Forum: Kultur
Menschen in Not retten: Gute Nachrichten vom Widerstand
imago/ Christian Mang

Viele kritisieren, dass eine thailändische Fußballmannschaft Deutschland mehr interessiert als Menschen, die im Mittemeer ertrinken. Recht haben sie. Von der Doppelmoral einiger auf alle zu schließen, ist aber falsch.

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exoholic 10.07.2018, 15:04
20. Realität ist wichtiger

Niemand hat was gegen Seenotrettung, wenn die Verursacher nicht nacht Europa geschleust werden, sondern zurück an die Küste von der Sie aufbrachen.
Man kann die unglückliche Fußballmannschaft nicht mit Wirtschaftsmigranten vergleichen, die sich mutwillig in Gefahr begeben mit dem Wissen von den NGO´s höchstwarscheinlich direkt von der Küste Afrikas bis nach Europa verschifft zu werden.

Die Herrn Spendensammler sollen dann auch die Kosten für die Migranten die sie in die EU holen auch vollständig selbst übernehmen und nicht den eigenen Altruismus der Gesellschaft aufzwingen.
Afrika liegt nicht in der Verantwortung der EU.

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neptun680 10.07.2018, 15:05
21. Ich glaube es nicht!

Frau Stokowski, ist der Beitrag tatsächlich von Ihnen?! Sind Sie sicher, dass nicht doch nur die Männerwelt, im besonderen Maße, für diese Zustände verantwortlich ist? Vielleicht gibt es ja doch noch Hoffnung für Sie. Dieser Beitrag, lässt zumindest hoffen.

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broesi 10.07.2018, 15:05
22. Am Problem vorbei argumentiert

Dass es Menschen gibt, die wollen, dass Menschen ertrinken um andere von der Überquerung des Mittelmeers abzuhalten ist eine Unterstellung. Es gibt aber eine Menge Menschen die sich fragen, warum die Seenotretter die Geretteten nicht an den nächstgelegenen Hafen (das dürfte in den meisten Fällen ein nordafrikanischer Hafen sein) retten. Damit wäre der eingeforderten Menschlichkeit doch auch Genüge getan. Davon abgesehen unterstelle ich dem Großteil der Migranten, dass sie die Seenotrettung missbrauchen, um nach Europa zu gelangen - das nennt man 'moralische Erpressung'. Und die NGO's haben durch den automatischen Transfer nach Europa eine erhebliche Mitschuld daran, dass das bisher so gut funktioniert. Dieser Pull-Faktor gehört eliminiert, damit sich weniger Menschen selbst in Gefahr bringen.

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postbote101 10.07.2018, 15:08
24.

Die einen flüchten nach Europa, damit es ihnen wirtschaftlich besser geht und die anderen um nicht in den durch Regen verursachten Wassermassen zu verrecken. Meine Gedanken sind bei den thailändischen Jungs. (Die übrigens gerettet wurden... yeah)

Frau Stokowski, ich bin überrascht. Kein Verweis auf Weinstein oder #metoo? Was ist los?

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Kappa-Delta-My 10.07.2018, 15:10
25. Warum habe ich Sympathie

nur für die Jungens der thailändischen Fußballmannschaft?
Ganz einfach: diese Kinder sind ohne eigenes Verschulden in diese missliche und lebensgefährliche Lage geraten. Diese Wirtschaftsflüchtlinge aus Afrika jedoch setzen sich aus freiem Willen in diese seeuntüchtigen Schlauchboote. Und zwar in dem Bewusstsein, dass kurz hinter dem Horizont die Armada von Seenotrettern wacht, um sie anschließend komfortabel nach Europa zu bringen. Dabei befinden sich die libyschen Häfen in unmittelbarer Nähe. Danach soll es dann irgendwie möglichst in das gelobte Land (Deutschland) weitergehen. Es hat sich ja bis in die hintersten Winkel von Afrika herumgesprochen, dass man dann bis zum letzten Atemzug in jeder Hinsicht komfortabel versorgt ist, und das, ohne jemals selbst etwas zum Lebensunterhalt beitragen zu müssen. Der deutsche Steuerzahler und Beitragszahler in die Sozialsysteme kommt für Alles auf. Nein danke, für diesen Personenkreis habe ich keinerlei Sympathie und empfinde ich auch keine Empathie.

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herbix 10.07.2018, 15:11
26.

Die beiden Ereignisse kann man nicht vergleichen.
Auch in Afrika dürfte mittlerweile bekannt sein, dass das Mittelmeer gefährlich ist und man dort ertrinken kann.
Wenn sich trotzdem viele Menschen in kleinen Schlauchbooten aufs Meer wagen, sinken Verständnis und Mitleid der Europäer.

Würden in den nächsten Wochen weitere Jugendliche in thailändischen Höhlen vom Wasser eingeschlossen, würden Verständnis und Mitleid genauso sinken.

Also: Die Rettung in Thailand ist ein singuläres Ereignis, die Schlauchboote auf dem Mittelmeer nicht.

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123Valentino 10.07.2018, 15:12
27. Jedes Jahr....,,,,

erreichen geschätzte 360.000,00 Kinder nicht das 5. Lebensjahr, warum , weil sie kein sauberes Wasser bekommen .
Das sind 720 Jumbos mit je 500 Kindern, die abstürzen.
In Indien werden eine Unzahl weibliche Föten abgetrieben , schon auf die Welt gekommene Mädchen werden getötet.
Das Verhältnis 1000 männlicher Geburten zu 954 weibliche Geburten, nennt man normal .
In Indien liegt es bei 1000 zu 852 .
Ich verstehe den Vergleich, den Sie anstellen nicht wirklich.

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norgejenta 10.07.2018, 15:14
28. Wenn man sich ein wenig

mit der menschlichen Psyche beschäftigt oder mit der Evolution der Menschheit, dann ist dieses Verhalten keineswegs widersprüchlich... Konrad Lorenz hat das glaub ich in seinem Buch " Todsünden der Menscheit " beschrieben.. Die Kinder in der Höhle waren eine überschaubare Zahl. Man kann sich noch ansatzweise mit ihnen identifizieren oder sich vorstellen was sie durchmachen. Bei der Flüchtlingskrise handelt es sich um eine Masse an Menschen wenn man das mal so respektlos schreiben darf. Da ist es schwieriger sich hineinzuversetzen. Mitleid ist gut und wichtig aber wo sind die Grenzen? Ich kann natürlich über Menschen trauern die in Zentralafrika vergewaltigt werden und anschließend getötet. Ich kann auch trauern über arme chinesische Bauern die wieder mal ihr Dorf räumen müssen für ein fragwürdiges Mammutprojek. aber das überfordert den Menschen, vor lauter trauer und Betroffenheit vergisst man die leute, für die man in Wirklichkeit verantwortlich ist.

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cremuel 10.07.2018, 15:17
29.

Die große Stunde der Moralisierer ist mal wieder da. Wer hat zu viel Mitleid, wer zu wenig, wer an der richtigen Stelle, wer an der falschen?
Wer spendet, wer nicht? Wo?
Etc.pp.
Albern und armselig. Die vollkommene Trumpisierung des Diskurses. Es geht immer nur darum , was andere sagen, was ich sagen kann über das, was andere sagen. Wer in Ordnung ist. Wer nicht. Was Fake und was wahr ist.

Das alles hat mit Argumenten nichts zu tun.
Ein Vorschlag (ohne Hoffnung): Gutes tun und nicht darüber reden. So hilfsbereit wie möglich. Und in der politischen Sphäre politisch argumentieren.

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