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"Monsieur Claude und seine Töchter 2": Rette deine Voruteile, Teil 2
Neue Visionen

Vor mehr als vier Jahren wurde "Monsieur Claude und seine Töchter" zum Überraschungshit - trotz der unerträglichen rassistischen Klischees. Die Filmemacher haben das zwar verstanden. Das macht Teil zwei aber nicht besser.

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andreas.spohr 03.04.2019, 00:26
10. Von Rassismus keine Spur

Ich fand den ersten Teil sehr lustig und auch nachdenklich. Ein wirklich gute Film. Klar nimmt er Rassismus aufs Korn, aber doch von Rassimus kein Spur. Man kann über alles nörgeln und in jeder Ecke Rassismus oder andere Diskriminierungen finden.
Ist das "unsägliche" Markenzeichen auf der Sarotti-Schokolade und der Kopf auf der Korsika-Flagge denn auch schon abgeschafft?
.....und gab es denn im ersten Teil nur Zuschauerinnen?? Ich war als Mann jedenfa?s auch in dem 1. Teil des Films und fühle mich durch Nichterwähnung massiv diskriminiert !

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remixbeb 03.04.2019, 00:40
11. ähm... ja

Na dann. Seltsame Kritik, Rezension oder was auch immer das war. Ich bin selbst kein "Bio-Deutscher" und habe nicht zuletzt deshalb ein paar Antennen für Rassismus und Diskriminierung. Trotzdem konnte ich beim ersten Film herzlich lachen und fühlte mich gut amüsiert. Ob ich den zweiten ansehen werde, weiß ich nicht. Nach dieser seltsamen Kritik könnte ich aber durchaus Lust bekommen..

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filmmix 03.04.2019, 07:10
12. leider...

... wurde die deutsche Stimme von Christian Clavier im Teil 2 umbesetzt, so spricht nicht mehr Michael Pan die Hauptrolle, was der deutschen Synchro leider viel vom witzigen Charme des ersten Teils nimmt. Wieso das so ist? Liegt wohl am lieben Geld, das der eine mehr haben und die andere Seite nicht zahlen wollte...
Dass der SPON den Film nicht witzig findet, weil er nicht pc ist, wird dem deutschen Publikum aber wohl ebenso Wurst sein, wie diese Umbesetzung...

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rsl1411 03.04.2019, 08:22
13.

Ich gebe zu, ich habe die verworrene Rezension (oder was auch immer das sein soll) nicht bis zum Ende durchgehalten.
Allerdings habe ich jetzt den dringenden Wunsch, mir diese Filme anzusehen.

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ruhepuls 03.04.2019, 08:34
14. Die "bösen" Europäer...

Es gibt eine - meist unausgesprochene - Überzeugung in Kreisen, die manche mit "Gutmenschen" bezeichnen würden. Danach ist Rassismus eine Erfindung der Europäer, welche ja auch die Vorfahren der US-Amerikaner, Australier usw. sind und diese "verdammenswerte" Haltung dort erst einführten. Leider ist das ziemlicher Unsinn: Rassismus (oder nennen wir es Misstrauen gegen fremdes) ist universell. Es rümpft nicht nur der Badener die Nase über den Schwaben, der Bayer über den Preussen, der Weiße über den Schwarzen (und umgekehrt), sondern auch der Rote über den Gelben - und das lässt sich auf die Meinungen der diversen indigenen Stämme über andere indigene Stämme genauso übertragen. Ja, bereits zwischen den "Vollblütern" und den "Mischlingen" eines Stammes gibt es entsprechende Ressentiments. Der Fremde war und ist Projektionsfläche für Ängste, aber auch Überheblichkeit. Darüber zu lachen ist sicher die bessere Medizin als der erhobene Zeigefinger (mit dem sich der "Gutmensch" über die "Unaufgeklärten" erhebt...)

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ruhepuls 03.04.2019, 08:39
15. Betroffenheitsneurosen?

Steht in den Einstellungskriterien für SPIEGEL-Journalisten irgendwo, dass sie unter einer Betroffenheitsneurose leiden müssen. Anders lässt es sich kaum erklären, warum sie (speziell die männlichen Geschlechts) sich in vorauseilendem Gehorsam selbst und anschließend allen anderen Asche aufs Haupt streuen müssen.

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peterpeterweise 03.04.2019, 09:37
16. Ohne Humor ist eine Komödie zwar möglich, aber sinnlos

Eine Komödie lebt davon, Stereotypen überspitzt darzustellen. Über was sollen wir lachen, wenn dies nicht mehr erlaubt ist? Wenn man mit den Ansprüchen des Autors an die Loriot Filme geht, dann ist das eine ganz böse Ansammlungen von Stereotypen die frauenfeindlich, männerfeindlich, verwandschaftsfeinlich, arbeitnehmerfeindlich, nachbarschaftsfeindlich .... sind. Schneiden wir diese alle heraus dann bleibt ist der Film zwar möglich, aber sinnlos.

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smokey55 03.04.2019, 09:41
17. Problembär

Das Problem mit Kritikern im Allgemeinen ist, dass sie sich selbst für Künstler halten. Entsprechend fabulieren sie herum, suchen im Kleingedruckten nach nach Kritikpunkten und schreiben eine Menge hochkünstlerische Worte ("Aficionadas") .. seht her, ich hab den Durchblick, ich bin Bildungsbürgertum.
Leider wird eine Kritik nicht besser wenn man zu viel schreibt. Und zu viel subjektive Meinung tut der Sache auch nicht gut. Ergo nur mit Mühe bis zum Ende durchgehalten und gehe trotzdem in den Film. Warum? Schon zu viele Kritiken gelesen die an meiner Meinung komplett vorbeigingen.
Schreibt doch mal was über "Fast and Furious IX" .. die Serieis so saublöd und realitätsfern, da gibts bestimmt auch Zustimmung zur Kritik ;-)

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MiguelD.Muriana 03.04.2019, 09:53
18. Genialität nicht erkannt

Gerade die im ersten Teil so unverfänglich ausgesprochenen Vorurteile entblößen sie als solche. Im spanischen Film Acht Namen für die Liebe II wird das gleiche Stilmittel verwendet. Wer Ressentiments so genial als Vorurteile offenlegt, sollte mehr als nur einen zweiten Teil drehen. Die heftigste Kritik bei Hofe hat der Hofnarr ausgedrückt. Auf seine Art...

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Johanna Remi 03.04.2019, 09:58
19. Produzenten Sussfeldund Roijtmann

Herr Dell hat in seiner Claude-Kritik vergessen zu erwähnen, dass die wichtigsten Herren der beiden Filme, Romain Roijtmann und Alain Sussfeld (von UCG) sind. Die beiden sind Aschkenasim.

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