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Menschenhass: Man mag es nicht, das Fremde
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Reflexe unhinterfragt auszuleben, ist das Ding der Stunde. Man nennt es Meinungsfreiheit. Man nennt es: unsere Werte verteidigen. Dabei kann der Mensch Vorurteile überwinden. Vielleicht.

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dasfred 10.02.2018, 12:25
10. Es gibt das schöne Wort fremdeln

Es bezeichnet das Gefühl, dass mir Unbekanntes ersteinmal suspekt ist. Nur das Kennenlernen kann dieses Gefühl überwinden. Fremdeln ist ein Schutz davor, sich unüberlegt auszuliefern. Es muss aber nicht so weit gehen, dass man aus Furcht gleich draufschlägt. Im Alltag gehen wir wohlerzogen dem Fremden aus dem Weg und halten uns in gebührendem Abstand. Und zwar auf beiden Seiten. Damit kann jeder leben, solange er nicht in die Wohlfühlzone des anderen Wesens eindringt. Fremd darf auch fremd bleiben.

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DadaSiggi 10.02.2018, 12:25
11. Leuchtendes Vorbild Frau Berg

Frau Berg ist mir ein leuchtendes Vorbild wie man sein Leben und die Sicht auf die Welt sauber und moralisch einteilen kann.
Sie hasst nicht. Das ist gut.
Bis auf die Menschen die nicht links sind und die (Neo)Liberalen, die Banker und wohlhabenden.
Die Welt ist so einfach wenn man so denkt wir Fr. Berg und hilft mir, als besorgter Bürger die Probleme einer globalisierten Welt zu ordnen und meinen Platz bei den Guten zu finden.

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Fuscipes 10.02.2018, 12:35
12.

Das Volk war schon immer bereit, für ein paar Despoten in den Krieg zu ziehen,
für Gott, Kaiser und Vaterland.
Wenn das Volk aber gar nicht in den Krieg ziehen möchte,
nicht aus humanitären Gründen, geopolitischen oder religiösen, weil die meistens erstunken und erlogen sind?

Gewalt ist ein weites Feld, nicht nur physische und sexuelle, mentale Gewalt breitet sich auf dem Acker der Dummheit aus, da ist eine Kolumne ganz ohne Hass doch Balsam.

"Leider war es noch nie im Interesse jener, die die Macht in einem Land repräsentieren", sollten die nicht das Volk repräsentieren?

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martyfeldman 10.02.2018, 12:37
13. Die interessante Frage ist

warum wir es nicht schaffen, diese ganze Energie, die sich am Fremden und Anderen entlädt, auf die Dinge und Sachverhalte zu lenken, die diesen wütenden Menschen wirklich das Leben schwer machen. Kandidaten dafür gäbe es genug: Steuerhinterzieher und die, die das ermöglichen; Lobbyarbeiter, die die Politik auf die Interessen der Shareholder ihrer Auftraggeber verpflichten ebenso wie die Politiker, die sich davon beeinflussen lassen; imageprägende Exemplare der Managerklasse, deren Handeln nichts mehr mit der Gemeinwohlbindung von Eigentum zu tun hat; die Finanzelite, die uns erklärt, wie die Welt funktioniert und gleichzeitig in ihrem Handeln zu unser aller Lasten katastrophal scheitert, dabei selber aber noch die persönlichen Schäfchen ins trockene bringt, Stichwort Greed/Gier
etc.

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im_ernst_56 10.02.2018, 12:45
14. Frau Berg

scheint gegenüber Fremdem auch nicht so aufgeschlossen zu sein, wie sie uns in dieser Kolumne glauben machen will. Sonst würde sie nicht in der Schweiz leben, sondern hätte sich von Deutschland etwas weiter weg bewegt.

