Forum: Kultur
"Maybrit Illner" zum Tempolimit: Zäh fließender Verkehr, leider
ZDF/ Christian Schoppe

Maybrit Illner diskutierte mit ihren Gästen über Fahrverbot, Tempolimit und der nötigen Verkehrswende überhaupt. Die Meinungen gingen dabei so weit auseinander, dass die Debatte keinen Zentimeter von der Stelle kam.

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bambata 01.02.2019, 01:26
1.

Na, Tempolimit kam in der Talkrunde ja zum Glück nur am Rande vor, sonst würden sich die SPON-Forenmoderatoren (verständlicherweise) die letzten verbliebenen Haare raufen (nicht aufgrund von Alopezie, sondern aufgrund des intensiven Raufens in den vergangenen 14 Tagen).

Sei's drum, viel Erkenntnisgewinn gab's ja nicht bei Frau Illner. Scheuer, wie man ihn kennt (ich als TL-Gegner befürchte ja, dass Scheuer die schärfste Waffe der TL-Befürworter ist, das haben die nur noch nicht begriffen). Habeck hatte definitiv schon gekonntere Auftritte. Der Vorsitzende des Automobilverbands (kann mir den Namen nicht merken) so farblos (und das ist durchaus wörtlich zu verstehen), wie immer und so ziemlich das Gegenteil dessen, was ich mir - würde ich in der Branche eine verantwortungsvolle Position bekleiden - als Vorkämpfer für meine Industrie wünschen würde. Die Dame von der Süddeutschen war so konfus, ich glaube, die hat's irgendwann selbst aufgegeben, ihrem eigenen Gedankengang folgen zu wollen. Ich - jedenfalls - war überfordert. Und dem Porsche-Azubi wünsche ich, dass er morgen keine Abmahnung wegen geschäftsschädigenden Verhaltens bekommt.

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izach 01.02.2019, 03:05
2. Zügellose Gängelei.

Wenn es im Einzelfall keine Sicherheitsgründe gibt, soll sich der Staat heraushalten. Wir brauchen nicht für alles Verbote. Mündige Bürger sind durchaus in der Lage, selbst zu entscheiden welches die richtige Geschwindigkeit ist.
Für mehr Sicherheit auf Autobahnen würde ein generelles und striktes Überholverbot für LKW wirklich helfen. Auch in dieser scheinheiligen Debatte geht es den Roten und Grünen nur darum, den Individualverkehr einzuschränken und die Bürger möglichst unsozial zu gängeln. Der Höhlenmensch ist vermutlich deren Ziel. Aber ohne Lagerfeuer (wegen CO2). Nicht mit mir!

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Alfred +1 01.02.2019, 03:19
3. 70.000 Studien...

...zum festgelegten Grenzwert? Und die hat Frau Gammelin alle bis zum letzten Wort gelesen und vor allem auch verstanden, oder war war das ein Einwurf des Autoren? Wie viele Seiten haben diese Studien? Wie lange braucht ein Mensch, all diese Studien verstehend zu lesen? Bei einer Lesezeit von 10 Minuten 11.667 Stunden = ca. 486 Tage! Die geführte Diskussion ist rein ideologischer Natur! Das war besonders auf die Reaktion der Veröffentlichung deutscher Lungenärzte zu spüren. Auf deren Nachfrage nach den sachlichen Hintergründen der Grenzwertfestlegung wurde auch seitens des Spiegels gar nicht erst eingegangen. Es reichte, dass ein Mitautor mal in der Autobranche tätig war! Schon war die fachliche Meldung ideologisch diskreditiert, ohne sich mit den Fakten auseinanderzusetzen. Die gleichen (Spiegel-) Leute, die informelle Filterblasen beklagen, leben selbst in einer!

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tiger-li 01.02.2019, 03:30
4. Sitzring

War wahrlich eine Eindrückliche Sendung: immer wenn Scheuer redete hat der Matthes gelächelt - so leicht anzüglich. Inhaltlich ist der Scheuer aber total schwach - nur heise Luft. Und während der Sendung fragte ich mich die ganze Zeit wie der Eigentlich sitzen kann so wie der sich von der Autoindustrie permanent in den...
Wahrscheinlich hat ihm der Dobrint bei der Amtsübergabe einfach seinen Hämorrhoiden Sitzring in die Hand gedrückt...

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baghira1 01.02.2019, 03:31
5. deutsche Verkehrspolitik so verfahren wie Brexit

Die Bundesregierung weigert sich Maßnahmen zu ergreifen,die die Masse an Autos zu reduzieren hilft.Es gibt wenig Hilfen für Kommunen.die den Öpnv ausbauen wollen,die Bahn ist unterfinanziert,der Radverkehr wird stiefmütterlich behandelt,genauso wie die Fußgänger.
Die CSu Verkehrsminister haben den Schutz der Autoindustrie so sehr verinnerlicht,so das man denken muss,das die Städte für die Autos da sein müssten.Eine weitere Plakette,um die Emissionärmeren Fahrzeuge unterscheiden zu helfen,gibts nicht,Tempolimit,das den Herstellern Gewicht sparen hilft,Leistungsbegrenzungen und Gewichtsbeschränkungen bei Kfz gibts nicht,obwohl das helfen würde,den Verbrauch und den Schadstoffausstoß zu reduzieren.
Wenn die Verkehrsminister so weitermachen,wird über kurz oder lang die Autoindustrie Geschichte sein,da viele andere Länder keine Verbrenner mehr in den Städten dulden werden.

