Forum: Kultur
Muttertag: Danke, dass ihr bis zur Übermüdung wickelt!
DPA

Am Muttertag werden knallharte Anforderungen an Frauen unter Blumensträußen versteckt. Dabei wäre es das beste Geschenk, die Mutterschaft von Überarbeitung und Geldsorgen zu befreien.

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spon_4_me 14.05.2019, 06:50
90. @ gerhard.heinzmann (# 75):

Bei allem Ihnen wahrscheinlich gebührenden Respekt: Was ist denn das für eine klägliche Einlassung? 1) Hat Frau Stokowski völlig Recht, wenn sie die Benachteiligung von Müttern anprangert. Es gibt Hunderte von Untersuchungen, die eine klare Korrelation zwischen geringerem Verdienst (bis hin zur Armut) und Mutterschaft, insbesondere alleinerziehender zeigen. Insofern diskriminiert unsere Gesellschaft gegen Mütter im Speziellen mehr als gegen Frauen im Allgemeinen. 2) Auch einer kinderlosen Feministin ist es möglich, die Freuden und Lasten der Mutterschaft geistig und emotional nachzuvollziehen. Darf man in Ihrer Welt nur mitreden, wenn man persönlich betroffen ist oder direkte Erfahrungen einer Sache gemacht hat? Falls es so ist, stelle ich mir die Gespräche am Abendbrotstisch im Hause Heinzmann mit fast trappistischer Ruhe vor. 3) Keine Kinder als Beitrag zum Klimaschutz ist ein billiger Whataboutism, für den Sie sich schämen sollten, auf den Sie aber wahrscheinlich noch stolz sind. Man kann das noch toppen: Lassen Sie uns für freiwillige Euthanasie- und begleitete Suizidprogramme werben (natürlich nicht direkt hier bei uns..). Da wird das Thema dann auch gleich radikal angegangen und wir lösen Klimawandel, Altersarmut, Wohnungsnot und Mangel an Organspenden auf einen Schlag.

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baer.reinhard 14.05.2019, 07:38
91. Wieder mal nur an Frauen gedacht....

Dabei haben Väter, die mehr und mehr die gleiche Verantwortung für Kinder übernehmen, die gleichen Probleme. Wäre also schön gewesen, wenn Frau Stokowski nicht immer nur an Frauen denken würde, sondern an Erziehende. Es kommt immer der Eindruck rüber, dass es nur und speziell um Frauen geht und nicht um das Problem an sich, das mit der mangelnden Anerkennung und Würdigung der Kindererziehung / Betreuung zusammen hängt und nicht mit dem Geschlecht.

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Peter Pots 14.05.2019, 07:40
92. Die Wahrheit liegt in der Mitte

Mütter bekommen zu wenig Anerkennung . Väter auch. Wie hat die als "rechts" bezeichnete US-Publizistin und Trump-Unterstützerin Ann Coulter in einem YouTube-Video empört auf die Frage geantwortet, ob sie Feministin sei? "Um Himmelswillen, nein. "Feministinnen sind verärgerte (angry), männerhassende Lesben". Das verrät eine sehr simplifizierte, verallgemeinernde Weltsicht und sollte dazu motivieren, das Binnenverhältnis der Geschlechter immer wieder neu zu überdenken.

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Bellagio 14.05.2019, 07:55
93. Stokowski kommt langsam auf den Kernpunkt

ihrer Agenda: Das bedingungslose Grundeinkommen nur für Frauen. Sechsunddreissigtausend Tacken pro Jahr will Sie haben...Damit sie und ihre Amazonen- Armee endlich die Klappe hält? Sich bereitwillig und nicht nur mit aufgesetztem Lachen hinter den Herd stellt, nachdem sie diverse Koch- und Haushaltskurse an der Vhs nachgeholt hat? Na, ich weiss ja nicht so recht, aber immerhin ist das ja schon mal ENDLICH ein klares und verständliches Angebot über das man ja durchaus mal reden kann

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Sibylle1969 14.05.2019, 08:27
94. @25 Klapo

Frau Stokowski findet den Edeka-Spot frauen- und männerfeindlich zugleich. Wer lesen kann...

