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Nahrungsmittel-Skandale: Hauptsache, was mit Fleisch

Der eigentliche Skandal ist nicht, dass jemand Pferd als Rind ausgibt, sondern dass der Verbraucher Betrügereien der Industrie geradezu fördert. Weil er erwartet, dass in einen Großteil der Lebensmittel Fleisch drin ist, das aber nichts kosten darf.

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andreasbln 17.02.2013, 18:06
200.

den Artikel soll Frau Burmester mal bitte in sozialen Brennpunkten in Berlin den Leuten vorlesen. Ungeheuerlich den Menschen das Sparen vorzuwerfen. Betrug bleibt Betrug und Punkt. Der Artikel lenkt in ekelerregend arroganter Weise vom eigentlich Problem ab. Pferdefleisch weil soviel billiger als Rind wird den Konsumenten untergeschoben, um Profit zu machen. Ganze Lebensmittelmafias bescheißen den Verbraucher. Wenn eine echte Rinderlasagne halt 2 Euro mehr kostet, dann muss sich jeder überlegen, ob er das ausgeben kann oder will, aber dem Verbraucher einen pathologischen Sparzwang anzudichten und ihn für "selbst schuldig" zu erklären ist geschmacklos und purer Zeitgeist. Pferdefleisch mag nicht geschmacklos sein, der Artikel ist es. Würg !

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E_SE 17.02.2013, 18:06
201. Grundfalsche Logik

Zitat von sysop
... dass der Verbraucher Betrügereien der Industrie geradezu fördert. Weil er erwartet, dass in einen Großteil der Lebensmittel Fleisch drin ist, das aber nichts kosten darf.
Der Verbraucher ist nicht schuld. Er kann erwarten, dass sich das in der Verpackung befindet, was drauf steht. Das ist sein Recht. Das wäre nach Gesetz. Müssen alle anderen Produzenten auch machen.
Wer hier betrügt wird auch bei Edelfleisch betrügen. Doppelt so teuer bezahlen heißt nicht automatisch die Braven belohnen.
Über 40% des EU-Haushalts fließt in die Landwirtschaft. Die Subventionen sollten wohl reichen um Nahrungsmittel zu prodzieren, die nach Recht und Gesetz hergestellt werden.
Es sind Verbrechen auf Seiten der Hersteller, die die Schuld haben.
Wäre Ihre Argumentation gegenüber den geizigen Verbrauchern auch so wenn Sicherheitsvorschriften bei Automobilen nicht eingehalten werden ?

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regelaltersrentner 17.02.2013, 18:08
202.

Zitat von pirkal
habe ich lange nicht gelesen. Ich Verbraucher bin also schuldig, muss ein schlechtes Gewissen haben, wenn ich kaufe, was billig ist. Danke für die Moralpredigt! HAt mir richtig gefehlt. In der Kirche macht man das ja nicht mehr...
Nein, der Verbraucher muss kein schlechtes Gewissen haben, denn in diesem Fall - bei dem Preis - hat er das Recht auf Fleischteile einer alten Kuh.

Der alte Ackergaul hat darin nichts zu suchen.

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willire 17.02.2013, 18:08
203. oj

Zitat von cirkular
Betrug ist es nur, wenn sich jemand betrogen fühlt. Was glaben Sie denn wieviel Huhn in einer Hühnersuppe ist? 2% der Trockenmasse? Und wenn auf der Fischdose "Heringssfischfilet" steht ist auch kein Fischfilet vom Hering drin, sondern ein Filet vom Heringsfisch (Pilchard).
Steht dann ja auch drauf, Heringsfischfilet.
Bei mir steht Heringsfilet (clupea harengus) drauf.

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spacyface 17.02.2013, 18:09
204.

Sorry lieber Schreiber,

keiner verlangt von den Konzernen das sie Fleisch billigst anbieten müssen, wenn etwas seinen Preis hat, dann muss und wird es auch bezahlt. Schon mal daran gedacht beim Artikel schreiben, das unser Fleisch und unsere Wurst durch ganz Europa geordert wird. Manchmal sind 5-7 Zwischenhändler in der Kette, und die alle Geld verdienen mit dem Fleisch. Jetzt kommen sie unverschämt daher und stecken es dem Verbraucher in die Schuhe. Schlicht und einfach betrug ist das, was die Händler und deren Lieferanten machen. Selbst wenn der Verbraucher den doppelten Preis bezahlen würde, wäre man nicht von der profitgieriger der Konzerne geschützt.

