Forum: Kultur
Mit Rechten reden: Unendlich öde!
DPA

Während die Linken über gelungene Gesprächsführung mit Schlägern, Brüllern und Menschenhassern nachdenken, formiert sich in aller Ruhe eine faschistische Bewegung. Die Zeit des Redens ist vorbei.

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duckjibe 21.10.2017, 20:56
190. linke Illusionen und die Antifa

es gibt immer noch zahlreiche Mitmenschen, die den Begriff "Antifa" zu wörtlich nehmen und daraus die gefährliche Verharmlosung ableiten, dass diese Leute tatsächlich gegen Faschisten kämpfen und sonst nix Böses tun. Deshalb nochmal zum Mitschreiben: die Truppe, die sich unter diesem Begriff versammelt, beschäftigt sich nur in vierter oder fünfter Priorität mit dem Kampf gegen einen (wie auch immer definierten) "Faschismus". Alleine schon deshalb, weil in den meisten Regionen von Deutschland echte Faschisten/Nazis mit der Lupe gesucht werden müssten, bevor man sie bekämpfen könnte. Für derartige Filigran-Arbeit fehlt diesen Deppen aber die Geduld. Hauptziel der Antifa/Autonomen ist erklärtermaßen: der Kampf gegen unseren Staat, unsere Gesellschaftsform und alle, die dafür einstehen bzw. arbeiten. Daraus wird in diesen Kreisen auch überhaupt kein Geheimnis gemacht, ganz im Gegenteil. Ich wiederhole dass hier, damit hinterher nicht ein Witzbold behaupten kann: och, das haben wir ja gar nicht gewusst.

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sch123 21.10.2017, 20:57
191. Ok

Zitat von biancakaltfeuer
Sie haben teils Recht, teils Unrecht. Rechte Gewalt richtet sich gegen Minderheiten. Geht gar nicht. D'accord. Linke Gewalt richtet sich gegen vermeintliche "Faschisten" oder "Ausbeuter" oder gegen deren "Lakeien". Ich selbst war mal in Ihrer Szene. Kenne das alles. Heute sage ich: Ne! So einfach ist das nicht. Es gibt Idioten und solche Idioten, die dem Idiotismus der Antifa endlich entkommen sind. Ist vielleicht auch eine Frage des Alters. Mein Rat: Versuchen Sie, von einem Teil des Problems zur Lösung des Probelms zu werden! Fangen Sie damit an, zu relativieren! Jeden Tag ein kleines Bischen. Und dann Tag für Tag immer mehr. Es geht. Glauben Sie mir. Ich hab's selbst durchgemacht. Am Schluß war ich total gewaltfrei...
Vielen Dank für den Rat. Ich kann Sie beruhigen: Ich war nie in der Antifa oder linksextremen Szene und habe noch nie Gewalttaten begangen. Ich würde nichtmal "Jeder hasst die Polizei" mitgröhlen oder Polizisten beleidigen etc. Ich mag weder körperliche noch verbale Gewalt.

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P.Delalande 21.10.2017, 20:57
192.

Zitat von stefan.p1
Die antifa als Verteidiger der schwachen darzustellen ist an sich schon dreist wenn man sich an die brennenden Autos unbeteiligter und geplünderten Geschäfte in Hamburg erinnert. Aber es geht nicht um die Motive sondern um die Art und Weise wie man seine politische Überzeugung vertritt.vielleicht denken sie mal darüber nach.
Woher wissen Sie denn, dass die Autos in Altona von der "Antifa" angezündet wurden? Das weiß ja noch nicht einmal die Polizei. Von den Tätern wurde nämlich, seltsamerweise kein einziger gestellt.
Ebenso verhält es sich mit den Geschäften die geplündert und teilweise zerstört wurden, auch in diesen Fällen ist meines Wissens vollkommen unklar, wer dafür verantwortlich ist und auch in diesen Fällen wurden seltsamerweise die Täter nicht gefasst.

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nobody_incognito 21.10.2017, 20:58
193.

