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Nach Vorwürfen gegen Star-Dirigent: Opernintendant will mit Barenboim über Führungsst
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Der Generalmusikdirektor der Staatsoper Unter den Linden in Berlin, Daniel Barenboim, steht in der Kritik. Musiker werfen dem Dirigenten verletzendes Verhalten vor. Intendant und Kultursenator wollen vermitteln.

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noethlich 23.02.2019, 23:12
1. Willkommen in der Welt des Mittelmaßes

Nur weiter so und Leute, die nach Exzellenz streben, an den Pranger stellen, weil irgendein Pauker das Niveau nicht bringt. Das bringt der Opferkult von heute: Mittelmaß. Lieber Daniel Barenboim, lassen Sie sich von diesen diesen Nieten nicht sagen, wie Sie Ihr Orchester zu führen haben, Sie haben sich jegliche Extravaganz und auch einen Tag mit schlechter Laune mehr als verdient! Sie brauchen sich NICHT zu entschuldigen. Ich entschuldige mich für das fehlende Rückgrat der Entscheidungsträger. Bleiben Sie uns treu!

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Stefan_Schmidt 23.02.2019, 23:24
2. Ist halt ein alter weißer Mann ...

... und als solcher hat man eben gelernt, dass es ok ist, sich notfalls auch mit schäbigen, cholerischen Wutausfällen durchzusetzen, egal ob man dabei andere verletzt. Eine Frau mit gleichem Verhalten hätte es jedenfalls niemals so weit bringen können wie er, das würde man nicht erst im Alter und 2019 zu hören bekommen.

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christianu 24.02.2019, 01:24
3. Er will einfach das Beste

Die Musik lebt heute wieder von Konzerten, weil elektronische Medien inflationär geworden sind. Ich begrüße diese Entwicklung und besuche mindestens zwei Darbietungen im Monat. Die Rückkehr zum traditionellen Musikgenuss erzeugt Konkurrenz der Orchester und Konzertsäle, und der Drang zur Perfektion nimmt stetig zu. Als Ergebnis bekommt man musikalische Höchstleistungen geboten, die eben auch jeden beteiligten Musiker jederzeit voll herausfordern. Der Vergleich mag manchen traurig stimmen, aber auch ein Spitzenverein im Fußball ist nur dann erfolgreich, wenn alle Alles geben. Der künstlerische Anspruch von Daniel Barenboim entspricht genau dieser Erkenntnis, mit wirklich überragenden Ergebnissen. Es ist wünschenswert, dass er Musiker so kritisiert, dass sie keinesfalls als Mensch herabgesetzt werden.

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jswoermer 24.02.2019, 04:00
4. Charakter kann man nicht verändern

Als Psychologe und Personalentwickler habe ich mein halbes Leben damit verbracht, Fortbildung und Entwicklung für Menschen zu organisieren. Führen, Konflikte lösen oder mit verschiedenen Kulturen klar kommen, lässt sich tatsächlich lernen. Zu den hier beteiligten Personen kann ich nichts sagen, da ich Ihnen nie begegnet bin. Tief liegende Eigenschaften, wie Charakter oder das eigene Menschenbild, lassen sich bei einem Erwachsenen nicht ändern. Diese Grenzen der „Kunst“ zu akzeptieren, musste ich schon vor langer Zeit lernen.Manchmal können Gespräche nichts mehr ändern. Dann helfen sie aber, herauszufinden, ob es noch passt. Mehr geht nicht.

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edward elgar 24.02.2019, 06:18
5. Schade ...

...ist es schon, dass hochbegehrtr Orchesterstellen von Musikern besetzt sind, die ihre Unzufriedenheit mit ihrer Position über die Medien kommunizieren müssen. Der Wettbewerb in dem Metier ist hart, aber einen erstklassigen Dirigenten vorzuführen, wohl kaum ein geeignetes Mittel. Das Biotopdenken hat hat hier keinen Platz und wenn Künstler wie Barenboim sich wunschgemäß disziplinieren müssen, dann läuft was schief. Man wird ja noch fragen duerfen: Hat das was mit Barenboims Abstammung zu tun?
Übrigens sitzen in jedem Orchester auch reichlich Neider, die davon überzeugt sind, selbst viel besser dirigieren zu können.

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hansfri 24.02.2019, 06:39
6. Wunderkinder

sollten lernen, dass Sie für Ihr übergroßes Glück, so begabt zu sein, dankbar sein sollten und den durchschnittlichen Mitmenschen mit Geduld begegnen. Insofern scheint mir der Hinweis des Tagesspiegels auf die etwas verunglückte Erziehung berechtigt zu sein. Begabung kann man nicht lernen, menschlichen Umgang schon.
Etwas Demut wäre angebracht.

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keiler70 24.02.2019, 07:46
7. Statistik des Tages

Neun von zehn Befragten finden Mobbing am Arbeitsplatz völlig in Ordnung...

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kodu 24.02.2019, 08:14
8. Man kann Berufsmusiker,...

...zumal wenn sie in klassischen Spitzenorchestern spielen, doch ohne weiteres mit Hochleistungssportlern vergleichen. Der Trainingsaufwand ist enorm, der psychologische Druck, die Versagensängste ebenso...! Und das betrifft auch den Dirigenten, der als eine Art Kapitän fungiert. Zu deutsch: Die Nerven liegen in heiklen Situationen auf beiden Seiten oft blank. Das dürfte in Wien, Dresden, London, Boston oder Amsterdam nicht anders sein.
Ich habe mir Barenboim RBB-Interview angehört, in dem er diese Umstände im Prinzip bestätigt und sich selbst auch nicht grundsätzlich von Fehlern freispricht.
Es ist vielleicht ein bisschen naiv, zu meinen, daß der Glanz der beim Heben des Vorhangs, beim ersten Akkord erstrahlt, nicht erst durch sehr harte Arbeit entstanden ist. Man sollte die Angelegenheit schnell auf sich beruhen lassen. der betroffene Musiker hat in München sein berufliches Glück gefunden und damit hat es sich.

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nickleby 24.02.2019, 08:33
9. Befindlichkeiten

Wer Hitze nicht vertragen kann, soll der Küche fern bleiben. Anscheinend hat der Paukist dies nun begriffen und verlässt unter unwürdigem Tamtam die Berliner Bühne, nicht ohne nachzutreten, um beim neuen Meister gut dazustehen, So verhalten sich mediokre Figuren.

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