Forum: Kultur
Neue deutsche Rechte: Gut gebräunt

Die Schweiz hat es vorgemacht, nun erstarken auch in Deutschland nationalkonservative Fraktionen. Was der Rechtsnationalismus für den Umweltschutz, die Kunst und den Feminismus bedeutet.

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kritischer-spiegelleser 02.04.2016, 15:29
1. Sozialstaat gegen Wertekonservative?

Nun ja, die für den Sozialstaat zuständige SPD war oft genug mit an der Regierung, hat aber keinen der reklamierten Aspekte umgesetzt. Und für Subventionen braucht man eben Geld, was die Roten gerne übersehen. Aber eine wertekonservative Politik beinhaltet ja auch Anteile der sozialdemokratischen Politik. Nur ist eben die Politik unserer Kanzlerin nicht mehr wertekonservativ, sondern nur noch Rot-Grüne Politik. Der "einfache Mann" will in seinem Staat Recht und Ordnung und Sicherheit und keine Diktatur einer Einzelmeinung.

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ich_bin_stammtisch 02.04.2016, 15:33
2. Rollendes R ...

Ahja, aufgeklärt, tolerant, bunt ... aber unfähig über mein fränkisches Rrrr nur zu schmunzeln. Es muss mit unappetitlicher Gesinnung assoziiert werden. Kopfschüttel ... haben Sie auch Angst vor Spanier und Slawen R?

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globallynaive 02.04.2016, 15:36
3. Uniformität

Da braucht es keine Uniform. Wenn man sich die jungen Mädels in Zürich anschaut, sind die bereits schon alle uniformiert: blonder Pferdeschwanz (notfalls gefärbt, egal welche Ethnie) und schwarzer Hosenanzug mit weißem Hemd. Eigene Meinung: möglichst keine. Schmuck: weisse Perlohrringe, für After Work Parties ein einzelner Brilliant Anhänger. Die Mädchen laufen ja schon mit 14 so herum, wie Berater bei PriceWaterhouseCoopers. Derweil verzweifeln die Personaler, weil die Absolventen dermassen austauschbar geworden sind, dass man ebenso gut Topfpflanzen einstellen könnte. Alles eine Folge der Gleichmacherei. Schon in der Schule wird einem ganz klar der Tarif durchgegeben, dass blond und blauäugig ganz toll ist und alles andere ist Müll. Das zeigt sich in der Benotung, in der Berufsberatung, bei der Lehrstellensuche, am Arbeitsplatz, im Spital, im Altersheim. Also versuchen alle dieses unerreichbare Ideal zu kopieren. Und ziehen es damit auf eine Art auch ins Lächerliche.

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elblette 02.04.2016, 15:39
4. Typisch.

Zitat von Hermann Göring
Sie zu einem Teil zu dieser Entwicklung beigetragen haben. Ihre oftmals höchst arrogante Art gegenüber vermeintlich dümmlichen Mitmenschen, welche Sie für nicht intelligent genug halten, Ihrem Ansinnen folgen zu können zu wollen etc. ist auch eine Form der Ausgrenzung und des Rassismus.
Genau, die Rechten können praktisch gar nicht anders, bei was auch immer sie tun, denn die anderen haben angefangen. Immer. Drei Punkte im Besorgtbürger-Bullshit-Bingo für diese Argumentation. Herzlichen Dank!

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gruen99 02.04.2016, 15:40
5. es ist doch kein Problem...

...dass Europa in die rechte Mitte rutscht. Ich finde die Vorreiterrolle welche die Schweiz hier wohl fuehrt geradezu exemplarisch und gut. Diese Basisdemokratie wird gerade deswegen pluralistisch und demokratisch bleiben weil sie basisdemokratisch ist und alle Buerger permanent in die spezifischen politischen Debatten einbezieht. Hierzulande fehlt dieses Element. Deshalb muss man sich Sorgen ueber einen deutschen Rechtsruck machen.Dies wird von der Presse hierzulande aber verkannt und nicht entsprechend thematisiert. Leider.
Zum Thema political correctness ist hier auch nur zu sagen, das genau dieser ebenso ausgrenzt und nicht nur Minderheiten, sondern sogar Mehrheiten ganz undemokratisch diskriminiert.
Das alles muesste mal thematisiert werden.
Eine rechte konservative Regierung, vielleicht auch nur fuer eine Legislaturperiode, wird bei uns von sehr vielen Waehlern als einziger Ausweg aus den ungeloesten Europathemen und der voellig falschen Anbiederung an die Tuerkei und aehnlicher Dritte Welt Despoten gesehen. Da helfen alle Kolumnen nichts.

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Knossos 02.04.2016, 15:40
6. Ratlos

über der mitteleuropäischen Nachlässigkeit gegenüber radikaler Religion, welcher Versammlungshäuser gebaut werden, in denen gegen Ungläubige gehetzt werden kann usw., und deren extremistisches Gedankengut seltsamer Weise strikt aus dem offiziellen Augenmerk herausgehalten wird ... (was bitte bedeutet "Radikalisierung" von Anhängern einer extremistischen Doktrin?) ... fragte ich vor einiger Zeit einen in Deutschland lebenden, weltlich orientierten, engen Freund aus eben jenem Kulturkreis, was seiner Ansicht nach der Beweggrund für diese seltsame Steigbügelhalterei westlicher Politik sein könnte.

