Forum: Kultur
Mit Geisteswissenschaften gegen Rechts: Nazis weglabern
AFP

Das Problem an den Rechten ist, dass sie eben nicht dumm sind. Sie sind eloquent und sagen dabei doch nie genau das, was sie wirklich meinen. Umso wichtiger ist es, sie richtig zu verstehen.

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edisonswaybacktogaslighti 24.01.2017, 20:39
80. @Widerstandsgewächs2 #71 Schamlos geheuchelte Ritterlichkeit

Prinzip: Ordentlich PS unter der Haube oder "Wer ein guter Motor sein will, erbringe stets viel Leistung!" In jedem Fall mehr als die "eine Frau". Michels neurotischer Selbstzünder-Reflex inklusive garantiertem Burnout. Die Frage nach der Qualität tritt auf dieser Ebene, da längst weit mehr als nur subtil unterdrückt, gar nicht mehr zu Tage. Siehe Abgasskandal auf internationaler Großbühne. Bitte, geben Sie auf sich acht. Denn auch an Ihnen wird mir weiterhin viel gelegen gewesen sein! LG

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martinbabenhausen 24.01.2017, 20:40
81.

Wie wäre es mit Verhaltensforschung Frau Stokowski? Sie könnten vieles über sich und all die anderen Menschen lernen. Zum Bsp. das die Sehnsucht jedes Menschen nach Identität und Zugehörigkeit zwangsweise Abneigung und Ausgrenzung erzeugt. Hass ist so menschlich wie die Liebe. Diese Wahrheit überwindet selbst die höchste Geisteswissenschaft nicht.

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fuffel 24.01.2017, 20:54
82. tjo

Zitat von .M.
...dass der Mensch grundsaetzlich faul ist. Und diese Faulheit ist nirgendwo offensichtlicher, als in der Traegheit des Denkens. Wenn mehr als drei Gehirnzellen fuer mehr als fuenf Sekunden beansprucht werden muessten, um einen Sachverhalt zu betrachten -- geschweige denn, ihn zu analysieren, oder gar verstehen(!) -- dann ist das den meisten schon zu viel. Man bildet sich lieber ein, dass die Welt einfach ist, und wenn sie es doch nicht ist, dann macht man es sich eben einfach. Ich bin nicht Geisteswissenschaftler, sondern als Ingenieur eigentlich ein Antilaberer, aber Logik ist mir nicht fremd, und es ist erschreckend wie wenig Leute selbst mit den einfachsten und haeufigsten Formen von Trugschluss vertraut sind. Mathe, Physik, Sprachen, all das ist sehr wichtig... aber warum verwenden wir so wenig Zeit unseren Kindern das logische Denken beizubringen? Ist das nicht die Grundlage der Humanitaet? Schade, dass wir, mit so viel Faehigkeit ausgestattet, uns troztdem fuer Bloedheit und Faulheit entscheiden... und dann bei denen mitlaufen, die den groessten Bloedsinn am eloquentesten auskotzen. Brain farts hat jeder, aber Denken ist eine Kunst, die man uns nicht beigebracht hat.
ist halt so.

Irgendwie verstehen die Leute nicht das unsere Kultur, den Barbaren vor der Tür Einhalt gebieten könnte.

Und eigentlich nur unsere Kultur.

Ist das so schwierig mal zu googlen, was Rechtwissenschaften so alles beinhaltet? Philisophie, Geschichte, Soziologie.

Nee, man geht anderen Menschen auf den Geist mit dümmlichen Verkürzungen.

Ist es so schwierig, sich als 80 Millionenvölckchen mal zu überlegen, warum wir ziemlich an der Spitze der Nahrungskette stehen? Warum es hier so gänzlich anders aussieht, als in großen Teilen der Welt?

Weil wir Rechtssicherheit haben - relative Rechtssicherheit natürlich.

Keine komplett derangierte politische Kaste, die willkürliche Entscheidungen trifft.

Das hatten wir doch schon. Abschottung, 5-Jahrespläne, dirigistische Systeme. Klappt halt null.

Weder Putin, Erdogannoch Trump ermöglichen die Art von Freiräumen - die Innovationen ermöglichen.

Es ist eine Soße. Dümmliche Alpha Männchen, denen die Aufgabe von Politik nicht klar ist.

