Forum: Kultur
Mohammed-Witze: Trittbrettfahrer der Meinungsfreiheit
REUTERS

Klar darf man sich über Religionen lustig machen. Klar darf man dagegen auch protestieren. Aber genauso klar darf man auch sagen: All das dient weniger der Meinungsfreiheit als der Auflage von "Charlie Hebdo" und "Titanic". Denn Satire darf zwar alles - sie muss aber nicht.

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HugoAlmeida 20.09.2012, 16:13
1. Vielen Dank!

Vielen Dank Herr Kuzmany,
habe selten einen so treffenden, ehrlichen und aussagekräftigen Artikel im Spiegel gelesen.

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ChrisQa 20.09.2012, 16:14
2. Zustimmung

" Man muss sie ertragen wie die zornigen Muslime und die schwadronierenden konservativen Religionsschützer, all diese Trittbrettfahrer der Meinungsfreiheit. Aber dann darf man auch sagen: Ihr nervt." Der Artikel trifft es auf den Punkt.

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Allesfresser 20.09.2012, 16:14
3. Blub

Das ist doch offensichtlichd er Anfang vom Ende..... heute ist es eine Karikatur morgen eine Frau die keine Burka trägt..... nenene......

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n0 by 20.09.2012, 16:15
4. Üble Scherze

Schon klar: Die Scherze sind abgestanden.

Die Reaktionen berechenbar.
Die Auflage steigt - bei sinkendem Niveau.
War es noch auch Tucholsky, der klagte:

"Sag, Hochverehrtes Publikum:
Bist Du wirklich so dumm?"

Das gilt natürlich nicht für den Leser
dieser SPON-Seiten und schon garnicht
für die Kommentare dieser geistreichen Rubriken.

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moev 20.09.2012, 16:16
5.

Zitat von sysop
Wollen sie dann also den zornigen islamistischen Mob entlarven, der in Tunis, Kairo und anderswo seinen Hass auf den Westen ausagiert? Wohl kaum. Dieser Mob bedarf keiner Entlarvung, er entlarvt sich selbst durch seine Gewalt.
Er entlarvt sich zwar selbst, wird aber von den Anbiederern und Heile-Welt-Träumern immer gerne ausgeblendet solange es grade keinen Anlass gibt, weil er nicht ins Weltbild passt.

Dieses verdrängte Wissen wird halt grade wieder, für einige schmerzlich dem eigenen Weltbild entgegen, aus der Verdrängung gerückt

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vulcan 20.09.2012, 16:20
6. Nö, nö...

Ich find's völlig in Ordnung, was Titanic & Charlie machen - ebensol völlig legitim, damit womöglich Geld verdienen zu wollen (macht ja der Spiegel mit seiner Themenauswahl auch nicht anders, oder?). Wem's nicht gefällt, kauft eben kein Titanic-Heft....da braucht auch keiner 'genervt' sein. Und diesen Magazinen irgendeine Verantwortung für eventuelle Gewalttaten irgendeines Mobs schon mal vorsorglich zuzuschieben, ist ohnehin das Allerletzte. Keine Ahnung, was dieser 'Kommentar' überhaupt soll...bisschen Gegenmeinung zur überwiegend positiven Resonanz auf die geplanten Artikel/Ausgaben der beiden Magazine machen, oder wie? Und wenn ja, warum?

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fsand 20.09.2012, 16:21
7. Mag sein...

...daß "alles im Streit um die Mohammed-Karikaturen in der dänischen "Jyllands-Posten" schon 2005 gesagt worden" sei. Aber zum Wesen der Meinungsfreiheit gehört auch, daß diese sich im Meinungskampf fortwährend aktualisiert. Mir erscheint es doch recht bequem, darauf zu verweisen, daß Kritik und Satire im Hinblick auf muslimische Hitzköpfigkeit doch schon vor 7 Jahren geäußert worden sei - und damit zu implizieren, nun sei es doch mal genug. Nicht die Provokation ist hier so problematisch, sondern die Maßlosigkeit der Reaktion darauf. Der Rücksichtnahme auf solche Sonderbefindlichkeiten alle Werte des freien pluralen Meinungsaustauschs unterzuordnen verdient keinen Applaus. Wo bleibt eigentlich der freiheitliche Stolz der offenen Gesellschaft, für ihre Werte einzutreten? Woher kommt bloß diese kulturelle Indifferenz, die archaische Unaufgeklärtheit als auf einer Stufe mit der aufgeklärten Tradition der westlichen Welt stehend hinzunehmen bereit ist, ohne auch nur mit der Wimper zu zucken? Mit dieser Form von appeasement geben wir uns erwartungsvoll der ungebildeten Frechheit von Kulturen anheim, die ncihts zu verlieren haben und uns mit blanker Gewaltbereitschaft in die Enge treiben.

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heinz.mann 20.09.2012, 16:21
8. Satire ist wichtig

sie bringt neue Denkansätze.

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kalle blomquist 20.09.2012, 16:22
9. Immer der selbe Denkfehler

Nein!
Sie nerven nicht alle gleich, die Islamisten, die Evangelisten und diejenigen Satiriker, die sich durch Provokation mehr Auflage versprechen.
Die Evangelisten (die christlichen Fundamentalisten) nerven, okay.
Die Satiriker nerven nicht einmal so richtig, obwohl es natürlich zutrifft, dass sie ihre eigenen Interesen verfolgen, warum denn übrigens nicht?

Aber es sind nur die verblödeten Moslems, die als sengender Mob durch die Straßen ziehen, die morden, zerstören, niederbrennen, einschüchtern.

Wie kann man so unterschiedliche Phänomene gleichsetzen? Nur eine der drei Gruppen bedroht die Freiheit, und es sind, soviel sei verraten, weder die christlichen Spinner noch die Redakteure der Titanic, auch wenn diese beiden Gruppen manchmal etwas nerven.

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