Forum: Kultur
Medien und die AfD: Keine falsche Freundlichkeit
HAYOUNG JEON/ EPA-EFE/ REX

Sollen Medien die AfD behandeln wie jede andere Partei auch? Nach drei Jahren Omnipräsenz stellen sich immer noch viele Journalisten diese Frage. Dabei ist die Antwort ganz einfach.

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syracusa 19.09.2019, 16:40
1. weder bürgerlich noch konservativ

Danke, Frau Ataman. Die AfD ist so wenig konservativ wie bürgerlich. Sie ist eine revolutionäre Partei, die keineswegs hofft, eines Tages in die Regierung zu kommen und sich kontrolliert durch die Gewaltenteilung einigen der harmloseren Aspekten ihres Programms annähern zu dürfen. Die AfD hofft auf katastrophale Zustände, in denen es ihr ein kopflos gewordener Souverän erlaubt, die bestehende politische Ordnung radikal umzugestalten. Höcke macht aus seinen Ambitionen kein Geheimnis, und auch nicht damit, wie er mit politischen Gegnern wie Sie und mich umgehen wird: gründlich deutsch. https://www.heise.de/tp/features/Bjoern-Hoecke-droht-mit-Dunkeldeutschland-4186178.html?seite=all

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Xicht123 19.09.2019, 16:43
2.

Das Problem ist doch gerade dass die Medien sich von der Afd instrumentalisieren lassen. Die AfD mach Wahlkampf mit rassistischen Parolen um rechte Wähler einzufangen und rudert dann zurück oder stellt sich als Opfer da um in der Mitte zu fischen.
Selber Effekt: Trumps Wahl. Die Wahrheit ist doch auch schlechte Publicity ist nützlich. Wenn die Medien mal kapieren würde dass sie die größten Wahlkampf der afd mit ihrer dauerberichterstattung sind würde sich vielleicht mal was ändern. So ist immer die AfD das arme Opfer das von kleinen Mann verteidigt werden muss

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haarer.15 19.09.2019, 16:52
3. Eigentlich erstaunlich

Falsche Freundlichkeit ? Ist gerade gegenüber der AfD nicht angesagt. Eigentlich müsste es für Journalisten ein Leichtes sein, Herrn Gauland die unansehnliche Maske runterzureißen. Kein guter Journalist würde sich vorführen lassen. Dieser peinliche Herr bietet doch genügend Angriffsflächen mit dem, was er vom Stapel lässt. Wirklich substanzielle politische Beiträge von Gauland vermisst man ja ohnehin. Man könnte die AfD an so vielen Stellen packen, wo sie blank ist. Was ist los mit unseren Qualitäts-Medien ?

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patrick_pronnier 19.09.2019, 16:53
4. Blödsinn

Die AFD kann man nicht behandeln, wie die anderen Parteien, denn zum gegenteil anderer Parteien, ist sie gegen die Demokratie. Nazis sollte man nicht behandeln wie andere, das würde sie nur Salonfähig machen. Ihre Themen sollten auch nicht ständig in irgendwelche Talkshows vorkommen, sondern die Themen, die die Menschen interessiert. In dem ständig über die AFD oder ihre Themen berichtet wird bekommt man so langsam das Gefühl, es gibt nichts besseres mehr oder Positives worüber man lesen kann.
es gibt außerdem wichtigeres zu berichten, über Klima, Renten, wohin mit dem "Sozialstaat"( wenn man es noch so bezeichnen kann). diese Ständige AFD Propaganda lenkt nur von den wichtigen Sachen ab, so wie, reichen die Maßnahmen des Staates um die Klima Ziele zu erreichen, wie lange will Merkel noch an die Kohle halten, Pestiziden usw.

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heissSPOrN 19.09.2019, 16:59
5.

"Ich bin fassungslos, wie blauäugig und schlecht vorbereitet viele Journalisten immer noch in Gespräche mit der AfD gehen. "

Ich teile Ihre Fassungslosigkeit und bin jedesmal richtiggehend entsetzt, wie unkritisch die ganzen Talkshow-Heinis mit diesen Typen umgehen. Man sollte die Protagonisten der sogenannten "AfD" nach menschenveranchtenden Äusserungen, wie ich sie in Talkshows immer wieder hören musste, vor die Tür und auf eine schwarze Liste des Senders setzen!