Einfach die Optionen offen zu halten. Sich etwas um Balance zu bemühen.

Darum halte ich die Menschen für echt dumm - die Menschen die unser Zusammenspiel unbeachtet lassen.

Darum finde ich einen Präsidenten der USA gruselig, der nicht einmal einen Roman gelesen hat und sich andere Lebensweisen kaum vorstellen kann.

Weil, die gibt es - und die einzige Möglichkeit diese auszublenden..kennen wir auch schon.

Ist ja alles schön logisch! Aber die Idee, das Gegenüber krepieren zu lassen kanns ja nun auch nicht sein, oder? Irgendwann habt ihr die gewählt und jede weitere Wortmeldung macht euch zum "Gegenüber".

bisserl spät zum Nachdenken

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agt69 24.01.2017, 21:03
83. Vielleicht einfach mal den Ball flach halten

Ja, Donald Trump ist ein populistischer, egomaner, narzisstischer Widerling. Aber er ist nun einmal der gewählte Präsident, damit muss man sich einfach mal abfinden. Letztlich wird er an seinen Erfolgen gemessen werden. Wenn er es nicht schafft, die Lebensbedingungen der Menschen zu verbessern, dann wird er in vier Jahren Geschichte sein. Baut er zu großen Mist, dann gibt es eventuell sogar vorher schon ein impeachment.
Sollte er es wider Erwarten doch schaffen, für eine Mehrheit ein besseres Leben zu schaffen, dann war er der richtige Mann zum richtigen Zeitpunkt.
Genau so ist das mit der AfD. Der beste Weg, diese Leute zu entzaubern, wäre es, sie so bald wie möglich an der Regierung zu beteiligen. Die Partei zu dämonisieren, auszugrenzen und alle Wähler als Nazis zu bezeichnen, ist der sicherste Weg, ihr über die 30 % Grenze zu helfen.
Populisten gedeihen nur in der Opposition, daher sollte sie so schnell wie möglich aus dieser Rolle holen.

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Schnoeps 24.01.2017, 21:17
84. Ich als Soziologe

schäme mich mehr für Menschen vom Schlage Stokowski, die die Geisteswissenschaften politisch instrumentalisieren wollen und in der Fakultät eine Atmosphäre der Angst erzeugen, sofern man als SoWi nicht links ist. Die große Politik muss raus aus den Unis. Es reicht, wenn Politik für die Studenten gemacht wird. Ich würde mich eher gegen meine Fakultät und für Trump entscheiden, wenn ich müsste. Es ist aber immer so, dass die konservativen schwarzen Schafe der Sozialwissenschaften am Ende die besten Abschlüsse machen und alleine durchs Leben kommen. Allemal besser als diesem Asta-Antifa-SoWi-Klüngel anzugehören, der auch vor Gewalt nicht zurückschreckt. Das Katzenbeispiel ergibt übrigens null Sinn. Hat die Autorin eigtl wirklich zu Ende studiert? Würde mich wirklich interessieren. Andere Philosophen, die ich kenne, schwurbel nicht so viel rum.

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linksrechtsmitte 24.01.2017, 21:19
85. die haben nichts

Zitat von agt69
Ja, Donald Trump ist ein populistischer, egomaner, narzisstischer Widerling. Aber er ist nun einmal der gewählte Präsident, damit muss man sich einfach mal abfinden. Letztlich wird er an seinen Erfolgen gemessen werden. Wenn er es nicht schafft, die Lebensbedingungen der Menschen zu verbessern, dann wird er in vier Jahren Geschichte sein. Baut er zu großen Mist, dann gibt es eventuell sogar vorher schon ein impeachment. Sollte er es wider Erwarten doch schaffen, für eine Mehrheit ein besseres Leben zu schaffen, dann war er der richtige Mann zum richtigen Zeitpunkt. Genau so ist das mit der AfD. Der beste Weg, diese Leute zu entzaubern, wäre es, sie so bald wie möglich an der Regierung zu beteiligen. Die Partei zu dämonisieren, auszugrenzen und alle Wähler als Nazis zu bezeichnen, ist der sicherste Weg, ihr über die 30 % Grenze zu helfen. Populisten gedeihen nur in der Opposition, daher sollte sie so schnell wie möglich aus dieser Rolle holen.
anzubieten, was sie zum Regieren befähigt. Zerstören, zerschlagen, austreten, aber was bieten sie, was sie aufbauen wollen?

