Forum: Kultur
"Maybrit Illner" zu Merz und Merkel: "Er hat es so dilettantisch gemacht"
ZDF/Svea Pietschmann

Maybrit Illner diskutierte mit ihren Gästen über den Zustand der CDU - und die Kritik von Friedrich Merz an der Kanzlerin. Die Mehrheitsmeinung in der TV-Runde: Das sei mittelklug bis völlig daneben gewesen.

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asedky 01.11.2019, 05:24
1. veränderungen

der zustand den die cdu jetzt erfahren muss war vorraussehbar. ähnlich wie die spd hat sie es vrsäumt die lokalen, regionalen und internationalen veränderungen zu beachten. die cdu wurde immer mehr zu einem werkzeug der verschiedenen interessen ohne rücksicht auf den wähler.

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Faktomat 01.11.2019, 06:13
2. Experiment Merz chancenlos

Deutschland hat durch seine Verfassung, Struktur, und viel Glueck noch keinen Totalversager bei seinen Kanzlern gehabt. Im Gegensatz zu anderen Laendern.
Entweder waren es ehemalige Ministerpraesidenten eines Bundeslandes (oder zumindest Buergemeister wie Adenauer und Brandt). Also Leute mit Regierungs- und Verwaltungserfahrung. Oder wie bei Merkel, Frauen, die zumindest mal Minister waren und lange von einem Lehrmeister (Kohl) gecoacht wurden.
Fuer unsere Kanzler gilt immer noch der Adenauer Wahlslogan: Keine Experimente. Und das ist gut so. Merz hat zurecht keine Chance. Dass er es nicht realisiert, disqualifiziert ihn schon deshalb.

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Europa-Realist 01.11.2019, 06:42
3. Substanzlosigkeit

Maybrit Illner hatte mich mehrfach als Moderatorin des Heute-Journals überzeugt. Als Moderatorin einer Talk-Runde schäme ich mich aber regelmäßig fremd. Auch dieses Mal entglitt ihr die Diskussionssendung, was natürlich vorwiegend auch an Phrasen dreschenden Diskutanden wie Frau Ursula Münch und Herrn von Lucke lag. Soviel Substanzlosigkeit war selten vorhanden.
Für alle muss doch klar sein, dass eine Bundeskanzlerin, die nichts mehr anpackt, ein Vakuum schafft, dass nun von anderen befüllt wird. Das kann und das darf so doch nicht weitergehen. Die Kritik von Herrn Merz an der Bundesregierung - gleich ob Herr Merz hier auch eigene Ambitionen auf das Ant anmelden mag oder nicht - ist deshalb auch in ihre Schärfe mehr als berechtigt. Die Union muss zu ihren alten Werten zurückkehren oder eben offen in zwei Teile zerbrechen. Vor allem müssen sich alle Parteien ernsthaft und inhaltlich mit der AfD auseinandersetzen, damit deren redlichen Wählerklientel wieder zu den wählbaren Parteien zurückkehrt.

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hockeyer12 01.11.2019, 07:48
4. Das war/ist

sowieso eine durch nichts gerechtfertigte Unverschämtheit gewesen, die Linke mit der AfD gleichzusetzen. Die Linke steht voll und ganz auf dem Boden der FDGO. Das kann man bei den immer mehr sich radikalisiernden Rechten bestimmt nicht sagen. Siehe jetzt schon wieder die diskriminierenden Aussagen über das neue Nürnberger Christkindl von der Münchener AfD. Von den "Fliegenschiss" Äußerungen Gaulands über die "Messermädchen" und "Schiessbefehl" Aussagen bis hin zu dem unsäglichen Höcke, dessen Zitate hier den Rahmen sprengen. Es ist eine grobe Beleidigung für die Linke mit so etwas in einen Topf geworfen zu werden,

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lothar.thuermer 01.11.2019, 07:58
5. Keine Überraschung

Das Signal der Sendung kam nicht überraschend. Die Meinung der eingeladenen Gäste war vorhersehbar. Vielleicht hätte die Diskussion profitiert, wenn die Zusammensetzung der Runde etwas ausgewogener gewesen wäre.

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räbbi 01.11.2019, 08:01
6.

Zitat von Faktomat
Deutschland hat durch seine Verfassung, Struktur, und viel Glueck noch keinen Totalversager bei seinen Kanzlern gehabt. Im Gegensatz zu anderen Laendern. Entweder waren es ehemalige Ministerpraesidenten eines Bundeslandes (oder zumindest Buergemeister wie Adenauer und Brandt). Also Leute mit Regierungs- und Verwaltungserfahrung. Oder wie bei Merkel, Frauen, die zumindest mal Minister waren und lange von einem Lehrmeister (Kohl) gecoacht wurden. Fuer unsere Kanzler gilt immer noch der Adenauer Wahlslogan: Keine Experimente. Und das ist gut so. Merz hat zurecht keine Chance. Dass er es nicht realisiert, disqualifiziert ihn schon deshalb.
...und darum ist AKK eine glänzende Kandidatin?...als ehemalige Landrätin des Saarlands.
Und erst die Referenzen von Herrn Kiesinger.

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Benjamin N. Walter 01.11.2019, 08:41
7. Feindbild-Partei

Die CDU war in der Vergangenheit eine Partei, die im Grunde nur durch das starke Feindbild "Sozialismus" zusammengehalten wurde: "Alle Wege des Sozialismus führen nach Moskau", "Freiheit oder Sozialismus", "Auf in die Zukunft, aber nicht auf roten Socken" usw., das taugte, einen in seiner Praxis durch und durch pragmatischen Kanzlerwahlverein irgendwie mit einer Gemeinsamkeit zu versehen. In diesem Verein gab es den Globke-, Strauß- oder Dregger-Flügel, der im Grunde deutlich weiter rechts war als große Teile der heutigen AfD. Der ist nun abgebrochen, auch wenn noch Splittergruppen davon in der CDU/CSU zu finden sind. Nun taugt der alte Feind "Sozialismus" nichts mehr, denn die Positionen von Merkel und Ramelow sind nicht sehr weit auseinander. Es gibt kaum Themen, wo man sich groß unterscheidet. Die CDU muss nun lernen, ohne Feindbild zu leben. Wenn sie es schafft, dann kann sie Teil der neuen Konstellationen werden, die angesichts einer rechtsextremistisch werdenden AfD eine Mehrheit bilden können. Wenn nicht, wird sie nach und nach zu einer Splitterpartei verkümmern und der politische Wettkampf ums Kanzleramt wird dann zwischen AfD, Grünen und Linken ausgetragen.

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itsckl 01.11.2019, 08:41
8. "Er hat es so dilettantisch gemacht"

Wer meint, eine sachgerechte Steuererklärung könne auf einen Bierdeckel passen, ist meiner Meinung nach eben ein politischer Dilettant.

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kritischer-spiegelleser 01.11.2019, 08:47
9. Es sollte um die CDU gehen

Leider hat man sich wieder viel zu lange bei der AfD aufgehalten. Die AfD ist sicher Folge der CDU-Politik und auch mit Ableger der CDU. Aber nur mit pauschaler Ablehnung kommt man nicht zu einer Selbsterkenntnis. Man sollte alte Fehler aufarbeiten und Visionen für die Zukunft entwickeln. Mit dem Klein-Klein der Koalitionspolitik reisst man keine Wähler vom Stuhl.

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