Forum: Kultur
"Maybrit Illner" zum Mordfall Lübcke: "Wir haben eine ganz erhebliche Gefährdungslage
ZDF/Svea Pietschmann

Nach dem Mord an Walter Lübcke diskutierte Maybrit Illner mit ihren Gästen über rechten Terror in Deutschland. Dabei warnte Bayerns Innenminister vor einer zunehmenden Gewaltbereitschaft in der rechtsextremen Szene.

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Little_Nemo 21.06.2019, 10:04
60. Vorweggenommenes

Zitat von jrsass@t-online.de
Eines möchte ich vorwegnehmen: Mord ist durch nichts zu rechtfertigen. Aber warum werden die Ursachen dieser rechten Gewalt in den Deutschen Talkshows thematisch nicht behandelt? Dieser ermordete Regierungspräsident in Hessen hat verängstigte und wütende Deutsche Bürger nahe gelegt das Land zu verlassen !
Rechte Pöbelanden legen das um den Frieden und die freiheitliche, demokratische Ordnung unseres Landes besorgten Bürgern ebenfalls schon eine ganze Weile länger nahe, indem sie behaupten, diese würden Deutschland nicht lieben und hätten daher kein Recht hier zu sein. Warum soll man sich von solchen Kriminellen ihre Agenda aufzwingen lassen? Und warum sagen Sie, dass Mord durch nichts zu rechfertigen sei, um dann zu versuchen einen Mord zu rechfertigen?

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Neustädter_02 21.06.2019, 10:04
61. Brandstifter!

Zitat von didel-m
Wir haben eine verschärfte Gefährdungslage seit 2015. Leider können die vielen Opfer nun nichts mehr dazu sagen. Das fällt uns zu und wer das ideologischer Verblendung heraus notorisch verdreht oder verschweigt ist mit Schuld.
Das wird nicht wahrer, auch wenn Sie es in in den Foren zu jedem passenden oder nichtpassenden Thema wiederholen. Im Zusammenhang mit der Ermordung des CDU-Politikers wird es aber richtig widerlich! Die rechte Gewalt eskaliert und hat zu einem Mord geführt, und Sie haben nichts besseres zu tun, als mit dem Finger auf Flüchtlinge zu zeigen, deren Eintreffen die Kriminalstatistik NICHT negativ verändert hat!

Sie sind ein geistiger Brandstifter! Zu RAF-Zeiten hätte Sie der Verfassungsschutz als Sympathisant geführt und observiert, wenn Sie sich ähnlich relativierend zu linken Morden geäußert hätten. Aber wahrscheinlich wollen Sie ja genau das, was ich gerade tue: Sie wollen, dass sich jemand aufregt. Meine Verachtung haben Sie jedenfalls! Glückwunsch!

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motoko_kusanagi 21.06.2019, 10:09
62. Mitschuld der AFD ?

In meinen Augen sollte "man" sich in erster Linie auf den harten Kern des Rechtsextremismus konzentrieren; d.h. NPD und die diversen Kameradschaften und ihre Netzwerke. Dazu gehört die Aufarbeitung und massive Korrektur der sträflichen Vernachläsigung der Nazis in der Bundeswehr, die rechtsradikalen Seilschaften bei der Polizei /SEK und natürlich auch in den Länder-VS (zu Maasen sag ich jetzt mal nichts). Diese jahrzehnten wuchernde Zersetzung sind wahrlich strukturell staatsgefährdend!
Zur Mitschuld der AFD denke ich: Ja, insofern die stets zunehmend entgrenzte Hetze - möglichst noch mit Bots - maßgeblich mit an diesem Hass-Klima beigetragen hat. Nach dem Motto steter Tropfen höhlt aus die Hemmschwelle wurde ein Klima erzeugt was mich erinnert an das Attentat auf Rudi Dutschke. (sogesehen darf man sich die Rolle der BILD auch gern mal thematisieren / quasi gleichwertig zu AFD).

Zu den ganzen Schutzbehauptungen des politischen Diskurs seitens der AFD erstaunt mich jedoch, dass der SPIEGEL und andere Medien nicht längst mal die bekannten Fakten aufegdröselt hat, wieviele Rechtsradikale - ja Rechtsextremisten - bei der AfD als Mitarbeiter arbeiten. Die personelle und finanzielle Schnittstellen sind deutlich nachvollziehbar. Rausreden, man wäre "nur" konservativ ist hohl; beim "Flügel" sowieso...