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cogito-ergo-sum 19.09.2019, 17:00
6. Nach Inhalten fragen

Dass es auch anders geht als im ARD-Interview mit Gauland, bewies im vergangenen Jahr ZDF-Mann Thomas Walde, der Gauland hartnäckig nach Inhalten befragte. Der Hundekrawatten-Träger sah da noch älter aus, als er ist. Das wäre das Rezept für den journalisitschen Umgang mit den Radikal-Nationalisten: Beständig nachfragen, was sie in den einzelnen Politikfeldern konkret an Lösungen anzubieten haben.

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schmidthomas 19.09.2019, 17:02
7. Liebe Frau Ataman,..

auf die vielen inhaltlichen Fehler Ihres Kommentars möchte ich gar nicht eingehen. Das werden hier andere Foristen noch zur Genüge tun. Ich gebe Ihnen dafür einen Hinweis auf Ihre Zukunft im Medienbetrieb: Sie werden in Zukunft sehr tapfer sein und echte Nehmerqualitäten beweisen müssen. Die AfD werden Sie nicht mehr aufhalten oder gar wegschreiben. Ihr Berufsstand hat so viel Vertrauen verspielt, dass dies für mehrere Journalistenleben reicht und nebenbei bemerkt: Die AfD ist nicht das Problem, sie ist das Ergebnis Ihrer und der Arbeit vieler Ihrer Kollegen. Sie selbst garantieren mit Ihrem Verhalten für den weiteren Aufstieg der einzigen bürgerlichen Alternative. Dafür bin ich Ihnen dankbar.

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danmage 19.09.2019, 17:03
8.

Ein sehr guter Beitrag.
Manchmal scheinen mit Journalisten und Moderatoren so in Ihrem Alltagstrott drin zu sein, dass diese auf neue Herausforderungen nur unzureichend und oberflächlich reagieren.
Man muss bei der AfD tiefer graben. Denn es sind allesamt Wölfe in Schafspelzen.

Was mich bei einigen Teilen der Journalisten auch manchmal stört, ist dass diese Begriffe einfach unreflektiert von Kollegen übernehmen.
Ein Beispiel ist der Begriff "Gotteskrieger", der lange Zeit für Al Kaida und den IS genutzt wurden. Diese Terroristen sind unendlich weit von einem echten oder imaginären Gott, den viele Religionen in ihrem Zentrum haben, entfernt. Man kann diese Etikettierung als zynischen oder satirischen Begriff nutzen, aber nicht als Teil von Nachrichtenmeldungen.

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seine-et-marnais 19.09.2019, 17:03
9. Aua

Die Antwort ist nicht einfach, und sicherlich nicht die der Autorin dieses Artikels der unausgewogener nicht sein könnte. In seiner Simplizität wetteifert er mit den simplifizierenden Thesen eines tumben AfD-Mitglieds. Genauso gewinnt man garantiert keine Diskussion. Leider haben das einige Medien in Deutschland noch nicht so erkannt.
Vor allem wenn die Autorin, die sich ständig als stolze Fränkin verkauft sich selbst diskriminierren will. und sich quasi rassistisch äussert mit, ich zitiere "Falls sie trotzdem unbedingt AfDler in die nächste Talkshow einladen wollen, könnten sie ihnen zur Abwechslung mal nicht den Gefallen tun, sie nur mit weißen Deutschen und nur über ihre Lieblingsthemen diskutieren zu lassen.". Da sie ja als Original-Fränkin nun mal weiss ist, dürfte sie auch nicht am Tisch sitzen, oder gilt bei ihr türkische Abstammung als rassische Zugehörigkeit zu einer 'nicht-weissen' Gruppe, also eine Art Nürnberger Gesetz das diesmal die Biodeutschen diskriminiert. Dieses unbedingt Opfer-sein-wollen spiegelt genau die Haltung vieler AfD-Mitglieder wieder, also ist ein Pendant dessen was man verdammt.

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