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Meinungsfreiheit: Dann nennt uns doch Lügenpresse!
DPA

Deutschlands Medienlandschaft ist einzigartig. Wer hier "Lügenpresse" ruft, hat nicht verstanden, was Meinungsfreiheit bedeutet. Journalisten sollten sich davon nicht aus der Ruhe bringen lassen.

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alt-nassauer 06.10.2018, 13:54
110. Oft sind es aber auch nur Kleinigkeiten....

Die Presse oder Medien als "Lügner" darzustellen geht mir zu weit. Dennoch ist mir in den letzten Jahren eine Art und Weise der Medien und der Umgang mit seiner "Kundschaft" aufgefallen. Der schon etwas im Verhalten eigenartig ist.




Man reagiert auf Kritik oder auch mal einen Fehler, ziemlich Arrogant und ja man lügt (ja da verwende ich Lüge) - Nein nicht auf der Ebene wo es alle Lesen oder Sehen können. Hintenherum, bei Nachfrage und dann der Vergleich mit anderen zum gleichen Thema und der angebrachten Kritik.




So nach dem Motto "Wir haben immer Recht". Selbst wenn man eine 1:1 Antwort auf die Kritik an verschiedene Kritiker versendet wurde. Das diese Kritiker unter Umständen Korrespondenz austauschen! Auf den Gedanken kommt man nicht! Darauf wieder eine Kritik und wieder "Wir verschicken keine Standard-Antworten!" Wir als Kundschaft haben wohl Tomaten auf den Augen.




Da vergisst man schon schnell warum man Eigentlich Kritik geübt hat! Insgesamt gibt so wohl den Beitrag den man mit anderen und sogar Betroffenen als "falsch" dargestellt sieht. Da einem schon etwas "Frust" auf den Weg gibt und denkt wie sollen das Personen verstehen die nur 5 km weiter weg wohnen und dann noch die überhebliche und "standardisierte" Antwort. Was ja alles so nicht stimmt!




Für mich eben die Konsequenz gewisse Medien zu ignorieren. Daraus folgt das ich auch nicht mehr alles so wie dargestellt glauben kann und mir es so vorkommt das man Journalistisch nur "Kritikpunkte" sucht. Nicht was an einer Tatsache die sich mal ergibt etwas "Positives" und die Sachlage mal anders herum darstellt.- Eher dem "Wutbürger" auch noch zu folgen... Damit er sich endlich mal Verständnis gezeigt bekommt - mir fehlt es oft an Sachlichkeit. Viel zu viel auf Emotion.





Einfach ohne Überprüfung einen Beitrag zu schreiben, den man von einem "Wutbürger" hat einem zukommen lassen. Der dann auch gerade in ein Stimmungsbild gegen etwas ist - wie Politik, Fehlverhalten gegen über Steuerzahler, Geldverschwendung usw. Ohne Journalistischer (ist doch ein Studium!) Rückfrage fast 1:1 in die Presse trägt. Wo Fachkundige hinterher nur in höchster Not versuchen können und darauf hoffen, das der Journalist den Beitrag auch den Restlichen Lesern und dem "Wutbürger" richtig erklärt. Das eben die Darstellung falsch war und auch der "Wutbürger" sich auf der falschen Fährte begibt...





Das sind bisher nur von mir festgestellte Kleinigkeiten. Vielleicht ist es auch ein Druck der durch das Internet und den nun immer schneller werden Austausch geschuldet. Man ist vielleicht weil sonst zu langsam - etwas zusammen zustricken ohne etwas genaues zu Wissen oder andere sind schneller ohne die Fakten wirklich zu kennen. Weil eben der "Fakten-Check" Tage nach dem Ereignis auch keinen mehr wirklich Interessiert!




Immerhin verwende ich nicht nur eine Quelle als Information! Dafür gibt es Internet und ja ich leiste mir den Luxus zwei Tageszeitungen zu kaufen!

