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Mindestlohn-Talk bei Jauch: "Aber Sie haben das Gesetz doch mit uns gemacht"
DPA

Seit zwei Monaten gilt der Mindestlohn: Zeit für eine erste Bilanz bei Günther Jauch. Arbeitsministerin Andrea Nahles erklärte, das Gesetz müsse sich noch "zurecht ruckeln" - und wunderte sich über Ilse Aigner, die sich plötzlich um Arbeitgeber sorgt.

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Alfred Ahrens 02.03.2015, 03:30
1.

es geht um faire Bezahlung und die bekommen Sie mit Ihren Vorstellungen, wie Wirtschaft und Politik funktioniert nicht hin. Da müssen Profis ran !

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randhesse 02.03.2015, 03:48
2. Zumutung

Es ist nach wie vor eine Zumutung, dem "netten" Plauderonkel Jauch beim untauglichen Versuch der Moderation eines politischen Formats zuzusehen, von dem er nicht den Hauch einer Ahnung hat.

Entsprechend unergiebig war's mal wieder, bis auf ein paar Sätze von Herrn Ramelow, die eigentlich aus dem Munde von Frau Nahles hätten kommen müssen.
Aber die würde, wie viele heutige SPD- Genossen, wahrscheinlich daran scheitern, das Wort "Sozialdemokratie" korrekt zu buchstabieren.
Hauptsache "Mutti" wird nicht "pikiert".

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nite_fly 02.03.2015, 04:24
3. Falsche Brille

Ich denke, das eigentliche Problem ist die Sicht des Verbrauchers...
Der Verbraucher will alles so billig, wie möglich haben. Doch ist der Verbraucher auch in der Regel Arbeitnehmer, und da möchte er so viel, wie möglich verdienen. Das geht nicht zusammen.

Bisher war es so, dass manche Arbeitgeber in dem Niedriglohnsektor anständig bezahlt haben, andere halt auch nicht, um sich auf dem Rücken der Mitarbeiter einen Vorteil zu sichern.
Das wird jetzt durch dieses Gesetz egalisiert.
Jetzt sind alle erst Mal auf eine gemeinsame Schwelle angehoben worden.
Ich verstehe sehr wohl die Problematik: Eine Reinigungsfirma bekam in der Vergangenheit keine Aufträge mehr, wenn sie ihre Mitarbeiter anständig bezahlt hat. Denn es gab da immer jemanden, der seine Mitarbeiter noch mehr "ausgebeutet" hat!
Wir beziehen heute, wie selbstverständlich, täglich, Leistungen, bei denen uns selbst klar ist, dass der Preis dafür eigentlich gar nicht wahr sein kann! Und wir sind jedoch letztlich der Markt, und es kann uns dann doch gar nicht billig genug sein.
Da müssen wir lernen, umzudenken:
Wir müssen endlich wieder lernen, Arbeit auch richtig zu bezahlen!! Und die Konsumenten sind das in erster Linie, die das lernen sollten.
Denn letztlich bestimmen die den Preis!
Ein Gastronom, der seine Mitarbeiter sauschlecht bezahlt, verdient sich deswegen keinen goldenen Hals: Der überlebt einfach....
Und das kann er nur, weil er noch billiger anbieten kann als der Konkurrent.
Entscheidend ist da der Kunde, der bereit sein sollte, Leistungen anständig zu honorieren!!!
Dieser Kunde vergisst leider viel zu oft, dass er in dieser Dumping-Spirale selbst mit drin hängt, wenn er einer geregelten Arbeit nachgeht...
Morgen bekommt der ein "Angebot", bei einer Tochterfirma zum halben Gehalt wieder anzufangen, oder sich arbeitslos zu melden...
Sorry, so was ist heute auch in sehr hohen Lohn-Bereichen mittlerweile durchaus alltäglich!

Diese Spirale gilt es, endlich zu kappen!

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Thomas Ernst 02.03.2015, 06:54
4. Murks

Eigentlich konnte man schon vorher damit rechnen, daß Nahles irgendwelchen Murks abliefert. Sie hat ja von den Details der Arbeitswelt in den verschiedenen Branchen und Tätigkeitsbereichen keinen blassen Schimmer.

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warlock2 02.03.2015, 07:17
5. Mindestlohn-Talk bei Jauch:

Als nächstes werden dann wieder billigere Arbeitskräfte aus dem Ausland gesucht! Oder noch besser, selbständige Ausländer, die für einen Mindestbetrag die Aufgaben erfüllen. Klasse!

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mk1964 02.03.2015, 07:20
6. Typisch Ramelow!

Der schwadroniert über Konzerne und ignoriert völlig, dass der Bäckermeister, der seine Probleme mit der Bürokratie des Mindestlohngesetzes schildert, sich kein Konzern ist.
Ein Konzern hat, im Gegensatz zum regionalen Bäcker auch den Vorteil, dass der ganz locker mal seine Produktion außerhalb Deutschlands macht. Dann ist er die Bürokratie los. Wir in Deutschland allerdings auch die Arbeitsplätze und damit auch den Mindestlohn.
Der Mindestlohn ist ja nicht schlecht gedacht, aber die Bürokratie, die alle trifft, außer die Betrüger, ist schon gewaltig - und müsste natürlich dann auch von Ramelows "Geiz ist geil"-Kunden dann auch bezahlt werden.

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bürgerl 02.03.2015, 07:21
7. Verhältnisse wie in der DDR ?

In der DDR gab es keine Arbeitslose !

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wolfram 02.03.2015, 07:30
8. warum sagt keiner die Wahrheit

Der Mindestlohn bringt kein Geld in die Taschen der Empfänger, denn diese geben es wieder aus z.B. bei dem jetzt teureren Bäcker etc. Es gibt nur en Gewinner des Mindestlohnes, der Staat, denn die Steuereinnhamen sind der einzige Gewinner. Also ist es ein Politiker-Taschen-Füller-Programm!

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brahka 02.03.2015, 07:33
9. Nicht gleich komplett verteufeln

Die Mindestlohnregelung ist ein Schritt in die richtige Richtung. Es ist allemal besser, als garnichts zu tun. Nun ist es an den Verantwortlichen, weiteres "Feintuning" auszuarbeiten. So zum Bsp. den Mindestlohn moderat an das regionale Gehaltsniveau/ Lebenshaltungskosten anzupassen. Damit es für Unternehmer finanzierbar bleibt. Oder den Abzug von Sachbezügen zu eliminieren. Diese müssen nämlich dem Endkundenpreis hinzu gerechnet werden...usw

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