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Neonazi-Terror bei Illner: Das braune Menetekel

Haben Politik und Behörden im Kampf gegen den rechtsextremen Terror versagt? Die meisten Talk-Gäste bei Maybrit Illner waren sich in diesem Punkt erstaunlich einige: Ja, und zwar auf ganzer Linie. Nur Polizeigewerkschafter Rainer Wendt scherte aus und erging sich im Schwarzer-Peter-Spiel.

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Wayne88 25.11.2011, 10:05
20. xxx

Zitat von schmunda
Wem nützen hier solche Verschwörungstheorien? Ich gehe davon aus, dass der Polizeigewerkschafter als auch der Herr Innenminister mit besten Wissen und Gewissen sich so äussern, wie sie es selbst auch glauben und für richtig halten. Hier ist niemandem die "Maske verrutscht".
Am Dienstag sagte auf Phoenix der ehemalige Präsident des Bundes-VS, Peter Frisch, die NPD sei keine Nazipartei. Er wollte auch nichts von einem Versagen des VS wissen. Diese Leute kapieren garnichts. Und das ist schon symptomatisch.

Zitat von schmunda
Ich würde nicht pauschalisieren und sagen, dass die gesamte oder zumindest ein grosser Teil der Exikutive unseres Staates auf dem rechten Auge blind ist.
Da würde ich aber schon von ausgehen, daß erzkonservative, autoritäre bis angebräunte Weltsichten in VS, BKA und auch in der "normalen" Polizei weit verbreitet sind und das dazu führt, daß man mit diesen Leuten sympathisiert oder zumindest deren Bedrohungspotenzial systematisch verharmlost. Anders ist nicht zu erklären, weshalb man im Rahmen einer Demo gegen Rechts über eine Million Handydaten auswertet, und illegal und heimlich (d.h. mit hoher krimineller Energie) einen Staatstrojaner "testet", aber eine Gruppe mordender Naziterroristen 10 Jahre lang mitten in der Republik ungestört leben kann. Die Liste der Zufälle, Ungereimtheiten und Pannen in dieser Geschichte ist einfach zu lang.
Zitat von schmunda
Aber der ein oder andere Provinzsheriff (und konservatives Bürgertum) hat nichts dagegen, wenn die doch eigentlich ordentlichen Jungs mit den kurzen Haaren dem nach bürgerlichen Gesichtspunkten unbequemeren linken Rand und potentiell straffälligen Asylanten ab und zu mal ein auf die Nuss haut. In meiner kleinen Ostdeutschen Heimatstadt ....
Das ist das große Problem in diesen Regionen. Alle kennen sich, weil Kleinstadt. Alle verwandt, verschwägert, befreundet, ehemalige Schulkameraden etc. Bürgermeister, Polizisten, Richter, Staatsanwälte, Journalisten bei den kleinen Zeitungen, etc. Da sind ganze Regionen zu Subkulturen geworden. Das erklärt aber nicht das Total"versagen" der Behörden auf Landes- und Bundesebene.

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angste 25.11.2011, 10:05
21. ...

Zitat von raka
Aber wenn es wegen der Überwachungsmöglichkeiten von Extremisten um die Aufstockung der Mittel für die Polizei geht, sprich Video-Überwachung, Bundestrojaner, Vorratsdatenspeicherung.....
Was von allem hätte hier zu einer frühen Aufklärung beigetragen?

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raka 25.11.2011, 10:06
22. .

Zitat von martman11
Zur Überschrift: Als Menetekel [meneˈteːkəl] bezeichnet man eine unheilverkündende Warnung, einen ernsten Mahnruf oder ein Vorzeichen drohenden Unheils. Wo ist hier eine Warnung oder ein Mahnruf? Wollte der Autor wieder mal ganz intelektuell sein und ein Fremdwort benutzen das keiner kennt?
Und wo ist das "drohendes Unheil", dass zu einem Menetekel dazu gehört?
Die Mordverbrechen sind abscheulich, keine Frage, alle Täter sind hart zu bestrafen, so sie noch am Leben sind.