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Anandamid 06.10.2018, 13:55
111. Wie immer die Dame meint

Kritik an der "System-Presse" ist etwas völlig Neues in Deutschland, und so in der Form noch nie da gewesen.

afair

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steingärtner 06.10.2018, 13:56
112. Nicht lügen ist ein Problem

Eine Lüge kann immer entlarvt werden. Nichts geschieht jedoch, wenn permanent einseitig oder unter Weglassungen berichtet wird.
Ich behaupte, vor dreißig oder vierzig Jahren wäre eine Geschichte wie Skripal und wie darüber ( auch hier ) berichtet wurde, so nicht möglich gewesen.
Eine ganze, im guten Sinne, Pressemeute wäre in Salsbury "eingefallen", und hätte buchstäblich keinen Stein mehr auf dem anderen gelassen um den Weg der beiden nachzuverfolgen und über diese Geschichte Hintergründe zu recherchieren. (War vom Spiegel z.B jemand in dieser Sache vor Ort ?)

Heute ? Es wird eins zu eins die Verlautbarung der Briten als nicht zu hinterfragende Tatsache berichtet.
Und so gibt es in den letzten Jahren immer weitere Nivellierungen von ursprünglichen journalistischen Tugenden. Und die Autorin wundert sich ernsthaft, dass Journalist(in) zu sein, nicht mehr bedeutet, etwas wertvolles zu tun.
Nicht Lügenpresse ist der Vorwurf. System- oder Agendapresse seit ihr in großen Teilen geworden. Es wird nichts mehr hinterfragt.

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christianus_occator 06.10.2018, 14:02
113. Realsatire

Zitat von horado12
Große Chancen, freigeschaltet zu werden, räume ich diesem Kommentar nicht ein.
Ich liebe es, wenn in solchen Debatten Kommentare kommen, in denen steht "Mein Kommentar wird garantiert nicht freigeschaltet, weil ihr ja keine Meinungsfreiheit zulasst". :D Fehlt einem der eigene Widerspruch eigentlich auf? :D ;D ;D

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Frust 06.10.2018, 14:02
114.

Die Mehrheit der deutschen Presse hat beim Thema Flüchtlinge /Migranten völlig versagt und ist zur reinen Hofberichterstattung degeneriert, keine Kritik, keine Auseinandesetzung. Es ist schon beschämend, dass man einen kritischen Dialog zum Thema Migranten und Flüchtlinge in Schweizer oder englischen Medien suchen muss.

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tillmatic 06.10.2018, 14:02
115. Danke...

Zitat von gatoalforno
wäre auch konkreter. Man muss kein AfD- Pegida-Anhänger sein, um die die Entwicklung der deutschen Presse kritisch zu sehen. Als kritischer und denkender Mensch, der über den Tellerrand schaut, versteht, wie sich die Medienlandschaft auf ein paar wenige Medienmogule aufgeteilt haben, man versteht die Abhängigkeiten zwischen Politik, Wirtschaft, Finanz und Presse. Zu oft wird Meinung, Komentar und Berichterstattung vermengt und das sehr tendenziös. Die Leserzahlen spiegeln das gut wieder und dass Autoren, die in Lohn und Brot dieses Systems stehen, nicht reflektieren- wie dieser Kommentar ist nur all zu menschlich wie symptomatisch.
...damit ist alles gesagt...Lückenpresse!! Lügenpresse ist arg übertrieben!

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Otto von Bismarck 06.10.2018, 14:03
116. xieser manipulative Bericht steht stellvertretend fuer unsere manipula

Medienlandschaft.
85% der Medienschaffenden tendieren nach eigenen Angaben zu Gruen Rot Rot.
Abweichende Aussagen in Talkshows etc.... ja, die gibt es, aber immer eingerahmt, kommentiert und moderiert vom Mainstream. FOX ist ein Hetzsender? ich sehe Fox oft, und Fox ist pro republilanisch, aber weniger manipulativ oder extrem als unsere linken Medien links sind. Die Darstellung von Fox, einem einzigen Abweichler, als Hetzsender sagt ja schon alles ueber diese Ferda Ataman. Wenn wir in D eine Medienlandschaft haetten, die die polit. Ausrichting proportional widerspiegelt, das waere fair. Also 30% CDU aber Iminkl. JU, Wirtschaftsfluegel, kons. Union, 18% AfD, 10% FDP. In TV, Print, Net, in allen Medien eine faire Verteilung. Das, ja nur das, waere die groesste Revolution in D seit 1945, und die Linken wissen das.