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glen13 17.02.2013, 18:09
205.

Zu allen Zeiten gab es Menschen die sich um Herkunft oder Inhalt ihres Essens keine Gedanken gemacht haben. Hauptsache viel und billig. Lasst sie einfach gewähren. Jeder ist für sich selbst verantwortlich

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cirkular 17.02.2013, 18:09
206. Zutaten, nicht Inhaltsstoffe

Zitat von yallayalla
Was ich leider nicht ganz nachvollziehen kann, ist das Abwiegeln: Pferdefleisch sei ja doch eigentlich besser, und überhaupt könne man die Aufregung nicht verstehen. Hallo? Wenn da Rindfleisch als Inhaltsstoff angegeben ist, dann will ich auch Rindfleisch haben und nicht Pferdefleisch. Es ist mir herzlich egal, ob jemand Pferdefleisch mag. ICH mag es nicht, und ich habe es - eher zufällig - schon einmal probiert (und das Gericht dann nicht aufgegessen). Es tut mir leid, aber ich will kein Pferdefleisch essen, und wenn mir die Lebensmittelindustrie Pferdefleisch unterjubelt, dann ist das ein Skandal.
Auf der Verpackung stand Rindfleisch in der Zutaten-Liste. Und was da hinzugetan wurde, wurde als Rindfleisch dazu getan. Dass dann Pferdefleisch drin war, mag ja sein. Dazu getan wurde es nicht. Das gleich gilt für allerlei Käfergetier, das in der Getreidemühle mit zu Mehl verarbeitet wird. Das taucht auch auf keiner Liste auf. Und das Mehl, das Sie zuhause für den Kuchen einsetzen, dürfte aufgrund der Schadlstoffbelastung auch von keinem Bäcker zum Brotbacken benutzt werden. Gleiches gilt für Mineralwasser, das würde als Leitungswasser oftmals auch nicht mehr verkehrsfähig sein.

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fyfan 17.02.2013, 18:10
207. Hallo!? Darum geht es nicht...

Keine Frage, dass bezüglich des individuellen Fleischkonsums und der Nahrungsmittelindustrie einiges im Argen liegt, aber: darum geht es hier nicht! Der typisch "burmestrisch-pseudo-provokative" Artikel geht am derzeitigen Skandal meiner Meinung nach schlichtweg vorbei. Es geht hier nicht um Pferde-, Frosch- oder Schneckenfleisch, sondern darum, dass Verbraucherschutz, staatliche Kontrollen usw. versagt und die ihnen anvertrauten Aufgaben nicht professionell erfüllt haben. Als auf jedes Produkt steuerzahlender Verbraucher sollte ich erwarten können, dass sich das im Produkt befindet, was auf der Verpackung steht!! Egal, ob es sich um Rosenkohl, Pferdelasagne oder Schokopudding handelt!

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Lapalma 17.02.2013, 18:10
208. Nachhaltigkeit

bedeudet auch, dass alles Verwertbare auch verwertet wird. Wer sich in der Wurstbude vor dem Baumarkt noch schnell eine grosse Bratwurst für einen Euro reinstopft hat es nicht besser verdient. In der Tat - was soll die Aufregung? Unsere Politiker werden alles tun, nur nicht für klare Regeln am Markt sorgen. Schliesslich brauchen wir Wirtschaftswachstum und (billige) Arbeitsplätze. Wie konnte ich heute irgendwo lesen? "Geiz ist Gaul" - Guten Appetit! PS: Faru Burmester schreibt " In Italien und Frankreich liegt das Fleisch in Supermärkten, wo soll das Problem sein? " Ich der Schweiz gibt es das auch, sogar bei Aldi und Lidl.

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pferdichgericht 17.02.2013, 18:15
209. Artikel unnötig

-sieht man doch allein an den Kommentaren hier oder wenn man mal im FleischfresserBekanntenkreis fragt, dass niemand etwas gegen Pferdefleisch einzuwenden hat. Nur dass Arzneimittelbelastungen aus zugelassenen Arzneimitteln resultieren und Höchstgrenzen unterliegen die ausreichend streng kontrolliert werden darf man auch bei BilligfleischKrümelpartikeln erwarten. Und darum dreht sich die Hysterie. Aus welchem Tier der pinkslime besteht ist uns doch allen Wurst - schlimm, aber anderes Thema.
*hüüühh*

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