Aber die Taten sind alles in allem keine staatsgefährdeten Vorboten einer bald zu erwartenden Machtübernahme. Wer diesen Eindruck erweckt, und er wird dieser Tage von vielen Seiten erweckt, der übertreibt maßlos aus welchen Gründen auch immer.

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regula2 25.11.2011, 10:07
23. Untragbar

Ein Politiker, der auf die Aufdeckung flagranter Rechtsbrüche der Behörden (Trojanerskandal) mit Anwürfen gegen die Mahner reagiert, dem fehlt das Mindestmass an demokratischen und rechtsstaatlichen Normen.

Als Innenminister nicht tragbar.

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huberwin 25.11.2011, 10:07
24. siehaben recht mit dem was sie sagen

Zitat von Neinsowas
...in Deutschland allüberall. Oft leise. Wie oft wird in einem Gespräch mit "d i e Ausländer" argumentiert. Auf die Einlenkung, man könne nicht verallgemeinern wird nicht reagiert. Man kann nicht ändern, was sich als Gedankenfolge in den Köpfen vieler Deutschen abspielt. Meine Generation ist die nach......
-für mich ist es nicht nur braunes Denken, sondern faschistischer Denken. Also der Glaube etwas besseres zu sein, das ausgewählte Volk etc. Neben nazistischem Denken schließt dies auch unser Verhältnis zu Ausländern unser fehlendes Integrationsdenken etc mit ein. Es wabbert also in vielen Bereichen.
Gut an dieser Situation finde ich auf alle Fälle, das es endlich mal ansatzweise sichtbar geworden ist und man jetzt hoffentlich anfängt es aufzuarbeiten. Daran müssen aber alle teilnehmen und mitarbeiten und nicht nur allein die Politik.
Wie werden wir lernen endlich umzudenken?

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mbu66 25.11.2011, 10:07
25. .

Zitat von raka
Aber wenn es wegen der Überwachungsmöglichkeiten von Extremisten um die Aufstockung der Mittel für die Polizei geht, sprich Video-Überwachung, Bundestrojaner, Vorratsdatenspeicherung etc., dann sind alle dagegen und wählen die 'Freiheit'. Das Eine gibt es aber nicht ohne das Andere. Bei beiden Wegen gibts nur Eines, nämlich großes Geschrei aus allen Ecken.
Nur dass man gerade in diesem Fall die braunen Terroristen wohl auch ohne den Einsatz dieser verfassungsrechtlich bedenklichen Mittel mit offenen Augen und Ohren bei den Ermittlungsbehörden wesentlich früher aus dem Verkehr hätte ziehen können.

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Wayne88 25.11.2011, 10:10
26. xxx

Zitat von schmunda
Wem nützen hier solche Verschwörungstheorien? Ich gehe davon aus, dass der Polizeigewerkschafter als auch der Herr Innenminister mit besten Wissen und Gewissen sich so äussern, wie sie es selbst auch glauben und für richtig halten. Hier ist niemandem die "Maske verrutscht".
Am Dienstag sagte auf Phoenix der ehemalige Präsident des Bundes-VS, Peter Frisch, die NPD sei keine Nazipartei. Er wollte auch nichts von einem Versagen des VS wissen. Diese Leute kapieren garnichts. Und das ist schon symptomatisch.

Zitat von schmunda
Ich würde nicht pauschalisieren und sagen, dass die gesamte oder zumindest ein grosser Teil der Exikutive unseres Staates auf dem rechten Auge blind ist.
Da würde ich aber schon von ausgehen, daß erzkonservative, autoritäre bis angebräunte Weltsichten in VS, BKA und auch in der "normalen" Polizei weit verbreitet sind und das dazu führt, daß man mit diesen Leuten sympathisiert oder zumindest deren Bedrohungspotenzial systematisch verharmlost. Anders ist nicht zu erklären, weshalb man im Rahmen einer Demo gegen Rechts über eine Million Handydaten auswertet, und illegal und heimlich (d.h. mit hoher krimineller Energie) einen Staatstrojaner "testet", aber eine Gruppe mordender Naziterroristen 10 Jahre lang mitten in der Republik ungestört leben kann. Die Liste der Zufälle, Ungereimtheiten und Pannen in dieser Geschichte ist einfach zu lang.