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herbert 01.02.2019, 03:55
6. bis zum Erbrechen in allen Medien und natuerlich in den

billigen Talkshows mit dem bestellten Klatschen.
Eine Sendung fuer den deutschen Michel.
Es wird so getan, als wenn man in Deutschland ueberall die Hoechstgeschwindigkeit fahren kann.
Fakt ist !
Bis auf wenige Strecken ist Deutschland schon jetzt zugenagelt mit 130 kmh Schilder und weniger.

Es gibt wichtigere Themen wie diese Schrottdiskussion !

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Mali 01.02.2019, 03:56
7. Typische Ignoranz

Da hat Herr Scheuer wieder mal bewiesen wie ignorant er einem mehr als notwendigen Tempolimit gegenüber steht. Es geht um Menschenleben! Wenn man diese retten kann und die jährlichen tödlichen Unfälle auf der Autobahn durch ein Tempolimit halbieren kann ist es mehr als fahrlässig nicht zu handeln. Mit maximal Tempo 130, wie das in allen anderen europäischen Ländern bereits seit vielen Jahren der Fall ist, werden verantwortungslose Raser endlich in die Schranken gewiesen und die Umweltbelastung geht zurück!

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LauraD 01.02.2019, 04:06
8. Lieber Herr Habeck, ich bin durchaus ein Fan und Wähler von Ihnen...

Aber diese Debatte hat den Bereich der Fakten soweit verlassen und den der Politik und "gefühlten Fakten" soweit erobert, daß man langsam nach Robert Mueller rufen möchte. Oder nach Lisa Eckhart... Fakt ist: Die meisten Feinstäube erzeugen...: Fahrradreifen. Und Bremsbeläge. (Ob es Erhebungen über unterschiedliche Emissionen für Alu- und Stahlfelgen bei Fahrrädern gibt, weiß ich dagegen nicht.) Und, Überraschung: Sohlen von Laufschuhen, gemessen beim Oldenburg Marathon (Kein Autoverkehr, dafür Feinstaub Rekordwert). Und Pelletheizungen, Rheinschiffe (bzw überhaupt Schiffe), Drucker, Gasöfen, ...... Unfälle gibt es übrigens auf Autobahnen am allerwenigsten: Auf Landstraßen (nicht 130, nein, 100!) ein Vielfaches davon. Gibt es jetzt bald endlich mehr Autobahnen in Ostfriesland? Oder zumindest "autobahnähnliche Landstraßen"? Wohl kaum. Der stressgeplagte Ruhrpöttler, im Stau zur Fähre nach Juist oder Norderney, möchte schließlich von seinem tiefergelegten 3er (oder höhergelegtem SUV) nicht auf Leitplanken und Schallschluckwände (wegen der Kühe) starren müssen. Eines verstehe ich aber bis heute nicht: Bis zum 150 km/h Elektroauto vergehen doch noch maximal 10 Jahre - warum kommt keiner auf die Idee, intelligente (soll heißen, 'sensorgesteuerte', aber so klingt es besser) Geschwindigkeits-Tafeln aufzustellen?? Könnte man auch direkt in das offenbar unvermeidliche vollvernetzte Auto (noch so ein gefährlicher Unsinn...) spielen, damit der Autopilot nicht erst auf den Sekundenbruchteile langsameren Human-Bremsfuß warten muß. Sollte Herr Scheuer kennen: Funktioniert in Bayern seit rund 25 Jahren phantastisch, seit einigen sogar im Winter. Also frei fahren, wenn's frei ist. Wenn nicht, dann nicht. Da ein generelles Tempolimit die deutschen Emissionen ohnehin nur um ca 0,5% beeinflussen würde, immerhin ein Schritt in Richtung Digitalausbau. Da sind wir ja auch ziemlich hinterher... Immerhin: Dann machen wir uns Sorgen über Strahlenbelastung für's Gehirn und Elektrosmog - aber irgendwas iss ja immer... ;)

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Tubus 01.02.2019, 04:43
9. Grüne Logik

Und wieder kam das dümmliche Argument, 70 000 Studien würden die Notwendigkeit des europäischen Grenzwertes für Stickstoffdioxid belegen. 1. Wird NOx nur als Marker für die vermutlich gefährlicheren Feinstäube benutzt. Dieser Marker taugt offensichtlich aber dann nichts mehr, wenn moderne Dieselmotoren weniger Feinstäube freisetzen, als sie ansaugen. 2. Hat Prof. Köhler keine Studien infrage gestellt, sondern nur deren Interpretation und auf einen offensichtlichen Widerspruch hingewiesen. Dass nämlich Raucher nach kurzer Zeit tot umfallen müssten, wäre der Feinstaub so gefährlich wie angenommen.
Auch wenn sie durch viele Studien belegt wird, wird die Aussage, dass alle Schwäne weiß sind schon dadurch widerlegt, wenn nur ein einziger schwarzer Schwan auftaucht. Insofern besteht Klärungsbedarf.

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