Forum: Kultur
Nahrungsmittel-Skandale: Hauptsache, was mit Fleisch

Der eigentliche Skandal ist nicht, dass jemand Pferd als Rind ausgibt, sondern dass der Verbraucher Betrügereien der Industrie geradezu fördert. Weil er erwartet, dass in einen Großteil der Lebensmittel Fleisch drin ist, das aber nichts kosten darf.

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uhlehmann 17.02.2013, 18:15
210. it's the economy

Es geht hier nicht um die Vorzüge von Pferdefleisch. Es geht um Betrug. Im Übrigen wollen Produzenten die höchsten Preise und die Verbraucher die niedrigsten. It's the economy, stupid!

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wastl300 17.02.2013, 18:18
211. Wird Betrug legimentiert?

Zitat von j.e.r.
...Sondern dass seit Jahrzehnten systematisch Lebensmittel verkauft werden dürfen, deren Inhalte wenig bis gar nichts mehr mit deren Bezeichnung haben. Die Lebensmittelindustrie kann sich fast jede Täuschung erlauben – falls doch erwischt, dann gibt es bestenfalls eine Ermahnung oder symbolische Busse. ... Die nächste Lebensmittelkatastrophe kommt bestimmt!
Schon vergessen sind Analogkäse, Geschmacksersatzstoffe, Gammelfleisch, ...
Als Strafe gab es, wenn überhaupt mal, 500.- Euro bei 6 stelligen Gewinnen.

Nennt sich freiwillige Selbstkontrolle --> a running Joke oder auch Freibrief genannt.

Aber der Verbraucher ist Schuld!

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cjn 17.02.2013, 18:18
212. Frau Burmestester schreibt am Problem vorbei....

Hier geht es ganz einfach um Betrug und Verbrauchertäuschung, durch falsche Deklaration. Die Schuld auf den Verbraucher zu schieben ist einfach. Der kann aber nicht wissen, was ein "fairer" Preis für Fleisch ist, oder wie überhaupt der Preis zustande kommt.

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nic 17.02.2013, 18:19
213. optional

"Weil er erwartet, dass in einem Großteil der Lebensmittel Fleisch drin ist, das aber nichts kosten darf."

Wer sagt denn sowas? Die Industrie will ihre Produkte loswerden und möglichst viel. Die Industrie drückt die Preise und nicht der Verbraucher. Oder ist das I Pad billiger weil es viele wollen? Und zu glauben, dass es solche "Skandale" nicht mehr gibt, sobald die Lasagne einen Euro mehr kostet ist im Irrtum. Es wird nur mehr verdient dabei.

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bdr_boxter 17.02.2013, 18:21
214. Sehr geehrte Frau Frau Burmester

ich wünsche Ihnen viel Glück beim nächsten Gebrauchwagenkauf. Sollte der Kilometerstand nicht stimmen oder Ihnen ein Unfallwagen angedreht worden sein, so liegt es nicht am Verkäufer. Nein, es ist Ihre Schuld weil sie zu billig ein Gebrauchtwagen gekauft haben.

Sie brauche sich auch sonst keine Sorgen zu machen. Selbst bei Premiumvertragshändlern sind solche Betrügereien schon vorgekommen. Aber wie bereits gesagt - Sie sind selbst schuld.

Gott zum Gruß

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ch.josten 17.02.2013, 18:22
215. Der Verbraucher ist mal wieder Schuld

ein Artikel noch unter Bildzeitunsnivau.

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limuc 17.02.2013, 18:23
216. Danke Frau Burmester,

bisher fand ich Ihre SPON-Beiträge nicht so prickeld, diesmal haben Sie's allerdings wirklich getroffen.
Bei solchen Kampagnen gab es bis jetzt immer nur eine böse Seite (Schlecker/Lidl/BILD/Amazon u.v.m.), Regelmäßig wurde die Notwendigkeit einer Gegenseite unterschlagen - die Konsumenten - es ehrt Sie, dass Sie diesen Aspekt betonen.
Nochmals danke!

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haarer.15 17.02.2013, 18:24
217. Druck ausüben ?

Zitat von kaiman211
Ich habe immer die Ironie in diesem Artikel gesucht, aber nur einen lockeren Schreibstil gefunden. Und einige Kommentare kommen aus einer überheblichen Perspektive. Klar ist doch, dass die Betrüger schuld haben, oder glaubt jemand bei Öko und Markenware wird nicht betrogen. Sicher nur raffinierter, da die Gewinnspanne höher ist. Jeder kann doch essen was er will. Verkäufer sind verantwortlich für ihre Ware, nicht der Käufer. Ja es ist ein Skandal, oder glaubt jemand: Uns wurde GUTES Pferdefleisch untergejubelt. Es ist auch richtig sich aufzuregen, sonst ändert sich nie etwas. Viel schärfer muss die Öffentlichkeit Druck ausüben.
Das ist ja gerade bei unserer Mentalität nicht der Fall. Zunächst echauffiert sich der Michel, um danach wieder in seine alten bequemen Gewohnheiten zurückzufallen. Leider sinnlos.

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regelaltersrentner 17.02.2013, 18:24
218.

Zitat von gunnarkrass
sie haben augenscheinlich die weisheit gelöffelt und bestimmt auch ohne irgendwelche zusätze und trotzdem find ich ihre polemik voll daneben! natürlich liegt es in der hand des verbrauchers, dinge zu erkennen und verantwortung zu übernehmen, aber man kann es nicht dem endnutzer zuschieben, das die regierungen und deren untergeordnete instanzen ihren auftrag vergeigt haben. natürlich ist es peinlich, das dem kleinen mann das hemd näher als die hose ist, weil ein halbes jahr billigfleisch soviel gespartes bringt, das zu weihnachten endlich der große flachbild im wohnzimmer steht - und? wie können sie ein moralgerechtes verhalten erwarten, wenn der ottonormalo jeden tag erlebt, das die "großen" um ein vielfaches dekadenter leben? wenn die verbraucher sehen würden, wie bei "wiesenhof" die "fleischproduktion" (welch böse wortkonstruktion) funktioniert - so manchem würde es im halse stecken bleiben! ich frage mich einfach, was wollen sie mit ihrem artikel gerieren? ihr ansatz ist grundlegend falsch und somit daneben!
Jeder weiß, dass man mit 10000 Euro höchstens einen Renault Twingo kaufen kann, aber keinen Mercedes. Das weiß auch der Harz 4 Empfänger. Aber er und der Besitzer des gehobenen Mittelklassenwagens meinen, die Lebensmittel könnten immer billiger werden.

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wastl300 17.02.2013, 18:24
219. Nicht die lokalen die Konzerne proffesionalisieren den Betrug

Zitat von noalk
Sie schreiben mir aus dem Herzen. Traurig ist jetzt nur, dass weitere Vorschriften, welche die Humanfuttermittelindustrie im Zaum halten sollen, den kleinen, unabhängigen, lokal tätigen Nahrungsmittelverarbeitern das Ausüben ihres ehrbaren Handwerks noch schwerer machen werden.
Der Weg des Fleischzusatzes im Fertiggericht: Frankreich gibt den Auftrag an einen Zypriotischen Vermittler, der gibt den Auftrag an einen Holländischen Betrieb, welcher aus Margengründen in Rumänien einkauft.

Ist das der Weg eines lokalen Unternehmens? Wenn ja, dann sind weitere Vorschriften (Gesetzte) wünschenswert.

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