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Meinungsfreiheit: Dann nennt uns doch Lügenpresse!
DPA

Deutschlands Medienlandschaft ist einzigartig. Wer hier "Lügenpresse" ruft, hat nicht verstanden, was Meinungsfreiheit bedeutet. Journalisten sollten sich davon nicht aus der Ruhe bringen lassen.

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nordwestdeutscher 06.10.2018, 12:47
30. Das Lustige ist

Egal was ihr Medien dazu sagt, ihr werdet weiterhin als Lügenpresse betitelt. Es gibt nie einen Grund euch zu trauen. Ich finde Verschwiegenheitspresse sollte auch öfters benutzt werden. Man muss sich teils seine Infos ja von ausländischen Medien besorgen, da man gemerkt hat dass über gewisse Themen hierzulande seitens der Medien kaum ein oder kein Wort fällt.

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ekel 06.10.2018, 12:49
31.

Zitat von DougStamper
Wenn jemand sagt die Flüchtlinge sind an allem schuld, kann er das gerne sagen, muss aber damit rechnen das er Kontra bekommt.
„Die Flüchtlinge sind an allem Schuld.“ ist aber keine Meinung, sondern eine Lüge. Meinungs- und Pressefreiheit bedeutet nicht, dass man ungestraft Lügen verbreiten darf.

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r_saeckler 06.10.2018, 12:50
32.

Anstatt, sehr verehrte Frau Ataman, sich zuförderst an die eigene Nase zu fassen und mal im stillen Kämmerlein ernsthaft das eigene journalistische Gewissen - sofern vorhanden - zu erforschen ist es, da gebe ich Ihnen recht, natürlich allemal bequemer und dem Selbstbild zuträglicher sich einfach hinzustellen und die Adressaten der permanenten und penetranten Denksteuerung anzumaulen, wenn die sich einfach nicht mehr diese Überdosis an Volkserziehung gefallen lassen wollen.
Wie kommt diese undankbare Drecksleserschaft denn auch dazu, für ihr Geld auch noch zu verlangen dass das, was man sorgfältigst gesiebt und "auf Linie gebracht" ihr vorsetzt womöglich sogar noch die gesamte Realität abbilden soll und nicht nur denjenigen Teil, der SPIEGEL-, HNA-, Morgenpost- oder FAZ-konform ist???

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chronoc 06.10.2018, 12:50
33. Welche Diskussion denn?

AfD-Demonstration. Selektive Bilder, kreischende Gestalten herausgegriffen, verzerrte Gesichter. Interviews mit bewusst herausgegriffenen Aluhutträgern. Krude Dinge werden in die Kamera gesagt. Kahlgeschorene Köpfe werden gezeigt, vorgeschobene Kinne mit wutverzerrten Augen. Fazit der Medien: Das ist die AfD und ihre Unterstützer. Punkt. Kernaussage getroffen, hundertfach wiederholt. Dazu dann der Spiegel: GANZ Sachsen ist braun! (Frakturschrift, versteht sich) Wo ist der echte Dialog? Wie oft kommen umfassend und urdemokratisch unbequeme Stimmen zu Wort, die ungehindert und unselektiert ihre Meinung sagen können? Ohne, dass die Gegenseite sofort und unreflektiert die Nazikeule schwingt. Kein Antisemitismus, keine Holocaustleugnung und kein blinder Ausländerhass, sondern kontroverse Meinungen in unserer angeblichen Demokratie. Mein Fazit: Lügenpresse.

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prokurist1965 06.10.2018, 12:52
34. Freie Presse ist wichtig!

Eine Lügenpresse haben wir nun wirklich nicht. Es werden durchaus unterschiedliche Meinungen abgebildet, auch wenn es den AfD-Kreisen und deren Unterstützer nicht unbedingt passt.

Unsere Presselandschaft ist nun wirklich nicht mit diktatorischen wie in Nordkorea, der Türkei oder anderen nicht-demokratischen Ländern vergleichbar.

Darüber sollten wir glücklich sein.

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PJanik 06.10.2018, 12:53
35. Orthodoxe Presse ohne echte Meinungsvielfalt....

...
rechts Bild und dann Vakuum
links Spiegel und taz und dann Vakuum

In ein paar Bereichen gibt es mit der Regierung einen orthodoxen Meinungskanon der durch Wirklichkeit und tiefgründige Recherche nicht hinterfragt wird.

Das mag zwar die Meinung der Mehrheit sein, aber Mehrheitsmeinungen sind in einer an sich pluralen Gesellschaft kein Gesetz.

Mit stärker wirkenden (a)Sozialen Medien gibt es einen starken Konformitätsdruck (neben den Ausfällen gegen die Andersdenkenden in den Meinungsblasen).

Wenn Medien hier einen ehrlichen Raum für Debatten bieten würden, dann wäre der Vorwurf ein Regierungsmedium zu sein, seltener.

