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Neuer Chef Torsten Groß: Springsteen aufs "Spex"-Cover - warum nicht?
REUTERS

Chefwechsel beim Checker-Blatt: Torsten Groß vom Mainstream-Musikmagazin "Rolling Stone" übernimmt die Diskurs-Postille "Spex". Im Interview bezieht er erstmals Stellung. Er kritisiert die bisherige Themenwahl als "randständig" - und verrät, warum künftig sogar Bruce Springsteen aufs Cover passt.

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gurkenhändler 05.04.2012, 08:11
1. Also kann man...

Zitat von sysop
Chefwechsel beim Checker-Blatt: Torsten Groß vom Mainstream-Musikmagazin "Rolling Stone" übernimmt die Diskurs-Postille "Spex". Im Interview bezieht er erstmals Stellung. Er kritisiert die bisherige Themenwahl als "randständig" - und verrät, warum künftig sogar Bruce Springsteen aufs Cover passt.
....die SPEX in Zukunft ebenfalls vergessen. Er kritisiert die Themenwahl als "randständig", genau das war der Vorteil der SPEX. Wenn ich mainstreamiges haben will kaufe ich den "Rolling Stone".

Kriegen wir jetzt mit der SPEX Konkurrenz zu diesem Blatt?

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axelkli 05.04.2012, 09:44
2. Spex?

Kenn ich gar nicht, ich les' nur die DE:BUG.

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Mapambulo 05.04.2012, 10:02
3. Draußen nur Kännchen?

Das ist in der Tat eine traurige Nachricht. Habe als bekennender "Randständler" den deutschen Rolling Stone schon zu Groß' Zeiten abbestellt, weil die betuliche Themenwahl und die ewig greise Heldenverehrung schlichtweg nicht mehr zu ertragen waren. Und dieser Mann will nun das "Kaffeetisch-Magazin" einem breiteren Publikum zugängig machen? Da muß man schon Angst bekommen um die gute alte SPEX. Sicher, auch da ist nicht alles perfekt, das Layout ist gruselig und die Musikthemen sind in der Tat etwas in den Hintergrund getreten. Aber die SPEX hat das geschafft, was dem RS nicht vergönnt war - sie präsentiert sich als ergänzende Lektüre zum Netz, den Rolling Stone - sorry - braucht in dieser Form so recht keiner mehr.

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Stephan Glietsch 05.04.2012, 10:44
4. Und täglich grüßt der Murmeldax

Zitat von sysop
Chefwechsel beim Checker-Blatt: Torsten Groß vom Mainstream-Musikmagazin "Rolling Stone" übernimmt die Diskurs-Postille "Spex". Im Interview bezieht er erstmals Stellung. Er kritisiert die bisherige Themenwahl als "randständig" - und verrät, warum künftig sogar Bruce Springsteen aufs Cover passt.
Sehr geehrte Redaktion,
als Mitglied jener Spex-Redaktion, die 2007 geschlossen gekündigt hat, bevor das Magazin nach Berlin umgezogen wurde, möchte ich gerne etwas klarstellen: Max Dax mag zwar behauptet haben, er habe das Spektrum der Spex um Themen wie Film, Mode und Literatur erweitert - nur ist das völliger Blödsinn. Diese Themen haben in der Spex seit Jahr und Tag stattgefunden, mal mehr, mal weniger präsent. Gerade die Spex zeichnete sich immer schon dadurch aus, das Phänomen der Popkultur eben nicht losgelöst von einem gesamtkulturellen und gesellschaftlichen Kontext zu betrachten. Und zu Erhellung: Der Hauptgrund dafür, dass unsere Redaktion damals geschlossen gekündigt hat, ist nicht - wie vom Piranha Verlag behauptet und später von Max Dax munter kolportiert - der Umzug nach Berlin gewesen, sondern viel mehr die Tatsache, dass damit einhergehend mehr als die Hälfte der Stellen gestrichen werden sollten - und dann auch wurden. Allen voran Kulturredaktion und Moderedaktion - die wir uns damals sicher nicht geleistet haben, und die entsprechenden Ressorts dann zu bedienen. Wenn die Spiegeautoren, statt immer nur aus dem jeweils vorrangegangen Artikel zum Thema Spex abzuschreiben und sich ihre Infos von Google und dem Verlag zu holen, vernünftig recherchieren würden, dann wüssten sie das. Ein Blick ins damalige Impressum oder ins Heft selbst hätte gereicht. So aber verzapfen sie mit jedem neuen Artikel den selben hanebüchenen Unsinn.
Mit freundlichem Gruß
Stephan Glietsch

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slava grof 05.04.2012, 12:28
5.

