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Naidoo und Todenhöfer: "Der neue Judenstern"
DPA

Jürgen Todenhöfer hat den neuen Anti-Kriegs-Song von Xavier Naidoo über seine Facebook-Seite herausgebracht. Da haben sich zwei gefunden! "Nie mehr Krieg" steht in der stolzen Protestsong-Tradition - macht ihr aber keine Ehre.

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skylarkin 04.12.2015, 15:17
20.

Also mir stößt diese 'Zusammenarbeit'auch ein wenig übel auf. Der naiv wohlfeilen Parole 'nie mehr Krieg' stimmt zwar jeder gern zu, deren Erfüllung ist aber gegenüber der normativen Kraft des faktischen (menschliche Natur z.B.) aber leider absolut illusorisch. Dagegen ansingen kann man aber gern machen..

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cimarol 04.12.2015, 15:18
21. Ich bin scheinbar zu blöd

um diesen intellektuell "toll" geschriebene Kritik zu verstehen. Wohlgemerkt ich bin weder Fan von XN noch von JT, aber wie erwähnt zu blöd oder überfordert:-).

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99koelsch 04.12.2015, 15:18
22. wow!

Ich habe schon jede Menge Mist auf SPON lesen dürfen / müssen, aber diese Arno-Frank-Tirade ist tatsächlich nochmal was Spezielles ....

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bernstein9 04.12.2015, 15:22
23. Unsäglich

Ich fand es zunächst auch nicht in Ordnung, dass man ihn wieder ausgeladen hat vom ESC. Aber wenn jemand davon singt, dass Moslems den neuen Judenstern tragen, ist das äußerst fragwürdig- und das ist jetzt nur der Nettiquette geschuldet. Wenn man richtigerweise davon Abstand nimmt, Terror und Flüchtlinge zu vermischen- gilt das aber mindestens auch für diesen Vergleich. Damit hat sich Naidoo ebenso disqualifiziert wie Todenhöffer, der sich das zu eigen macht.

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der_ungläubige 04.12.2015, 15:24
24. Radikalpazifismus als Feigenblättchen

Was die Todenaidoos vereint, ist, neben weinerlich-pastoralem Ton, ein selektiver Radikalpazifismus, gemäß dem immer nur der Westen Krieg führt, wohingegen alle anderen noch so brutalen militärischen und paramilitärischen Handlungen weltweit als bestenfalls aus dem Ruder gelaufene Akte des Widerstands verklausuliert werden. Und in beider Anhängerschaft brodelt es nur so vor Judenhass, Antiamerikanismus und Demokratieverachtung. Ein perfektes Paar!

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TLB 04.12.2015, 15:29
25.

"Lesen Sie auch die Kolumne von Jan Fleischhauer!" steht unter dem Artikel. Hab ich gemacht. War flach, wie Fleischhauer eben so ist. Und Arno Frank hat auch gerade NiveauEbbe. Lieber Spiegel - ist das hier alles gerade eine Manöver um sich der BILD anzudienen? oder hat der Frank mit dem Naidoo persönlich einen Strauss auszufechten? Warum arbeiten sich zwei Journalisten an einem Tag an einem Song von Naidoo ab? Zünden Sie doch einfach ein Lichtlein an und schauen Sie auf den schönen Schein,das entspannt die Gesichtsmuskeln

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jeze 04.12.2015, 15:30
26.

Zitat von bernstein9
Ich fand es zunächst auch nicht in Ordnung, dass man ihn wieder ausgeladen hat vom ESC. Aber wenn jemand davon singt, dass Moslems den neuen Judenstern tragen, ist das äußerst fragwürdig- und das ist jetzt nur der Nettiquette geschuldet.
Versuchen sie halt es zu verstehen: damit ist nichts anderes gemeint, als dass Muslime heute bereits gedanklich gebrandmart werden. Wenn man diese Situation nicht aufhält, dann landen wir wieder genau da, wo wir schonmal waren.

