Forum: Kultur
#MeTwo: "Wo kommst du eigentlich richtig her?"
imago/ Science Photo Library

Viele Menschen mit dunklerer Hautfarbe beschweren sich, dass sie oft gefragt werden: "Wo kommst du eigentlich richtig her?" Ist das Rassismus? Und darf man das fragen?

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spon-facebook-1762228799 12.08.2018, 07:51
170. welche Frage!

Ich lebe seit einigen Jahren in Spanien und wie man an meinem Aussehen und an meiner Sprache leicht erkennen kann, habe ich keine spanischen Wurzeln. Ich werde oft gefragt wo ich herkomme. Ich wäre aber noch nie auf die Idee gekommen, das als Rassismus zu bezeichnen. Es kommt immer darauf an wie man fragt und wer fragt. Pauschalisieren kann man das nicht.

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Dracul91 12.08.2018, 07:53
171. Interessant

Ich sehe hingegen typisch Deutsch aus mit blonden Haaren und blauen Augen. Wenn ich aber mal in Asien bin, genieße ich die Aufmerksamkeit. Letztens war ich dort als einziger Europäer weit und breit unterwegs und manche Indonesier haben noch nie einen Weißen gesehen. Dementsprechend war ich fast ne größere Attraktion als der UNESCO-Buddhatempel den wir besuchten. Was ich damit sagen will, ich verstehe wenn einen das nach Jahrzehnten auf den Zeiger geht, wenn man nach der Herkunft gefragt wird. Aber ist es wirklich so viel besser als wenn man aussieht wie die allermeisten und kein besonderes Interesse hervorruft? Und auch zu mir sind Menschen unfreundlich, auch ich habe in der Schule Mobbing erlebt, habe in meinem Leben Zurückweisung erlebt. Allein ich kann mir nicht einreden, dass es Rassismus wäre. Manche Menschen sind einfach unfreundlich. Und ich bin mir sicher für jeden der euch gegenüber unfreundlich ist weil ihr Ausländer seid, gibt es mehr Leute die sich extra freundlich benehmen weil ihr Ausländer seid, weil sie nicht rassistisch sein wollen. Aber das bekommt ihr natürlich nicht mit. Ich mach letzteres z.B. ständig.

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Garda 12.08.2018, 07:59
172. Gutes Benehmen scheint Ihnen eher fremd zu sein

Zitat von chimonanthus
Es ist ungehörig, indiskret, dumm einen fremden Menschen nach seiner Herkunft zu fragen. Frage der Erziehung, Benehmens.
Lesen Sie bitte die anderen Beiträge im Forum, und dann werden Sie feststellen, dass Sie . zusammen mit dem nervigen Autor - etwas danebenliegen.

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Dragon & Hero 12.08.2018, 08:06
173. Wir diskutieren zu viel ueber nichts

Meine Frau ist Afrikanerin, wir haben Kinder die den deutschen Pass haben und von Anfang an auch im Ausland in die deutsche Schule gegangen sind. Meine Frau ist stolz auf ihre Herkunft und Hautfarbe und so soll es auch sein. Sie lehnt es ab in jeder Äußerung Rassismus zu erkennen, denn sie ist stark und hat einen Mund zum Reden.

Ich unterstütze sie wo ich kann, manchmal lachen wir, wenn es jemanden um schwarz und Weiß geht, denn das spielt keine Rolle fuer uns. Unsere Kinder haben keine Probleme, sie sind in einer multikulti Gesellschaft groß geworden. Natürlich gibt es Unterschiede in Sachen Mentalität, Verhalten, Erziehung, Essen, Gewohnheiten usw.

Das lässt sich alles arrangieren, was das große Problem ist, ist die Anpassung an unseren Gesetzen und Wertvorstellungen. Wenn wir im Ausland gelebt haben, gab es oftmals keine Wahl, du warst Ausländer und das hat man dich spüren lassen.

