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"Neues" Buch nach 100 Jahren: Tolkiens letzte Liebe
Alan Lee/ HarperCollins

100 Jahre nach ihrer Entstehung erscheint J. R. R. Tolkiens Romanze zwischen Beren und Lúthien erstmals als eigenes Buch. Es wird wohl das letzte sein, das sein Sohn herausgibt. Wie liest es sich?

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Kerze der Freiheit 10.06.2017, 10:43
1.

Na, hoffentlich ist es besser als der Herr der Ringe, der nicht nur sprachlich allemal durchschnittlich ist, sondern dessen Story auch zuviele Stereotype enthält.

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voxel_desert 10.06.2017, 11:08
2.

Stereotype, die von Tolkin geschaffen wurden. Die Sprache kann ich leider kaum beurteilen, da ich nur die Übersetzung kenne. Er bleibt ein Meilenstein, da können Sie sagen was Sie wollen.

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possumgfx 10.06.2017, 11:11
3. Stereotype?

@Kerze der Freiheit: Die Stereotype, die du in "Herr der Ringe" findest sind dort weil Tolkien die Quelle dieser Stereotype ist. Er wurde seit dem zitiert und seine Ideen sind heute das, was man Fantasy nennt. Elfen, Zwerge, Halblinge und deren Charakteristika sind das erste Mal mit Tolkien literarisch so aufgearbeitet worden. Da ist als würdest du den Gebrüdern Grimm Stereotype über böse Hexen vorwerfen.

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Asandal 10.06.2017, 11:15
4. Durchschnittlich

Ich hoffe du, Kerze der Freiheit, hast den Herrn der Ringe auch in der Orginalsprache gelesen, um eine Aussage über seiner sprachliche Qualität machen zu können. Ich vermute, dass du mit Stereotypen die Stereotypen zu Zwergen ect. meinst. Diese sind jedoch von Tolkin grösstenteils begründet oder gefestigt worden. Sie sind also lediglich von anderen Autor abgenutzt worden.

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Dark Agenda 10.06.2017, 11:47
5. Komischer Beitrag

"Es sei denn, man hegt ein Faible für lange Heldengedichte, welche die mythologische Vorgeschichte zu Tolkiens Romanen "Der Hobbit" und "Der Herr der Ringe" darstellen."
Als ob echte Tolkienfans nicht ohnehin das Silmarillion und alle ergänzenden Bände seither gelesen hätten...
"Luthien", der lot wird keine Überraschung aber ist bestimmt wieder geil geschrieben.

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SpiDe1500 10.06.2017, 11:55
6.

@Kerze der Freiheit: Witzig. Du scheinst das Buch zeitlich nicht richtig einordnen zu können. Tolkien hat all diese Stereotype doch entwickelt. Die Welt ist unglaublich detailliert, stimmig, beinhaltet viele Parallelen und Anspielungen/Kritik zu unserer Welt. Den HdR als Mittelmaß abzustempeln diskreditiert Sie leider als Literaturkritiker. Man darf das Genre nicht mögen, aber die Leistung Tolkiens sollte man trotzdem anerkennen.

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pleromax 10.06.2017, 11:58
7. Unterschiede

In einer literarischen Rezension sollte man schon zwischen "edieren" und "editieren" unterscheiden können.

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Cochrane 10.06.2017, 12:22
8. Tolkien

hat die deutschen Übersetzungen, auch vornehmlich in "Der Herr der Ringe" mit bearbeitet, er konnte sehr gut deutsch. Und er fand deutsch adäquater zum schreiben, weil detailierter im Ausdruck. In der englischen Sprache gibt es nur den Begriff "Elves" für Elben und Elfen. Oder fand Er auch das Auenland viel angemessener als das biedere "The Shire". Englisch wurde eben stark durch die Royal Navy geprägt, daher ist kürze nicht immmer die Würze. Daher ist auch der Name "Beutlin" abstatt "Baggins" auf Tolkiens Esprit gewachsen. Nichtdestotrotz hat er fast alles aus der Edda geklaut, die Namensliste der Ur-Zwerge ist mit seinen Heldenzwergen im Hobbit komplett identisch.

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cniclas 10.06.2017, 13:07
9. Tolkiens Quellen

Zitat von Cochrane
Nichtdestotrotz hat er fast alles aus der Edda geklaut, die Namensliste der Ur-Zwerge ist mit seinen Heldenzwergen im Hobbit komplett identisch.
Als Ergänzung dazu:
Es gibt viele weitere Quellen bei denen sich Tolkien bediente. Er war z.B. ein großer Freund der Musik Richard Wagners, inbesondere des "Ring des Nibelungen". Das Konzept des Ringes, der seinem Träger magische Macht verleiht und das Unsichtbarwerden durch eine Tarnkappe - beides wichtige Elemente aus Wagners Ring und der Nibelungensage - wurden von Tolkien in Saurons Ring zusammengeführt.
Interessant ist außerdem, das das Wort "Elfen" im Deutschen eine Vielzahl von Bedeutungen hat. Es werden damit häufig Naturgeister oder Fabelwesen bezeichnet. Tolkiens "Elves" sind jedoch Wesen aus Fleisch und Blut. Damit hier kein falsches Bild entsteht, entschied man sich bei der deutschen Übersetzung den Begriff "Elben" zu verwenden. Tolkien begrüßte dies sehr.

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