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Nahrungsmittel-Skandale: Hauptsache, was mit Fleisch

Der eigentliche Skandal ist nicht, dass jemand Pferd als Rind ausgibt, sondern dass der Verbraucher Betrügereien der Industrie geradezu fördert. Weil er erwartet, dass in einen Großteil der Lebensmittel Fleisch drin ist, das aber nichts kosten darf.

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volkerkool 17.02.2013, 17:35
170. Eingeschränkt guter Kommentar

Der Kommentar ist eigentlich ganz gut - leider unvollständig. Das gleiche Problem von Skandalen die durch unseren Billigwahn ausgelöst werden gibt es nämlich überall, nicht nur beim Fleisch. Wir müssen nur die Dioxinskandale ansehen, den Skandal um falsche Bioprodukte, den Hype früher um BSE - alles hausgemachte Skandale die von einer Billigmentalität kommen. Die beschränken sich aber nicht nur auf Fleisch, nicht nur auf Lebensmitteln, betreffen genauso biologische Produkte und fast alles wo unser Konsumverhalten auf billig getrimmt ist. Davon sind nur die Autos ausgenommen!

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hansjoki 17.02.2013, 17:35
171. wieder einmal wird dem

suggeriert, dass er selbst die Ursache der Betrügereien darstelle.
Die "armen" Lebensmittelganoven wären dann von geradezu edlen Charakter, wäre der Konsument nur bereit, den etwa 10-fachen Preis zu entrichten...
(die Dämlichkeit der Politiker und Medien scheint mir ein unerträgliches Ausmaß anzunehmen)

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Peter-Lublewski 17.02.2013, 17:38
172. Schweinefleisch

Zitat von unglaublichaberwahr
An anderer Stelle heißt es, das im Döner nicht nur Pferd sondern sogar Schwein gefunden wurde. Mich juckt es nicht, so was esse ich nur im äußersten Notfall und auch schon mindestens 10 Jahre nicht mehr. Ich kann mir aber denken wer jetzt kotzen wird.
Was ist dabei, wenn das Schweinefleisch in Ordnung ist?

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intenso1 17.02.2013, 17:39
173. Der...

Zitat von immer123
Selten einen so treffenden Kommentar gelesen. Übrigens auch Leute, die auf Ihr Geld achten müssen, müssen nicht zwingend in die unterste Schublade der Fertiglebensmittel greifen (denn dort ist ja, wahrscheinlich nicht ganz zufällig, das Problem aufgetreten ), sondern könnten ja mal etwas selber zubereiten. Und wenn man wenigstens mal ein ganzes Stück Fleisch kauft (was beim Discounter sicher auch mit den Problemen der Massentierhaltung verbunden ist) kann man die größten Sauerein selber durch Sehen, Riechen, Tasten und Fühlen erkennen (zugegebenermaßen nicht den Austausch von Fleischsorten aber zumindest deren Qualität). Aber das muss man auch wollen und die Verantwortung auf die anderen Bösen abschieben und selber schön blöd sein und bleiben ist ja aktuell total angesagt.
Der Preis sagt nicht zwingend etwas über die Qualität aus.
Unabhängig vom Preis - ES IST BETRUG - und der Betrug ist auch oft im höheren Preissegment. Da ist die Gewinnspanne noch etwas besser.

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jaaaaaaaa 17.02.2013, 17:40
174. Theorie

Nur mal so: angenommen Pferdefleisch würde auch hier ein weitreichend akzeptiertes Nahrungsmittel werden mit entsprechender Preissteigerung ...was wird dann im Essen gefunden werden? Mögen die VerbraucherInnen der Industrie Tips geben für das Betrugsersatzfleisch-damit wir zweifelsfrei Schuld haben.

Etwas irritiert bin ich von diesem Artikel auf SPIEGEL.de ...oder gabs hier keine aufregenden Artikel zu diesem Thema?

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arminzi 17.02.2013, 17:41
175. Billig - Billiger- und schon wieder ein Skandal

Ein sehr guter Artikel!

Wir Deutschen geben von unserem Einkommen nur noch 12 % für Lebesnmittel aus, vor 40 Jahren waren es noch 30 %.

Aber wir fliegen allinclusive mit nem Billigjet mindestens 2mal pro Jahr in Urlaub. Wie krank ist das alles ?

Zitat von sysop
Der eigentliche Skandal ist nicht, dass jemand Pferd als Rind ausgibt, sondern dass der Verbraucher Betrügereien der Industrie geradezu fördert. Weil er erwartet, dass in einen Großteil der Lebensmittel Fleisch drin ist, das aber nichts kosten darf.

