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"Nafri"-Debatte: Fragen bleiben erlaubt
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Kaum stellt Grünen-Chefin Simone Peter eine Nachfrage zum Kölner Polizeieinsatz, wirft man ihr Weltfremdheit vor. Dabei sind tatsächlich noch einige Fragen zu dem Vorgehen offen.

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Benko 03.01.2017, 17:16
160.

Zitat von geschädigter5
Die heftige Reaktion des ARD- Hauptstadtstudios, Frau Tina Hassel erzeugt bei mir ein heftiges Unwohlsein. Wie kann es zu derartigen Äußerungen kommen? Ich habe das Gefühl, dass auch von dort eine der z.Z. Vorherrschende Meinung, nämlich die der CSU und der AFD verbreitet wird. Es gibt einige wenige Kriminelle, ob schwarz oder weiß, aber es ist nie ein ganzer Volksstamm. Das ist auch von der Polizei zu berücksichtigen. Das erinnert stark an den Polizeikessel in Hamburg. Und gerade die Medien sollten das berücksichtigen.
Mann mann mann. Ich hasse Kommentare die mit "Aufwachen!" beginnen, aber in Ihrem Fall habe ich einen kurzen Moment lang den Impuls verspürt. Nochmal langsam für Sie: Sie verstehen den Unterschied zwischen einem ganzen Volksstamm (wenn ich behaupten würde: alle Tunesier sind doof) oder einer Riesen-Gruppe hochaggressiver -testosterongesteuerter Migranten die im letzten Jahr für Chaos und Anarchie gesorgt hatten und die Dreistheit besaßen, trotz aller öffentlichen Berichterstattung in der gleichen Form wieder in die gleidche Stadt einzufallen? Verstehen Sie diesen Unterschied oder schon zu ideologisch verblendet? Hoffentlich nicht.

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Lobhudel 03.01.2017, 17:17
161. Weltfremd! Weltfremd? Weltfremd.

Fällt eigentlich jemandem gerade die inflationäre Verwendung des Begriffes "weltfremd" auf? Nicht nur hier im Forum, sondern auch auf Plattformen und von Meinungsträgern, die durch den Aufbau "bedrohlicher Fremdwelten" massiv unsere demokratische Gesellschaft verändern wollen. Hier die Erhöhung der Kölner Silvester-Ereignisse 2015/16 zum "Untergang des Abendlandes", dort die fast kreuzritterlicherliche Huldigung einer Kölner Polizei, die Ihren Job 2016/17 auch nach eigener Einschätzung optimierungsfähig erledigt hat.

Und plötzlich werden Stimmen wie Peters oder eben Stokowski zu "Nestbeschmutzern" - sind wir wirklich schon dort, wo uns die Populisten haben wollen?

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spon-facebook-1293013983 03.01.2017, 17:17
162. Wenn letztes Jahr ...

... fast alle Strafttaten, die dieses Jahr vermieden werden sollten, von einer bestimmten Bevölkerungsgruppe begangen worden sind, darf man die Information nicht verwerten, weil rassistisch? Worauf sollte die Polizei denn sonst achten? Wie hätten die denn sonst vorgehen sollen? Warten, bis die ersten Frauen heulend bei der Polizei aufgelaufen wären?

So ein Profil ist ja idR. das Ergebnis einer Analyse bekannter Vergleichssituationen und keine Bauchentscheidung. Im Prinzip pure Mathematik und warum darf der feierfreudige Fußballfan eingekesselt werden, obwohl sich auch friedliche Familienväter darunter befinden könnten?

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geraldwinkeler 03.01.2017, 17:18
163.

Bei den Reaktionen, denen sich Frau Peter ausgesetzt sieht, fragt man sich, was erst passiert, wenn es einen Anschlag mit 100 Toten gibt und die AfD im Bundestag sitzt.
Vermutlich müssen Leute, die dann noch immer nach der Angemessenheit und Verhältnismäßigkeit polizeilichen Handelns fragen, um Ihre Gesundheit fürchten. Was die Grünen angeht, so sind sie offenbar auf dem Weg, linke und rechtsstaatliche Positionen zu räumen. Schwarz- Grün lässt grüßen.

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skater73 03.01.2017, 17:18
164. @hasselblad

"Aber Verbrechen liest sich natürlich geiler."

Ja, und vor allem trifft es das besser als das verharmlosende Vergehen. Da Juristen ja eh nur Wortklaubereien ausspielen, kann es dem umgangssprachlichen Menschen egal sein, was so Juristenpuristen gerne hätten. Denn eigentlich müssten sich Juristen mit ihrer Hilfswissenschaft an den Realitäten orientieren, die sich eben in der Sprache ausdrücken. Und da sind es eben Verbrechen.

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stargate5658 03.01.2017, 17:18
165. Egal wie Polizei handelt,

kann die Polizei denn irgendwann etwas richtig machen? Tag täglich setzt sie sich für unseren Schutz ein, aber ständig wird alles was tut, hinterfragt. Wäre dieser Amri in Deutschland von der Polizei in Notwehr getötet worden, wäre der Aufschrei von gewissen Leuten gross gewesen. Daher rate ich diesen Kritikern doch mal ihre eigene Birne hin zu halten. Auf dem kuscheligen Sofa lässt es sich immer leicht reden.

