Forum: Kultur
Mediendiskurs in Deutschland: Die Stimmung wird gekippt

Moral ist der Totalitarismus des Guten. Die Flüchtlinge müssen vor ihren Beschützern gerettet werden. Denn, merke: ohne Grenzen keine Würde. Klingt irre? Ist aber real: In deutschen Redaktionen wird gerade ein absurdes Kammerspiel aufgeführt.

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syn4ptic 25.09.2015, 21:37
80.

Zitat von agua
Vielleicht können Sie mir weiterhelfen?Dieser Schreibstil wurde im 3.Reich genutzt von Schriftstellern und Journalisten,um auf eine verdeckte Art und Weise Kritik am politischen Geschehen zu üben.Dafür gibt es einen Ausdruck,der mir leider entfallen ist.
Meinen Sie evtl. den Ausdruck "Widerstand zwischen den Zeilen"? Das ist der Einzige der mir spontan einfällt aus dieser Zeit zum Thema oppositioneller Journalismus.

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Dio_genes 25.09.2015, 21:37
81. linke

Zitat von marietta292
... Nun überlege ich, was in aller Welt bringt Linke dazu, so kritiklos 70% Muslims im Alter von 18-35 Jahren willkommen zu heissen, für deren Integration wir kein Konzept, keine Infrastruktur und keine Ressourcen haben? Ach so: "Wir schaffen das!" Na klar. ...
abgesehen davon, dass Klöckner eine alberne inkompetente Trulla ist, kann ich sie beruhigen.

So wie die gesamte öffentliche Berichterstattung einseitig erfolgt, ist es auch in der Politik differenzierter (auch wenn auch dort das Meinungsbild tendenziös kolportiert wird).

Viele Anhänger linker Parteien (insbesondere in SPD und der Linken - teilweise selbst beim realistischen Flügel der Grünen) sind keineswegs mit der einseitigen Hurra-kommt-alle-her-Parole einverstanden.

Letztlich kommt die Aussage: Wir schaffen das ja sogar von der CDU-Kanzlerin. Aber mit Ihrer CDU-Brille sind sie ja leider scheinbar in Ihrer eigenen Hetze gegen alles linkere total verblendet.

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sbv-wml 25.09.2015, 21:38
82. Die Stimmung wird nicht gekippt, die kippt von alleine

Und das, obwohl TV, Rundfunk und Presse die negativen Folgen dieser Völkerwanderung nicht oder nur in homöopathischen Dosen an die Öffentlichkeit bringen.

Der interessierte Bürger weiß ganz genau, dass ihm über kurz oder lang in die Tasche gegriffen wird.

Denn wer muss diese Friede, Freude, Eierkuchen Veranstaltung bezahlen?

Die Flüchtlinge selber, Hartz IV Empfänger, die Großindustrie oder gar Banken?

Nein, der Mittelstand und die mittelständischen Unternehmen werden mal wieder zur Kasse gebeten.

Und wenn die Geldgeber Bedenken anmelden werde sie von den Politikern und der Presse als Rechte oder sogar als Nazis verunglimpft.

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Whitejack 25.09.2015, 21:46
83.

All die, die sich auch hier beschweren über die ach so dummen Gutmenschen, unterlassen es natürlich tunlichst, über die Alternativen zu reden.

Aber genau das müsste man tun. Und wie sähen die Alternativen denn aus? Ungarn macht es vor: Hohe Stacheldrahtzäune, Panzer, Schießbefehl. Absichtliches Herbeiführen von möglichst vielen Toten, um den Menschen in Syrien oder den Elendslagern im Libanon oder Jordanien zu demonstrieren, dass es ihnen hier in Europa auch nicht besser ergehen wird als dort.

Und die Hürde ist hoch: Nur wenn Europa als nicht wesentlich besser dasteht als Assad oder der IS, werden die Menschen dort bleiben. Zäune können erklommen werden, Grenzen können überrannt werden. Nur der schiere Terror vor Europa könnte die Menschen zurückhalten. Ein Terror, den Orban gerade einzuüben versucht.