Von daher muss ich mir verwundert die Augen reiben: "Angst und Schrecken"? - Hallo, wenn ich mir die Biografie der Mitarbeiter der AfD im Bundestag anschaue (vergleichbar zu den Landesparlamenten), die da fast tagtäglich ein und ausgehen können, dann bekomme ich tatsächlich ein mulmiges Gefühl. Das ist nicht nur für die Meinungsbildung erhellend, sondern geradezu brandgefährlich.

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MisterD 21.06.2019, 10:16
63. Völliger Nonsens...

was bayerische Innenminister da von sich gibt. Die Gefährdungslage ist heute nicht anders, als vor 2 Jahren.
Das Einzige was sich geändert hat:
Die Gewalt richtet sich nicht mehr gegen Ausländer und Linke, die man durch die Straßen hetzt und wo die CDU/CSU dann kurz danach sagt, es habe keine Jagdszenen gegeben...

Jetzt richtet sich die Gewalt erstmal auch gegen Politiker. Und schwupps, ist die Gefährdungslage plötzlich riesig und der bayerische Innenminister kommt gar nicht mehr hinterher mit all seinen Vorschlägen zur besseren Überwachung der rechten Szene...

Dabei war es letztlich die CSU selbst, die den Nährboden für rechts geschaffen hat und auf dem rechten Auge jahrzehntelang vollkommen blind war.
Jetzt hat man den Salat, sozusagen die Geister, die ich rief...

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pirx64 21.06.2019, 10:18
64.

Zitat von jrsass@t-online.de
Eines möchte ich vorwegnehmen: Mord ist durch nichts zu rechtfertigen. Aber warum werden die Ursachen dieser rechten Gewalt in den Deutschen Talkshows thematisch nicht behandelt? Dieser ermordete Regierungspräsident in Hessen hat verängstigte und wütende Deutsche Bürger nahe gelegt das Land zu verlassen !
Erstens: Er hat nicht gesagt, sie SOLLEN gehen, sondern sie KÖNNEN gehen. Kleiner, aber feiner Unterschied.
Zweitens: Wollen Sie mit ihrem Posting ausdrücken "selbst schuld"? Wie erbärmlich, dreckig und niederträchtig.

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pandora14 21.06.2019, 10:18
65. Wenn sich Behörden,

Politiker und Journalisten derart in der Schuldfrage festgelegt haben, muss man alle "Beweise" mit besonderer Vorsicht genießen.

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radlrambo 21.06.2019, 10:24
66. Unsere neubraune Terroristen, die sog. RAFd

unterscheidet sich lediglich in ihren (diffusen) Zielen von ihrem noch diffuseren Vorgänger RAF, nicht aber in ihren menschenverachtenden Methoden und ihrer grundsätzlichen Dämlichkeit.

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Hukowski 21.06.2019, 10:24
67. Rechts

Zitat von tomkey
Der Mann wird immer mehr zur männlichen Steinbach Ausgabe. Seine Maske ist mit der Forderung nach mehr Toleranz für Rechte gefallen. Und das in der Zeit, in der er bereits von dem Terror-Mord an seinem Parteikollegen wusste. Was für ein krankes Verständnis von Toleranz. Und noch was für Gauck: Rechts sein ist eben nicht konservativ.
Rechts ist nicht mal politisch. Rechts ist ein Charakterdefizit.

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Little_Nemo 21.06.2019, 10:29
68.

Zitat von pandora14
Politiker und Journalisten derart in der Schuldfrage festgelegt haben, muss man alle "Beweise" mit besonderer Vorsicht genießen.
Da kann ich Sie beruhigen. Die Erfahrungen der vergangenen Jahrzehnte geben wenig Anlass zu befürchten, dass mit übertriebenem Fleiß und unangemessener Härte gegen rechte Gewalttäter und Terroristen vorgegangen würde.

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godfader 21.06.2019, 10:30
69. Ich sehe die Gefährdungslage

als sehr gering an. Das sieht man an der Anzahl an schweren Straftaten, die in den letzten 10 Jahren gegen Politiker begangen wurden. Das ist verglichen mit den 60, 70er oder auch den frühen 80er Jahren ein sehr niedriges Niveau.

Natürlich bedeutet, dass nicht das wir uns ausruhen sollten und nicht wachsam sein müssen. Aber von einer besonders schlimmen Bedrohungslage zu sprechen stimmt historisch einfach nicht.

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