & Plänen gehört) versus dem Populismus / der Täuschung hat eine evolutionäre oder nach Precht auch philosophische Dimension. Wenn Sozialdarwinismus auch nur ansatzweise so etwas wie Krieg bedeutet muss man konstatieren, dass "der Ehrliche der Dumme ist" oder gerne nach Brecht, der Moral & Fressen in die richtige Abfolge gebracht hat. Ich kenne keine Armee, die durch Offenheit Schlachten entschieden hat. Auch Schimpansen täuschen ihre Artgenossen wenn's ums weiterkommen geht und jeder Mensch lügt 100+ mal / Tag, also Gestik, Mimik etc. und nicht nur zur Konfliktvermeidung sondern auch wg. territorialen Gewinnabsichten. schönes Dilemma, habe ich jedenfalls keine Antwort drauf. Hilft wohl nur Liebe und ein offenes Herz. Das hat aber die Kapitalismus AG nicht im Regal. Klugheit ohne Liebe macht gerissen, ein Problem des Establishments.

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KarlT 11.11.2016, 10:39
85. Sie übertreiben masslos,

Zitat von Knack5401
finde ich, wie schnell die Leute allgemein und viele Foristen hier vergessen, was dieser Mann in den letzten Monaten an Widerwärtigkeiten unter sich gelassen hat. Die Wahl zum Präser heilt den Menschen nicht und löscht nicht seine Schweinereien in Wort und Schrift. Die Amis haben sich für einen Pakt mit dem Teufel entschieden und das sollen sie jetzt auch ausbaden. Eventuell hilft das zur Erkenntnis, das nächste mal erst Nachzudenken und dann ein Kreuzchen zu machen.
weder steht uns der Weltuntergang bevor, der wurde eher gerettet,
noch war da war da eine grob übertriebene Aussage von Trump dabei.
Gut er war nicht politisch korrekt, aber so ein Geschwurbel ist eh kaum noch zu ertragen. Es gibt einen interessanten Biblespruch
"Ach, daß du kalt oder warm wärest! Weil du aber lau bist und weder kalt noch warm, werde ich dich ausspeien aus meinem Munde"
Trump gehört zu den Heissen, die Lauen dagegen sitzen bei uns im Parlament. Da ist mir ersterer lieber.
Er wurde übrigens auch von vielen Frauen gewählt.

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humbolpost 11.11.2016, 10:43
86. Moral und gemeinsame Werte???

Frau von der Leyen spricht über Moral und gemeinsame Werte...
Frage: Gelten diese für alle?
Als die Nato Völkerrechtswidrig Serbien bombardierte sprach Sie nicht von diesen Werten.
Als die Koalition der "Willigen" unter der Regie der Natobündnispartner (zB Deutschland) Libyen, Syrien und den Irak in Bürgerkrieg und Zerstörung trieb, erhob sich nicht ihre Stimme zum Thema.
Als auf Zypern Völkerrechtswidrig türkische (übrigens die Türkei ist ihr Nato Bündnispartner) Truppen Menschen töteten und die Hälfte der Insel besetzten und dies weiterhin tun, hörte ich nicht und höre ich nicht ihre Stimme die Türkei ermahnen.
Aber für Frau von der Leyen und viele andere gilt halt Moral und das Pochen auf gemeinsame Werte, wenn sie einem selbst nutzen.
Nach indianischer Art würde ich dazu sagen: Die Frau spricht mit gespaltener Zunge.
Sie wirft Trump vor, bzw warnt ihn nach Profitmaximen zu regieren.
Sehr geehrte Frau von der Leyen betrachten Sie sich im Spiegel, vielleicht erkennen Sie die gleichen Einstellungen.

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xanto66 11.11.2016, 10:46
87. Ratschläge an neuen US-Präsidenten unangemessen!

Ich finde es schon etwas befremdlich, dass Merkel, von der Leyen und Co. dem neuen US-Präsidenten erklären wollen, wie man regiert und dass man sich an Werte und Verträge zu halten habe. So gesehen stimme ich Herrn Smith voll zu, dass es Merkel überhaupt nicht zusteht, hier Herrn Trump Ratschläge zu erteilen. Dabei ist sie es doch, die vollkommen eigenmächtig Abkommen (Dublin III, 16a GG, GKV) bricht und unsere Werte an Erdogan verkauft hat. Vielleicht sollte sie mal deutliche Worte für Edogan finden und sich endlich dafür einsetzen, dass die EU-Beitrittsverhandlungen abgebrochen werden. Stattdessen fliegt Steinmeier wieder nach Ankara und kriecht dort zu Kreuze.
Fazit: Die Heuchelei unserer Regierung ist kaum noch zu überbieten. Aber das ist der Unterschied zu Trump. Der redet Klartext!

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_unwissender 11.11.2016, 10:59
88. Keine Ahnung

Zitat von der_gärtner13
Wenn Trump fertig ist gucken die sogenannten "Abgehängten" mal so richtig in die Röhre.
Ich bin sicher, dass Trump nicht gerade als Wohltäter der Unterprivilegierten in die Geschichte eingehen wird. Aber damit unterscheidet er sich m.E. prinzipiell nicht von seiner Gegenkandidatin.

Wer allerdings in der Lage ist, "die sogenannten "Abgehängten" mal so richtig in die Röhre" gucken zu lassen ... das hat dieses Land vor ein paar Jahren erlebt - und erlebt es noch immer.
Das Ding hat einen Namen: HartzIV - und zu verdanken ist es einer Koalition von lauter vorgeblichen Demokraten.

So viel zur Bewertung dessen.

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