Forum: Kultur
Neue deutsche Rechte: Gut gebräunt

Die Schweiz hat es vorgemacht, nun erstarken auch in Deutschland nationalkonservative Fraktionen. Was der Rechtsnationalismus für den Umweltschutz, die Kunst und den Feminismus bedeutet.

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twisted_truth 03.04.2016, 15:04
190.

Puh die werte in der Schweiz? Sind die religiös? Das beste daran sind die Berge ein tolles Transitland! Wer ist da eigentlich freiwillig? Alles was das Herz begehrt Geld, Waffen, Drogen! Ich hätte die Schweiz beinahe vergessen, danke für den reminder. Warum wechseln die Kolumnisten ihre Profilbilder gar nicht bis selten?

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produster 03.04.2016, 15:08
191. Die Linke ist nicht tot, sie riecht nur komisch.

Was linkes Mainstreamdenken anrichtet, sehen wir ja gerade. Und was haben die Grünen z.B. noch mit Umweltschutz zu tun? Das bisschen Öko krieg ich doch in jedem Supermarkt. Vielleicht sollten sich manche mal von dem eingefahrenen Dogma verabschieden, dass Fortschritt und Progression immer nur links sein können. Oder sie sollten dafür sorgen, dass es eine echte linke Opposition gibt, die mehr tut als nur für Angela Merkel zu beten.

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fuffel 03.04.2016, 15:11
192. so

Zitat von Thomas McKean
Die Einführung des Frauenstimmrechts war für die Schweizer Wahlberechtigten (Männer) in erster Linie einen gewaltigen Machtverlust. Ihre Stimme war danach ja nur noch die Hälfte wert. Für die deutschen Entscheidungsträger war das anders, sie waren ja schon gewählt, ihre Macht hat sich nicht geändert. Es war für den Machterhalt sogar sinnvoll sich früh für das Frauenstimmrecht auszusprechen um so möglichst viele der neuen Wählerstimmen zu ergattern.
arg logisch ist das nicht.

Die Verbreiterung der Wählerbasis erst einmal proportional und dann qualitativ zu vergleichen, oder?

In beiden System gabs danach mehr Wähler, das sagt aber null über die getroffene Wahl aus.

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schaafsnase 03.04.2016, 15:20
193.

Zitat von Darwins Affe
So, so, der Deutschnationale („Deutsche Güter für deutsche Bürger“) war (angeblich) bei den Linksfaschisten in China wandern. Sicherlich irrte die Schafsnase nur in Peking oder Shanghai herum. Armer Kerl. Der Smog dort hat wohl nicht nur seine Lungen in Mitleidenschaft gezogen. Nebenbei: Wer nicht mal weiss, dass die Schweiz eins der höchstindustrialisierten Länder der Welt ist, sollte andere nicht darauf verweisen, seinen Ausfluss an Klugheit sich zu Gemüte zu führen. Man muss nicht jeden Stuss gelesen haben.
Zur Info: China besteht nicht nur aus National China, da hilft für den, der sein Dorf nicht verlassen möchte, ein Blick auf den Globus (Atlas tut's auch, Google Maps kann ich auch empfehlen). Wer das nicht mal weiß, kann natürlich auch aus Posts ablesen welches Orientierungsvermögen der Schreiber hat. Schon klar.

Was das allerdings mit Ihrer offenbar stramm braunen Gesinning und letztendlich mit dem Thread hier zu tun hat ist mir nicht so ganz klar. Oder möchten Sie persönlich werden? Können Sie sich die Beleidigungen gerade noch so verkeifen?

Wer hats erfunden? Aaah die Schweizer. Und ich bin mir sogar 100% sicher, dass die Schweiz eines der 100 höchst industrialisierten Länder der Welt war, sogar unter den 30 höchstindustiralisierten, die Musik spielt allerdings bei der Aussenhandelsbilanz und die ist 2015 Rückläufig um 5% und das wird 2016 noch heftiger werden, voraussichtlich.
Alle Kinder haben zuhause die dicksten Klicker. Schon Onkel Stalin hat auch immer solche Losungen ausgegeben

Und, ja man muss nicht jeden Stuss lesen. Aber dann sollte man vielleicht auch besser nicht über ihn schreiben.

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emo.alberich 03.04.2016, 19:22
194. Das Frauen Wahl- und Stimmrecht ist ein Wert an sich ...

Zitat von Thomas McKean
Die Einführung des Frauenstimmrechts war für die Schweizer Wahlberechtigten (Männer) in erster Linie einen gewaltigen Machtverlust. Ihre Stimme war danach ja nur noch die Hälfte wert. Für die deutschen Entscheidungsträger war das anders, sie waren ja schon gewählt, ihre Macht hat sich nicht geändert. Es war für den Machterhalt sogar sinnvoll sich früh für das Frauenstimmrecht auszusprechen um so möglichst viele der neuen Wählerstimmen zu ergattern.
... ob dies in Deutschland gewährt worden sei, um neue Wählerstimmen zu ergattern lässt sich wohl kaum mehr beweisen.
Es ist aber schon so, dass Neuerungen bereitwillig aufgenommen werden, wenn man sich positive "Nebenwirkungungen" verspricht - aber so wird natürlich nie argumentiert.
Anderseits war die Gleichberechtigung sonst ja noch nicht gegeben - und man rechnete wohl damit, dass die verheirateten Frauen sowieso mit dem Ehemann stimmen würden. Das war auch in der Schweiz so, wieso nur halb so viel wert? Das ist nicht logisch. Schon damals stimmte man nicht nach Geschlecht, wie auch?

