Forum: Kultur
"Maybrit Illner" zum Strache-Video : Gaulands Dreisprung
Jule Roehr/ZDF

Was bedeutet die Ibiza-Affäre für die AfD? Parteichef Alexander Gauland wechselte bei "Maybrit Illner" zwischen Abwiegelung und Opfergetue. Vor allem eine frühere Justizministerin hielt dagegen.

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bauern-muenchen 24.05.2019, 05:42
1. FPÖ-Affäre!

"Sie hatte recht. Der SPIEGEL, nur zum Beispiel, schrieb damals von der "FDP-Affäre"."
Dann schreiben Sie bitte jetzt auch von der "FPÖ-Affäre". "Ibiza-Affäre" klingt zu harmlos und irgendwie immer nach Urlaub.

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FRWBonn 24.05.2019, 05:58
2. Herr Gauland und die kognitive Dissonanz

Herr Gauland sagte erst: (A) Was Herr Strache auf Ibiza gesprochen habe, sei "unentschuldbar". Das dann/darf/muss man wohl so verstehen, dass Herr Gauland den Eindruck erwecken möchte, dass er es für "undemokratisch" hält, wenn jemand Herrn Orban nacheifert und Pressefreiheit abschafft, Wissenschaftsfreiheit abschafft, ein korruptes Vettern-System aufbaut, EU-Gelder veruntreut, Flüchtlinge ohne Nahrung einsperrt. -- Herr Gauland sagte dann an anderer Stelle: (B) Die AfD werde ganz sicher weiter mit der FPÖ zusammen arbeiten (weil die ja nichts für die Redereien ihres Vorsitzenden könne), und die AfD werde ganz sicher mit Herrn Orban und dessen Partei zusammen arbeiten. Auf die Frage, ob er -Gauland- Herrn Orban für einen Demokraten halte, bestätigte Gauland: Ja. Orban ist ein Demokrat. -- Nun wird auch der größte Bewunderer von AfD und Gauland merken (müssen), dass (A) und (B) nicht zusammen passen, sich genau genommen vollständig gegenseitig ausschließen. -- Was also liegt da vor ? Kognitive Dissonanz? Alzheimer? - Oder, anders und provokant gefragt: Ist Herr Gauland so geistesschwach, dass er diesen absurden und hahnebüchenen Widerspruch nicht bemerkt - oder hält er sein Publikum (seine Wähler) für dermaßen vollverblödet, dass er glaubt, auch die irresten Statements abgeben zu können - und weiter gewählt zu werden ? -- Und, für alle Nicht-AfD-Wähler: Macht das einen Unterschied ?

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hansgeorgkueck 24.05.2019, 06:14
3. Sehr gut berichtet.

Professionell auf den Punkt gebracht. Bravo!

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horstkasimir 24.05.2019, 06:18
4. leider viel zu spät und nicht konsequent

Zum einen hat die Politik noch immer keinen guten Weg gefunden, mit dem Phänomen AFD umzugehen. Es gilt, eine gute Mischung zu finden zwischen der inhaltlichen Auseinandersetzung mit den minimalistischen politischen Aussagen dieser Partei, sich nicht provozieren zu lassen und sie so größer zu machen als sie ist und zu verhindern, dass man die Menschen verteufelt, die sich in ihrer Not an eine Gruppierung wenden, die in das AFD-Blaue vom Himmel verspricht. die Politik hat sich zu lange hinter der Phrase von den einfachen Antworten auf komplizierte Fragen versteckt. Die Gerechtigkeitsfrage ist dagegen nicht beantwortet worden und die vielzitierte Schere zwischen Arm und Reich geht immer weiter auf. Und das spüren die Menschen

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herbert 24.05.2019, 06:31
5. Ausgerechnet die Ex Justizministerin Leutheusser Schnarrenberger

muss dagegen halten mit ihrer Skandalpartei FDP !
Die FDP hat ja nun alles durch was es so an Politik Skandale in der Politik gibt.
Wenn sie dort in der Talksshow einen auf Sauberfrau macht, so ist das schlicht daneben.
Warum lädt man ausgerechnet diese FDP Dame ein, wo eine neutrale Person besser wäre. ?

Noch anzumerken, es ist auffällig das in den Talksshows gewisse Klatschorgien stattfinden, wo auf jede Kleinigkeit massiv geklatscht wird.

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jozu2 24.05.2019, 06:32
6. Typisch AfD? Oder typisch erwischt?

Gauland hat halb recht: Bei Fehlverhalten wird das gerne auf die ganze Gruppe (Partei) ausgeweitet. Das ist aber nicht nur bei der AfD so. Und das Verhalten der AfD ist nichts ungewöhnliches. Jede Partei versucht Probleme totzuschweigen, kleinzureden, Fehler bei anderen (tu quoque) festzustellen. Am Ende bleibt wie immer als beste Lösung: nicht spekulieren, sondern den konkreten Fall aufklären.

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vonschnitzler 24.05.2019, 06:53
7. sie fehlt der FDP im Bund

Die Lindner Partei, bräuchte sie dringend.

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maslinar1 24.05.2019, 06:57
8. Schräg

Es ist einerseits positiv, dass man Regierungskrisen europäischer Nachbarländer auch in D verfolgt und vor dem Hintergrund der Europawahl auch intensiv diskutiert. Dennoch insgesamt schräg mit welcher Vehemenz man einen politischen Skandal in Österreich dann innenpolitisch mit der AFD assoziieren möchte. Ja, die AFD ist ein Skandal und die AFD wird möglicherweise ein paar Stimmen weniger bekommen. Dennoch ist sie auch eine politische Realität, der man sich endlich nachhaltig und ernsthaft im politischen Wettbewerb mit überzeugenden Argumenten stellen wird müssen.

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neutralfanw 24.05.2019, 07:04
9. Ist das gewollt?

Diese Rechtspopulisten bekommen ihre Bühne. Sondersendungen und Talkshows. Warum eigentlich? Schmutzige Parolen, Unwahrheiten verbreiten, kriminelle Handlungen rechtfertigen, Hetze, verharmlosen von Fakten und sich dann Alternative nennen. Einen gewissen Prozentsatz an Wählern kann man mit diesem Verhalten immer erreichen. Das reicht dann, um ein Gehalt als MdB zu kassieren. Ist das die Alternative zu anderen politischen Parteien? Es gibt gegen diese Partei nur eine Mittel: Widerstand

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