Forum: Kultur
Mehr dicke Mädchen in Leggins!
Majestic

Busen zu klein, Hintern zu dick und dann auch noch unrasiert: Frauenkörper bleiben nie unkommentiert. Deshalb fühlen Frauen sich oft so, als ob irgendwas mit ihnen nicht stimmt. Das muss sich ändern. Ein Manifest.

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Papazaca 24.05.2017, 13:06
390. Volkskrankheit Übergewicht! Ironie als erste Gegenwehr ...

Steht außer Frage, ein großer Teil der Deutschen ist übergewichtig. Und viele wissen nicht, wie Sie damit umgehen. Das Thema ist mehr Tabu, als viele glauben. Da ist der Kommentar genau das Richtige, er animiert durch Ironie und Humor.

Das Thema ist beides: Lustig und todernst. Lustig, weil es uns zeigt, wie fremdgesteuert wir z.T. sind. Todernst, weil man sich durch Übergewicht eine Menge gesundheitlicher Probleme einhandeln kann. Von den Problemen ganz abgesehen, das eine vordergründig perfekte Gesellschaft nach perfekten Menschen verlangt.

Um so mehr meine Sympathie für diesen Kommentar, der durch seine ironische Heftigkeit viele provoziert, auch was dazu zu sagen. Zu einem Thema, das für viele eher unangenehm ist.

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dr.eldontyrell 24.05.2017, 13:06
391. haarige Angelegenheit

Zitat von oxybenzol
Rasieren von Scham- und Achselhaar ist keine Notwendigkeit. Es ist eine Modeerscheinung also im Endeffekt ein Gruppenzwang.
Da möchte ich widersprechen. Mode? Vielleicht. Gruppenzwang? Kann ich nicht ausmachen.
Das Rasieren von Schamhaar hat durchaus praktische Vorteile, die ich hier aber nicht näher erläutern möchte. Denken Sie sich Ihren Teil.
Es gibt auch ja Männer, die auf behaarte Beine, Arme, Achseln und Scham bei Frauen stehen. Nicht meins aber auch OK.
Hier in Köln sagt man: Jedem Tierchen sein Plaisierchen!

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AlexKremersen 24.05.2017, 13:07
392.

Ärgerlicherweise beginnt der Artikel ja schon mit zwei Sätzen, die alles durcheinander werfen, bzw. unnötigerweise provokant falsch sind:

"Angeblich sind die Gedanken frei, aber manchmal sind sie auch tonnenschwer. Ein solcher Gedanke ist: Wenn ich 5/10/20 Kilo weniger wiegen würde, wäre mein Leben besser."

Nein - selbstverständlich ist das Leben von Frauen in aller Regel nicht besser, wenn sie 5 Kilo weniger wiegen.
Ganz anders sieht es jedoch aus, wenn es um 20 Kilo (oder noch mehr) geht.
Denn es gibt ne Menge Frauen, die würden glücklich sein, wenn sie 20 überflüssige Kilos los wären, bzw. wenn sie sich diese 20 Kilo zuviel niemals angefuttert hätten.

Aber is schon klar: is ja alles das gleiche, ob nun 5 oder 20 oder 30 Kilo zuviel auf den Rippen - Hauptsache man kann behaupten, dass das alles Quatsch ist, wenn Frauen gerne schlank sein möchten ...

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Harrue 24.05.2017, 13:08
393. Jede Blume in voller Blüte verblüht.

"Deshalb fühlen Frauen sich oft so, als ob irgendwas mit ihnen nicht stimmt."

Das ist real so.

Ästhetisch (dass es sich lohnt, sie abzubilden) sind nur sportliche Frauen bis 25. Anschliessend sind es Ruinen, die von ehemaliger Schönheit künden. Im Mittelalter war die Lebenserwartung von Frauen bei 23 Jahren, im Altertum bei 18.

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g_bec 24.05.2017, 13:09
394. Ok.

Zitat von winkelwolf
Bitte nur kein Plädoyer für dickleibigen.Wer zu viele Kilos hat ist erstens ungesund, die ganzen Krankheiten welche folgen kennen wir schon. und dann kommt noch ein anderer Aspekt hinzu. Nicht nur das so eine Person in eine Woche Lebensmittel vertilgt welche für einen afrikanischen Dorf ein Monat ausreichend sind , aber was ist mit der Verschwendung von Ressourcen? Das ganze Essen muss her kommen, und günstig. Die folgen auf Tierhaltung sind weitgehend bekannt, dazu noch Wasser, Energie, usw .Das ist worüber wir uns Gedanken machen sollen und nich hat der modische Aspekt .
Mal stellvertretend an Sie als Verfechter der Theorie "Zu viele Kilos sind ungesund"-Theorie: Was ist das "richtige" Gewicht eines Menschen, wo beginnt "Übergewicht", also das von vielen hier so vehement beschworene "gesundheitsschädliche"?
Bei 120 Kilo auf 1,60m haben Sie sicherlich Recht. Wo ist da aber die Grenze? 80 kg auf 1,70m? 70 kg auf 1,70m? 100 kg auf 1,90m? Oder bei 65 kg auf 1,60m?

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Bin_der_Neue 24.05.2017, 13:17
395. So ein Gelöffel!