Von den alleinstehenden versprachen sich wohl eher die Sozialdemokratie und das Zentrum Zuwachs - die Liberalen weniger, weil die Frauen ja noch gar nicht in den wirtschaftstypischen Berufsfeldern vertreten waren.

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candidesgarten 03.04.2016, 19:50
195. Links kann ruhig progressiv sein - solange man den Pendelschlag nicht vergißt

Zitat von produster
Was linkes Mainstreamdenken anrichtet, sehen wir ja gerade. Und was haben die Grünen z.B. noch mit Umweltschutz zu tun? Das bisschen Öko krieg ich doch in jedem Supermarkt. Vielleicht sollten sich manche mal von dem eingefahrenen Dogma verabschieden, dass Fortschritt und Progression immer nur links sein können. Oder sie sollten dafür sorgen, dass es eine echte linke Opposition gibt, die mehr tut als nur für Angela Merkel zu beten.
Links kann ruhig progressiv sein, es darf sich auch so fühlen. Dass die Linke aber mittlerweile glaubt, ihre Instinkte ersetzten jede (!) Sachargumentation ist ungeheuerlich und wird ihr Sargnagel sein. Stichwort Weltoffenheit. Die deutsche Linke hat in den letzten Monaten in der Flüchtlingspolitik eine Politik vertreten, die keine (!) linksliberale Öffentlichkeit ( Ausnahme Schweden, Austria) so auch nur ansatzweise vertreten hat und hätte. Die frz. Linke ( die linkeste Regierung seit Jahrzehnten) vertritt eine diametral andere Position, die linke frz. Öffentlichkeit fordert nichts anderes von ihr. Nach einem Linksrutsch in Kanada werden insgesamt knapp 50.000 Syrer aufgenommen, handverlesen, mit Sozialleistungen für max. ein Jahr. Jörg Meuthen von der AfD nannte mal die Zahl 200.000 pro jahr, das wäre in jedem westlichen Land fast schon linksextrem, - hier wird man dadurch zum Rechtspopulisten an der Grenze zum Nazi. Es ist nicht weltoffen, wenn man zu einer Lösung greift, die fast jedes Land ablehnt. Man kann nicht weltoffen sein, ohne zu sehen was die Welt tut und denkt. Tatsächlich geht es hier um einen merkwürdigen nationalen Sonderweg. Der auch nur deswegen am Anfang relativ viel Zuspruch erfuhr, weil die Wirtschaft boomt. Das tut sie aber in der Rest- EU nicht. Wie weltoffen ist es, nicht zu sehen wie es den EU- Nachbarn geht? Gar nicht. Kein Zufall, dass der Zuspruch im armen Osten ausblieb. Die ähneln wirtschaftlich unseren Nachbarn. Meine Angst seit November: Was geschieht, wenn es für D- Land eine Rezession gibt? Wenn der Boom vorbei ist, weil China schwächelt oder seine Elektroautos die dt. Autoindustrie vom Markt fegen? Wie wird sich das Klima dann verändern? Wird man den Flüchtlingen dann sagen, April, April? Geht halt heim? Die Linke wollte und will das nicht wissen, sie stellt keine Fragen. Eine Haltung, die keine Fragen mehr stellt ist aber klinisch tot. Wir bekommen jetzt vielleicht eine Rechtsverschiebung, nicht allein einen Ruck. Und so konservativ ich bin, so sehr ich Merkels Brigade und das Bionade- Spießertum ablehne: Vor der habe ich Angst. Die Partei, die nach der AfD kommt, vor der wird man sich hüten müssen. Die Schweizer, die Frau Berg so tadelt, haben womöglich recht. Lieber dauerhaft gemäßigt rechts sein, anstatt das Pendel weit nach links ausschwingen lassen, um dann zu ertragen, dass es von links nach ganz, ganz rechts ausschlägt. Und uns alle erschlägt.

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fuffel 03.04.2016, 22:27
196. aha

Zitat von candidesgarten
... Es ist nicht weltoffen, wenn man zu einer Lösung greift, die fast jedes Land ablehnt. Man kann nicht weltoffen sein, ohne zu sehen was die Welt tut und denkt. Tatsächlich geht es hier um einen merkwürdigen nationalen Sonderweg. Der auch nur deswegen am Anfang relativ viel Zuspruch erfuhr, weil die Wirtschaft boomt. ...
also, allen geht es schlecht, nur bei denen mit dem Sonderweg boomt die Wirtschaft, also sollten wir...?

Das tun, was die tun denen es schlecht geht?