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dimetrodon109 17.02.2013, 17:41
176. So ist es...

Zitat von trader_07
Dem ist nichts hinzuzufügen, genau so ist es. Ich bleibe bei meinem kleinen Metzger im Nachbarort und zahle für gute Qualität lieber das zwei- bis dreifache.

Wer erwartet für 1 Euro/Kilo gutes Fleisch zubekommen, für 5 Cent ein Bio-Ei, für 2,50 einen gesunden Döner dem ist nicht zu helfen.
Fressen kommt halt vor der Moral; so gesehen trifft es dann doch nicht nur die Falschen oder?
Aber dann beim kleinen Metzger motzen das er nicht Discounterpreise hat ja klar.

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gunnarkrass 17.02.2013, 17:41
177. werte frau burmester

Zitat von sysop
Der eigentliche Skandal ist nicht, dass jemand Pferd als Rind ausgibt, sondern dass der Verbraucher Betrügereien der Industrie geradezu fördert. Weil er erwartet, dass in einen Großteil der Lebensmittel Fleisch drin ist, das aber nichts kosten darf.
sie haben augenscheinlich die weisheit gelöffelt und bestimmt auch ohne irgendwelche zusätze und trotzdem find ich ihre polemik voll daneben!
natürlich liegt es in der hand des verbrauchers, dinge zu erkennen und verantwortung zu übernehmen, aber man kann es nicht dem endnutzer zuschieben, das die regierungen und deren untergeordnete instanzen ihren auftrag vergeigt haben. natürlich ist es peinlich, das dem kleinen mann das hemd näher als die hose ist, weil ein halbes jahr billigfleisch soviel gespartes bringt, das zu weihnachten endlich der große flachbild im wohnzimmer steht - und? wie können sie ein moralgerechtes verhalten erwarten, wenn der ottonormalo jeden tag erlebt, das die "großen" um ein vielfaches dekadenter leben?
wenn die verbraucher sehen würden, wie bei "wiesenhof" die "fleischproduktion" (welch böse wortkonstruktion) funktioniert - so manchem würde es im halse stecken bleiben!
ich frage mich einfach, was wollen sie mit ihrem artikel gerieren?
ihr ansatz ist grundlegend falsch und somit daneben!

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cirkular 17.02.2013, 17:42
178. So ein Blödsinn

Zitat von carlo02
blöder kommentar. solange man sehen muß, wie man mit seinem geld zurecht kommen muß, wird halt auf den preis geschaut. für die standards, was angeboten wird, is die politik verantwortlich.
Die Standards sind gesetzt. Wenn ich Fleisch essen will, hacke ich einem Huhn der Kopf ab oder gehe zum Metzger meines Vertauens. Verantwortlich für das wass er isst, ist der Verbraucher. Wer glaubt in einer Lasagne für 1,60 € sei Rindfleisch, der hat des Bezug zur Realität vollständig verloren. Dies ist mitnichten Sache der Politik. Da es hierzulande nur noch darum geht, wer wen am stärksten betupst, würde ich mich nicht wundern, wenn sich im Wildgericht auch Feldratte findet. Gibt es in Fernost auf jedem Markt tiefgefroren für wenig Geld.

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skell100 17.02.2013, 17:44
179. Stimmt genau

Zitat von forumgehts?
warten wir mal in Ruhe den ersten grossen Bio-Skandal bei hochpreisigen Lebensmittel-Produkten ab. Das ist nur eine Frage der Zeit. Mal sehen, was die Gangster dann sagen. Ich hätte da was: Wenn die Leute nicht mehr selbst kochen wollen, sondern von 6:30 h bis 21:30 lieber arbeiten, sind sie selber schuld, wenn sie unseren Mist essen müssen.
Als neulich gesagt wurde, dass die Nachfrage nach Bio-Lebensmitteln das Angebot bei weitem übersteigt, klingelten gleich die Alarmglocken. Denn da wird es bestimmt welche geben, die mit gefälschten Nicht-Bio-Lebensmitteln in diese Lücke hinein stoßen werden, bzw. schon eifrig dabei sind. Beispiele dafür gibts ja schon zur Genüge (Italien).
Da kann man sich tatsächlich gleich das "Bio-Geld" sparen.
Die Sache mit dem Profit und dem Betrug ist sozusagen systemisch, da helfen auf lange Sicht auch keine Kontrollen. Die abgeschlagenen Drachenköpfe wachsen immer wieder nach.

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