Forum: Kultur
"#Nazis raus": Die deutscheste Debatte überhaupt
DPA

Der Tweet einer TV-Journalistin hat Anfang des Jahres einen teils abstrusen Streit ausgelöst. Vor allem aber hat er gezeigt, wie man in einer solchen Debatte falsch abbiegen kann.

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Haarfoen 15.01.2019, 18:38
20. Nazis raus!

Die Kritik an dem "Slogan" stammt doch von Leuten, die sich noch nie Nazis auf einer Demonstration gestellt haben und akademisch daher labern, mit Verlaub. "Nazis raus" kann man vortrefflich brüllen, es ist knapp und in der Wiederholung melodisch. Es eignet sich gut, um den Naziparolen "Ausländer raus" und "Deutschland den Deutschen" auf der Straße Parole zu bieten. Ich werde es selbstverständlich weiter und wieder verwenden, wenn es gegen das braune Geschmeiß geht. Wehret den Anfängen!

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vitalik 15.01.2019, 18:39
21.

Zitat von normalversiffter
Wer immer sich davon.angesprochen fühlt, den trifft es zurecht. Die A-ler, andere Rechtsextreme und ultrarechte wie die verfassungsfeindlichen Identitären reagierten entsprechend und gaben durch all deren schon zwanghaft anmutenden Verdrehungen, Verneblungen bis hin zum fälschlichen Opfergehabe zu, dass solche auf jeden Fall ganz deutlich benennen und diesen mit klaren und kraftvollen Worten entgegentreten muss. Deswegen immer wieder ganz klar und laut: #NazisRaus
Und so zeigt sich, dass der Anti-Nazi nur ein weiterer Faschist ist. Ob ein Faschist besser als ein Nazi ist, dürfen Sie nun entscheiden.

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funkstörung 15.01.2019, 18:43
22. erweiterter kreis

in der guten alten zeit war klar wer die nazis waren, das waren die mit den springerstiefeln, mit der skinfrisur oder den glattrasierten seiten und einem bräunlichen schlips, das waren die mit dem hitlergruss und die, die ausländer verprügelt haben.

das gilt heute nicht mehr, man ist bemüht den kreis der nazis zu erweitern um die die etwas gegen die derzeitige migrationspolitik haben, die nicht alles glauben wollen was ihnen klimahysteriker weismachen wollen oder einfach alle, die dem links/grünen gesinnungsmainstream der akademisch-kulturellen fettschicht nicht genehm sind oder sich nicht von diesem bevormunden lassen wollen.

wenn man den zeitgeistlichen erweiterten begriff des nazis anwenden würde und nazis raus konsequenzen hätte, dann wäre es ziemlich leer in diesem land und man müßte selbst zum hammer greifen um die klospülung zu reparieren.

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Lykanthrop_ 15.01.2019, 18:45
23.

If they go low, we go high ?
Ich weiß nicht genau wer alles schon Nazi ist, es gibt leider einige viele, ich weiß auch nicht ob man Sie markieren sollte und wie man das Naziproblem endgültig lösen will, möchte aber was für mein gutes Gewissen tun, mich dieser Heldentat rühmen können, Nazi Nazis sind Menschenhasser, infantil aber korrekt, deshalb #NazisRaus

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freddykruger 15.01.2019, 18:47
24. @michaelmilega

Hallo michaelmilega, deine Argumentation ist für mich nicht nachvollziehbar. Ob Nazi des dritten Reichs oder Neo Nazi. Ihre Ideologie lebt derzeit in Gauland, Weidel oder Storch weiter. Ca.15 % folgen bereits wieder diesen Rattenfängern und Menschenfeinden. Ein Nazi bleibt ein Nazi. 1945 haben sich die Nazis des dritten Reichs nicht in Luft aufgelöst. Weder die Weizäckers, die Filbingers, Kiesingers und wie sie alle hießen.

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yor 15.01.2019, 18:47
25. Ein fast schon differenzierter Beitrag von Margarete Stokowski!!!

Zum ersten Mal seit sehr langer Zeit finde ich eine Kolumne von Margarete Stokowski tatsächlich interessant, weil trotz sattsam bekannter und wie immer intensivst vertretener Meinung irgendwie differenziert und die eigene Sicht der Dinge bereichernd. Selbst abweichenden Ansichten widerspricht sie zwar, zollt den dahinterstehenden Menschen trotz der üblichen und klickfördernden Billigspolemik aber fast so etwas wie Satisfaktionsfähigkeit. Gut, von Boris Palmer mal abgesehen, aber der wird's überleben. Ich bin zwar überzeugt, dass sie nächste Woche, angewidert von derlei Komplimenten, wieder die zielgruppenkonforme Keule rausholen wird, aber für mich war das mal direkt eine Perle.

