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Meinungsfreiheit: Dann nennt uns doch Lügenpresse!
DPA

Deutschlands Medienlandschaft ist einzigartig. Wer hier "Lügenpresse" ruft, hat nicht verstanden, was Meinungsfreiheit bedeutet. Journalisten sollten sich davon nicht aus der Ruhe bringen lassen.

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remixbeb 06.10.2018, 14:06
120. DougStamper

DougStamper bringt es absolut auf den Punkt. Es geht lediglich darum, nur die eigene "Wahrheit" lesen zu wollen. Folgt (wie bei vielen in letzter Zeit) das Gelesene / Gesehene / Gehörte nicht dieser Meinung, wird gleich von Systempresse, Lügenpresse etc. Gesprochen. Dass sie ihre eigene Wahrheit auch aus irgendwelchen Medien beziehen, die ganz offensichtlich trotzdem publizieren dürfen, bleibt außenvor.

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hasselblad 06.10.2018, 14:08
121.

Was mir gut gefällt ist, dass der Autor von "Spinnern" und "Schwachsinn" schreibt, das spricht mir aus der Seele. Freie Medien bestätigen nicht das Weltbild der Rassisten und Verschwörungstheoretiker, also müssen sie weg. Und wenn nicht weg, dann zumindest das "richtige" senden, nämlich den ganzen Blödsinn, den sich der gemeine Hutbürger den ganzen Tag lang in irgendwelchen obskuren "Wahrheitsmedien" online zusammegoogled. Liebe Journalisten, bitte macht es wie der Rest von uns geistig gesunden, reflektierten Menschen: nehmt die Idioten nicht ernst. Ja, lasst sie halt auf ihren Montagsdemos "Lügenpresse" pöbeln, etwas anderes als pöbeln können die doch nicht. Und berichtet über sie, stellt sie bloß, demontiert ihre Lügen, zeigt sie in all ihrer armseligen, berufsdeutschen Lächerlichkeit. Egal ob sie nun Schland-Hüte tragen oder das Bundesamt für Verfassungsschutz leiten.

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im_ernst_56 06.10.2018, 14:10
122. Vom Beobachter zum Akteur

Zitat von DistanzierterBeobachter
Natürlich hat Frau Attamann das Recht zu sagen und zu schreiben, was sie will. Aber ebenso natürlich haben auch PEGIDA-Aktivisten das Recht zu sagen und zu schreiben, was sie wollen. Das sind eben zwei Seiten derselben Meinungsfreiheit. Überhaupt ist der Übergang zwischen Aktivisten und Journalisten offenbar fließend geworden. Unter einem Journalisten verstehe ich jemanden, der versucht, so objektiv wie möglich zu informieren. Unter einem Aktivisten jemanden, der eine politische Agenda hat. Diese Trennung ist praktisch aufgehoben und daraus ergeben sich dann eben Reibereien.
Ich teile weitgehend Ihre Sicht. Eigentlich ist die Aufgabe der sog. Vierten Gewalt, zu berichten und zu kommentieren. Dass verschiedene Zeitungen eine bestimmte politische Ausrichtung haben, ist dabei völlig okay. Ich habe aber den Eindruck, dass sich Medien und Journalisten zunehmend als Akteure im politischen Geschäft sehen, als Influenzier der Politik, von der Frage welche Koalition gebildet werden sollte bis hin zu Personalentscheidungen. Das hat es zwar auch schon vor 50 Jahren gegeben, als die BILD-Zeitung darüber entscheiden wollte, wer Bundeskanzler wird. Die Entwicklung vom Beobachter zum politischen Akteur hat aber zugenommen. Wer den Satz von Hajo Friedrich "Einen guten Journalisten erkennt man daran, dass er sich nicht gemein macht mit einer Sache, auch nicht mit einer guten", zitiert, wird heute nur noch müde belächelt. Im Grunde wäre mancher Journalist gerne ein Steffen Seibert. Bei richtigen Regierung natürlich.

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stefan.martens.75 06.10.2018, 14:10
123. Es geht nicht darum

Lügenpresse ist ein Kampfbegriff.
Was wir allerdings haben ist eine völlig einseitige Beschallung von Leitmedien.
Unsere Presse ist sich bei sehr vielen Themen sehr einig. Viel einiger als das die Bevölkerung ist.
Und als Konsument hat man schlicht keine Wahl die Gegenseite begründet und gleichberechtigt zu lesen.
Klar gibt es genderkritische Artikel, aber eben nicht ohne 20 Gegenartikel.
Klar gibt es sachliche Analysen zu Trump.
Aber eben gleichzeitig 50 die ihn fertig machen.
Echte Konservative Stimmen sind eine absolute Randerscheinung im den Medien
Wie viel Prozent der deutschen sind aber wohl konservativ?

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PeaceNow 06.10.2018, 14:12
124. Sehr schade und bedauerlich

das der Artikel keinerlei Selbstreflektion und Selbstkritik beinhaltet.
Denn gerade weite Teile der westlichen Medien glänzten u.a. beim Thema Golfkrieg, Georgienkrieg, Ukraine, Syrien, Iran uva. derart oft durch Falsch- und Fehlinformationen, sowie Weglassen wesentlicher Informationen, das hierbei durchaus in TEILEN von Lügen- und Lückenpresse gesprochen werden kann.
Wer dieses Faktum leugnet, gibt Wasser auf die Mühlen solcher Rufer und bringt ihnen weiteren Zulauf.
Das aber eine generelle derartige Bezeichnung der Westmedien weder zutreffend noch gerechtfertigt ist, ist selbstredend.
Eine weitere große Schwachstelle unserer Medien ist deren mangelnde Unabhängigkeit, Neutralität, Objektivität und Unparteilichkeit.
Denn gerade bei politischen und strategischen Themen sind weite Teile der Westmedien stets stramm pro transatlantisch, pro israelisch oder pro NATO.
Damit ist man aber zu objektiven und neutralem Journalismus nicht in der Lage.

