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Meinungsfreiheit: Dann nennt uns doch Lügenpresse!
DPA

Deutschlands Medienlandschaft ist einzigartig. Wer hier "Lügenpresse" ruft, hat nicht verstanden, was Meinungsfreiheit bedeutet. Journalisten sollten sich davon nicht aus der Ruhe bringen lassen.

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rloose 06.10.2018, 15:20
190.

Zitat von The Realist
Die türkische Presse will von der Wirtschftskrise nichts mitkriegen. Die deutsche Presse schreibt die Auswirkungen des Flüchtlingszuzuges schön. Beide haben die gleiche Botschaft: Wir haben es im Griff. Die türkischen Medien gehören staatsnahen Unternehmern, die deutschen Medien gehören oftmals dem Staat oder oftmals Verlagen, die Eigentum der Regierungsparteien sind oder abhängig sind von Aufträgen des Staates. Reden wir uns die deutsche Pressefreithit nicht etwas schön? Augen aufmachen und mitdenken, liebe Journalisten!.
Der Unterschied ist groß, denn die türkische Lira hat in diesem Jahr 40% an Wert verloren. Das sind konkrete Zahlen und das merken Menschen in ihrem Geldbeutel. Nun frage ich Sie, was aber Sie oder irgendwelche besorgten Bürger für Zahlen vorweisen können, die belegen, dass es Ihnen durch den Flüchtlingszuzug schlechter geht. Erst dann gäbe es ja etwas, worüber die Presse schreiben könnte. Sollte Ihnen die vorhandene Presse nicht ausreichen, dann steht es Ihnen frei selber Presseerzeugnisse zu vertreiben. Und genau in diesem Punkt gibt es den entscheidenen Unterschied zur Türkei. Das sollte man als mündiger Bürger eines demokratischen Staates schon erkennen können, bevor man großspurig einfach mal drauflos kritisiert.

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baal0815 06.10.2018, 15:23
191. Kommentare bestätigen den Kommentar

Sehr schön, wie hier zahlreiche Kommentatoren die vorgebrachten Fakten bestätigen: kaum jemand will Eure schwachsinnigen und ewig gestrigen Meinungen lesen. Presse- und Meinungsfreiheit bedeutet auch nicht, dass man jedes noch so unsinnige Argument drucken oder gar lesen muss. Ihr seid nun mal längst nicht die Mehrheit im Land. Also müsst Ihr auch akzeptieren, dass man Euch kritisiert oder gar nicht erst zuhört. Oder geht es Euch vielleicht gar nicht um Presse- und Meinungsfreiheit sondern eher darum, dass alle Welt Euch zuhört und glaubt?! Zum Glück sind wir noch längst nicht an diesem Punkt angekommen.
Ich jedenfalls finde die deutsche Presse- und Medienlandschaft hervorragend!

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beautyqueen 06.10.2018, 15:23
192. Weglass Propaganda und Zentralverkündungs Organ Presse

Es wimmelt doch nur von Political correctness in den Hofberichterstattungsorganen , welche auch beschönigende , beschwichtigende und UnterlassungsBerichterstattung betreiben.Was nicht in das Weltbild der Gesinnungspresse passt , wird passend gemacht.
Was ein Glück kann man sich im Internet informieren , oder bspw. Die NZZ lesen , um diesen betreuten Denken zu entkommen.
Ehrliche und objektive Berichterstattung sieht anders auch.

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-su- 06.10.2018, 15:26
193.

Zitat von hdwinkel
Der Begriff 'Systempresse' suggeriert zu sehr eine übergeordnete Instanz, der sich alle unterzuordnen haben. Daran glaube ich persönlich eher nicht und das würde den meisten Journalisten wahrscheinlich auch unrecht tun. Die zu beobachtende Uniformität der Meinungen, als auch die uniforme Themensetzung können auch andere Ursachen haben. Ich würde es Herdentrieb nennen. Ein generelles Problem des heutigen Journalismus sind Änderungen in den Rahmenbedingungen. Noch vor Jahren gab es z.B. eine interne Medienkritik, also die Kritik der Medien untereinander. Es gab Presseklubs. Diese Form der Auseinandersetzung ist schwieriger geworden. Wie soll man z.B. den sozialen Medien gegenübertreten, die als Schwarm agieren? Waren die Medien jahrelang die einzige Quelle an Informationen, nehmen sie heute, im eigenen Selbstverständnis, eher die Rolle von Leuchttürmen im Informationsozean ein. Ich bin mir nicht sicher, ob diese Rolle so stimmt, oder wenigstens stimmen sollte.
Der Eindruck, das alle gleichgeschaltet sind, kommt doch auch daher, dass die Verlage teilweise die Redaktionen verkleinern oder zusammen legen. Somit kommt es zwangsläufig dazu, dass der gleiche Artikel in verschiedenen Zeitungen auftaucht.