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Sonia 06.10.2018, 14:04
117. Dessen Brot ich ess', dessen Lied ich sing'

Eine freie Presse wie die Briten sie haben oder wie es sie in den USA gibt, ist hier schwer zu finden. Gerade bei spon so einen Artikel zu lesen, befremdet mich. Wir haben mit Freunden getestet: Ein sachlichen, kritisch fundierzen Beitrag, ohne Verunglimpfung o.ä. zu einem DPA-Artikel in Sachen Flüchtlingspolitik - bei spon nicht veröffentlich, bei zeit online rausgenommen, nur bei Welt online u. Tagesspiegel online u. diepresse.com veröffentlicht. Unsere Medien lügen nicht, völlig irre, das zu behaupten. Sie lassen weg, sie schreiben etwas schön. Cicero gehört zu den Medien, die sehr ehrlich agieren. Über Jahrzehnte war es üblich, dass bei vermeintlichen Straftätern immer der Vorname etschien. Abgeschafft. Warum? Natürlich hat jeder Journalist die Schere im Kopf, Festanstellungen sind immer seltener, weil wir umsonst lesen wollen. Aber: Uns mit der Türkei zu vergleichen, was soll dieses absurde Beispiel? Eine üble Entwicklung ist der Versuch, Menschen zu beeinflussen, Medien als Waffe gegen Unliebsamme. Nicht die Auseinandersetzung auf sachlicher Ebene wird gesucht, sondern Beschimpfungen sind an der Tagesordnung. So, wie man in den Wald hineinruft, liebe Medien, hallt es heraus. Aber: Wer glaubt wir haben gar keine Meinungsfreiheit in den Medien, den empfehle ich Frankreich. Da ist Maulhalten angesagt. An denen gemessen, haben wir eine 90-prozentig freie Oresse, wo wir ziemlich frei unseren "Senf" dazugeben können. Davon träumen Franzosen.

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holyowly 06.10.2018, 14:05
118. Bravo

Das nenne ich Haltung! Erhobenen Hauptes in den Untergang.
Kann man natürlich machen, aber wenn einem der Fortbestand des Blattes etwas bedeutet, dann sollte man ab und an auch einmal auf die Leser hören. Die Erziehungsfunktion der Medien scheitert allerdings jeden Tag ein bisschen mehr.

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LorenzSTR 06.10.2018, 14:06
119. Selbstgerecht

Viele deutsche Medien feiern bis heute die Agenda 2010 ab, die Griechenland-Berichterstattung war auch im öffentlich-rechtlichen Rundfunk auf unterirdischem Bild-Niveau, eine Sabine Christiansen durfte jahrelang Vertreter der INSM als "Experten" präsentieren. Das sind nur einige Beispiele journalistischen Vollversagens. Ja, die Presse wird hierzulande nicht zensiert, wie in allen anderen demokratischen Staaten auch nicht. In vielen Redaktionen sitzen aber gut situierte RedakteurInnen, die an ihren Stühlen kleben und häufig schon aus bestimmten gesellschaftlichen Schichten stammen. Da hat man halt ein anderes Weltbild als jemand, der etwa von der Agenda-Politik direkt betroffen ist. Man muss also gar nicht viel zensieren, wenn ein Weltbild neoliberal geprägt ist. Und das merkt man vielen deutschen Medien - von Nischenblättern und Satiremagazinen abgesehen - leider auch an.

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