Ist halt die Frage wie man "Links" und "Rechts" überhaupt adäquat definiert. Da hat das "Neusprech" und die Korruption der Politiker- und Journalisten-Klasse zu Pervertierungen geführt. "Rechts" meint Obrigkeitsstaatlichkeit bzw- repräsentative "Demokratie", während "Links" den mündigen Bürger und Direktdemokratie meint. Was das "world leadership" von Direktdemokratie hält, sieht man aktuell bei den Kurden und Katalanen, wo sich beweist, dass mit friedlichen Mitteln und Dialog keine Selbstbestimmung zu erreichen ist. Da ist der "identitäre" Widerstand als kleineres Über zu sehen, als dieser globalisierte plutokratische Feudalismus, wobei es dann natürlich so fuktioniert, dass die einzelnen "Identitäten" gegeneinander ausgespielt werden. Wenn man wahre Selbstbestimmung zum herrschenden Prinzip erklären würde, dann wären natürlich alle hegemonialen und imperialistischen Bestrebungen ad absurdum geführt, wogegen eben genau die mächtigsten Player auf der globalen Bühne etwas haben. Und dort steckt auch der "rechte" Hase, egal welcher Farbe das Kostüm ist.

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nordlys 21.10.2017, 20:58
194. Treffer, versenkt

Zitat von sleeping_beauty
Hehe...diese Personen und Gruppen sind in den letzten Monaten allesamt als rechts beschimpft worden, und zwar genau hier beim Spiegel. Natürlich gibt es "echte Rechtsextreme", aber das sind offentlichtlich so wenige, daß der geneigte linksgrün-ideologische Journalistendarsteller ständig welche dazuerfinden muß, um das Bedrohungsszenario für seine Leser glaubhaft halten zu können.
Exakt so ist es. Konservativ, rechts, rechtsextrem, rechtsradikal und Nazi - alles wird zu einer Soße verrührt. Politische Aussagen, die vor wenigen Jahren noch CDU-Position waren, gelten nun als nicht mehr diskursfähig. Es werden in hysterischem Ton (Berg, Stokowski, Augstein, Dietz) Szenarien erfunden, als stünde z.B. mit Björn Höcke oder Alexander Gauland der nächste Adolf Hitler schon bereit, wenn man jetzt nicht umgehend den Kampf gegen rrrrrächts massiv verschärft. Damit legitmiert man diejenigen Gestalten, die die Autos von Petry, von Storch etc. anzünden, AFD-Politiker auf der Straße körperlich angreifen, Morddrohungen gegen sie verfassen usw. Ich fürchte, bei einer massiven Wirtschaftskrise wird die jetzt schon sichtbare, tiefe Spaltung des Landes in Gewalt auf den Straßen eskalieren.

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challenbecker 21.10.2017, 21:00
195. Versuchen sie es mal mit anderen Radikalen

Sie werden merken, dass dies nicht möglich ist. Radikale Christen, Muslime, Juden, Rechte, Linke, Veganer, radikale "Weiße", "Schwarze", "Gelbe", "Braune", "Rote, kurzum Drecksäcke aller Coleur - Sie werden sie nicht erreichen.

Und warum? Weil ein(e) Jede(r) glaubt die Weißheit mit Löffeln gefressen zu haben. Wir können gerne die Problematik weißer Rassisten besprechen, sollten dabei allerdings nicht ausblenden, dass es auch seitens anderer Ethnien Rassismus in "Reinkultur" gibt, dafür empfehle ich recht gern Ausflüge nach Korea, Japan, Pakistan oder Marokko - abseits der Touri- Routen.
Was mich generell ein wenig irritiert, ist die Neigung unserer Linken sich mit den rechten Kräften anderer Kulturen zu solidarisieren und nicht mit den liberalen Kräften um diesen im Kampf gegen Extremisten in den eigenen Reihen zu helfen. Wo bleibt der Aufschrei bei den Drohungen gegen die Eröffnung der liberalen Moschee? Wo die Solidaritätsbekundungen?
Lieber Solidarität mit denen Bekunden, die den Islam im Sinne des Wahhabismus und anderer Erzkonservativer Strömungen ausleben. Aber wehe, wenn die Konservative Strömung woanders hervor kommt oder gar Kritik - dann schwingt die Fascho Keule durch.

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sch123 21.10.2017, 21:00
196. ...

Zitat von stefan.p1
Die antifa als Verteidiger der schwachen darzustellen ist an sich schon dreist wenn man sich an die brennenden Autos unbeteiligter und geplünderten Geschäfte in Hamburg erinnert. Aber es geht nicht um die Motive sondern um die Art und Weise wie man seine politische Überzeugung vertritt.vielleicht denken sie mal darüber nach.
Mache ich, danke. Ich lehne Gewalt ab. Auch die der Antifa.

