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Neonazi-Terror bei Illner: Das braune Menetekel

Haben Politik und Behörden im Kampf gegen den rechtsextremen Terror versagt? Die meisten Talk-Gäste bei Maybrit Illner waren sich in diesem Punkt erstaunlich einige: Ja, und zwar auf ganzer Linie. Nur Polizeigewerkschafter Rainer Wendt scherte aus und erging sich im Schwarzer-Peter-Spiel.

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friedrichii 25.11.2011, 11:08
30. huh

Zitat von Wayne88
Am Dienstag sagte auf Phoenix der ehemalige Präsident des Bundes-VS, Peter Frisch, die NPD sei keine Nazipartei. Er wollte auch nichts von einem Versagen des VS wissen. Diese Leute kapieren garnichts. Und das ist schon symptomatisch.
Das liegt daran, daß auch für die rechte Szene soziologische und politische Definitionen für bestimmte Unterschiede eXistieren.
Diese werden durch Wissenschaftler ausgearbeitet.
Manchmal etwas schwer zu verstehen. In so kurzen Worten ausgedrückt führt dies dann zu solchen Mißverstaendnissen wie jetzt bei Ihnen.

Der Rest Ihres Postings - nun ja

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JaIchGenauIch 25.11.2011, 11:13
31. Bitte einmal überprüfen

Rainer Wendt ist schon anderorts mit seltsamen Äußerungen aufgefallen. Es ist gut, daß es eine Polizeigewerkschaft gibt, gerade weil die Beamten ein ähnlich schlechtes Image in der Bevölkerung wie Lehrer haben. Da kann man einiges verspielen. Ich würde gerne wissen, ob und welcher Partei er angehört.
Und ich würde gerne wissen, wie viele Dienstanweisungen es aus den Innenministerien gibt, in denen ein fremdenfeindlicher Tathintergrund von oben herab als nicht vorhanden angeordnet wird.

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4711_please 25.11.2011, 11:21
32. °^°

Neben den peinlichen Ausfällen von Herrn Wendt fand ich auch Herrn Friedrich nicht überzeugend. Meiner Meinung nach versucht er einen berechtigten Verdacht, dass Teile (also Einzelne) der Polizei und der Justiz vorsätzlich gehandelt haben, als Verschwörungstheoretie zu diffamieren, um seinen Laden in den Griff zu bekommen, was zu bedeuten scheint, Behördeninterna zuzudecken, um mittelfristig die Achseln zucken zu können über eine veraltete Geschichte von vorgeblich gelösten "Ermittlungspannen" entstanden womöglich aufgrund des "bösen" Föderalismus und des Liberalismus, der eine unreflektierte, womöglich permanente und verdachtslose Überwachung aller ablehnt.

Allerdings beantwortete Friedrich manche Fragen von Illner nicht, z.B. warum es denn keinen Abgleich von Tatortfotos und Täterbeschreibungen mit den Profilen der bekannten rechtsextremistischen Bombenbastlern gegeben hat. Ebenso wich er der Frage aus, ob es Fälle von Rechtsextremisten gäbe, die derzeit mit Haftbefehl gesucht würden. Er weiß offensichtlich beides nicht, das BKA hat keine Ahnung von ihren eigenen Fällen. Aber dass die LKAs genauso sauber sind wie das BKA, dafür scheint er ja schon mal die Hand ins Feuer zu legen.

Ich hab den Verdacht, dass die ermittelnde Polizei inzwischen in einen Streik getreten ist, weil sie so empört, möglicherweise auch demotiviert ist aufgrund des ungeheuren Verdachtes, der sich auf sie gelegt hat. Ich kann ja verstehen, dass ihnen die öffentliche Identität mit der Gegenseite ihrer professionellen Beschäftigung sehr unangenehm ist, so wie es wohl für jeden Menschen unangenehm sein muss, in polizeilichen Verdacht zu geraten. Meiner Meinung nach muss die Polizei das aushalten und der Bevölkerung zeigen, dass man sich auf sie verlassen kann. Der nun einsetzende Corpsgeist dürfte dem aber im Wege stehen. Aus meiner Perspektive richtet sich der Verdacht hinsichtlich verfassungsuntreuer Beamter nicht gegen alle Polizeibeamten, sondern vor allem gegen die damals involvierten.

Wenn es nach der Bevölkerung ginge, gäbe es einen Helden bei der Polizei, der ermittelt und aufräumt. Prädestiniert für den Heldenjob wären zu befördernde Beamte der Dienststellen der Tatorte. Die Story ist zwar ziemlich amerikanisch, aber hey, sie gäbe auch ein Skript für einen guten "Tatort" ;)

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Spiegelfreund 25.11.2011, 11:24
33. Hysterie

Statt sich in Hysterie zu ergehen, sollte festgehalten werden, dass es sich bei diesen Psychopathen um ein schlichtweg wahrscheinliches Ereignis handelt. Ich bin insbesondere nicht erstaunt, dass "Untergetauchte" nicht entdeckt werden, immerhin halten sich viele Zehntausend illegal in Deutschland auf, entziehen sich der Unterhaltspflicht, etc., etc. Ich möchte auch die Alternative nicht, denn sie erfordert einen Staat, in dem ich mich nicht wohlfühlen würde.
Ich meine auch, dass es für diese Mörder posthum geradezu eine Erhöhung ist, als politisch zu gelten. In Wirklichkeit sind sie nichts weiter als eine Bande entmenschlichter, krimineller Gesellschaftsversager. Damit reihen sie sich ein in die Riege der anderen tumben Schlägertypen, der verrohte Gewaltbereitschaft aus der Unfähigkeit zu denken resultiert. Die nennt man dann "Neonazis". Dabei sind es nur -wie gesagt- Kriminelle.