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Aixciter 24.01.2017, 21:28
86. Das Gelaber der anderen

Wenn man nur noch über das labert, was die anderen labern, wie wird man selbst dann wahrgenommen? Steht man für etwas Eigenes, was den anderen gegenüber oder - zumindest - entgegen steht, mal unabhängig von einer Seite betrachtet? Es wird zu viel über das Geschwurbel der anderen gelabert und dabei verliert man sich in einer nichtssagenden Glätte. Einen Höcke kann man nicht weglabern, denn es ist sein Ziel, dass es eine solche Berichterstattung über ihn gibt wie zuletzt, so wie auch Clumsy Clot (=Trampel) auf diesen Hype steht. Sein eigenes Ding machen, authentisch und klar, jeden Tag und das denen entgegenstellen, die einem Höcke oder Trump zuhören, um anderen so durch die eigene Persönlichkeit - nicht glattgebürstet und permanent bashend - eine reale Alternative aufzuzeigen, das ist ein Ding. Ist aber nicht ganz so einfach, denn dazu muss man erst einmal eine Idee davon haben, wer man selbst sein will und nicht ständig den anderen gegenlabernd hinterher ächzen. Es sind zu viele, die das tun und das macht es den Brüllhälsen leicht, in alternativen Fakten und Alternativlosigkeiten zu labern.

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skeptikerjörg 24.01.2017, 21:45
87.

Zitat von ed_tom_bell
Nunja, auch die Rechten enden stets in Diktatur und Bankrott. Der Bankrott von Nazi-Deutschland geriet über das Kriegsdesaster und den Holocaust nur ein bisschen aus dem Blickfeld, musste schon eher zweitrangig wirken. Ruinös war die Nazi-Wirtschaft aber auch, wie kaum eine andere. Und die viel gepriesene Wohlfahrt des Volkes geschah auf Pump. Vieles was Sie über die Linken und ihr Image in der Bevölkerung sagen würde ich unterschreiben. Hinzu kommt sicherlich noch, dass der Kommunismus die Menschen im Ausleben ihrer niederen Bedürfnisse nach Selbstüberhöhung, quasi ihrer Selbstverwirklichung, beschneidet, indem er ihnen nicht gestattet Reichtümer anzuhäufen. Zumindest ist das theoretisch so. Praktisch geht das ja durchaus auch, wenn man in der Partei nur weit genug aufgestiegen ist. Theorie und Praxis sind eben zwei verschiedene Dinge. Aber wo sind die positiven Seiten der rechten Theorie? Dass die Linken die Rechten erst ermöglicht hätten halte ich dann aber doch für eine steile These, die mich doch stark an Heiner Geißlers berühmte Äußerung erinnert, die Paszifisten hätten Nazi-Deutschland erst möglich gemacht. Das ist natürlich schon perfide, wenn man unterstellt das Opfer habe den Täter zu seiner Tat provoziert oder auch nur nicht adäquat behindert und sei deshalb selbst schuld. Etwa so wie dieses ewige Pseudoargument, Frauen in Miniröcken seien selbst schuld wenn sie vergewaltigt würden. Die Nazis haben durchaus noch andere Feindbilder als nur die Linken. Sie mussten sich nicht an den Linken entzünden um in die Welt zu kommen. Tatsächlich haben die Nazis nicht viele Freunde, außer unter sich selbst. Ein prägnanter Unterschied zwischen Linken und Rechten, der wohl jedem einleuchten dürfte, ist, dass man keine Organisation wie "Exit" bemühen muss um heil aus der linken Szene aussteigen zu können.
Sorry, aber das, was Sie in meinen Beitrag hinein interpretieren, hab ich nicht gesagt. Und dass meine Sympathien nicht gerade bei den Rechten liegen, habe ich im ersten Teil ziemlich klar zum Ausdruck gebracht.Es gibt keine positiven Seiten rechter Theorien! Aber dass die Linken ideologiebedingt die "verarmten, abgehängten" Massen brauchen ist historisches Erbe. Und leider bestimmt eben doch das Bewusstsein das Sein. Und so, wie bis 1932 KPD und SPD sich gegenseitig als Hauptfeind, den es zu bekämpfen galt sahen und beide trotz der explosionsartig Zunahme der NSDAP (1930 = 18%, 1932 = 33%) nicht zu einem Bündnis gegen Rechts oder zumindest einem Waffenstillstand veranlasste, bekämpfen sich jetzt und heute ebenfalls die sogenannten etablierten Parteien lieber gegenseitig als gemeinsam die AfD. Hauptgegner der Linken sind SPD und CDU, Hauptgegener der SPD ist CDU/CSU und Hauptgegner der CDU/CSU sind R2G. Und auf diese Hauptgegner sind die jeweiligen Wahlprogramme abgestellt. Und im Windschatten kann die AfD behaupten, sie sei die einzige Partei, die FÜR etwas stehe. Und SPD, Linke, Grüne und AfD eint der Slogan "Merkel muss weg". Irgendwie machen sie sich alle zum Steigbügelhalter der AfD.