Man kann anhand von Ungarn sehen, welche Art von Gesellschaft dafür nötig ist. Das, was wir als westliche Werte feiern, ist dabei jedenfalls störend.

Das ist die Wahl, vor der wir stehen: Entweder uns sind die humanistischen und/oder christlichen Werte etwas wert, dann müssen wir die Herkules-Aufgabe der Flüchtlingsaufnahme bewältigen. Oder wir schotten uns komplett ab, nehmen bewusst zehntausende Tote in Kauf (bzw. fördern das sogar medienwirksam) und strukturieren die Gesellschaft so um, dass die widersprechenden Werte abgeräumt werden. Das wäre zwar das Ende der liberalen, humanistischen Kultur Europas, ist aber zumindest ein technisch gangbarer Weg.

Die dümmste Lösung ist freilich, erst Hunderttausende Menschen ins Land zu lassen und sie dann möglichst schlecht zu behandeln. Dass DAS keine Alternative darstellen kann, sollte selbst dem einfältigsten Geist klar sein.

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Claes Elfszoon 25.09.2015, 21:49
84. Es ist schon erstaunlich ...

Zitat von mrkswue
Dass unser Lebensstandard mit spürbaren Einschränkungen für andere – zum Teil auch für die, die da kommen – verbunden ist, stört aber in der Regel wenig. Nur wenn man selber mal verzichten, mal uneigennützig sein muss, dann reißt jeder gleich die Klappe weit auf. Wenn das die Werte des christlichen Abendlandes sein sollen, dann freue ich mich auf die angebliche Islamisierung.
... für was die Flüchtlinge alles herhalten müssen. Nun kommt auch noch einer daher und belebt das alte Märchen vom europäischen Lebenstandard auf Kosten anderer wieder.

Konkret: Der geringere Lebenstandard der Menschen in Syrien ist in erster Linie einer Gesellschaft geschuldet, in der seit Generationen mafiöse Clans ihre Geschäfte treiben und sich dabei auf ihre ethnische Klientel stützen.
Der zweite Grund für einen geringeren Lebensstandard ist - und man muß es leider so deutlich sagen - ein religiöser.
Der dritte Grund ist zum Teil ein Konglomerat aus den beiden vorhergehenden. Es gibt dort andere Prioritäten.

Wenn Sie sich auf eine Islamisierung freuen (in Teilbereichen Europas, z.B. in einigen französischen und vor allem britischen Kommunen ist sie gar nicht so angeblich und in vielen Stadteilen Deutschlands auch nicht mehr), dann dürften Sie sicher Freude haben an Rechtsunsicherheit, familiäre Abschottung, Frauendiskriminierung, häuslicher Gewalt gegen Frauen und Kinder, Abschottung gegen und Diskriminierung von anders lebenden und glaubenden Menschen und der absoluten Priorität von Religion gegenüber Recht, Entscheidungsfreiheit, Individualität und Politik...

Eigentlich sind das alles erzkonservative und reaktionäre Werte und Verhaltensweisen, aber im Kontext zum Islam offensichtlich hoffähig.

Wenn andere Religionen oder sonstige Weltanschauungen einen solchen Verhaltens-und Wertepool auch nur andeuten, gehen Leute wie Sie auf die Barrikaden - aber nur dann, nicht wahr?

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andras 25.09.2015, 21:51
85. Internet?

Zitat von vau2
Zum Glück gibt es das Internet, so dass sich der mündige Bürger selber ein Bild machen kann, von der Welt in der er lebt, wenn er denn will. Diese Kolumne klang ja so bitter und so persönlich, als ob der Schreiber angefressen ist, dass er bei diesem "Mediendiskurs" nicht eingeladen war.
Ja, das Internet ist toll. Da gibt es Fake-Videos über angebliche Straßenschlachten zwischen Polizei und Flüchtlingen, Fake-Nachrichten über angebliche Vergewaltigungen durch Flüchtlinge usw. Ich rate auch dazu, sich selbst ein Bild zu machen. Aber nicht im Internet, sondern draußen, vor der Tür. Da sind sie nämlich, die Flüchtlinge. Und mit vielen kann man reden.

