Forum: Kultur
Medien und die AfD: Keine falsche Freundlichkeit
HAYOUNG JEON/ EPA-EFE/ REX

Sollen Medien die AfD behandeln wie jede andere Partei auch? Nach drei Jahren Omnipräsenz stellen sich immer noch viele Journalisten diese Frage. Dabei ist die Antwort ganz einfach.

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remylop 19.09.2019, 19:14
80. Grill

Frau Ataman schreibt: "Die Gäste sollten damit rechnen, dass man sie kritisch unter die Lupe nimmt, ihnen überraschende Fragen stellt und sie im Zweifel grillt. Das nennt sich guter Journalismus ..."
Dann darf man den Gast aber nicht mehr als "Gast" bezeichnen, denn Gäste grillt man nicht. Dann muss man eine "Talkshow" als Tribunal bezeichnen. Und seit wann hat eine Talkshow etwas mit Journalismus zu tun? Eine Talkshow ist zur Unterhaltung der Zuschauer gedacht, deshalb "talk" und "show".

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michael.krispin 19.09.2019, 19:14
81. Die anderen Parteien muessen genauso behandelt werden wie die AfD!!!

Genau so herum wird ein Schuh daraus. Es ist gut das Journalisten sich die AfD vorknuepfen und auf dem Zahn fuehlen. Das ist die Aufgabe der 4. Macht im Staat. Aber! Die Systempresse hat verlernt dass diese Pflicht auch fuer alle anderen Parteien gilt. Alle Politiker muessen mit ihrem Wirken und Aussagen konfrontiert werden, unabhaengig welcher Partei sie angehoeren. Nur die AfD anzuprangern, als populistische Chaoten zu diffamieren zieht zu kurz und ist der Hauptgrund des Misstrauens der Bevoelkerung gegen die Medien. Eine Frau Merkel macht so viele Fehler in ihrer Arbeit und keiner spricht das an. Im Gegenteil - sie wird noch als Mutter Theresa verehrt. Diese offensichtliche einseitige Blindheit der Medien hat mich zum Auswandern bewogen bevor die AfD ueberhaupt begann bekannt zu werden. Deshalb darf ich unbefangen gegen Medien schimpfen, weil die Medien schon lange vor der AfD kritisches Denken gegenueber der Politik der "etablierten" Parteien eingestellt haben.
Nennt mich einen Rechten, nennt mich einen Linken. Nichts davon trifft zu aber ich lasse mich nicht fuer dumm verkaufen auch wenn ich aehnliche Worte ueber die Systempresse verliere wie heute die AfD. Die macht es mir nach, nicht umgekehrt. Ich war zuerst im House und habe ueber die Medien geschimpft. Zum Schluss 2012 wegen der Meinungszensur ueber den ESM.

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mulili 19.09.2019, 19:17
82. Spannend

„die Linkspartei, deren schlechte Ergebnisse im Osten mindestens genauso spannend sind, war nicht eingeladen“
Warum Tierschutz-, Feministen- und Autofahrer-Partei so schlecht abgeschnitten haben wäre bestimmt auch interessant gewesen...

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heiniresse 19.09.2019, 19:19
83. Die einzige bürgerliche Alternative?

Zitat von schmidthomas
. Sie selbst garantieren mit Ihrem Verhalten für den weiteren Aufstieg der einzigen bürgerlichen Alternative. Dafür bin ich Ihnen dankbar.
Was soll denn der Quatsch? Diskussionstechnik hin oder her : am Ende muß rauskommen, was die Wahrheit ist : die AfD ist weder bürgerlich, noch salonfähig noch eine Alternative für Demokraten. Sie ist in Wirklichkeit eine Alternative für Demokratie (=AfD), sprich sie ist antidemokratisch, darüberhinaus rechtsradikal, ausländerfeindlich etc.
Die AfDler müssen von den Journalisten im wahrsten Sinne des Wortes mit dem Nasenring vorgeführt werden, ihnen darf keine Ausrede, kein Ausweg, keine Entschuldigung zugelassen werden, in Wirklichkeit sind sie es nur wert, übersehen und übergangen zu werden, wenn sie nicht so gefährlich wären. Weil sie so gefährlich sind, für die Demokratie, die Menschenwürde etc nämlich, sind sie immer kurz und bündig bloßzustellen, und das bei jeder sich bietenden Gelegenheit. Und dann ist gut, Ende der Veranstaltung, auf Wiedersehen, wenn überhaupt. Stehenlassen, lasst sie jammern. Bei einer unlauteren Attacke auf die Demokratie darf mit Mitteln zum Schutz des höheren Gutes geantwortet werden, die für sich betrachtet vielleicht nicht gerade dem Knigge entsprechen. Bei der AfD ist der Begriff des übergesetzlichen Notstands praktisch umzusetzen. Oder bin ich jetzt zu weit gegangen? Ich glaube nicht.