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kein Ideologe 25.11.2011, 11:30
34. .

Zitat von JaIchGenauIch
.................................................. ............................................. Und ich würde gerne wissen, wie viele Dienstanweisungen es aus den Innenministerien gibt, in denen ein fremdenfeindlicher Tathintergrund von oben herab als nicht vorhanden angeordnet wird.
ja, würde ich auch gern wissen. Allerdings würde mich schon eine einzige derartige Anweisung erstaunen.

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w.brummel 25.11.2011, 11:35
35. Neonazi

allein der Begriff neonazi belegt den Umgang. Was ist denn da neu dran? Nächste Frage: Warum erst jetzt? Warum erst jetzt kann man diese "Brüder" verhaften? Alles sehr suspekt.
Nächste Frage: In wessen Aufgtrag haben sich die Abgeordneten entschuldigt usw? Für sich als Verantwortliche oder als selbst ernannte moralische Instanz für uns Bürger?
Entschuldigen kann ich mich selber, wenn ich zugeschaut hätte. Ich brauche diese bigotten Selbstdarsteller des Parlaments nicht, mich Mores zu lehren.

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filder 25.11.2011, 11:35
36. Achja, der Herr Wendt

Zitat von schmunda
Wem nützen hier solche Verschwörungstheorien? Ich gehe davon aus, dass der Polizeigewerkschafter als auch der Herr Innenminister mit besten Wissen und Gewissen sich so äussern, wie sie es selbst auch glauben und für richtig halten. Hier ist niemandem die "Maske verrutscht".
Nunja, es ist ja nicht so, als wäre ausgerechnet der Herr Wendt ein besonnener Mann. Der sieht schon "Terror" - wenn es ihm gerade in den politischen Kram passt:

"Berlin - Wer Rainer Wendt dieser Tage zuhört, den überkommt ein Gruseln. Denn für den Chef der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG) scheint nach der Brandanschlagsserie auf Bahnanlagen im Großraum Berlin fest zu stehen, dass eine neue linke Terrorwelle auf Deutschland zurollt. Wendt sieht eine "Renaissance der Roten Armee Fraktion" (RAF), er spricht von "beginnendem Linksterrorismus"."

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...791586,00.html

Aber da ging es ja auch um verschmorte Kabel, nicht um tote 'Ausländer' ....

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mixolydisch 25.11.2011, 11:52
37. Recht(s) und Ordnung

Zitat von Izmir.Übül
Allmählich wird es eng für die notorischen Verharmloser & Einzeltätertheoretiker. Und was die Polizei betrifft: Man braucht sich ja nur mal ganz ehrlich zu fragen, welche Leute mit welcher Mentalität & Motivation diesen Beruf ergreifen, insbesondere im einfachen Dienst. Das werden tendenziell nicht gerade liberale Freidenker sein.
Sehe ich auch so. Ich vermute nun mal einen Polizisten nicht im linken politischen Spektrum, das ist eher die Ausnahme. Psychologisch gesehen tendiert jemand, der für Recht und Ordnung eintritt, Leute diszipliniert, nun mal politisch nach rechts - das ist nun mal so.
Übrigens bin ich für Recht und Ordnung, im demokratischen Sinn.

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denkdochmal 25.11.2011, 12:18
38. Bitte vorn anfangen....

Menetekel. So, so. Wenn neun Morde und wer weiß was für andere Verbrechen „Menetekel“ sind, mit was dürfen wir denn weiterhin rechen?
Fakt ist: Die Fäkalbraunen sind alle mehr oder weniger Bewunderer/Verehrer des größten Verbrechers aller Zeiten. Auch nur gedankliche Anleihen bei dem „Gröfaz“ sind widersinnig bis verbrecherisch und von der „Meinungsfreiheit“ die das braune Gesocks gern für sich selbst beansprucht (und selbstverständlich in seinem Sinne gern abschaffen würde) nicht gedeckt, also sind Veranstaltungen dieser Braunen nicht genehmigungsfähig.
Politiker drehen und winden sich, möchten angeblich mehr Freiheit aber auch gründliche Überwachung – als was denn bitte? Heraus kommt eine üble Mixtur, die weder der Strafverfolgung noch der Freiheit nützt und dann stellen sie sich in die Öffentlichkeit und beweinen das mißratene Ergebnis.
Was die Sicherheitsbehörden angeht sollte sie zur Kenntnis nehmen, das Sammelwut ohne notwendige, zeitnahe Sichtung und Auswertung zusammen mit entsprechenden Maßnahmen lediglich eine mit Verlaub grottenschlechte Alibi-Funktion sind.
Darüber hinaus darf man verlangen, daß in diesen Organisationen auch nur leicht „angebräunte“ nicht verloren haben.
Wenn solche Mißstände beseitigt sind, können wir mit erfolgreicher Bekämpfung der braunen Pest rechnen.

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wolfgangl 25.11.2011, 12:22
39. so ist es!

Das BIld, das der Vertreter der Polizei da geboten hat, ist genau das, was sich dem Bürger seit langem bietet. Wenn man einem einfachen Bürger da leben schwer machen kann, dann ist man mit Begeisterung dabei. Wenn die Aufgaben schwieriger werden, ein weinig Grips gefordert ist und man sich mal aus der Ecke der vorgefassten meinungen heruas bewegen müßte -> Fehlanzeige.

Der braune Sumpf und dessen Unterstützer sind in Deutschland weit tiefer verfilzt, als öffentlich zugegeben, das ist aber auch schon lange bekannt.

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