Forum: Kultur
Muttertag: Danke, dass ihr bis zur Übermüdung wickelt!
DPA

Am Muttertag werden knallharte Anforderungen an Frauen unter Blumensträußen versteckt. Dabei wäre es das beste Geschenk, die Mutterschaft von Überarbeitung und Geldsorgen zu befreien.

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ctrader62 14.05.2019, 01:13
80. Pauschalverurteilung von Männern legitim ?

Aha, ich bin ein Mann, also bürde ich alles meiner Frau auf und mache mir einen schlanken Fuß ? Wenn irgend so etwas pauschal Frauen unterstellt werden würde, wäre der Teufel los. Ich habe genauso viel Windeln gewechselt wie meine Frau, ich habe die Kinder stundenlang herumgetragen wenn sie nicht schlafen konnten und vieles mehr, was alle Eltern wissen, die ihre Kinder nicht als CO2-Katastrophe für den Planeten ansehen.
Das was ich nicht tragen konnte war die Schwangerschaft. Das Geschlecht scheint trotz aller gegenteiligen akademischen Theorien doch nicht nur ein soziales Gedankenkonstrukt zu sein.
Und das Männer in Pflegeberufen völlig diskriminiert sind, weil sie unterrepräsentiert sind, muss auch mal gesagt werden. Ich postuliere das mit der gleichen angenommenen Kausalität, wie Frauen angeblich in Aufsichtsräten diskriminiert werden.
Darf eine Frau auch mal gerne Frau sein, ohne dass der Mann deshalb gleich ein patriarchalischer Pascha ist ? Es ist schon seltsam, dass die Familienministerin am Frauentag feiert, dass Frauen jetzt auch bei der Berliner Müllabfuhr beschäftigt sind. Ist es wirklich das Glück einer Gesellschaft, wenn Frauen die besseren Männer sein sollen und Männer wie Frauen ? Ich bin davon nicht gänzlich überzeugt und ich weiß, dass das meinen Charakter in den Augen fortschrittlicher Kräfte in eine rechte Ecke stellt und mich deshalb wohl so mancher auf agentin.org an den Pranger stellen möchte.
Frauen leisten sehr viel, wofür es meist nur einen feuchten Händedruck gibt und einen Halbsatz in der Weihnachtsansprache der Kanzlerin. Das ist Tatsache und das gehört benannt. Auch in den Kirchen leisten sie die meiste Arbeit und dürfen bei den Katholiken verfassungsrechtlich abgesichert als unwürdiges Geschlecht behandelt und systematisch abgewertet werden. Es ist doch seltsam, dass die ganzen Ministerinnen in der Regierung darüber kein Wort verlieren und es stattdessen als gesellschaftliche Errungenschaft in Form von vermeintlicher Religionsfreiheit feiern. Warum machen die Frauen das alles mit ? Hier ist braves Schweigen im Walde und wenn ich das als Mann benenne, mache ich mich auch nur unbeliebt. Seltsame Welt !

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ctrader62 14.05.2019, 01:53
81. Gedanken sind frei

Zitat von gerhard.heinzmann
Alle emanzipierten Frauen in Deutschland sollten das tun was Feministinnen schon immer tun: Sie sollten sich dem unsäglichen und althergebrachten Familienbild entziehen indem sie einfach keine Familie gründen. Das würde auch dem momentan sehr hippen Klimaschutzgedanken entsprechen denn der Klimawandel ist doch von Menschen verursacht. Weniger Menschen - weniger Klimawandel. Fragt sich wer dann in Deutschland noch (viele) Kinder bekommt? Aber was soll's, nehmen wir rein theoretisch an alle Frauen in Deutschland würden sich emanzipiert und klimafreundlich verhalten. Bei einer Weltbevölkerung von bald 8 Milliarden Menschen wären das nach Adam Riese und Eva Zwerg etwa 1% der Weltbevölkerung. Deutschland schafft sich ab und rettet das Klima - hurra ...
Ich habe kurz überlegt, ob ihr Kommentar nicht ironisch gemeint ist. Die Vielfalt der Meinungen zu dem Thema ist völlig OK. Ihre Meinung tut der Welt nicht weh, weil die Vertreter dieser Meinung einfach glücklich mit bestem Gewissen aussterben. Ob das wirklich das Ziel und das kennzeichnende Merkmal von Emanzipation ist, wage ich in Frage zu stellen und eine Frau sollte nicht als unemanzipiert gelten, wenn sie doch ein Kind bekommen möchte. Im übrigen haben wir den Luxus hier schreiben zu können nur der verdammt unemanzipierten Haltung aller unserer weiblichen Vorfahren zu verdanken. In diesem Sinne bin ich meiner Mutter sehr dankbar, dass sie keine Feministin in diesem Sinne war.

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thequickeningishappening 14.05.2019, 02:23
82. Ich bin keine Mutter und meine Frau auch nicht

(unser Beitrag zur Bevölkerungsexplosion). Statt Kinder haben wir glückliche Blumen (Succulents) im Garten.

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Tobi F 14.05.2019, 02:46
83. oder...

wir lassen das Kindermachen einfach sein. Dann lösen wir sowohl die Probleme der Mütter, als auch die Überbevölkerung und den CO2 Ausstoß.

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nikola.kos74 14.05.2019, 06:21
84. Immer wieder...

...gehe ich mit dem festen Vorsatz, Fr. Stokowskis Artikel falsch zu finden ans Lesen, und fast jedesmal muss ich sagen: das ist alles letztlich nur gesunder Menschenverstand, was die hier verbreitet. Dass da so viel hate entsteht, zeigt, wie deutlich es an genau dem gesunden Menschenverstand vielen Leuten fehlt. Kein Plan warum die noch nicht Schwerstalkoholikerin ist.