Auch werden viele Meldungen der dpa oder afp übernommen und abgedruckt. Dadurch entsteht beim Leser der Eindruck, alle schreiben das Gleiche. Wer schaut den regelmäßig darauf, wer den Artikel erstellt hat bzw. ob es nur eine übernommene Meldung ist.

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Stäffelesrutscher 06.10.2018, 15:28
194.

Zitat von gatoalforno
Lückenpresse wäre auch konkreter. Man muss kein AfD- Pegida-Anhänger sein, um die die Entwicklung der deutschen Presse kritisch zu sehen. Als kritischer und denkender Mensch, der über den Tellerrand schaut, versteht, wie sich die Medienlandschaft auf ein paar wenige Medienmogule aufgeteilt haben, man versteht die Abhängigkeiten zwischen Politik, Wirtschaft, Finanz und Presse. Zu oft wird Meinung, Komentar und Berichterstattung vermengt und das sehr tendenziös. Die Leserzahlen spiegeln das gut wieder und dass Autoren, die in Lohn und Brot dieses Systems stehen, nicht reflektieren- wie dieser Kommentar ist nur all zu menschlich wie symptomatisch.
Interessanterweise erschien 2016 ein Buch mit genau diesem Titel, verfasst vom Journalisten Ulrich Teusch. Lesenswert!

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Mesi0013 06.10.2018, 15:29
195. Sonderbar

Die Presse/Medien kommen ihrer Funktion der vierten Gewalt nicht mehr nach sondern verkehren diese ins Gegenteil. Das ist zutiefst demokratiegefährdend. Ein kleines Beispiel: vor kurzem gab es die Agenturmeldung, nach der die AfD die zweitstärkste Kraft in Deutschland sei. Kurz vor der Wahl vermelden sowohl Politbarometer als auch ARD-Wahltrend die AfD mit gerademal 10 Prozent und schlagen diese 10 Prozent bei den Grünen drauf. Jeder weiss um den Versuch der Einflussnahme kurz vor der Wahl und dies wurde von kritischen Journalisten auch aufgedeckt sowie von Wissenschaftlern analysiert. Wie soll man euch jemals wieder glauben können?

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d45gts 06.10.2018, 15:30
196. Wen wählen Journalisten?

36 Prozent präferieren die Grünen (46 Prozent aller Journalisten mit Parteipräferenz), 25 Prozent (32 Prozent) die SPD, nur 11 Prozent (14 Prozent) die Union, 6 Prozent (8 Prozent) die FDP und 1 Prozent (1 Prozent) die Linkspartei.

http://www.statistiker-blog.de/archives/politische-praferenzen-von-journalisten/5262.html


https://www.focus.de/finanzen/news/money-inside-was-journalisten-waehlen_aid_1032835.html





http://www.journalismus-handbuch.de/das-herz-von-journalisten-schlagt-weit-links-4078.html


Warum sind so viele Journalisten links?
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/s-p-o-n-der-schwarze-kanal-warum-sind-so-viele-journalisten-links-a-895095.html


Spricht natürlich alles nicht gegen Meinungsfreiheit.

"... Daraus zu schließen, dass politische Berichterstattung immer Propaganda für Rot-Grün ist, wie das einige Webseiten prompt folgern, ist natürlich Unsinn. Trotzdem bleibt ein Fragezeichen, denn völlig unabhängig von seiner Meinung schreibt natürlich niemand, ..."

http://www.statistiker-blog.de/archives/politische-praferenzen-von-journalisten/5262.html

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pombaer 06.10.2018, 15:31
197. Lügenpresse

Die deutschen Medien lügen nicht. Sie manipulieren aber mächtig. Über alles was für Merkels Politik gut ist, wird
positiv berichtet, Gegner werden systematisch schlecht gemacht und in die rechte Ecke gestellt. Ohne die Hilfe
der Medien wäre die AFD über 30 Prozent!