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mirau 25.09.2015, 21:52
86.

Man muss den Kommentar nicht verstehen Oder? Sie ziehen sich an der Tatsache hoch,das manche Medienvertreter das Schauspiel nicht mehr mitmachen wollen,wo vom Schlaraffenland Deutschland die Rede ist wo jeder Mensch willkommen ist. Das dies so nicht stimmt haben wohl die ersten Medien registriert. Wer solche Märchen wie "alle Flüchtlinge sind gut ausgebildete Facharbeiter und sehr viele haben studiert" in die Welt setzt brauch sich über die geringe Akzeptanz solcher Medien nicht mehr wundern. Journalismus ist der Wahrheit verpflichtet und nicht einer persönlichen Weltsicht. Manche scheinen das wenigstens noch im Hinterkopf gehabt zu haben. Schön wenn das in ZUkunft wieder im Vordergrund der Berichterstattung steht

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mullerich 25.09.2015, 21:54
87.

Es gibt unzeifelhaft den dumpfen unreflektierten Fremdenhass.
Es gibt aber auch die sachlich und logisch begründete Kritik an den jetzigen Zuständen die sich nicht von Hass auf Menschen leiten lässt, aber erkannt hat das das Verbot der offenen Auseinandersetzung verschiedener Weltbilder, die reale Gefahr einer den Alltag bestimmenden von Religion initiirten Weltanschauung mit entsprechendem Menschenbild zu unabsehbaren Problemen führt.

Und hier kommt der von Ihnen, herr Dietz angesprochene moralische Totalitarismus der Welcome Refugees Fraktion zum Zug. Sie sind ebenso faschistoide wie die erbärmlichen Fremdenhasser, ihnen fehlt nur der Rassismus der die Nazis ausmacht.

Die "welcome Refugees" sind berauscht von ihrer Wohlfahrt, fühlen sich als die besseren Menschen und versuchen jede reale Einschätzung und Problemlösung hinter ihrer "wir schaffen das " "Schei.e mit schwung" Attitüde zu überdecken und beschuldigen jeden Kritiker der Unredlichkeit oder Schlimmeres.

Die Probleme resultieren zu einem großen Teil aus diesem Verhalten.

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grift 25.09.2015, 21:56
88.

Es lebe der moralische Imperativ! Die Presse versucht zur Zeit doch ständig, uns ein rosarotes Migrantenbild vorzugaukeln: Kinderbildchen, Syrische Kinder im Gymnasium, .. .Ich warte schon auf den Bericht über einen syrischen Altenpfleger. Klar, gibts alles. Realität sind aber auch die täglichen Schlägereien unter Migranten (Syrer gegen Afghanen, Moslems gegen Christen), die Alkoholexzesse in Flüchtlings Unterkünften. Davon steht nichts in SPON.

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LouisWu 25.09.2015, 21:57
89.

Zitat von meinefresse
Wir können so wenig der ganzen Welt helfen, wie ein Rettungschwimmer 50 Personen "auf einmal" aus der stürmischen See ziehen kann. Wir könnten damit anfangen, dass wir keine Waffen mehr in Krisengebiete exportieren...
Meines Wissens werden die Kriege in diesen Ländern nicht mit Leopards und U-Booten geführt, sondern mit AK47. Wo also werden unsere Waffen bei den "flüchtlingsrelevanten" Kriegen eingesetzt?
[Zitat]..Dass wir Uncle Sam nicht mehr beim Drohnenterror gegen Zivilisten unterstützen...[/Zitat]Im Opferfall sind es immer alles Zivilisten, auch wenn sie kurz vorher noch Geiseln geköpft haben. Man nennt es "asymetrische Kriegsführung".

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