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fördeanwohner 14.05.2019, 06:31
85. -

Zitat von Martuk
"Das beste Geschenk, das Mütter bekommen könnten, wären politische und betriebliche Maßnahmen, die dafür sorgten, dass Mutterschaft nicht mehr mit Überarbeitung und Geldsorgen einherginge." Genau, ab ins Heim ab dem 1. Tag dann kann Mami auch Vollzeit arbeiten, damit sie im Alter nicht mehr so viel zur Grundsicherung im Alter aufstocken muss. Und am Muttertag kann dann endlich gefeiert werden, wie am Vatertag ja auch.
Ich denke, Sie sollten mal daran denken, dass für Väter das Gleiche gelten müsste, oder nicht? Was ist denn mit Papi? Warum muss der denn unbedingt Vollzeit arbeiten und Mami nicht?
Irgendwie schräg, dass man erwartet, dass sogar jede Frau, die eine lange Ausbildungszeit mit Studium und womöglich akademischem Grad zuhause bleibt und ihren Werdegang komplett ignoriert, sobald sie Mutter wird.
Da wäre es doch wirklich kostengünstiger, wenn man Frauen gar nicht erst lange zur Schule usw. gehen ließe, gell?
Wie gesagt, wären wir weiter, ... Sind wir aber offensichtlich nicht.

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Maria--Galeria 14.05.2019, 06:35
86. Traumjob vorprogrammiert

Als Mädchen geboren und schon hast auch einen geschlechtsspezifisch zugewiesenen Job, zukünftige Mutter. Was zu diesem Job dazugehört wird früh gelernt, kochen, abstauben, saugen, Wäschewaschen, eben alle Tätigkeiten rund um den Wohnbereich, wenn es ganz gut läuft auch noch renovieren, yes, Frauen können das auch. Mutti macht es vor, Papi ist dabei glücklich, so dreht sich das Karussell eben einfach ganz schnell weiter in der gleichen Manier wie ehedem. Es ist einfach das Phlegma, das eine fast unüberwindbare Hürde ist, richtet`s das Frauchen ist`s doch gut, ja mai. Der Muttertag ist definitiv einfach eine gute Geschäftsidee, bringt zwar der Erfinderin nichts, verfehlt auch seinen Zweck, aber im Beutel rührt sich was und Mutti freut´s , nebenbei auch die Konjunktur. So war es zumindest einmal, oder täuscht das nur, irgendwie habe ich nach wie vor den Eindruck Mädchen werden mit dem Staubtuch in der Hand geboren, also in meinem nächsten Leben bleib ich einfach Single ohne Kind, scheiß auf den Muttertag und mach nenn Wellnesstag.

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tpro 14.05.2019, 06:38
87.

Zitat von Margaretefan
...bei den Kommentaren zur Kolumne der ehrenwerten Frau Stokowski ist wie immer überdurchschnittlich hoch. Hater zu sein, ist aus meiner bescheidenen Sicht ein seltsames Hobby, dass vor allem von Männern betrieben wird. Die Dame ist, klug, gebildet und recht erfolgreich. Das ist für die Hobby-Hater unerträglich. Versucht's doch mal mit dem Drehen von Katzenvideos. Die könnt ihr dann auch im Netz präsentieren. Bestimmt auch ein ganz erfüllendes Hobby.
Margarete, bist Du das?

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spon_4_me 14.05.2019, 06:50
88. @ gerhard.heinzmann (# 75):

Bei allem Ihnen wahrscheinlich gebührenden Respekt: Was ist denn das für eine klägliche Einlassung? 1) Hat Frau Stokowski völlig Recht, wenn sie die Benachteiligung von Müttern anprangert. Es gibt Hunderte von Untersuchungen, die eine klare Korrelation zwischen geringerem Verdienst (bis hin zur Armut) und Mutterschaft, insbesondere alleinerziehender zeigen. Insofern diskriminiert unsere Gesellschaft gegen Mütter im Speziellen mehr als gegen Frauen im Allgemeinen. 2) Auch einer kinderlosen Feministin ist es möglich, die Freuden und Lasten der Mutterschaft geistig und emotional nachzuvollziehen. Darf man in Ihrer Welt nur mitreden, wenn man persönlich betroffen ist oder direkte Erfahrungen einer Sache gemacht hat? Falls es so ist, stelle ich mir die Gespräche am Abendbrotstisch im Hause Heinzmann mit fast trappistischer Ruhe vor. 3) Keine Kinder als Beitrag zum Klimaschutz ist ein billiger Whataboutism, für den Sie sich schämen sollten, auf den Sie aber wahrscheinlich noch stolz sind. Man kann das noch toppen: Lassen Sie uns für freiwillige Euthanasie- und begleitete Suizidprogramme werben (natürlich nicht direkt hier bei uns..). Da wird das Thema dann auch gleich radikal angegangen und wir lösen Klimawandel, Altersarmut, Wohnungsnot und Mangel an Organspenden auf einen Schlag.

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baer.reinhard 14.05.2019, 07:38
89. Wieder mal nur an Frauen gedacht....

Dabei haben Väter, die mehr und mehr die gleiche Verantwortung für Kinder übernehmen, die gleichen Probleme. Wäre also schön gewesen, wenn Frau Stokowski nicht immer nur an Frauen denken würde, sondern an Erziehende. Es kommt immer der Eindruck rüber, dass es nur und speziell um Frauen geht und nicht um das Problem an sich, das mit der mangelnden Anerkennung und Würdigung der Kindererziehung / Betreuung zusammen hängt und nicht mit dem Geschlecht.

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