Nicht jede Frau kann und muss die perfekte Bikinifigur haben. Aber dann sollte sie zumindest soviel Ästhetik besitzen, sich adäquat und figurgefällig zu kleiden, anstatt in Leggings o.ä. zu quetschen und damit der Optik einer Leberwurst im Naturdarm gefährlich nahe zu kommen. Denn auch wenn es "nur die anderen" sind, den Anblick müssen sie dennoch ertragen.

Auch wenn weniger vorteilhaft proportionierte Damen stets reichlich Zuspruch von gleichgestellten oder weniger fraulichen Genossinnen wie beispielsweise Frl.Stokowski bekommen, die Gefahr ist groß, sich zum Gespött der Allgemeinheit zu machen. Und wenn dann etwas nicht stimmt, dann ist es weniger der Körper, als der Umgang damit.

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luny 24.05.2017, 13:19
396. Schönheit im Wandel der Zeit und der Kulturen

Zitat von g_bec
Oha, und 34 ist augenscheinlich seeehr schlank. Und "Plus-Size" geht bei 38 los? Ernsthaft? Gruselig. War das nicht mal die "Normgröße" für schlanke Frauen? Was ist denn 42 heutzutage? Übergröße?
Hallo G_bec,

viele Schönheitsideale der Vergangenheit erscheinen uns heute als
völlig absurd.

Man denke nur an die einmal erstrebenswerte "Wespentaille" oder
die "Lotus- bzw. Lilienfüße".

Marilyn Monroe gälte heutzutage höchstwahrscheinlich als "etwas
dicklich".

Mit Twiggy begann der Trend, superdünn und möglichst androgyn zu
sein.

Weswegen sich Frauen diesen Modetrends mehr unterwerfen als
Männer, ist tatsächlich ein Phänomen.

Sollte die "Rubensfigur" wieder in Mode kommen, träfe das bei
vielen Frauen bestimmt auf Zustimmung :-)

LUNY

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schorsch_69 24.05.2017, 13:21
397. Tja

Zitat von EaronnEaronn
Ein erstklassiger Beitrag. Immer her mit den unvollkommenen Körpern, statt dessen weg mit Bodyshaming. Anstelle aufs Essen mal lieber auf das Äußere anderer Leute sinnlos kritisierende Wortmeldungen verzichten. Fette kosten Geld? Klar - aber Mobbing auch. Wer also Geld einsparen will, sollte erst mal die Mobber zum Schweigen bringen. Ansonsten lernt von den Schotten. Wenig ist mir beim Wechsel von Deutschland nach Schottland so aufgefallen, wie die relative Freiheit, die selbst junge Mädchen hier bei der Wahl ihrer Freizeitkleidung haben. Anfangs dachte ich noch bei jeder (oder jedem) Übergewichtigen, wie mutig die sein und wie viel hämische Kommentare die ertragen müssten. Aber nein, zumindest in der öffentlichkeit findet so etwas nicht statt. Mit 46 wage auch ich es endlich, an warmen Tagen Minirock zu tragen - in Deutschland wurde ich damit sogar 2 Wochen vor meinem Marathon noch als "fette Kuh" bezeichnet. Denn gebt es doch zu, liebe "Besorgte": meine Gesundheit und die daraus resultierenden Kosten sind euch schnurz. Sonst würdet ihr höflich sprechen und euch Mühe geben, nicht zu verletzen. Es geht euch nur um das Überlegenheitsgefühl: "hähä, die/der ist fett und ich nicht, also bin ich besser". Nein, seid ihr nicht. Wer bodyshaming betreibt ist ein kleiner, schwacher, mobbender Wicht. Entspannte Grüße aus einem entspannteren Land! :)
Es fällt mir leider nichts ein, hier halbwegs charmant zu erwidern...

Worauf gründet sich Ihrer Meinung nach, die reale Trinkfreudigkeit ihrer Mitmenschen in Schottland oder gar deren Fertigkeiten in der Herstellung des Aqua Vitae?

"Verklickern" Sie es mir. "Mädels", Kleidergröße 46 oder mehr, in Minis oder heutzutage sogar in Leggins, werden vermutlich nicht gerade zu einer Abkehr von dieser Art der "Freizeitbeschäftigung" sorgen...

Das was Sie als Mut bezeichnen, ist für mich nur banale Ignoranz der Realität. Unvorteilhafte Kleidung wird nicht besser/schöner, je mehr Ignoranten diese im Alltag tragen!

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psmonn 24.05.2017, 13:26
398.

Pseudogleichberichtigung im Sinne der Erschließung neuer Märkte. YOLO, friß Zucker, werd Fett, kauf passende Kleidung und friß weiter Zucker. Die Gesellschaft sollte toleranter mit den Opfern von Nestle & Co sein.

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happyrocker 24.05.2017, 13:27
399. Das Problem liegt beim Betrachter

Zitat von az26
... Manche Menschen, ob Mann oder Frau, ob Jung oder Alt, sind einfach eine Beleidigung für Jeden mit Gefühl für Schönheit. Hässliche Menschen eben. Dazu zählt auch die Leggin. Mit der ist es noch einfacher, sich hässlich zu machen....
Nein, sind sie nicht. Es ist Ihr Problem, wenn Sie sich durch den Anblick eines wie auch immer aussehenden oder gekleideten Menschen "beleidigt" fühlen. Es gibt keinen Anspruch darauf, nur von schönen Menschen umgeben zu sein - leider auch keinen, nur Beiträge von intelligenten und empathischen Menschen mit funktionierendem Sozialverhalten zu lesen.

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