Forum: Kultur
"Maybrit Illner" zu Syrien: "Der Westen ist im Grunde draußen"
ZDF/Claudius Pflug

Wollen westliche Kräfte in Syrien noch irgendwas bewegen, müssen sie bei Putin um Erlaubnis betteln. Zu diesem Schluss kam die Runde bei "Maybrit Illner". Und Europa? Hat sich schlicht verzockt.

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fördeanwohnerin 25.10.2019, 05:21
1. -

Europa hat sich also verzockt?
Das würde ja bedeuten, dass Europa freiwillig einen hohen Einsatz getätigt hätte, um dort Macht zu erlangen. Irgendwie kann ich das nicht sehen. Und wozu eigentlich?
Ich denke inzwischen, dass man die Jungs machen lassen muss. Die Kurden in Syrien sehen das schon richtig. Um keinen weiteren Krieg anzufachen, halten sie die Füße still. Das ist zwar wirklich bitter, vorallem, weil einige der größten I***** unserer Zeit ihren Willen durchsetzen können, aber es geht eben nicht anders ohne Blutvergießen.
Und Putin kann doch jetzt schön zeigen, wie toll er sich in Syrien um all die unschuldigen Menschen kümmert. Europa ist doch dann jetzt raus, oder nicht? Übel, kann man da nur sagen. Aber, dass Europa sich verzockt hätte in dieser Sache, kann ich nicht erkennen.

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Marvin__ 25.10.2019, 06:15
2. Nichts gelernt. Weder aus der Geschichte noch aus aktuellen Debakeln

Eigentlich erwartet man von deutschen Politikern, dass sie - gerade wegen der besonderen deutschen Verantwortung - Angriffskriege und ethinische Säuberungen nicht nur verurteilen, sondern massiv bekämpfen. Mit allen Mitteln.
Statt als Trittbrettfahrer davon zu profitieren, dass das türkische Regimie mit NATO-Unterstützung seine Träume vom großosmanischen Reich umsetzt. Und ganz nebenbei unsere Verbündeten im Kampf gegen den IS ausrottet.

Noch wichtigter in der aktuellen Lage ist es, die Ausrichtung der NATO, und die Fähigkeiten ihres Führungspersonals auf den Prüfstand zu stellen. In den letzten zwei Jahrzehnten ist die NATO wie ein Krebsgeschwür gewachsen, und nicht nur gutartig. Aus einem begrenzten Verteidigungsbündnis (gegen die Sovietunion) ist ein undurchsichtiges Konglomerat geworden, dessen Mitglieder die Rückendeckung des Bündnisses als Basis für völkerrechtswidrige Angriffskriege nutzen. Während die Führung sich vor allem als - durchaus effektive - Marketingmaschine für mehr Geld versteht denn als militärische Führung, die die Ziele der NATO durchzusetzen versteht.
Statt die deutschen Visionen für Syrien zu diskutieren, wäre es an der Zeit, das Debakel im Mittleren Osten und die Rolle der NATO in der Welt zu analysieren

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dirkcoe 25.10.2019, 06:56
3. Der billige Profilierungsversuch

der Ministerin hat so wenig Substanz - eine Diskussion darüber ist reine Zeitverschwendung. Eine nicht durchdachte Vision - basierend auf allenfalls rudimentärer Sachkenntnis - ist Teil des Problems aber nicht der Lösung. Irgendwas als private Meinung einfach Mal in die Welt gebrüllt beweist nur komplette Inkompetenz.

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-mutabor 25.10.2019, 07:05
4.

Hoffentlich ist der Westen draußen!
Denn wer Teil und hier sogar Verursacher des Problems ist, sollte nicht Teil der Lösung sein!

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bran_winterfell 25.10.2019, 07:10
5. Der Westen ist im Grund draußen

Ist doch ok, warum sollten „wir“ da (jetzt) auch unbedingt rein? Warum sollten wir uns lang und breit überlegen, was man Putin oder Erdogan anbieten sollte, damit man dann bei einer Pseudo-Schutzzone mitmachen darf, die nur kostet und unsere Soldaten in Gefahr bringt? Und nein, niemand muss mit Assad reden, das tun ja auch Russland, Iran und die Türkei nicht (wirklich), dazu ist dieser Mann zum Glück zu unbedeutend. Wir müssen auch nicht verzweifelt überlegen, wie wir unser Geld in diesem Land investieren. Assad und sein Clan besitzt Milliarden, Putin selbst auch, ist doch jetzt (ihr) Land. Man hat sich hier vornehm zurückgehalten, als man hätte eingreifen können und Assad hatte so die Chance sich mit seiner maroden Luftwaffe über Wasser halten zu können... warum will man unbedingt jetzt aktiv werden?

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PeterGuckenbiehl 25.10.2019, 07:27
6. Ohne Risiko

geht eigentlich nichts. - "Wobei ein Bundeswehreinsatz freilich "ein hohes Risiko" wäre." - Wenn man in der Weltpolitik mitreden will, muss man Risikobereitschaft mitbringen. Wie soll man sonst ernstgenommen werden? Aber das ist das Problem der EU. Reden, reden, reden. Kein Risiko. Das wird nichts.

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eizboks 25.10.2019, 07:50
7. Niemand...

....diskutiert die realpolitische Option, dass wir als Deutsche und als Europäer nach der Selbstdiskreditierung der USA auf der arabischen Halbinsel, quasi als komplementäres Gegengewicht zu Russland gefordert sind. Die deutsche Oolitik hat leider vor 30 Jahren jedes Nah-Ost-Konzept aus mehreren Gründen aufgegeben; das rächt sich nun. Wir werden sehr bald von den GCC Staaten in die Verantwortung geholt werden und wir sind dann hoffentlich darauf vorbereitet. Die Kommentare hier, viel Meinung wenig Fachkompetenz, lassen Schlimmstes befürchten.

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ackermart 25.10.2019, 07:52
8. Taten statt Worte - in Syrien!

Am einfachsten wäre es da doch, die bisher noch gänzlich außenpolitisch unwirksame AfD um die Verlautbarung einiger ihr außenamtlich korrekt soufflierter Worte zu bitten, da in Sonderheit deren Worte ja immer zugleich auch Taten sind - höchst geheimamtlich bestätigt.

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kuschl 25.10.2019, 07:54
9. Europa, was ist das?

Europa, was ist das? Ist das das auf Krampf aus Eigennutz von hoch bezahlten Politikern in den Posten als Kommissar oder im EU Parlament, sowie ca vierzigtausend Beamten zusammengehaltene Gebilde, das es gerade mal schafft eine standardisierte Schnullerkette zu schaffen aber schon bei der Umstellung der Sommerzeit versagt, bei der Migrantenverteilung versagt, außenpolitisch und verteidigungspolitisch nichts gebacken kriegt, groß wählen läßt und nachher trotzdem die Pöstchen im Hinterzimmer auskungelt? Ich habe den Eulenspiegel Sonneborn gewählt und sehe mich immer wieder bestätigt, wenn ich das Treiben dieser politischen Wichtigtuer so sehe.

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