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lalito 24.01.2017, 21:57
88. Sehr richtig . . .

Zitat von Rod Roller
Der Beitrag spricht mir aus der Seele. Aber um daraus auch nur den Hauch von sinnvollen und zählbaren Ergebnissen zu generieren, müsste es eine Plattform geben, die den gesunden Menschenverstand bündelt und organisiert. Die dazu allerdings nötigen Voraussetzungen sind heuer erst ansatzweise vorhanden. Gegen eine derartige Plattform würde sich Facebook wie ein soziales Netzwerk aus dem Kindergarten anfühlen. Wir können deshalb nur darauf hoffen, dass die Evolution in den nächsten dreißig Jahren die nötigen Kräfte dafür frei setzt. Hoffentlich kommt uns die Künstliche Intelligenz bis dahin auf halbem Wege entgegen. Dann könnte es klappen.
Gut moderierte Foren sind ein Abbild des von Ihnen Beschriebenen und existieren in der Realität bereits. Menschen interagieren dabei mit von Menschen kreierten und ausgetauschten verfassten Zusammenhängen in der Art, dass Sie nach vorgegebenen Grundsätzen - plump gesagt - den Daumen heben oder senken.

Man kann es Zensur, Moderation, Kanalisation, Manipulation, Willkür . . . na was auch immer nennen.

Allerdings erfüllt diese Form genau Ihre Forderung, nämlich die des Bündelns und Organisierens. Und mit Ihrem Post nehmen Sie bereits daran teil, durchgekommen, Daumen hoch ;-)

Das Austesten der Grenzen, die Aneignung eines persönlichen Stils, das Lernen durch Erfahrung (wer steht schon auf dauernd Daumen runter, also ist was zu ändern) und während dies bspw. hier relativ gut funktioniert, sind die Grenzen beim Gesichtsbuchkindergarten eben weniger gut definiert, wenigstens die leidige Fakenews-Kiste wurde ausgelagert in hoffentlich kompetente Hände und Verantwortung.

Bin wesentlich zuversichtlicher bezüglich der Zeiträume der weiteren Entwicklungen, wir brauchen lediglich Köpfe in der Politik, kluge, die das auch managen können und nicht verschreckt in ihrem Neuland rumtorkeln bzw. ihr Heil im Sammeln von Daten für die Sicherheit suchen.

Just in time, über den Möglichkeiten des wie ist der Himmel . . .

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gerhard.heinzmann 24.01.2017, 21:57
89. laber nicht

Es ist immer wieder dasselbe Grundproblem das eine sinnvolle Diskussion fast unmöglich macht: Die "Linken" sehen sich pauschal als die intelligenten Menschen an und betrachten die Ihrer Meinung nach "Rechten" ebenso pauschal als Dumpfbacken. Dass es in beiden Lagern kluge und weniger kluge Menschen geben könnte die eben nur unterschiedliche politische Auffassungen haben kommt den "Linken" nicht in den Sinn, selbst wenn man Sie mit offensichtlichen Argumenten konfrontiert. Weil eben nicht sein kann was nicht sein darf. Ich erinnere mich daran wie ich als Student einmal einen zotteligen, bärtigen linksgerichteten Studenten der das Zitat" Stellt euch vor es ist Krieg und keiner geht hin" skandiert hat freundlich darauf hingewiesen habe dass das Zitat so nicht vollständig ist sondern mit dem Satz "dann kommt der Krieg zu euch" weitergeht; seine wenig freundliche Antwort war: LABER NICHT. Diskussion beendet.

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