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Neuer Talk "Hier spricht Berlin": Wenn Sido und Jauch über Geschichte streiten
Joerg Carstensen/ DPA

Sechs Gäste, jeweils 15 Minuten Redezeit: Die Talkshow "Hier spricht Berlin" feierte Premiere. Kurz vor Schluss haute Rapper Sido den teilweise entsetzten Anwesenden das erste kontroverse Thema um die Ohren.

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thequickeningishappening 02.10.2019, 04:36
1. Geschichte

Wir befassten uns gaaanz lange mit Den Alten Griechen, Den Roemern und Aegyptern. 1933 war Schluss. Danach passte "zeitlich" nicht mehr in Den Lehrplan. Im Lehrplan war allerdings Eine Klassenfahrt zur Zonengrenze zur Besichtigung Der Selbstschussanlagen und Der "boesen" NVA !

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klaus. 02.10.2019, 06:44
2. Geschichtsunterricht

wenn ich an mein Geschichtsunterricht (Realschule) denke hat es den Holocaust nicht gegeben. Wir haben in der Steinzeit angefangen und kamen nur bis zum Anfang der Weimarer Republik. Man kann niemand dazu zwingen sich für Geschichte zu interessieren, aber der Geschichtsunterricht muss zwingend den Holocaust beinhalten und aus meiner Sicht auch die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg.

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Europa-Realist 02.10.2019, 07:14
3. Format sollte überdacht werden

Das Talk-Format sollte noch einmal überdacht werden. Dass die Vorstellung der Gäste nicht durch die Moderatorinnen selbst erfolgt, ist ja in Ordnung. Da würde sich ein kurzer Einspieler anbieten, aber hier gibt es eine Stimme aus dem Off in Form eines Sicherheitsberaters mit Berliner Slang. Das wirkt unpersönlich und anonym. Auch die eher sterile Studio-Ausstattung erinnert weniger an eine lockere und entspannte Talk-Runde als mehr an eine Politik-Diskussionsrunde in nüchterner Arbeitsatmosphäre. Es ist vom Ansatz sicher fair, jedem Gast die gleiche Diskussionszeit zuzubilligen. Aber in einer Diskussion ergeben sich eben manchmal Situationen, in denen man noch einmal nachbohren und einsteigen muss. Deshalb wäre es sinnvoll, wenn die Moderatorinnen noch eine Pufferzeit pro Gast hätten. Wenn dann für den letzten Gast trotzdem nur noch 5 Minuten Zeit bleiben, wird einem klar, dass irgendwas nicht gestimmt hat. Wirklich dumm, dass es sich dabei auch noch um Bushido gehandelt hat, der noch dazu eine befremdliche Grundeinstellung zur Geschichte geäußert hatte. Man weiß nun nicht einmal, ob er das wirklich ernst gemeint hatte oder die Äußerung klalkuliert war, um Aufmerksamkeit zu erhalten...

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BorisBombastic 02.10.2019, 07:35
4. Überflüssig ...Gäähn

Langweilig... hatten wir doch schon Alles . Da sitzen jede Menge Typen über eine Stunde stumm aufgereiht bis sie sich dann kurz exponieren können. Das Niveau ist weit unter 3nach9 und selbst das verführt schnell zum Weiterzappen.

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kopi4 02.10.2019, 07:48
5.

Bei der WM 2018 war nicht nur das Ausscheiden in der Vorrunde ein Tiefschlag.Die schwülstigen Gespräche von Frau Wellmer mit Herrn Lahm waren wie das 0:2 gegen Südkorea.Das Wellmer jetzt eine eigene Talkshow kriegt: auf die Idee muß man erstmal kommen.Auch erstaunlich: die viele Freizeit von ARD-Sportmoderatoren die sie - Opdenhövel,Bommes,jetzt Wellmer- mit anderen Formaten füllen.

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stefan7777 02.10.2019, 08:07
6. Kein Interesse an Geschichte: Soll man den denn zwingen?

Kein Interesse an Geschichte: Soll man den denn zwingen? Sido, wenn Dir noch keiner geantwortet hat. JA! Verdammt nochmal, JA!

Nur wer die Vergangenheit versteht oder wenigstens eine Ahnung davon hat, kann die (eigene) Zukunft mit Verstand gestalten. Aber wenn ich mir die modernen Nazis so ansehe, passt Deine These wohl tatsächlich. Die haben keinen Schimmer wie und was Damals abgelaufen ist.

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Hazard Hermann 02.10.2019, 08:19
7. @#1 @#2 Nicht auf der Höhe der Zeit?

@thequickeningishappening und @klaus.
Vielleicht beschäftigen Sie sich mal mit aktuellen Lehrplänen. Zumindest in den 80ern und 90ern wurde das Thema Nationalsozialismus, Holocaust und 2. Weltkrieg in aller Tiefe und Breite im Geschichts- und Sozialswissenschaftsunterricht erörtert. Das ging so weit, dass wir alle stöhnten, ob es denn wirklich noch eine Einheit darüber geben muss. Das hat sich bis dato nicht geändert.
Dieses Thema wurde zwar bis in die 70er Jahre aus den Schulen verbannt - quasi als Gegenreaktion auf den extrem indoktrinierenden Unterricht Nazi-Zeit. Die 70er und 60er und 50er liegen nun aber auch schon ein bisschen zurück.

Mfg,
Hermann

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burlei 02.10.2019, 08:24
8. Ende der 50er Jahre ...

... wurde an unserer Schule der Geschichtsunterricht erbarmungslos durchgezogen. I. WK, Weimarer Republik, Machtübernahme, Ausschaltung der politischen Gegner, KZ's, II. WK, Holocaust, zig Millionen Tote, der totale Untergang bis hin zur Gründung der BRD. War ein Fehler. Von den Klassenkameraden, die noch leben ist niemand nach rechts abgerutscht. Ganz im Gegenteil.

Darum bloß nicht mit Geschichte beschäftigen! Das verhindert nur völkisches Denken.

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outsider-realist 02.10.2019, 08:32
9. Was war denn das?

Habe nur den Anfang gesehen, als die Gäste unter extasischem Geklatsche und Gejohle aus dem Publikum vorgestellt wurden.....in so einer frenetischen Art, das man gar nicht hören konnte, wer da vorgestellt wurde.
Egal ob den jemand kannte oder nicht- die hätten auch Nachbars Lumpi hinsetzen können. Wie auf Handzeichen wurde es dann plötzlich ganz ruhig.
Das ganze Getue kennt man ja früher aus den RTL Talkshows, wo die Talkmaster wie Popstars bejubelt wurden.
Ich dachte das wäre überstanden. Habe gleich abgeschaltet.

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