Forum: Kultur
Neues Buch über Kraftwerk: Die Robotergötter from Germany
Getty Images

In Deutschland werden sie bis heute oft nur als wunderliche Pop-Schaufensterpuppen bestaunt, im Ausland begriff man die Bedeutung von Kraftwerk als Pioniere besser und schneller. Zum Beispiel die Briten, wie eine neue Biografie der Düsseldorfer Elektroniker beweist.

Seite 1 von 7
LapOfGods 05.01.2014, 16:50
1. Zukunft

Zum Glück sind auch in der seit 1975 eingetretenen Zukunft richtige E-Gitarren und Schlagzeuge nicht ausgestorben. Im Gegenteil.

Kraftwerk war ein netter Gag, aber ich habe das Elektro-Gefiepe nie gebraucht. Und auch all ihre ach so wichtigen Nachfolger waren für kaum mal mehr als für 1-2 gute Stücke gut. Genau wie Showaddywaddy.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
streamjet 05.01.2014, 16:52
2. Gehört zur Musik Geschichte

Viele Erinnerung und alle nur gut.....
L.d.C......

Beitrag melden Antworten / Zitieren
tramann 05.01.2014, 17:18
3. Deutschland = kultureller Analphabetismus

Zitat: "Autor David Buckley wundert sich über das deutsche Publikum: In einer ZDF-Abstimmung kamen 2003 Herbert Grönemeyer, Campino oder Nicole unter die 200 bekanntesten Deutschen, aber nicht ein Mitglied von Kraftwerk. "Eine wirre Ansammlung von Eurovisions-Unterhaltungskünstlern, ernsthaften Liedermachern und Hardrockern, die außerhalb des deutschsprachigen Raums praktisch unbekannt waren, hielt man für bedeutender als jene, die für den mit Abstand wichtigsten musikalischen Export der letzten 50 Jahre gewesen waren", resümiert Buckley. Nena statt Ralf Hütter? Das wäre ungefähr so, als hielten die Engländer Showaddywaddy für bedeutsamer als Joy Division. Undenkbar."
Ich glaube, diese Aussagen des britischen Autors, David Buckley, zum "Kunstgeschmack" des "Otto-Normal"-Deutschen bringt sehr gut den in Deutschland doch überwiegend beim Publikum vorherrschenden kulturellen Analphabetismus in Fragen der Musik, des Films und der sonstigen bildenden Künsten sehr gut auf den Punkt. Aber dieser Analphabetismus beschränkt sich ja nicht nur auf dem kulturellen, sondern, wie die letzte Bundestagswahl wieder einmal eindrucksvoll bestätigt hat, insbesondere auch auf dem politischen Gebiet vor.
Das Ausland wundert sich darüber (zu Recht), aber der "Otto-Normal"-Deutsche wundert sich nur, weshalb es das Ausland (überhaupt noch) wundert. Den meisten Deutschen ist dies überhaupt nicht bewusst und eher sogar völlig wurscht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Antagonist175 05.01.2014, 17:20
4. Musikalische Analphabeten

Wo soll den ein Verständnis für Musik denn herkommen? Die Öffentlich Rechtlichen als auch die
Privaten, dudeln den ganzen Tag den selben Mist! Wenn man den ganzen Tag gezwungen ist z.B. NDR2 zu hören, dass ist für mich Höchststrafe.
Musik kann so aufregend und vielfältig sein. In De gehört das aber schon lange nicht mehr zum Bildungsauftrag. Erschreckend wie wenig sich junge Leute mit Musik auseinandersetzen. Da wundert die Erkenntnis nicht wirklich.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
z_beeblebrox 05.01.2014, 17:23
5. Ja, ja, die Briten

bzw. die Popnation Großbritannien haben die Bedeutung von Kraftwerk als Pioniere besser und schneller erkennt und bestimmt auch als erste.
Genau so, wie die Amis die Pizza erfunden haben wollen.

Wer sich mit Kraftwerk beschäftigt und DIE Franzosen dabei außer acht lässt, hat wenig Ahnung von dieser Art von Musik.

Ich habs mal hier ein wenig anklingen lassen:
http://forum.spiegel.de/f22/kraftwer...l#post11747769

Sehr interessant sind dabei vor allem die Verbindungen zwischen Karlheinz Stockhausen - Musique concrète / Pierre Schaeffer - Kraftwerk und nicht zuletzt Jean Michel Jarre.
Sollte man bei Wiki und im Net allg. mal nachgelesen haben, falls jemand diese Art der Musik liebt und die Hintergründe kennen will.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
hattrick73 05.01.2014, 17:29
6.

Zitat von LapOfGods
Zum Glück sind auch in der seit 1975 eingetretenen Zukunft richtige E-Gitarren und Schlagzeuge nicht ausgestorben. Im Gegenteil. Kraftwerk war ein netter Gag, aber ich habe das Elektro-Gefiepe nie gebraucht. Und auch all ihre ach so wichtigen Nachfolger waren für kaum mal mehr als für 1-2 gute Stücke gut. Genau wie Showaddywaddy.
Tja, die eigene Wahrnehmung weicht von der tatsächlichen Wahrnehmung ganz schön ab. Ist ja richtig putzig der 2. Absatz, wenn man nur bis zwei zählen kann.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
bbb2 05.01.2014, 17:34
7. ...

Öhm, entweder ist der Artikel ungenau, oder das Buch.
Die Detroiter Techno Pioniere waren nicht Underground Resistance, sonder J. Aitkins, D. May und K. Saunderson. Als Banks und Mills UR startete, gab es Techno schon ein paar Jahre.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Karbonator 05.01.2014, 17:35
8.

Zitat von z_beeblebrox
Wer sich mit Kraftwerk beschäftigt und DIE Franzosen dabei außer acht lässt, hat wenig Ahnung von dieser Art von Musik. Ich habs mal hier ein wenig anklingen lassen:
Das haben Sie zwar ganz toll gemacht, aber hier im Artikel geht es ja nicht darum, wer Kraftwerk besser/früher/schneller/etc. richtig eingeordnet hat (nämlich als wegweisend in der elektronischen Musik), sondern um die Kraftwerk-Biographie von David Buckley - der offensichtlich Brite ist. Insofern ist es ja klar, daß die Franzosen nicht erwähnt werden... warum sollten sie auch?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
metronomfahrer 05.01.2014, 17:40
9.

Mein Geschmack waren Kraftwerk nie so richtig. Trotzdem muß man zweifelsfrei anerkennen, daß sie echte Musik-Pioniere waren. Das die Deutschen lieber Modern Talking kauften, während die Briten vielmehr an musikalischem Fortschritt interessiert waren, ist leider kein Ruhmesblatt für die hiesige Musikkultur.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 7