Jetzt mal ganz ab von irgendwelchen Flüchtlingszahlen.

Wir sind doch nicht auf dem Pausenhof der Schule.

Was genau sollten wir so machen wie der dicke Junge aus der 9b?

So wie die USA, Russland, Israel, China, Australien, Kanada, die Schweiz, Dänemark, Schweden, GB?

Was die gerade machen? Was die morgen machen? Was die demnächst machen könnten?

Und das entbindet uns von eigenen Gedanken? Was spräche dann gegen eine Weltregierung? Die EU ist doof - aber wir sollten uns an anderen orientieren?

Es ist leider keinerlei Logik zu erkennen, in den ständig wechselnden Argumentationsketten.

Nur recht unbeholfenes Hinterhergestolper im Prozeß der Globalisierung.

Wir sollten weltoffener werden, als Exportnation, in dem wir uns abschotten und dabei darauf bedacht sein was die Welt tut - ja ne klar.

DeutschInternational nur ohne das Fremde.

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m a x l i 04.04.2016, 05:47
197. Zündende Idee

Zitat von stefan7777
Definieren Sie bitte den Begriff Sicherheit! Es genügt mir wenn Sie einfach mal beschreiben, was "Sicherheit" für Sie bedeutet und wie sie entsteht.
Ich wurde zwar nicht gefragt, aber ich hätte da eine Idee: Sicherheit ist, wenn man Nachts ruhig schlafen kann und nicht damit rechnen muss, dass jemand einem das Haus anzündet, in dem man lebt.

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emo.alberich 04.04.2016, 07:04
198. Streit in der war die Befüchtung, kein Mythos

des Kleinstaates. Das Untergangsszenario gehört zur Schweizer Eigenart wie die deutsche Überzeugung, die Welt sei eigentlich nichts als Restdeutschland im Prinzip nur ein folkloristischer Abwandlung eines quasi naturgesetzlichen Prinzips, so wie Deutsche die Welt sehen, so IST sie. Die Welt als Wille und Vorstellung eben. "Rom am Rhein", das ist UNSERE Geschichte, so kann nur im ZDF eine Dokumentation beginnen. Würde ein Deutscher in Indien oder Lateinamerika ein Hakenkreuz finden, wäre für ihn dort der Nationalsozialismus ausgebrochen oder hätte zumindest gewütet. Auch wenn Archäologen und Historiker meinen, Hitler hätte das aztekische Sonnensymbol gefallen, in Indien soll das Symbol eine andere Bedeutung haben.
Lieber eine Tintenfingerdemokratie mit "robusten" Massnahmen erzwingen, als auch nur zu denken, dass es die EINE, nämlich die deutsche Lösung nicht gibt, um den Willen des Volkes zu tage zu fördern.
Ein Kleinstaat ist natürlich a priori anders disponiert - schliesslich gilt das Recht des Stärkeren. Und die Frage, ob Widerstand sich lohne. Die Frage ist nicht, sich auszubreiten, sondern zu überleben. Niemand behauptet, dass die Schweiz nur aus eigener Kraft überlebt hat - meist blieb der Beitrag der Schweiz der, Mächtige zu überzeugen, dass ihnen ein neutrales Feld mehr nütze als die "Integration" worein auch immer. Aber das Narrativ, dass die Schweiz je Vorbild für Europa gewesen wäre, im Guten oder im Schlechten, entbehrt jeder Grundlage. Deutschland schiebt ausländische Verbrecher auch ab, Verbrecher werden in die Schweiz abgeschoben, das war einfach nur Wahlkampfgetöse. Die Unterscheidung von In- und Ausländern ist überall üblich. Einbruchdiebstahl und einfache Körperverletzung als Bagatellen abzutun, ist einmalig. Es ging bei der Durchsetzungsinitiative nicht um neues Recht, sondern um die Durchsetzung geltenden Rechts, das das Parlament mit einer "Härtefallkklausel" ausgesetzt hat. Auch ein Massenmörder kann ein persönlicher Härtefall sein. Begnadung gehört aber in die Exekutive, nicht vor den Richter. Das ist keine besondere Ideologie, sondern ein Prinzip jeden Rechtsstaates.

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m a x l i 04.04.2016, 10:13
199. Man muss nichts mit etwas machen, was nicht existiert

Zitat von jeze
Was - liebe Frau Berg - machen sie denn mit einem Ausländerfeind, der sich für Windkraft und Feminismus einsetzt? Den kann es nach ihrem Weltbild nicht geben, einfach weil sie keine Schublade für ihn haben.
Man muss nichts mit etwas machen, was nicht existiert - und man braucht auch keine Schublade für dieses Nichts.

Etwas mehr als jeder zweite Ausländer ist (oder wird mal) eine Frau.* Somit ist ein Ausländerfeind ein Frauenfeind. Ein Frauenfeind kann kein Feminist sein.

Und der Wind? Der kommt auch aus dem Ausland...

(*Falls Sie Zweifel daran haben - jeder Mensch ist ein Ausländer - fast überall.)

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