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Neuer Krimi von Jo Nesbø: Killer in einer kalten Stadt
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Zehn Romane umfasst Jo Nesbøs "Harry Hole"-Reihe mittlerweile. In seinem neuen Buch "Blood on Snow: Der Auftrag" wechselt er die Seiten und folgt einem Auftragskiller in Oslo. Brillanter Pulp der alten Schule - mit einem modernen Twist.

Tiberias 24.09.2015, 11:11
1. Sündenpfuhl Oslo

Ich finde die Bücher von Jo Nesbo generell lächerlich, weil er in seinen Büchern ein Bild von Norwegen und vor allem der Hauptstadt Oslo darstellt, das Lichtjahre entfernt ist von der Wirklichkeit. Es gibt wohl kaum eine beschaulichere, harmlosere und unkriminellere Hauptstadt in Europa als Oslo. Als Kapitalverbrechen geht es da wohl schon durch, wenn man bei Rot über die Ampel läuft. Eine Geschichte von einem Profi-Killer in dieser Stadt zu schreiben, ist einfach nur absurd.

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jackohnereacher 24.09.2015, 12:02
2. Jo Nesbø

hat seinen Helden Harry Hole nicht nur in Norwegen ermitteln lassen, sondern auch in Australien und Thailand. Das durchaus in Norwegen verbreitete Drogenproblem und korrupte Polizisten waren die vornehmlichen Aktivitäten in Oslo, auch Alkoholismus, der ja bekanntlich in Skandinavien viele Opfer verzeichnet. Ich empfinde Jo Nesbø`s Thriller als sehr gut und sehr fesselnd. Norwegen ist ein Land, in dem man nicht mit Kriminalität rechnet. Aber es gibt sie. Man denke an Breivik oder die Strukturen aus dem Ost- oder Süd- europäischen Raum.

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lord_olsen 24.09.2015, 12:29
3. Der Polizeipräsident

Zitat von Tiberias
Ich finde die Bücher von Jo Nesbo generell lächerlich, weil er in seinen Büchern ein Bild von Norwegen und vor allem der Hauptstadt Oslo darstellt, das Lichtjahre entfernt ist von der Wirklichkeit. Es gibt wohl kaum eine beschaulichere, harmlosere und unkriminellere Hauptstadt in Europa als Oslo. Als Kapitalverbrechen geht es da wohl schon durch, wenn man bei Rot über die Ampel läuft. Eine Geschichte von einem Profi-Killer in dieser Stadt zu schreiben, ist einfach nur absurd.
Das ist ja erschreckend, dass die Beschreibungen von Oslo, die Jo Nesbo vorgenommen hat, nicht der Wahrheit entsprechen.

Was bedeutet das für andere Schriftsteller? Haben die auch Orte falsch beschrieben? Ist das Auenland, in dem die Hobbits leben, gar nicht so schön und ruhig, sondern ein Sündenphul? Ein Ort der Verdammnis, des Lasters und der Ausschweifungen?

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luccasmurf 24.09.2015, 12:52
4.

Zitat von Tiberias
Ich finde die Bücher von Jo Nesbo generell lächerlich, weil er in seinen Büchern ein Bild von Norwegen und vor allem der Hauptstadt Oslo darstellt, das Lichtjahre entfernt ist von der Wirklichkeit. Es gibt wohl kaum eine beschaulichere, harmlosere und unkriminellere Hauptstadt in Europa als Oslo. Als Kapitalverbrechen geht es da wohl schon durch, wenn man bei Rot über die Ampel läuft. Eine Geschichte von einem Profi-Killer in dieser Stadt zu schreiben, ist einfach nur absurd.
Dann hast du keine Ahnung wie es wirklich in Oslo ist. Die Zeiten der kriminellen Handlungen à la rot über Ampeln fahren sind schon längst vorbei. In Oslo ist die crime rate so hoch wie in vielen anderen europäischen Hauptstädten inklusive Morden, Vergewaltigungen, usw.
Und dann ist Oslo noch die Herion-hochburg in Europa - damit verbundene kriminelle Handlungen eingeschlossen.
Nun denn, die Norweger lieben Harry Hole und die finden das gar nicht absurd ..... :)

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schensu 24.09.2015, 12:54
5. Freue mich!

Nesbo mit Harry Hole ist neben Ian Rankin mit John Rebus einer meiner Topfavoriten in diesem Genre.
Werde ihn lesen.

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Dr.Web 12.10.2015, 12:31
6. Nun ist das eben KEIN Harry Hole ...

Dies als Anmerkung zu all den Rezensionen, diese Reihe so loben. Auch ich bin ein Harry Hole Fan. "Der Auftrag" ist aber nicht im mindesten damit vergleichbar. Sanft ging es in den Nesbo-Romanen noch nie zu, aber diese nackte Brutalität ist mir doch einfach zu viel. Da musste man schon fast froh sein, dass die Fantasie nur für 192 Seiten gereicht hat. Durchschnitt.

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