Zitat von Stephan Glietsch
Wenn die Spiegeautoren, statt immer nur aus dem jeweils vorrangegangen Artikel zum Thema Spex abzuschreiben und sich ihre Infos von Google und dem Verlag zu holen, vernünftig recherchieren würden, dann wüssten sie das. Ein Blick ins damalige Impressum oder ins Heft selbst hätte gereicht. So aber verzapfen sie mit jedem neuen Artikel den selben hanebüchenen Unsinn. Mit freundlichem Gruß Stephan Glietsch
wenn man mal einen blick darauf wirft, was SPON redakteure verdienen, muss man sich über schlampigen artikel nicht wundern.

für das geld gibts eben bestenfalls copy/paste journalismus.

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benthie 05.04.2012, 13:01
6.

Hallo Stephan,
es mag sein, dass der SPIEGEL hier irgendwie irgendwo abgeschrieben hat, den inhaltlichen und strukturellen Wechsel mit Max Dax hat es aber definitiv gegeben. Das weiß ich als Leser einfach deswegen, weil ich die SPEX mit Max Dax wieder gern gelesen habe, vorher nicht.
Wiederum war sofort eine Änderung zu verspüren als die Redaktion Max Dax verloren hat. Jetzt lese ich die SPEX nämlich nicht mehr gerne.

Zitat von Stephan Glietsch
Sehr geehrte Redaktion, als Mitglied jener Spex-Redaktion, die 2007 geschlossen gekündigt hat, bevor das Magazin nach Berlin umgezogen wurde, möchte ich gerne etwas klarstellen: Max Dax mag zwar behauptet haben, er habe das Spektrum der Spex um Themen wie Film, Mode und Literatur erweitert - nur ist das völliger Blödsinn. Diese Themen haben in der Spex seit Jahr und Tag stattgefunden, mal mehr, mal weniger präsent......

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basilico_basilica 05.04.2012, 17:06
7. Image einer Zeitschrift /// Randständigkeit

lieber herr groß,

man muss ja wirklich nicht tief in die trickkiste greifen, um sie klein zu kriegen.
»Viele Leute haben offenbar ein sehr klischeebehaftetes Bild von dem Image einer Zeitschrift.«

menschen kaufen selbst ihre butter nach einem klischheehaftem bild und image. sie würden lieber verhungern, als eine imagefreie butter zu kaufen. in deutschland ist das bei cirka 90 bis 95% der konsumenten der fall. so funktioniert das eben… fast zu klar, um es aufschreiben.

»hallo, herr groß?«
»hallo kapitalismus?«

klischee bild, klischee-bella, klischee focus.

selbst im kleinen: klischee intro unterscheidet sich lichtjahre von klischee de:bug. ganz zu schweigen con R.I.P.-SPEX.
(versuchen sie doch einmal, mir ne intro für geld anzudrehen…)

»randständigkeit«? selbst bei der schlechtesten pizza schmeckt doch wenigstens der rand. aber machen sie ruhig… es kommt eh was neues.

ihnen und ihrem imperium alles gute und viel glück auf dem buttermarkt!

bbraun

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basilico_basilica 06.04.2012, 13:38
8.

verehrter herr groß,

hiermit ziehe ich 90% der lebensmittelmetaphern meines beitrages zurück. sowas passiert einem wohl, wenn einem so holterdiepolter das lieblingsblatt davonmacht.

der rest stimmt.

bis dann in der gala!
bbraun

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popkontext 11.04.2012, 20:29
9. Gleichschaltung

Na prima, noch mehr Gleichschaltung im Musikjournalismus. Da wundert es nicht, wenn das irgendwie an einen Herrn mit Zickenbart zu erinnert: "Niemand hat vor, hier einen Ableger des "Rolling Stone" zu eröffnen." - "Niemand hat die Absicht, eine Mauer..."?

Und das mit den Frauen ist auch der Brüller...ich habe Ahnung von Musik und kann auch schreiben, und bin bei Blättern wie Spex und Rolling Stone mit fadenscheinigen Ausreden abgewimmelt worden. Aber dann müsste man ja Klischees in Frage stellen...wir haben kein "Frauenproblem", nee klar. Wo keine sind...

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