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SPONU 10.02.2018, 12:46
15. Skepsis und Zurückhaltung

vor einer fremden Person hat unseren Vorfahren das Ueberleben gesichert. Dass man einen Fremden prüft bevor man ihn in eine Gemeinschaft aufnimmt deren Zweck es ist, Schutz und Versorgung für ihre Mitglieder sicherzustellen ist nicht falsch. Denn jedes Mitglied hat nicht nur Nutzen aus der Gemeinschaft, sondern auch eine Verpflichtung gegenüber der Gemeinschaft. Der Einzelne muss die Gemeinschaftssziele unterstützen und absichern.
Wer solche Verhaltensmuster in einer Gemeinschaft als „Fremdenhass“ bezeichnet ist ein ebenso tumber Idiot wie diejenigen die Fremde tatsächlich hassen nur weil sie fremd sind.

So hassen nur wenige tumbe Idioten tatsächlich Flüchtlinge, denen ist nicht zu helfen. Die hassen eigentlich sich selbst und wollen davon ablenken.
Einen Flüchtling der mehrere Tausend Kilometer hinter sich hat, der in der Nacht auf einem vollen Boot übers offene Meer rudert, der andere ertrinken sieht, der schlicht woanders ein besseres Leben für sich sucht....den kann kein normaler, empathischer Mensch hassen. Wir würden ebenso handeln.

Aber, man kann die Politiker kritisieren und deren Entscheidungen die eigenmächtig das oben beschriebene Gemeinschaftsziel und den ZUsammenhalt der Gemeinschaft gefährden weil sie die Mitglieder dieser Gemeinschaft zwingen, signifikante Mengen an Fremden aufzunehmen und prüfungslos zu akzeptieren.

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CHW 10.02.2018, 12:47
16. Die Medien ignorieren die menschliche Realität

Es ist nunmal so, dass der Mensch ein sehr territoriales Wesen ist und wenn man ihm zu dicht auf die Pelle rückt, dann wird es ungemütlich.

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ichliebeeuchdochalle 10.02.2018, 12:48
17.

Starker Text. Sehr starker Text. Ich habe das nie verstanden. Warum die Hautfarbe mich dazu bringen sollte, ihn/sie abzulehnen. Warum die Religion mich dazu bringen sollte, ihn/sie abzulehnen. Warum die andere Staatsangehörigkeit mich dazu bringen sollte, ihn/sie abzulehnen. Warum jemand mit einer anderen Auslebung der Sexualität mich dazu bringen, ihn/sie abzulehnen.

Gibt es nichts, was mich dazu bringt, ihn/sie abzulehnen? Doch ... ein schlechter Charakter. Und der ist unabhängig von Farbe der Haut und den anderen oben genannten Merkmalen. Ich lehne also nicht einen Menschen mit anderer als der weißen Hautfarbe ab, weil er diese Hautfarbe hat. Aber wenn er charakterlich schäbig ist, lehne ich ihn/sie ab. Das gemeinsame Merkmal ist nicht Haut oder Herkunft oder Religion oder Status oder Intelligenz oder ... .

Das gemeinsame Merkmal ist der schlechte Charakter. Für mich findet auf diesem Planeten ein Kampf statt ... nein nicht der Kulturen ... nicht Reich gegen Arm ... und so weiter. Es ist der Kampf der charakterlich anständigen Menschen gegen die charakterlich schäbigen Menschen.

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citizen01 10.02.2018, 12:50
18. Die Ablehnung der Fremden. Kommt vor.

Vor allem dann, wenn man auch die unangenehmen Seiten kennengelernt hat.

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exoholic 10.02.2018, 12:57
19.

Ich mag das Fremde wenn es weiblich ist. Seien wir doch mal ehrlich, wozu noch mehr dominante Männer die aus patriarchalen Ländern kommen? Ich bin für eine Frauenquote bei Flüchtlingen, so 90% und wir hätten kaum Probleme. Frauen begehen viel weniger Straftaten, können Kinder bekommen und sind eigentlich allgemein die besseren Menschen, dass wäre doch das perfekte Multi-Kulti-Deutschland und eine wahre Bereicherung.

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