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Worldwatch 06.10.2018, 14:14
125. Ich verstehe nicht viel vom Gewerbe des Journalismus ...

... habe in meinem Leben schon etliche Journalisten kennengelernt, die handwerklich wie fachlich begabt und engagiert sind; freelancer nennen sich die meisten.
Sie reichen sog Exposees ein, richtig gut, tolle Vorarbeiten, Recherchen, etc.. Und dann kommen die Öffentlichrechtlichen, und ... klauen (vorgeblich legal) deren Inhalte, und machen einen qualitativen Schei...dreck daraus. Verkaufen dem Zwangs-ÖR-Zahler aber genau DAS als ?Qualitätsjournalismus?!
Wie gesagt, ich verstehe nicht viel vom Nachrichtengewerbe; was ich aber gelernt habe, kot..t mich als ÖR Zwangsfinanzierer an. Und, die Journalist_innen tun mir leid.
DIESE Aktuelle Kamera Mentalität in BRDDR haben die Konsumenten NICHT verdient!

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Erwan 06.10.2018, 14:15
126. Die Autorin lebt doch von dem System.

Wer wird dann kritisch über die deutschen Medien schreiben? Die müssen ja nicht unbedingt lügen, wobei das auch manchmal vorkommt, es reicht wenn manches gar nicht berichtet, sondern unterschlagen wird. Bericht mischt sich mit Kommentar, wie oft hat man das auch vom Rundfunk erlebt. Jeder ausgebildete Journalist weiß sehr genau, daß das nicht geht und man die nötige Unterscheidung zwischen beidem schon in der Ausbildung lernt, gemacht wird es vielfach trotzdem.

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mantrid 06.10.2018, 14:15
127. Freiheit heißt auch Verantwortung

Freie, kritische und unabhängige Medien sind toll, nur frei und unabhängig ist nicht so toll. Und wenn man sich deutsche Medien so anschaut, arbeitet sie diese gern an Einnahmen versprechenden Mainstream-Themen ab, statt den Finger in die Wunde zu legen, auch wenn es unbequem ist. Während z.B. bei den Panama-Papers echter Prädikats-Journalismus am Werke war, scheint ein Angriff auf die Grundrechte, wie im neuen bayerischen Polizeigesetz, eher als Pflichtthema mit dem Stellenwert einer Randnotiz abgehandelt zu werden. Zu oft lassen die Medien zu, dass die Politik Themen aussitzt. Selten sind journalistische Highlights, wenn z.B. Frau Slomka Politiker nicht mit den üblichen Plattitüden davonkommen lässt, keine Hofberichterstattung macht, sondern knallhart zupackt. Alternativ dann wieder die leidigen Politk-Shows von Frau Will oder Herrn Plasberg, wo Themen nur oberflächlich angekratzt werden. Es wäre toll, wenn der Fakten-Check noch während der Sendung die Studiogäste mit Falschaussagen und Lügen konfrontiert.

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f00b4r 06.10.2018, 14:16
128. Ich bin ratlos...

...was die Leute eigentlich wollen. In letzter Zeit häufen sich Menschen, die wesentliche Zusammenhänge nicht kapiert haben, und denen grundlegendes Wissen über die Welt, die Geschichte, und unser Grundgesetz sowie über Aufbau und Funktion unserer Demokratie abgeht, die in diesem Land Lügen, Halbwahrheiten, längst wiederlegte Vorurteile und sonstigen rechten Mist in die Welt schreien. Und dank der Meinungsfreiheit dürfen sie das ja auch. Wenn unser Staat einen derart totalitären Anspruch hätte, wie ihn diese Menschen fordern, müsste man sie doch eigentlich längst alle weggesperrt haben. Dennoch sind sie immer noch da und schreien immer noch rum. Für inhaltliche Argumente sind sie auch nicht zugänglich, weil sie ja im Besitz der "Wahrheit" sind. Das muss an diesen vielbesagten Denkverboten liegen, an die sich gerade diese Menschen anscheinend rigoros halten.

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Kampel 06.10.2018, 14:16
129. Schimpfen über andere ist keine Komik, sondern Kloake.

Zitat von schramkl
(..) Im Westen hatten wir nur Bild und Löwenthal. Also liebe Medienschaffenden: blast euch nicht so auf! Im 20. Jahrhundert ward ihr stets willige Knechte der Herrschenden ... und es scheint sich nicht viel geändert zu haben!
Heute treten in den deutschen Medien Oliver Welkes in seiner ZDF-Hetze-Show als Ersatz von Karl-Eduard von Schnitzler auf. Mit ähnlicher "linker" Gesinnung.

Und Gerhard Löwenthal wurde dem ZDF untreu und tritt nun in der ARD als Dieter Nuhr auf. Mit saurer Löwenthal´scher Hetze gegen alles. Der Nuhr war mal richtig gut, Aus dem hätte was werden können: ein richtiger Kabarettist. Ein Nachfolger von Georg Schramm.

Welkes müde Witzchen und der halbseiden Nuhr in seiner eifernden Pöbelhaftigkeit glauben von sich, für das "gute" Deutschland zu stehen. Dabei habe sie nur keine Umgangsformen und wirkliche Bildung.

Wenn man Gift versprüht, dann bitte wie Werner Finck oder Karl Kraus.

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