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Muttertag: Danke, dass ihr bis zur Übermüdung wickelt!
DPA

Am Muttertag werden knallharte Anforderungen an Frauen unter Blumensträußen versteckt. Dabei wäre es das beste Geschenk, die Mutterschaft von Überarbeitung und Geldsorgen zu befreien.

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Sleeper_in_Metropolis 13.05.2019, 16:42
1.

Zitat : "Mütter sind nicht geboren worden mit dem Wissen, wie man mit Kindern umgeht"

Doch, irgendwie schon ein wenig glaube ich (oder zumindest ein wenig mehr als es bei Männern der Fall ist), Stichwort Mutterinstinkt&Co.

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1579 13.05.2019, 16:42
2. Wie recht Sie haben.

Ich bin allerdings auch der Meinung, dass Kinder nicht zu Dank verpflichtet sind, denn sie wurden ungefragt in diese Welt gesetzt.
Eher müssen die Väter ( wenn es Wunschkinder sind), die Frauen mehr entlasten. Wenn es aus beruflichen Gründen nicht geht, dann sind sie es, die ein bisschen mehr Dankbarkeit zeigen sollten.

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Freier.Buerger 13.05.2019, 16:46
3. Radio Stokowksi

Ich habe mal gehört, dass ein normaler Radiosender nur ca. 300 Titel in der Playlist hat die dann Tagein-tagaus runtergedudelt werden.
Frau S. hat heute alle Alben ihrer Playlist angespielt. Nach dem Evergreen zu Feiertagen folgte die Neuvorstellung "Edeka" Das wird wohl ein One-hit-wonder bleiben. Kurz zitiert wurden die Alben "die arme Frauenrolle in der Familie" (2x) und dazwischen "irgendwas gegen Seehofer geht immer".
Völlig erstaunlich - manche würden sagen unpassend - zum Thema Muttertag kam eine lange Passage des Bluesklassikers "Opfer 219".
Der Schluss war versöhnlich weil erwartbar, ein fröhlicher Vielklang über zu viel Arbeit und zu wenig Geld und das sowas von sowas kommt.
Radio S. bedankt sich für ihren Aufmerksamkeit und wir nächste Woche das gleiche senden.

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dasfred 13.05.2019, 16:47
4. So manche Mutter nutzt einen fiesen Trick

Sie schert sich nicht darum, dass sie als Mutter weniger Erwerbszeiten hat und damit weniger verdient. Sie verpaart sich einfach mit dem Vater ihrer Kinder, legt sein Einkommen mit ihrem zusammen und davon werden die Ausgaben von allen bestritten. Das hat lange Zeit gut funktioniert. Ich finde es nämlich nicht gut, wenn beide Partner gezwungen sind, trotz Kindern noch Vollzeit berufstätig zu sein. Die Arbeit im Haus wird nicht weniger, wenn Kinder da sind und wenn es ums Einkommen geht, dann sollte vernünftigerweise der Arbeiten gehen, der das deutlich höhere Gehalt nach Hause bringt. Was auch die Mutter sein darf. Ansonsten sollte man sich keine Illusionen machen, dass auch das Hausfrauendasein höchst unterschiedlich ist. Eine kleine Wohnung mit einem Kind lässt sich nun mal bedeutend schneller bewirtschaften, als ein großes Haus mit Garten und mehreren Kindern. Selbst mit Waschmaschine und Mikrowelle, Staubsauger und Geschirrspüler gibt es da noch einiges zu tun, wenngleich die harte körperliche Arbeit im Vergleich zu früher kaum eine Rolle spielt.

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Newspeak 13.05.2019, 16:55
5. ...

"Das beste Geschenk, das Mütter bekommen könnten, wären politische und betriebliche Maßnahmen, die dafür sorgen, dass Mutterschaft nicht mehr mit Überarbeitung und Geldsorgen einhergeht."

Man zieht mal wieder die falschen, weil ideologischen, Schluesse aus den richtigen Beobachtungen. Unter Ueberarbeitung und Geldsorgen kann auch der maennliche Single leiden, der den hoeheren Steuern- und Abgabensatz traegt. Das, was Virginia Woolf meinte, gilt fuer JEDEN Menschen. JEDEM Menschen geht es besser, wenn die Grundbeduerfnisse befriedigt sind, und dadurch eine existentielle Sicherheit ins Leben tritt. Um das zu erreichen, gibt es auch schon eine Idee. Nennt sich bedingungsloses Grundeinkommen. Also das, was Arbeitslose, Studenten, Rentner, Pensionaere, Alleinerziehende mit Kindergeld, usw. sowieso schon bekommen, nur eben unter anderem Namen und aus tausend unterschiedlichen Toepfen, und mit riesigem buerokratischen Aufwand. Man muesste dazu aber mal seine Scheuklappen abnehmen, und nicht immer nur einseitig geschlechtsspezifisch schreiben, sondern vielleicht mal humanistisch und allgemein menschenfreundlich.

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widower+2 13.05.2019, 17:01
6. Echte Hochachtung

Echte Hochachtung vor Müttern, insbesondere alleinerziehenden Müttern, kann man als Mann wohl nur empfinden, wenn man wie ich von Anfang mehr als 90 Prozent und sehr bald 100 Prozent der Verantwortung für Kinder, Haushalt UND Einkommen übernehmen musste.

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trulala 13.05.2019, 17:02
7. #1 - Argh

Das einzig positive ist, dass du ‘glauben’ geschrieben hast, denn der Artikel deutet es schon deutlich an, dass der Unsinn vom Mutterinstinkt nicht mehr als das ist und Leid und Belasting für viele Mütter, dem gerecht zu werden.
Das zum Muttertag zu schreiben, ist dann nur noch dreist.

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kaiser.friedrich 13.05.2019, 17:06
8. Meine Mutter

Frau Stockowski, meine Mutter hat drei Kinder gross gezogen, hat jahrelang in der DDR Kinder in Kindergaerten betreut und kuemmert sich jetzt um ihr Enkelkind.

Sie haelt von Feministinnen wie Ihnen ueberhaupt gar nichts und fuehlt sich von Ihnen weder verstanden noch repraesentiert.

Ich weiss, dass dieser Kommentar vermutlich eh nicht freigeschaltet wird, aber ich wollte Ihnen nur mal mitteilen, dass die Frauen, vor denen die meisten Maenner wirklich Respekt und Hochachtung haben, nicht solche Mimosen wie Sie sind, die an jeder Ecke gleich Diskriminierung und Unterdrueckung wittern. Sondern Frauen sind, welche selbstbewusst den Laden alleine schmeissen und Ihren Mann stehen, auch ohne Frauenquote und aehnliche Bevormundungen und Uebervorteilungen.

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7131972445694 13.05.2019, 17:09
9. Im Pyjama

Um es mit dem amerikanischen Komiker Bill Burr zu sagen: wie schwer kann ein Job sein, den man im Pyjama machen kann? Klar ist es nicht einfach, Mutter zu sein. Aber die Verhältnismäßigkeit muss gewahrt bleiben. Was ist mit den Männern, die während die Mutter zuhause die "Bob der Baumeister" DVD wechselt und danach die Waschmaschine anstellt, harten Jobs mit 40-60h die Woche nachgehen, um die Kohle ranzubringen, damit die Frau nicht arbeiten gehen muss? Da sind Jobs darunter, die keine Frau machen will oder kann. Trigger warning: es soll sogar Frauen geben, die gern zu Hause bleiben, um Mutter zu sein. Klingt komisch, ist aber so. Natürlich kommt das bei der Kolumnistin nicht vor oder aber daran ist nur die Gesellschaft schuld.

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