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Sendungsverfolger 19.09.2019, 19:24
84. Lustig

Zitat von ruediger
Man sollte alle Politiker gleich (dh gut und sachlich) behandeln. Wenn man bei jeder Parteinennung ein abwertendes Attribut dazu geben will, dann bitte bei jeder Partei. Primär aber ist es Aufgabe des Journalisten zu berichten und Informationen zu vermitteln und nicht selbst Nachrichten zu machen. Für die Meinung des Journalisten gibt es eigentlich den Kommentar. Die Ausgrenzung der AfD haben Staatsfunk und selbsternannte Qualitätsmedien jetzt schon jahrelang ziemlich erfolglos betrieben. Für mich als Konsument ist der Informationsgehalt der immer gleichen Ausgrenzung nicht wirklich hilfreich, sondern führt nur zum verstärkten Konsum anderer Medien. Fakt ist aber, das die AfD in fast allen Parlamenten eine der beiden grössten Oppositionsparteien ist, und insgesamt mehr Abgeordnete im Bund- und Landtagen stellt wie die von der Presse so geliebten Grünen.
Es ist lustig zu sehen, wie Sie Ihrer Forderung nach Sachlichkeit mit den wertenden Begriffen "Staatsfunk" und "selbsternannte Qualitätsmedien" Nachdruck verleihen. Paradebeispiel für Selbstentlarvung.

"Für mich als Konsument ist der Informationsgehalt der immer gleichen Ausgrenzung nicht wirklich hilfreich, sondern führt nur zum verstärkten Konsum anderer Medien. " ... "wo ich meine eh schon verfestigte Meinung bestätigt sehe". Das wollten Sie doch damit ausdrücken, oder?

Nun, man kann es ja mal versuchen. Peinlich ist nur, wenn man dabei erwischt wird.

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steinbock8 19.09.2019, 19:26
85. Gerade die

Inkompetenz und Blauäugigkeit des politischen und journalistischen Umfelds, der AFD, machen diese Partei so stark.

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KayYou 19.09.2019, 19:29
86. Das Berliner Landgericht

hat doch den Weg aufgezeigt: Kübelweise anonym Dreck über diese Leute ausschütten. Ist doch jetzt bei umstrittenen Politikern erlaubt. /s

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nichtaufreger1959 19.09.2019, 19:32
87. Sehr guter Artikel

Stimme voll und ganz zu. Die meisten Interviewer und Talkshows hofieren geradezu die AfD. Das freut diese: wieder eine kostenlose Wahlveranstaltung in den Öffentlich-Rechtlichen, also genau durch die, die sie abschalten wollen ... .

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spon-49f-djb0 19.09.2019, 19:32
88.

Mich hat dieses sogenannte Interview so fassungslos gemacht, dass ich im Anschluss an die Sendung bei der ARD angerufen und gefragt habe, warum der AfD immer wieder eine Bühne geboten wird. Und warum Herr Gauland überhaupt noch eingeladen wurde, da er doch keine Zuschauerfragen zugelassen hat. Es war für mich auch kein Interview sondern ein netter Plausch mit einem älteren Herrn. Danke Ferda Ataman.

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djssss 19.09.2019, 19:39
89. So wird es werden !

Zitat von 002614
"Wir machen den Amis aber auch alles nach ! Obwohl wir doch sehen, wohin es führt. Trump wird möglicherweise wiedergewählt - und die AfD gewinnt noch mehr Stimmen !!"
Und dafür sorgen genau solche Artikel. Mir sind mehrere Menschen bekannt, die die AfD allein deshalb wählen, weil im deutschen Journalismus nahezu keinerlei Debatte mehr stattfindet und das Mantra der Regierenden nahezu kritiklos verbreitet wird.

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