UInd gerade die Ostdeutschen haben hier den besseren Riecher.
Hatten sie doch sein 1945 bis 1989 kommunistische Medien 44 Jahre lang vor der Nase.
Das war auch Regierungspropaganda.

Baut mehr Vielfalt und mehr Raum für Diskussionen ein
--> Webcasts/Aufzeichungen von Gesprächen die länger als 3 Minuten dauern wo man die Positionen ausarbeiten kann und sich nicht nur auf Schlagworte konzentriert.

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denny101 06.10.2018, 12:53
36.

Zitat von Allesdemokraten
Das die Presse- und Meinungsfreiheit verteidigt werden muss, steht außer Frage. Aber das sich die Presse als Märtyrer hinstellt, ist doch mehr als peinlich. Zumal gerade die deutsche Presse in der Vergangenheit eher als Hofberichterstatter aufgetreten ist. Dazu kommt der neueste Coup. Die Regierung lädt ausgewählte Pressevertreter zu Hintergrundgespräche ein. Die Mehrheit der Presse bleibt davon außen vor. Und wie ist die Reaktion dieser Mehrheit? Schweigen im Walde. Ich könnten noch mehr aufführen. Darum habe ich hier nur die in meinen Augen wichtigsten Probleme aufgelistet.
Gratuliere, Sie haben es geschafft, mit dem ersten Kommentar hier genau das zu bestätigen, was der Artikel inhaltlich beschreibt. Wort für Wort.
Und dass Sie es selber nicht mal merken, ist nochmal eine Bestätigung oben drauf...

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kolloq 06.10.2018, 12:53
37. lustig

Ich geh dann mal Indymedia lesen. Hierzulande verboten. War wohl zu frei. Und hey, muss gar nicht meine Meinung sein, was da irgendwo steht, aber existieren soll es, jenseits der Demokratie/EU/Nato Leitplanken. Das jedes Herrschaftssystem seine Propagandamaschine hat, geschenkt. Die Frage ist doch, gibt es noch etwas anderes?

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gandhiforever 06.10.2018, 12:54
38. Presse- und Meinungsfreiheit

Das Gut der Presse- und Meinungsfreiheit hat in einer Demokratie einen sehr wichtigen Stellenwert.

Angriffe auf die freie Presse (Ich denke da an Augstein und Strauss) sollten nicht einfach hingenoemmen werden.

Dass jeder seine eigene Meinung zu etwas haben darf, ohne deswegen in noete zu geraten, ist loeblich, und sei diese Meinung auch verrueckt und abwegig. Die Grenzen sind da gegeben, wo mittels Meinungsfreiheit historische Tatsachen (Holocaust) geleugnet werden, und dieses Leugnen auch noch verbreitet wird.

Bei der Pressefreiheit ist es der Appell an die Verantwortung um einiges groesser. Die Medien sind gefordert, wahrheitsgemaess zu berichten, doch was heisst das schon?

Wenn eine Publikation regierungstreu berichtet, die andere kritisch, ist auch das akzeptabel. Problematisch wird es hingegen, wenn die Pressefreiheit unterdrueckt wird, aber auch, wenn bestimmte themen einfach nicht zur sprache kommen. Denn "wahrheitsgetreu berichten" kann eben auch durch Unterlassungen aufgeweicht werden.
Hier entsehen die 'Luegen' durch Auslassungen.

Wer BILD liest, wird kaum Der Spiegel lesen, wer Der Spiegel liest, wird kaum BLOED lesen.

Solange es Alternativen gibt, muss man zufrieden sein. Und, im Gegensatz zu frueher, ist es heute viel leichter, den Wahrheitsgehalt der Medien zu ueberpruefen. Es ist allerdings auch leichter, Schindluder zu treiben, indem im Internet Luegen verbreitet werden. Und auch Luegen erkennt man oft nicht einfach als solche.

Mit anderen Worten: Die Medien haben Verpflichtungen, die individuellen Menschen aber auch.

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toledo 06.10.2018, 12:55
39. Träumen Sie ruhig weiter vom Art 5 GG..

Frau Ataman.
Eine Presse, die unkritisch das Merkel Regierungssprech übernimmt und verbreitet, andere Meinungen als Hetze und Diskriminierung vorverurteilt muss sich nicht wundern, wenn sie Lügenpresse genannt wird.
Sie und viele ihrer Kollegen versuchen immer wieder über das Vehikel Pressefreiheit ihre eigene Meinung zu verbreiten und den Mediennutzer zu beeinflussen.
Ihr grundgesetzlicher Auftrag als Journalistin mündet in objektiver freier Berichterstattung. Mir brauchen Sie Ihre persönliche Meinung nicht vorkauen.
Meine Meinung bilde ich mir allein,
nachdem ich Ihre Berichterstattung und die anderer Medien konsumiert und verglichen habe.
Kann doch nicht so schwer zu verstehen sein!

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