Zitat von schmunda
Aber der ein oder andere Provinzsheriff (und konservatives Bürgertum) hat nichts dagegen, wenn die doch eigentlich ordentlichen Jungs mit den kurzen Haaren dem nach bürgerlichen Gesichtspunkten unbequemeren linken Rand und potentiell straffälligen Asylanten ab und zu mal ein auf die Nuss haut. In meiner kleinen Ostdeutschen Heimatstadt ....
Das ist das große Problem in diesen Regionen. Alle kennen sich, weil Kleinstadt. Alle verwandt, verschwägert, befreundet, ehemalige Schulkameraden etc. Bürgermeister, Polizisten, Richter, Staatsanwälte, Journalisten bei den kleinen Zeitungen, etc. Da sind ganze Regionen zu Subkulturen geworden. Das erklärt aber nicht das Total"versagen" der Behörden auf Landes- und Bundesebene.

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niepmann 25.11.2011, 10:14
27. Sachte!

Zitat von sysop
Haben Politik und Behörden im Kampf gegen den rechtsextremen Terror versagt? Die meisten Talk-Gäste bei Maybrit Illner waren sich in diesem Punkt erstaunlich einige: Ja, und zwar auf ganzer Linie. Nur Polizeigewerkschafter Rainer Wendt scherte aus und erging sich im Schwarzer-Peter-Spiel.
Man muss wirklich nicht alles glauben, was ein Politnik wie Friedrich so daherredet.
Unglaubwürdiges quillt diesen Leuten aus allen Knopflöchern, da sie den Druck spüren, der ihnen durch Umfrage-Ergebnisse angetan wird. Sie legen den Hebel um von Radikal auf Ball flach halten bis Beliebig.
Wahrheiten kann man nur an Sauf-Abenden hören. Dort entleert sich ein anderer Druckbehälter.

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fuzuli 25.11.2011, 10:46
28. .

Zitat von friedrichii
Zitat "Der gleich die Forderung zur Hand hat, die Vorratsdatenspeicherung müsse jetzt her und die Löschfristen müssten ......
Wenn etwas nicht stimmt, wenn etwas nicht so läuft wie man es sich wünscht, wenn die Kriminellen auf den Straßen tanzen, wenn die Behörden ihr Arbeit nicht nachkommen, wenn das und dies nicht klappt schuld haben immer die Gesetze, die Menschen Freiheiten gewähren und die gehören abgeschafft. Komisch wie schnell die Terroristen ihre Ziele in demokratischen Gesellschaften durchsetzen. Angst bei telefonieren um falsches zu sagen, Angst im Internet um falsche Seite aufzurufen, Angst im Kino um falsches Film zu gucken, Angst auf der Straße um falschen zu begegnen!

Ändere die Gesetze, für jede Wohnung ein Polizist, für jeden Bürger ein Verfassungsschützer. Klo Benutzung 1€, davon kriegt der Staat 83 Cent wegen Verunreinigung der Umwelt.

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Bärchen09 25.11.2011, 11:05
29. Und das Schlimme

Zitat von raka
Und wo ist das "drohendes Unheil", dass zu einem Menetekel dazu gehört? Die Mordverbrechen sind abscheulich, keine Frage, alle Täter sind hart zu bestrafen, so sie noch am Leben sind. Aber die Taten sind alles in allem keine staatsgefährdeten Vorboten einer bald zu erwartenden Machtübernahme. Wer diesen Eindruck erweckt, und er wird dieser Tage von vielen Seiten erweckt, der übertreibt maßlos aus welchen Gründen auch immer.
Das bewirkt genau das Gegenteil. Die Beschimpfung der Polizei ist unerträglich. Wer will dann noch diesen Beruf ergreifen, wenn er so nur mal pauschal als "rechts" eingestuft wird. Ich habe auch schon komische Polizisten erlebt. Aber merkwürdige Menschen gibt es doch überall in allen Berufen.
Und der Polizei jetzt vorzuwerfen, dass sie nicht rechtzeitig diese Mörder gefunden hat - das ist auch daneben. Viele Verbrechen werden trotz allem Bemühen nie oder nach Jahrzehnten aufgeklärt.

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