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Nach zwei Jahren in Mendig: "Rock am Ring" kehrt zurück an den Nürburgring
DPA

Das Musikfestival "Rock am Ring" kehrt an seinen ursprünglichen Veranstaltungsort zurück: dem Nürburgring. Der Ausweichstandort sei "nicht mehr haltbar", sagt der Veranstalter.

decathlone 05.12.2016, 13:05
1. Eine gute Entscheidung...

... ich bin zwar mittlerweile lange aus dem Festival-Alter raus, aber die Entscheidung zum Ring zurückzukehren, tut dem Festival sicher gut, nach dem was in den letzten 2 Jahren los war. Auch wenn ich das Ganze nur noch von der Couch im Livestream verfolge. :)

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pauschaltourist 05.12.2016, 17:11
2.

Musikalisch bzw. bandtechnisch war das schon immer das uninteressanteste Festival überhaupt. Ich bin mittlerweile davon überzeugt, dass es den Massen eher weniger um die Action auf der Bühne denn um die Action im Zelt geht...

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crazy_swayze 05.12.2016, 17:52
3.

Zitat von pauschaltourist
Musikalisch bzw. bandtechnisch war das schon immer das uninteressanteste Festival überhaupt. Ich bin mittlerweile davon überzeugt, dass es den Massen eher weniger um die Action auf der Bühne denn um die Action im Zelt geht...
Nicht immer, aber seit sicher 10 Jahren geht es mit dem Lineup stetig bergab. Das Aufweichen dessen, was als "Rock" definiert ist, hat dem Festival meiner Meinung nach den Reiz genommen.

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babbelhacker 05.12.2016, 18:46
4.

Ein Glück. Mendig war die reinste Katastrophe. Es kommt wieder zusammen, was zusammengehört. Jetzt gehen mir zwar alle Argumente aus, nicht zu fahren, aber damit muss ich jetzt wohl umgehen :D

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Das Grauen 06.12.2016, 09:01
5. Wieso werden die Verletzten nicht genannt?

33 Verletzte durch Blitzeinschläge 2015, 82 Verletzte 2016, davon 8 Schwerverletzte. Zwei Betroffene mußten sogar reanimiert werden. Wieso wird das hier nicht genannt? Und hatte das offenkundige Versagen der Verantwortlichen, auf die schon 2015 deutlich gewordene mangelnde Eignung des Geländes verantwortlich zu reagieren, eigentlich rechtliche Konsequenzen? Darüber erfährt man beim Spiegel nichts! Gibt es irgendeinen Grund, warum das Magazin Lieberberg und seine Firma schützen will, oder ist das einfach nur schlampiger Journalismus?

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Schwanzhund 06.12.2016, 12:27
6.

Zitat von Das Grauen
33 Verletzte durch Blitzeinschläge 2015, 82 Verletzte 2016, davon 8 Schwerverletzte. Zwei Betroffene mußten sogar reanimiert werden. Wieso wird das hier nicht genannt? Und hatte das offenkundige Versagen der Verantwortlichen, auf die schon 2015 deutlich gewordene mangelnde Eignung des Geländes verantwortlich zu reagieren, eigentlich rechtliche Konsequenzen? Darüber erfährt man beim Spiegel nichts! Gibt es irgendeinen Grund, warum das Magazin Lieberberg und seine Firma schützen will, oder ist das einfach nur schlampiger Journalismus?
Es gab auch am Nürburgring jedes Jahr Verletzte. Einfach mal die Polizeimeldungen um die Festivalzeit aus der Region lesen. Und jetzt hier dem Spiegel irgendetwas zu unterstellen, ist einfach nur dreist. Festival-Lügenpresse oder was?

Ich war viele, viele Jahre am Nürburgring und jetzt zwei Jahre in Mendig. Es gibt nichts, aber auch gar nichts, was am Nürburgring besser war als in Mendig. Viel kürzere Wege zwischen Campen und Festivalgelände, viel schnellerer Bühnenwechsel in Mendig möglich, man hat nicht diesen elendigen Schlauch an Menschen in der Boxengasse vor der Hauptbühne. Wie man diese dichte Menge bei einem Unwetter evakuieren möchte, ist mir komplett schleierhaft. Das Entleeren des Geländes war in Mendig viel einfacher. Wer einmal in Mendig war und über entsprechende Camping-Erfahrung verfügt, der will garantiert nicht mehr zum Nürburgring zurück. Mendig hatte letztes Jahr Pech mit dem Wetter, das ist es aber auch.

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Emil Peisker 06.12.2016, 13:40
7. Leben und leben lassen...

Zitat von pauschaltourist
Musikalisch bzw. bandtechnisch war das schon immer das uninteressanteste Festival überhaupt. Ich bin mittlerweile davon überzeugt, dass es den Massen eher weniger um die Action auf der Bühne denn um die Action im Zelt geht...
Da haben Sie aber lange gebraucht, zu dieser Erkenntnis zu gelangen.

Den Massen geht es um nichts, sondern den Menschen, die diese Veranstaltung dazu nutzen, mit Freunden abzufeiern und gleichzeitig die eine oder andere Formation nochmal oder erstmalig zu erleben.

Da Musik dem Geschmack unterliegt, kann ein so großes Event nicht alle in gleichem Maße zufrieden stellen.

Es gab sie schon immer, die Meckerfritzen, die Besserwisser und die
Musikpuristen, die nur den eigenen Geschmack als Benchmark gelten lassen wollen.

Ich habe übrigens schon vor mehr als 40 Jahren Lieberberg-Fesivals besucht und ich habe nichts an seiner Auswahl der Gruppen oder Formationen auszusetzen.
Erst diese bunte Mischung führt zu dieser erstaunlichen Resonanz, der anscheinend auch die Generationen folgen.

Natülich konnte man Ende der 60er, Anfang der 70er auf einem europäischen Festival Jimi Hendrix, Pink Floyd, Deep Purple und
Soft Machine erleben, zu einem Bruchteil der heutigen Eintritspreise,
alllerdings hatten die Bands damals noch nicht die Popularität die sei heute besitzen.

Und Pink Floyd und Deep Purple im Aachener Reiterstadion für 40DM zu hören und sehen, kommt sicher nicht mehr wieder.

Der Aufwand für den Veranstalter ist heute ungleich höher als damals, und die Verwertungskette muss heute wesentlich mehr Mäuler stopfen als damals.

Also gehen Sie in sich und schauen Sie nicht so von oben herab auf die Szene. Freuen Sie sich, dass der Nürburgring seine tolle Story weiter schreiben kann.

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