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universal09 04.12.2015, 15:39
27. wie armselig

zuerst habe ich gedacht, wie neidisch ist denn da jemand auf seinen kollegen, dann kam mir, je länger ich hier gelesen habe, das mitleid. der schreiberling muss aber schon sehr eifersüchtig auf todenhöfer sein, dass er so dermaßen aus der untersten schublade herausholt. für mich gehört, unabhängig von der meinung des JOURNALISTEN todenhöfers dieser zu den letzten verbliebenen wahren reportern seines faches. alle anderen sitzen irgendwo tausende kilometer weit weg u. "berichten" vom krieg, ohne auch nur die leiseste ahnung von den wahren verhältnissen vor ort zu haben. mir braucht kein "journalist" zu erzählen, was da angeblich abgeht, wenn er selber nicht da ist. aber in dem artikel wird er ja deutlich, der neid, das der todenhöfer die kontakte vor ort hat, von denen seine lieben kollegen nicht mal träumen können. aber man unterhält sich natürlich nicht mit den bösen, aus rein moralischen gründen verzichtet man dann auf jegliche hintergrundinfos - jou, natürlich, man ist ja so politisch korrekt.

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Metternich 04.12.2015, 15:41
28. Mal wieder im Gespräch

Naidoo und Todenhöfer. Deren Beiträge hören sich ach so vernünftig an: Kein Krieg! Ja, natürlich! Niemand will Krieg. Darüber zu diskutieren ist überflüssig. Aber was tut Deutschland? Es beteiligt sich eben nicht an heißen Kriegshandlungen. Ein paar Tornados klären auf, eine Fregatte beobachtet Markrelen. Das war´s!
Es geht um Haltung. Den IS beseitigen wollen alle, aber wie?
Krieg sei kein Mittel um Frieden zu schaffen, heißt es. Oft stimmt das, aber nicht immer. Haben die Zweifler und "Gutmenschen" vergessen, dass durch den Kriegseinsatz der Alliierten im WKII mittlerweile 70 Jahre Frieden in Europa geschaffen wurde. Und mit den Nazis konnte man genauso wenig reden, verhandeln, wie mit den IS-Mörder Banden. Leider ist das so. Und der Vergleich mit Afghanistan, Herr Todenhöfer, ist sehr schief und taugt übergaupt nicht für die Lage in Syrien und Irak. Manchmal muß man klare Kante zeigen und sich auf die Seite derer stellen, die einem nahe sind.
Naidoo´s Gesinge ist nicht mutig, soll er weiter singen. Mutiger ist derjenige, der deutlich Haltung zeigt als Europäer, solidarisch mit unseren Freunden, auch wenn das Gefahren mit sich bringt.
Es gibt keine einfache und schnelle Lösung, aber sich singend und beschreibend zurücklehnen ist keine angemessene Position.

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arac 04.12.2015, 15:45
29. Die Qualität des Beitrags ...

... lässt erheblich zu wünschen übrig. Der Autor zieht massive Schlussfolgerungen, ohne sie zu belegen oder zu begründen. Er reagiert auf den musikalischen Beitrag, der auf verschiedenen Ebenen die Möglichkeit eröffnet hätte zu einer argumentativen Auseinandersetzung zu gelangen, in dem er plakative Behauptungen aneinanderreiht. Dies hilft niemandem weiter:

a) weder bei einem Geschmacksurteil über die musikalische Qualität des Lieds,
b) noch bei einer Analyse der Gründe, die der Liedautor für seine Ablehnung eines Krieseinsatzes in Syrien anführt,
c) noch bei einer Bewertung der Motive, die zu dem Lied geführt haben mögen,
d) noch bei einer politischen Urteilsbildung jenseits des Liedbeitrags, was in Syrien getan werden sollte.
Der Beitrag ist daher weniger als bedeutungslos: Er ist irreführend, da er von einer sachlichen Auseinandersetzung mit der Problematik des IS wegführt.
Warum wird so etwas auf SPON publiziert?

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