Ihnen ist aber schon klar, wer/was Antifa ist? Die G20-Demonstranten in Hamburg waren nicht = Antifa

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Edgard 21.10.2017, 21:04
197. Ich hätte...

Zitat von FischerKielSchwerin
Danke für Ihre mutige und klar positionierte Kolumne.
... es nicht kürzer und prägnanter sagen können.
Das Geheule der Unterstützer des rechten Schmutz ist schlicht verlogen - denn es sind ihresgleichen die offen die Ausschaltung unangenehmer Medien fordern, Reporter anpöbeln und angreifen, eine unsägliche Hetze betreiben und die Medien rechtswidrig von den Parteitagen und Veranstaltungen ausschließen.
""Wir müssen die Medien unterwandern, sonst wird es ganz schwer", fordert laut Chat-Protokoll ein AfD-Mitglied, bei dem es sich Medienberichten zufolge um einen Bundespolizisten handeln soll. Sein Vorschlag: "Mit der Machtübernahme muss ein Gremium alle Journalisten und Redakteure überprüfen und sieben. Chefs sofort entlassen, volksfeindliche Medien verbieten."
(Quelle: Die Zeit)
Und sowas kräht nach angeblich gefährdeter Meinungsfreiheit?
Tatsächlich wollen sie genau diese maßgeblich einschränken.

Danke Frau Berg!

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redwed11 21.10.2017, 21:04
198.

Zitat von sch123
Mein Aussage bezog sich auf die ewige (absurde) Gleichstellung von Linksextremismus und Rechtsextremismus in D. Natürlich gibt es auch bei Linksextremen Idioten, Gewalttäter etc...aber die grundsätzliche Motivation und Ideologie der Antifa ist nicht idiotisch, gewalttätig oder menschenverachtend. Sie werden auch nicht erleben, dass die Antifa einer Familie einen Mollie in die Wohnung schmeißt oder Kinder, Behinderte, Obdachlose anspuckt, bedroht, anuriniert, verprügelt, totschlägt. Auf einer Demo Flaschen und Steine auf Polizisten schmeißen ist eine Straftat und nicht zu verharmlosen, aber es ist nicht das Gleiche wie einen Menschen zu jagen und tot- (oder krankenhausreif) zuschlagen weil er die falsche Hautfarbe, sexuelle Orientierung, Haarlänge hat oder Obdachlos oder behindert ist.
Gewalt ist immer zu verachten. Ob von links oder rechts. Ob von Atifa oder Wehrsportgruppe. Das Verharmlosen der linken Gewaltexzesse nimmt hier groteske Formen an. Ob Antifa oder Wehrsportgruppe, sie sind Feinde der Demokratie und der offenen Lebensform mit freier Meinungsäußerung. Da nehmen sich beide Gruppen nichts. Beide Gruppen wollen ihr Weltbild der Mehrheit mit Gewalt einbläuen.
Übrigens, Menschen mit bestimmter sexuellen Orientierung, Obdachlose und Juden wurden und werden in diesem Land von ganz anderen Gruppen geschlagen, angezündet und beschimpft. Aber ob das in Ihre Vorurteile passt ist zweifelhaft.

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sch123 21.10.2017, 21:07
199. ???

Zitat von kleinbürger
nun, ich denke mal die schmerzen die ein geworfener pflasterstein auf dem kopf eines polizisten, schwulen oder behinderten verursacht dürften ungefähr gleich sein. oder sind polizisten, schwule oder behinderte nicht gleich ? ist der polizist weniger wert ?
Ist doch nicht so schwer zu verstehen?

Einen Polizist in Schutzmontur auf einer Demonstration (der ggf. auch diese Demo angreift, das wollen wir mal nicht vergessen) anzugreifen, ist, ich kann es gerne noch 100mal wiederholen, ein Straftat und absolut abzulehnen. Aber nicht das Gleiche wie z.B. zu fünft einen Obdachlosen oder Ausländer krankenhausreif zu schlagen. Weder was die Motivation noch was die Tatschwere betrifft. Das eine ist Hasskriminalität, das andere Konfrontationskriminalität.

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