Forum: Kultur
#MeTwo: "Wo kommst du eigentlich richtig her?"
imago/ Science Photo Library

Viele Menschen mit dunklerer Hautfarbe beschweren sich, dass sie oft gefragt werden: "Wo kommst du eigentlich richtig her?" Ist das Rassismus? Und darf man das fragen?

Seite 1 von 21
fredderfarmer 11.08.2018, 17:50
1. Aus Interesse vielleicht!?

Da würde der Autor bestimmt nie drauf kommen, aber wenn ich einen Menschen interessant finde, möchte ich natürlich wissen wo er herkommt, auch ursprünglich. Und zwar unabhängig von irgendeiner Farbe oder sonstiges.

Beitrag melden
schauerstoff 11.08.2018, 17:57
2. normies

das Problem ist, dass die Normies sich nie erklären mussten oder für ihre Herkunft beleidigt oder physisch angegangen wurden.. sie wissen nicht, was Rassismus am eigenen Leib bedeutet, wollen aber klar entscheiden, ab wann sich ein Mensch diskriminiert fühlen darf.

Beitrag melden
ruhepuls 11.08.2018, 18:02
3. Sehr schwierig....

Einen Fremden würde ich nicht fragen, woher er kommt, nur weil er so aussieht, als wäre er kein Westeuropäer. Einen Kollegen würde ich schon fragen, woher er oder seinen Familie ursprünglich kommt. Ist einfach Neugier und keine Herabsetzung. Mich würde vielleicht auch interessieren, wieso er in Deutschland lebt (wenn er selbst eingewandert ist). Es lässt sich nun mal nicht leugnen, dass eine andere Hautfarbe oder andere äußere Merkmale daraufhin weisen, dass jemand aus einer anderen Ethnie stammt.
Vielleicht wird diese Frage einem irgendwann einmal gar nicht mehr in den Sinn kommen, wenn Deutschland über Generationen aus Menschen unterschiedlichster Herkunft besteht. Aber zur Zeit ist das noch was Neues. Also weckt es Neugier. Wir sind, anders als beispielsweise Amerikaner, nicht daran gewöhnt, dass viele verschiedene Rassen in einem Land leben - und das schon seit Generationen.

Beitrag melden
melchner 11.08.2018, 18:04
4. Ausländer

Leute fragen mich fast täglich woher ich komme, und ich finde es immer nett und freundlich. Ich wohne zeit über 25 Jahren in Deutschland, aber mein Akzent geht nicht weg. Ich frage andere Leute auch, aber nur wegen ihre Akzent, nicht wegen ihre Hautfarbe oder Kleidung. Durch diese freundliche Fragen habe ich ein paar feste Freunde gekannt.

Beitrag melden
manotti 11.08.2018, 18:04
5.

Ich interessiere mich auch immer wieder für Personen mit offenbar ausländischen Wurzeln und frage sie woher ihre Vorfahren stammen. Ich finde, dass ich damit nur aufrichtiges Interesse an dem Menschen zeige. Man erfährt etwas über die Gründe, warum diese Menschen nach Deutschland gekommen sind oder hier geboren wurden. Was ist daran schlimm oder rassistisch? Auch ein aufrichtiges Lob für ein gutes Deutsch ist doch in Ordnung, schließlich gibt es hier auch viele türkische Mitbürger, deren Eltern und sie selbst, die deutsche Sprache nur rudimentär oder gar nicht sprechen.

Beitrag melden
Revolutscher 11.08.2018, 18:05
6. Reden ist Silber, schweigen ist Gold!

Jede höflich gemeinte Frage kann vom Gegenüber negativ aufgefasst werden. Komm drauf an .... Also sollte die verunsicherte Kartoffel jeglichen Kontakt tunlichst vermeiden, dann kann nix schief gehen.

Beitrag melden
chulumani 11.08.2018, 18:07
7. Was für ein Unsinn.

Als blonder, blauäugiger Ostfriese studierte ich in den 70er Jahren in Japan, in Zeiten in den es noch relativ wenige Ausländer dort gab. Praktisch überall und fast alle 30 Meter wurde ich angehalten und gefragt: "Where do you come from? How do you like Japan?" Das war reine Neugierde und hatte nichts mit Rassismus zu tun, obwohl die Japaner durchaus rassistisch sind, besonders Koreanern gegenüber. Die erleben in Japan einen Rassismus, der in Europa unvorstellbar wäre. Auch sonstwo, wie z.B. in Südamerika wurde ich ständig über mein Herkunfstland gefragt, besonders Indios schien das zu interessieren. Jetzt wird bereits durch angewandte Dialektik aus Neugierde Rassismus,
Dieses ganze me/two Sonstwas ist wieder einmal so ein political-correctness Gaul, der von der links-grünen Moral und Ethik Polizei durchs Dorf getrieben wird.

Beitrag melden
netrose 11.08.2018, 18:13
8. Es ist rassistisch

wenn nach dem "Wo kommst du her" - aus Düsseldorf, Hamburg, München oder der Schwäbischen Alp, die nächste Frage lautet: Ja, aber wo kommen deine Eltern her.
Und noch stranger wird es, wenn die Eltern auch aus Düsseldorf, Hamburg, München oder Schwäbischen Alp kommen, aber man nicht der Erwartung entspricht.
Ich, weiss, keltisch aussehend und nur mit einem ungewöhnlichen Familiennamen ausgestattet, habe die bohrenden Fragen damit gekontert, dass ich nur bis 1560 meinen Stammbaum nachweisen kann, der eindeutig deutsch ist und die Jahrhunderte zuvor Frankreich und noch älter Schottland der Ursprung ist. Aha - da vestummt der Fragende . . Ich stelle mir aber vor, wie es wäre, wenn einer meiner Vorfahren nicht deutsch oder französisch oder "weiss" gewesen wäre.

Ja, die Frage ist bei der ersten Nachfrage rassistisch. Bei der ersten Frage - wo kommst du her nicht.

Beitrag melden
Entgrenzt 11.08.2018, 18:13
9. Darf man Menschen fragen, woher sie kommen?

Man stelle sich mal vor, man dürfte Menschen nicht fragen woher diese denn kommen... Auf Radtouren, an der See, in den Hotels dieser Welt... auf was für Ideen man so kommen kann. Rassistische Hintergedanken kann man ja niemanden von Vornherein unterstellen, wenn man an das Gute im Menschen glaubt.

Beitrag melden
Seite 1 von 21
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!