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AlternativeMeinung 15.01.2019, 18:49
26. Wohin? Trollerei oder Naivität?

Der Spruch ist dumm von von dummen Menschen gemacht.
Das zeigt ja auch der Nachfolgespruch der Grünen.

Wer das Wort "Nazi" inflationär gebraucht, der hat die Geschichte nicht verstanden und ist der Troll (siehe Definition bei Wikipedia) und an Naivität nicht zu überbieten. Denn er oder sie will nichts anderes als Aufmerksamkeit.

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im_ernst_56 15.01.2019, 18:51
27.

Zitat von vera gehlkiel
Tut mir leid, und ich weiss, meine Einlassung auf ihren Post hin ist wahrscheinlich blödsinnig, allerdings hab ich noch nie mit jemand gesprochen, dessen Angehörige von Nazis getötet wurden, und der Neonazis für unrelevant hält. Dafür diejenigen, die gegen Neonazis sind, für Menschen, die sich selbst politisch disqualifizieren?! Das nehme ich ihnen offen gestanden so nicht ab. Gerade vorhin habe ich in einem Warteraum im "Spiegel" etwas über Chemnitz gelesen, wie dort das Restaurant "Schalom" im Rahmen der bewussten und höchst bedrückenden September-Ereignisse angegriffen wurde...sie wollen also sagen, dagegen darf man nicht auch polemisieren...ich bin ehrlich sprachlos...?! Daher sag ich ihnen mal offen ins Gesicht, falls die Admins den Beitrag durchwinken, dass ich glaube, dass sie ein Troll sind. Wenn nicht, entschuldigen sie eine Millionen mal, wenn aber doch, schämen sie sich in Grund und Boden. Bitte schreiben sie dazu doch etwas Erklärendes...?!
Ich wundere mich etwas über Ihre Antwort auf MichaelMilega. Der Vorwurf, dass der inflationäre Gebrauch des Etiketts "Nazi" die originären Nazis aus den 1930er und 1940er Jahren und deren Verbrechen verharmlost, ist doch nicht neu. Ich meine mich zu erinnern, das schon öfter gelesen zu haben, wenn auch vielleicht nicht in diesem Forum und vielleicht auch nicht auf SPON. Ich frage mich manchmal was passieren würde, wenn man Menschen, die sich als sehr links verorten, als (Neo-)Stalinisten bezeichnen würde.

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mincologne 15.01.2019, 18:53
28. Alberne Debatte

Dass jetzt ernsthaft mehr als ein verirrter Journalist in Betracht zieht, die inhaltlich an „Ausländer raus“ angelehnte und demnach in gleicher Weise überspitzte Polemik „Nazis raus“ sei irgendeiner tatsächlichen Forderung ihrer Urheber und jahrzehntelangen Nachahmer gleichzusetzen, klingt stark nach Winterloch. Es gibt doch aktuell genug andere Themen.
Und was die Entwertung des Begriffs „Nazi“ angeht - natürlich ist der frustrierte Rocco aus Bautzen nicht ansatzweise mit Heinrich Himmler gleichzusetzen. Aber Wortbedeutungen ändern sich und wir möchten Dinge benennen können. Wenn jemand heute Aussagen tätigt, die ein NSDAP-Mitglied 1943 auch so hätte sagen können, dann klingt vielen Menschen „Nazi“ halt passend und praktischerweise weiß jeder, wie das gemeint ist. Der „Neo-Nazi“ zur Abgrenzung wird sich nie ganz durchsetzen, weil „Nazi“ halt auch funktioniert. Den Wortverwendern jetzt bewusste Verwässerung des Wortes vorzuwerfen, ist vielleicht ein bisschen gewagt.
Vielleicht wird das Wort im antifaschistischen Zusammenhang allerdings tatsächlich ein wenig inflationär für jeden rechts der DKP gebraucht. Da würde ich mir in der Tat mehr Differenzierbarkeit zwischen wirklich ultrarechten und rechtskonservativen Positionen wünschen. Es gibt ja auch z.B. noch „reaktionär“, „illiberal“, „rechts“ oder „ewiggestrig“.

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karlaschnikow 15.01.2019, 18:56
29. Common sense

Der Begriff "Nazis raus" MUSS in Deutschland im Jahr 2019 Common Sense sein!
Jeder in Deutschland Lebende, der mehr als 4 Jahre die Schule besucht hat weiß, was dieser bedeutet.
Definition und Diskussion ist überflüssig!
Die Tatsache, dass selbst "linke Medien" dies nicht erkennen, ist für mich ein trauriges Anzeichen dafür, dass wir in Deutschland ein zunehmend größer werdendes gesellschaftliches Problem mit Rechtsextremismus haben!
Über "wehret den Anfängen" sind wir leider schon hinaus.
In diesem Sinne:

Nazis raus!

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