Forum: Kultur
Nach internationaler Kritik: Bundesregierung fordert rasche Klärung bei Kunstfund
AFP

Nachdem die US-Regierung mehr Transparenz bei der Aufklärung der Sammlung Gurlitt angemahnt hat, zeigt sich jetzt auch die Bundesregierung forscher. Bilder ungeklärter Herkunft sollten schnell veröffentlicht werden, heißt es aus dem Haus des Kulturstaatsministers.

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kategorien 07.11.2013, 16:00
1. Diebstahl

Offenbar ist der Organisator mit der Aufgabe überfordert. Warum werden die Werke nicht alle photographiert und ins Internet gestellt? Es würde einiges erleichtern. Eventuell, um sich vom Werk etwas abzuknapsen; kein Diebstahl ist so leicht wie der, wo noch nicht einmal klar ist, dass es Bestandteil des Fundes ist.

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hdudeck 07.11.2013, 16:03
2. Wirklich witzige Vorschlaege und Anweisungen.

Und ich dachte die Jurisdiktion ist unabhaengig von der Legeslative. Und wer hat gesagt, das sich Gurlitt strafbar gemacht hat? Es ist schon witzig, wer alles ploetzlich denkt, den ermttlenden Behoerden Vorschriften machen zu muessen bzw zu koennen. Ich verstehe nun, warum diese den Fund bisher geheim gehalten haben. Anstatt sich der Sache witmen zu koennen muessen diese sich nun rechtfertigen und von Pressekonferenz zu Pressekonferenz zu eilen.

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adam68161 07.11.2013, 16:08
3. So dumm

wie es der Anwalt Raue annimmt, wird wohl Herr Gurlitt hoffentlich nicht sein.

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e-dirk 07.11.2013, 16:39
4.

Zitat von hdudeck
... Ich verstehe nun, warum diese den Fund bisher geheim gehalten haben. ...
Zumal scheinbar auch nicht sicher ist, ob die bisher aufgefundenen Bilder alle sind, ob es nicht noch ein weiteres "Depot" gibt. Vater Gurlitt soll wohl mit "Zehntausenden" Bilder gehandelt haben.
So war jedenfalls eine der beteiligten Kunsthistorikerinnen in einem Interview zu verstehen.

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hummel1 07.11.2013, 16:45
5. Obrigkeit!

Was wäre ich froh wenn unsere Obrigkeit immer so schnell bei der Hand wäre wenn es kritik aus dem eigen Land hagelt aber mir scheint es so als wäre das so wie bei meinen spießigen Eltern. Frei nach dem Motto "ei was sagen denn dann die Leute?". Was intern abgeht egal aber nach außen buckeln wie verrückt!

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karsten rohde 07.11.2013, 18:46
6.

Gestern noch war zu lesen, weder sei die Staatsanwaltschaft in Verbindung mit Herrn Gurlitt, noch braeuchten sie ihn fuer irgendwas und es stuenden auch keine Vorwuerfe im Raum.
Heute kommt dieser Berliner "Anwalt und Experte" und schlaegt Herrn Gurlitt vor, sich mit Kunstwerken im Wert von 1 Milliarde Euro von einer Kriminalstrafe freizukaufen.
Die Bonner Republik war einigermassen ok, die Berliner Republik entwickelt sich immer mehr zum Tollhaus.

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clausbremen 07.11.2013, 19:07
7. Die Sache ist doch ganz einfach ...

... der rechtmäßige Eigentümer der Kunstwerke ist Herr Gurlitt. Jedenfalls solange, bis das Gegenteil für bestimmte Stücke erwiesen ist.
Eigentlich eine Frechheit, ihm sein Eigentum auf Grundlage fadenscheiniger Vermutungen entziehen zu wollen. Wie kann man ernsthaft die Methoden vergangener Zeiten verurteilen, wenn man sich im 21. Jahrhundert zu ähnlichen Methoden versteigt. Sofern er die 1400 Stücke womöglich rechtmäßig "ersessen" haben sollte, sind sie sein Eigentum.

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Dr.Fuzzi 07.11.2013, 19:50
8. Och Joh!

Zitat: "...sagte der Vorsitzende der Koalitions-Arbeitsgruppe Kultur. "Erst dann können wir sehen, ob Gesetze angepasst werden müssen.... ""

Völker hört die Signale! Erst beschlagnahmen wir mal fix eine in der Kunstszene seit Jahrzehnten bekannte und von den Alliierten nach Kriegsende bereits schon einmal beschlagnahmte und wieder freigegebene Sammlung und schauen dann mal, wie wir die Gesetze so hingebogen bekommen, das dem bisherigen Eigentümer nichts davon übrig bleibt und dieser maximal kriminalisiert wird.

Die seinerzeit sogenannte "entartete Kunst" wurde vom Eigentümer, dem Staat Deutschland, verkauft. Selbst wenn der Händler Gurlitt diese dann teilweise für seine persönliche Sammlung gekauft hat, ist absolut nichts dagegen zu sagen. Guritt war seinerzeit ja bekannt für seine Vorliebe für die damals "moderne Kunst" und wurde aus diesem Grund als Leiter eines Zwickauer Museums entlassen. Er war auch kein Mitglied irgendeiner NS Organisation und als "Halbjude" gerade mal geduldet. Da gibt es ja wohl eine ganze andere Menge und Klasse von Museumsdirektoren, die mit der seinerzeitigen Meute tatsächlich geheult haben - und auch noch nach dem Krieg!

Darf der heutige Käufer von zum Verkauf stehenden (Staats)Museumseigentum auch in Zukunft erwarten, das evtl. zukünftige Regierungen solche Geschäfte gegenüber den Erben negieren und das heute zu adäquatem Preis verkaufte, später evtl. x-fach Wertvollere einfach wieder beschlagnahmen und ebenfalls die Gesetze so umbiegen, das es dann "schon passt"?

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mydryn 07.11.2013, 20:50
9. Wieso mischt sich jetzt die Bundesregierung ein?

Als das Quedlinburger Evangeliar aufgetaucht ist, welches von tapferen amerikanischen Christen und Patrioten vor der Roten Armee in Sicherheit gebracht wurde, durfte dieses von dem Erben des Retters zurückgekauft werden. Ein Mercedes 500 K Roadster tauchte nach 66 Jahren auf, welches sich ein amerikanischer General ausgeliehen hat. Da hat sich niemand der deutschen Regierung eingemischt. Margret Albright ist ebenfalls im Besitz von Beutekunst, die sie nicht zurückgegeben hat, da sie diese legal erworben hat. Vielleicht sollte sich der Gesetzgeber mal ein Beispiel an osteuropäischen Staaten nehmen, in denen der Erwerb jeden Gutes rechtmäßig ist, wenn es nur gutgläubig erworben wurde.

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