Deutschland ist im Grunde eines der besten Länder was Unterstützung für Ausländer angeht nur werden wir schonungslos von einigen Kulturen ausgenutzt, einige können sich nicht benehmen, einige haben kriminelle Strukturen und leben ihr Mafia Leben wie sie es in ihrem Land gewohnt waren, einige geben einen Dreck auf die Deutsche Staatsbürgerschaft....und das geht über auf diejenigen Ausländer oder diejenigen mit Immigration Hintergrund zurueck, die sich in Deutschland wirklich integriert haben und unser Land lieben. Leider haben wir zu viele schwarze Schafe eingeladen und unsere Regierung und unserer Gesetze werden dem nicht Herr der Lage, deshalb wird es mich nicht wundern, wenn Rassismus, Antisemitismus und Extremismus aus allen Lagern weiter vorschreitet. Schuld sind die die es nicht erkennen und weiter diese schwarzen Schafe hereinlassen oder nicht rauswerfen. Punkt Ende der Diskussion, einfach nur Härte zeigen und sich wieder um die kümmern die fleißig arbeiten sich integriert haben und einen Lebensabend in Frieden mit einer vernünftigen Rente verbringen wollen.

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klapo 12.08.2018, 08:08
174. Andersartigkeit halt

Man braucht schonmal ein dickes Fell. Wenn jemand eine große Nase, ein besonderes Muttermal hat oder etwas dunkler aussieht, weicht er eben von der Norm ab und kann sich schon mal was anhören. Ich zB habe einen ungewöhnlichen Nachnamen und habe es auch nie gemocht nach dessen Herkunft gefragt zu werden, weil es an die Andersartigkeit erinnert. Das Problem entstand aber allein in meinem Kopf und im Nachhinein würde ich keinem Frager böse Absicht unterstellen. Was lehrt uns das? Man soll selbstbewusst zu dem stehen was man ist und wo man seine Wurzeln hat. Und nicht das eigene Problem damit auf andere projizieren.

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sascha2.0 12.08.2018, 08:12
175.

Wenn ich in Wien meinen Mund öffne, oute ich mich auch sofort als Deutscher und werde gefragt, woher ich denn komme, meine Söhne auch, obwohl sie in Wien geboren sind. Das nervt schon gewaltig, wenn das ohne Grund in einem Gespräch zu irgendeinem anderen Thema immer wieder hochkommt.

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BertieBallermann 12.08.2018, 08:16
176. Als Ausländer

wird man das nunmal gefragt. Bin selber deutscher Einwanderer in einem anderen Land und werde ständig gefragt, woher ich komme. Diese Neugier der Mitmenschen ist so normal und global wie Handy und Fernseher und sollte in Deutschland deshalb genauso harmlos betrachtet werden.

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Garda 12.08.2018, 08:28
177. Bin ich auch ein Opfer?

Sehr geehrter Herr Kazim,
als Fachmann auf diesem Gebiet hätte ich gerne Ihre Einschätzung zu folgendem Erlebnis am eigenen Leib: auf einer Reise durch die USA wurde auch ich gefragt, woher ich denn komme. Nach meiner Antwort kam folgende Reaktion: don't you feel guilty? Dann folgte ein längerer Vortrag über die Verbrechen der Deutschen während des Dritten Reichs.
Falls es Sie interessiert: ich habe mich revanchiert mit einem US-Geschichtsunterricht mit den Inhalten "Sklaven auf den Baumwollfeldern", "Vernichtung der Natives", "Bomben in Vietnam", "aktiver Ku Klux Klan" und einiges mehr.
Wie recht Sie haben, es kann Folgen haben, nach seiner Herkunft gefragt zu werden.

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PeterPe 12.08.2018, 08:30
178. Macht mir als Ausländer nichts aus

Ich bin in Deutschland geboren und lebe seit Ewigkeiten in den Niederlanden.
Ich habe einen deutschen Akzent wenn ich spreche und werde oft dannach gefragt, ebenso nach meinem Nachnamen.

Beides finde ich aufmerksam und keineswegs rassistisch. Ist doch nett, wenn Leute sich für mich interessieren!

Neulich hörte ich eine Diskussion von drei Südafrikanern, wer von ihnen denn der echtestevsüdafrikana wäre. Einer war schwarz, einer hatte Vorfahren in Indien, und einer in England. Alle lebte seit Generationen dort. Das war sehr schön anzusehen.

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h370 12.08.2018, 08:35
179. Ist die Herkunft denn garnicht wichtig?

Ich denke es sollte heutzutage selbstverständlich sein dass jemand Deutsch sein UND Wurzeln aus einem anderen Land haben kann. Natürlich macht das einen Teil seiner Persönlichkeit aus und jemand der ernsthaft an ihm interessiert ist will doch auch diesen Teil kennenlernen. Von daher macht sicher der Ton die Musik - aber als Alternative überhaupt nicht darauf einzugehen wenn jemand offensichtlich nicht-deutsche Wurzeln hat ist doch auch irgendwie ignorant.

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