Seine Vermutung: Die Samthandschuhe sollen einheimische Bevölkerungen provozieren, damit sie zunehmend nach Staatsischerheit rufen, bis sie am Ende selbst nach Diktatur verlangen.

Eine Diktatur als Alternative zu dem sozialen Umbruch der ansonsten Anstünde, um dem Raubtierkapitalismus Einhalt zu gebieten.
Nur mit Diktatur könne die Ausufernde soziale Schere weiter gespreizt werden. Und zur Einrichtung solcher Gesellschaftsform bilde der morgenländische Terrorismus und das blinde Auge ihm gegenüber den Nährboden für nach nationalistischem Regime rufenden Rechtsradikalen.

Seine Erklärung ist das Plausibelste, was ich bisher gehört habe. Genauer gesagt, andere Begründung für die aktuelle Prämisse pradoxer "Toleranz" habe ich bislang noch nicht vernommen.

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j.c78. 02.04.2016, 15:41
7. nur die Schweiz

Die Autorin verkennt, dass in ganz Europa rechte bzw. s.g. national-konservative Kräfte auf dem Vormarsch sind. Dazu hat sicherlich die soziale Ungerechtigkeit beigetragen. Aber auch die starke Individualisierung und vor allem die Liberalisierung haben ihre Versprechen nicht gehalten. Insbesondere die wachsende Ohnmacht des Rechtsstaates treibt den Rechten die Wähler in die Arme. Hier recht sich, dass insbesondere die Reformen des Rechts- und Justizsystem ein Projekt der intellektuellen Eliten. Die Vorbehalte der Bevölkerung wurden pauschal als antiquiert und rechts abgewiesen. Die Überzeugung der Bürger ist nie gelungen. Es blieb das Gefühl der Hilflosigkeit, der Angst. Und nun....

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marcaurel1957 02.04.2016, 15:43
8.

Zitat von Hermann Göring
Sie zu einem Teil zu dieser Entwicklung beigetragen haben. Ihre oftmals höchst arrogante Art gegenüber vermeintlich dümmlichen Mitmenschen, welche Sie für nicht intelligent genug halten, Ihrem Ansinnen folgen zu können zu wollen etc. ist auch eine Form der Ausgrenzung und des Rassismus. Dies beherrschen gerade sehr viele "Künstler" ausgezeichnet, welche sich oft für den Nabel dieser Welt halten. Dabei sind die meisten Künstler politisch gesehen nicht einmal halbwegs so informiert und intellektell unterwegs, wie diese immer so gern tun In aller Form möchte ich mich im Voraus entschuldigen dafür, für den Fall Sie sich nun brüskiert fühlen. Aber Ihre Artikel die ich kenne, sind meist an Naivität nicht zu überbieten. Oftmals hat man bei Ihnen das Gefühl, Sie schreiben um des Beitrags willen, diesen alsbald zum Abschluss bringen zu wollen und man oft sehr bemüht sein muss, einen roten Faden bei Ihren Beiträgen zu finden, geschweige denn Ihre gewollten Aussagen in den Kontext Ihres Beitrages bringen kann. Von Ihren teils wdiskriminierenden Äußerungen anderen Menschen gegenüber ganz zu schweigen. Genauso wie auch in diesem Artikel zeigen Sie keine Differenzierungen an, ergeben sich in diffusen Aussagen ohne auch nur ansatzweise Ihren Beitrag greifbar und begreifbar zu machen. So klingt Ihr Beitrag eben nur nach political correctness, nach Gutmenschentum und Sie sich also nicht nass machen, also Ross und Reiter, dass Problem tatsächlich auch nicht benennen wollen. Eine Position die der Gesellschaft eher schadet als nutzt, denn von diesen Gutmenschen haben wir genug.
Wer wie Sie ständig den Begriff "Gutmensch" in diskriminierender Weise verwendet, zeigt von vorherein deutlich, in welche Ecke er gehört.

Die Menschen, die Sie als Gutmenschen abfällig belehren", haben das Deutschland geschaffen, auf das wir stolz sein können. Diese Menschen haben sich dem rassistischen Alltagsmief, der sich in der Flüchtlingskrise offenbart hat, entgegen gestellt.

Wir brauchen weniger Afd,NPD und Pegida, wir brauchen Offenheit, Toleranz und "Gutmenschen"!

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luny 02.04.2016, 15:47
9. Verständnisfrage

Hallo Frau Berg,

Ihrem Beitrag vermag ich nicht zu folgen.

Nationalkonservativ und rechtsnational sind identisch?

Und "Kunst" ist irgendwie LINKS?

Deutschland hat es vorgemacht. Eine nationalkonser-
vative Bundeskanzlerin (oder ist sie rechtsnational?)
hat aus feministischen oder anderen Gründen die
Atomkraftwerke in Deutschland abschalten lassen.

Vermutlich ist die amtierende Bundeskanzlerin eine
verkappte LINKE, weil in Deutschland selten künst-
lerische Darstellungen verboten werden.

Grüezi in die Schweiz
LUNY

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