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Tacitus73 03.01.2017, 17:19
166. Nein!!!

Nein, es bleiben keine Fragen offen. Die Polizei verdient für ihren Einsatz höchste Anerkennung. Hätten Silvester 2015 Rechtsradikale Jagd auf Frauen gemacht, hätte die Polizei ein Jahr später vornehmlich Rechtsradikale ins Visier genommen - also Personen, die von ihrer Kleidung und ihrem Verhalten her der rechten Szene zuzuordnen gewesen wären. Hätten die Grünen dann auch "racial profiling" geschrien? Oder sich an "diskriminierenden" Maßnahmen gestört? Wohl kaum. Wer das Einschreiten gegen die Täterklientel von 2015 kritisiert, obwohl ihm bewusst ist, dass gerade diese Klientel wieder durch Gruppenbildung und Aggressivität auffiel, der muss sich den Vorwurf der fehlenden Empathie für die Opfer von 2015 gefallen lassen.

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oalos 03.01.2017, 17:20
167. Die Domplatte

Zitat von petzle
und typisch, das sich jetzt wieder irgendwelche Schlaufüchse an so einer Nebensächlichkeit rauf schaukeln. Wer in Köln lebt und weiß was und vor allem das sich hier seit dem Silvester 2015/2016 etwas geändert hat, kann darüber nur den Kopf schütteln. Das nun die angewendete Polizeitaktik in die Kritik gerät, deutet nicht wirklich darauf hin, das viele "hohe Entscheidungsträger" aus Politik oder Kultur irgendwie das Geschehene verstanden haben. Das ist einfach nur schade, peinlich und dumm und hilft schlussendlich nur irgendwo irgendwelchen Populisten. Jeder der die "Festung" am Dom/HBF gesehen hat, fand die Dimension sicher übertrieben. Und zur guten Laune trug es auch nicht wirklich bei. Doch als es dann zunehmend voller wurde und just jenes "Täterprofil" (nicht grau-haarige Herren, junge Mütter oder asiatisch anmutende Akrobaten) was den NaFris entsprach in Massen in die Bahnhofshallen strömte - auch auf der anderen Rheinseite in Deutz standen Hunderte (!!) - fühlte man wie die Stimmung kippte. Keiner wird je wissen, warum so viele Nafris an diesem Abend so zahlreich erschienen sind und es läßt auch nicht gerade auf Intelligenzbestien schliessen. Eigentlich hätte einem der gesunde Menschenverstand sagen müssen, das man vielleicht diese Mal Köln an Silvester hätte meiden sollen. Gut, aber jeder Jeck ist anders. Und wir für unseren Teil können und wollen uns nur für den großartigen Einsatz der Polizei und Hilfskräfte bedanken, die eine potentielle Eskalation jederzeit im Griff zu haben schien. Und das sollte man in erster Linie auf dem Schirm haben, das bis heute fast keiner (!!) der Nafris oder sonst wer aus dem letzten Jahr für diese unglaublich schlimmen, für die Opfer teilweise lebensverändernden Taten hat haften müssen....
Was hat sich an und auf der Domplatte geändert ? Ein Ort, den ich seit mehr als 40 Jahren als Treffpunkt für Dealer, Drogenkonsumenten und Kleinkriminelle kenne -- zu jeder Jahreszeit und Tag und Nacht. Ein No-Go -- warum sollte ich da zum feiern hingehen ?
Dass sich da -- 'quasi hinterm Bahnhof' -- massig Flüchtlinge und sonstige Asylbewerber verabreden, `verwundert mich nicht -- in Siegburg, Bad Honnef, Gummersbach etc. fühlen sie sich an Silvester - als Einzelne - womöglich nicht von einer an diesem Tag 'aufgeheizten' einheimischen Bevölkerung willkommen...

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m.breitkopf 03.01.2017, 17:22
168. Grüne Sensibilität

Es geht hier nicht um Rassismus sondern um mangelndes Fingerspitzengefühl und selektive Wahrnehmung. Darüber sollten wir reden.

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oalos 03.01.2017, 17:23
169. Griff ins Klo

Zitat von Nafri
Die Frage die Frau Stokowski stellt, ist schnell beantwortet, es wäre auch auf eine andere Art gegangen: Kürzung der Entwicklungshilfe für Tunesien Marokko und Algerien im Jan 2016. Prompt wäre die Mitarbeit der Herkunftsländer gefördert worden und rechtzeitg zum Jahresende wären alle abgelehnten Asylbewerber nach Hause geflogen worden. Vorteil, weniger Überstunden bei der Polizei und weniger Polizei bei den Sivesterfeiern in Köln. Natürlich wäre Voraussetzung gewesen, das die Grünen im Bundesrat diese Staaten als sichere Herkunftsländer akzeptiert hätten und das enstprechende Gesetz vor der Abschiebung noch im Bundesgesetzblatt veröffentlicht worden wäre.
Von der sogenannten Entwicklungshilfe profitiert in erster Linie die deutsche Industrie.

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