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irobot 06.10.2018, 15:31
198.

Zitat von volker_morales
Berichterstattung ist in Deutschland leider keineswegs gewährleistet. Alles, was nicht dem rot-grünen Mainstream entspricht, findet in den Medien praktisch keine Beachtung oder wird von den Medien in einen für den Steuer- und Beitragszahler zahlungspflichtigen Arbeitsauftrag uminterpretiert.
Wie kommen Sie dennn darauf? Nehmen wir nur mal das Kesseltreiben von hunderten Flüchtlingen auf der Kölner Domplatte Silvester 2015.

Der Kölner Express hatte bereits am nächsten Tag darüber berichtet. Wegen des langern Wochenendes dauerte es ein paar Tage, bis die anderen Medien darauf ansprangen (das peinliche ZDF mal ausgenommen). Und nach eienr Woche wusste jeder, was passiert war. Und der rot-grüne Relativiererverein ist danach auseinander genommen worden. Auch durch die "Lügen-/Lückenpresse".

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claus7447 06.10.2018, 15:35
199.

Ich musste Ihren Beitrag mehrfach lesen, ganz verstehe ich ihn nicht - aber das nehme ich auf meine Kappe!

Was ist eine verfehlte Einwanderungspolitik?

Wenn sie die Flüchtlingssituation meinen, dann gehen sie mal in die Ursprünge zurück!

- Zum einen ein Krieg der durch USA angezettelt wurde (vielleicht erinnern sie sich an die heftigen Debatten beim Münchner Gipfel zw. Fischer und Rumsfeld. Ein Diktator wurde vertrieben (allerdings brauchte es dafür Irak II). Die Bundesregierung hat zwar Teile der Flüchtlingswelle in der Region halten können - durch Zahlungen an Jordanien und Türkei. Wie hätte es ausgesehen wenn diese Ströme ungehindert nach Europa gekommen wären?

- Afrika: wir haben jahrelang in der Weltgemeinschaft dieses Thema locker ignoriert. Solange keine Menschen zu uns kamen, oder im Mittelmeer, der Wüste oder in Libyen geblieben oder gestorben sind war uns doch das gerade egal. Als die Flüchtlinge in Italien aufgeschlagen haben war es lange ein "italienisches Problem".

- Ungarn hat entgegen den internationalen Gegebenheiten wie z.B. der Genfer Konvention Flüchtlinge inhuman behandelt, verächtlicher geht es nicht (Übrigens hat Ungarn nach Aufnahme in die EU gerne Gelder angenommen und über korrupte Kanäle intern verteilt!). Die Flüchtlinge die 2015 zu uns kamen standen bereits weitgehenst an unserer Grenze. Hätten wir es wie Frau v. Storch mal meinte ERSCHIESSEN sollen? wenn ja wer hätte es tun sollen (am Besten hätte man AfD Mitglieder dazu rekrutiert - OK Sarkasmus aus).

- Ich persönlich kann nicht nachempfinden, das kritische Beiträge unterdrückt werden. Ich weiss ja nicht wo sie leben. Hier wo ich wohne gibt es ein lokales Blatt - da habe ich eher den Eindruck dass dort die lokale CDU die Beiträge schreibt. Ich kann natürlich auch TAZ lesen, da habe ich eher mal links-tendierende Bericht. Ich kann FAZ lesen oder die Süddeutsche. Beide bemühen sich so neutral wie eben jeder Journalist (der ist um es zu erwähnen MENSCH) es eben schaft.

- Eher sehe ich kritisch, dass heute guter Journalismus schwierig ist. Sie lesen vermutlich SPON "für umsonst" - sprich lau. Wenn die Anzeigen nicht währen könnten sie sich auch diese Publikation abschminken. Wie viel bezahlen sie heute für Journalismus? bei mir sind es um die 500 Euro im Jahr - davon kann einj Journalist nicht mal eine Woche davon leben (denn das ist brutto minus MwSt.).

Aber noch ein Tipp - lesen sie mal pi-news - vielleicht passt das.

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