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timwev 14.05.2019, 08:31
95. Die Blinde schreibt von der Farbe

Frau Stokowski hat keine Kinder und so schreibt sie dann auch über Elternschaft, wie die Blinde von der Farbe. Richtig, Kinder kosten Geld, behindern die Erwerbstätigkeit der Eltern und brauchen Platz in der Wohnung. Trotzdem besteht der Sinn un die Krone des Lebens nicht in der Maximierung des finanziellen Nutzens aus Erwerbstätigkeit, was von ihr stillschweigend vorausgesetzt wird. Und in den mittleren und unteren Einkommensschichten sind separate Räume zum Rückzug für die Mitglieder einer Beziehungskiste unüblich, da auch ohne Kinder nicht finanzierbar.

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florafauna 14.05.2019, 08:39
96. Interesse

Mich würde allerdings mal interessieren, was sich Frau Stokowski denn unter "politische und betriebliche Maßnahmen, die dafür sorgten, dass Mutterschaft nicht mehr mit Überarbeitung und Geldsorgen einherginge" genau vorstellt.
Es liegt doch an den Frauen, a) Berufe zu ergreifen, die mehr Geld einbringen und b) vom Vater des Kindes mehr einzufordern.

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florafauna 14.05.2019, 08:44
97. Alleinerziehend

Zitat von widower+2
Echte Hochachtung vor Müttern, insbesondere alleinerziehenden Müttern, kann man als Mann wohl nur empfinden, wenn man wie ich von Anfang mehr als 90 Prozent und sehr bald 100 Prozent der Verantwortung für Kinder, Haushalt UND Einkommen übernehmen musste.
Ich finde, dass der beste Beitrag für Alleinerziehende die Versteuerung nach der Splittingtabelle wäre, vorbehalten für verheiratete Paare. Die steuerliche Entlastung würde vieles ausgleichen, z.B. könnte man sich Entlastung "erkaufen". Stattdessen werden Alleinerziehende mit einem lächerlichen Freibetrag von lediglich ca. 1900 € entlastet, was der einzige Unterschied zur Steuerklasse 1 ist.

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Margaretefan 14.05.2019, 08:48
98. @ #92 von baer.reinhard

Eine Kolumne zum Muttertag, die sich tatsächlich anmaßt sich ausschließlich mit Frauenschicksalen zu befassen. Auf so krude Ideen können nur Frauen kommen, die sich für den Feminismus einsetzen. So eine Ungeheuerlichkeit! Gut, dass es noch echte Männer wie Sie gibt, die hellwach solch Tricksereien nicht auf den Leim gehen. Respekt!

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ohjeee 14.05.2019, 09:12
99.

Zitat von 1579
Ich bin allerdings auch der Meinung, dass Kinder nicht zu Dank verpflichtet sind, denn sie wurden ungefragt in diese Welt gesetzt. Eher müssen die Väter ( wenn es Wunschkinder sind), die Frauen mehr entlasten. Wenn es aus beruflichen Gründen nicht geht, dann sind sie es, die ein bisschen mehr Dankbarkeit zeigen sollten.
Empfinden Sie gebührend Dank, dass der Mann so viel Arbeiten geht, dass Sie es sich leisten können, zu Hause zu bleiben und nicht zusätzlich noch Geld verdienen zu MÜSSEN?
Zeigen Sie Ihrem Mann an Vatertag Dankbarkeit, dass er Ihnen finanziell den Rücken frei hält, den Löwenanteil in die Miete/Kredit und Haushaltskasse beisteuert, damit Sie Familienzeit haben und er nur abends und am Wochenende die Kinder sieht?

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