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Neues Buch über Migration: Gefährliches Hirngespinst
DPA

"Bald ein Viertel der europäischen Bevölkerung Afrikaner?": Stephen Smiths Thesen zur Migration werden von vielen Politikern gefeiert und zitiert. Dabei stimmen seine Fakten teils nicht, und seine Rhetorik ist manipulativ.

Seite 7 von 10
petrapanther 22.10.2018, 14:58
60.

Zitat von _gimli_
Zerlegt wird der Stil. Inhaltlich kommt kein einziges Argument gegen die im Buch aufgestellten Thesen. Zitat: "Smith hat Recht, wenn er sagt, dass die Bevölkerung Afrikas sehr schnell wächst. 2050 wird einer von fünf Menschen auf der Erde Afrikaner sein. Der Rest seines Arguments ......
Im Artikel steht insbesondere Folgendes:

"Auf Grund der aktuellen Datensätze schätzt der Migrationsforscher Francois Héran, Professor am Collège de France, dass "Subsahara-Afrikaner" höchstens drei bis vier Prozent der europäischen Bevölkerung ausmachen werden. Von Smiths Zahlen ist man hier sehr weit entfernt."
Mit anderen Worten, die Zahlen des Autors Smith liegen laut Expertenmeinung um eine Grössenordnung zu hoch. Wenn das kein Gegenargument ist, was dann?

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adrian.ruest 22.10.2018, 14:59
61. Ja und?

Selbst wenn es so käme. Was wäre daran so schlimm? Im übrigen habe ich gehört sollen Nordamerika zu 80% und Australien zu 85% eine europäische Bevölkerung haben. Jaja, ehrlich. Megafurchtbarkrass. Wars früher für die Einheimischen wohl wirklich mal. Heute hat man sich halbwegs arangiert - und es wird laufend besser. 25% Afrikaner, warum nicht!

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Andraax 22.10.2018, 15:01
62.

Zitat von stagama1
Der gesamt Artikel kritisiert eher den Stil seines Buches. Die Fakten sehe ich absolut nicht widerlegt. Da hätte sich der Autor ein wenig mehr Mühe geben müssen, um mit Fakten zu antworten. Ein netter, aber leicht zu durchschauender Versuch das Buch ins falsche Licht/Ecke zur rücken..
Wenn Sie den Artikel richtig gelesen hätten: "Auf Grund der aktuellen Datensätze schätzt der Migrationsforscher Francois Héran, Professor am Collège de France, dass "Subsahara-Afrikaner" höchstens drei bis vier Prozent der europäischen Bevölkerung ausmachen werden. Von Smiths Zahlen ist man hier sehr weit entfernt."
Hier widerlegt ein Forscher ganz konkret eine der (DIE?) Hauptthesen von Smith.

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misterknowitall2 22.10.2018, 15:06
63. Ja! Guter Vorschlag

Zitat von mwroer
Manchmal wünschte ich mir die Grenzstaaten würden die Grenzen einfach öffnen und alles nach Mitteleuropa und Deutschland durchwinken was kommen will. Einfach nur um zu sehen wie schnell alle Freunde der ungebremsten Migration bei Euch in Deutschland.
Denn vielleicht kommt es ja gar nicht so happig, wie ihre Xenophobie es ihnen einflüstert. Zweitens würde man dann sehen, dass das alles halb so wild ist und letztlich war es mir schon immer egal, ob meine Nachbarn aus Mali, Deutschland oder Schweden kamen. Warum sollte ich davor auch Angst haben? Warum sollte meine Freude "umkippen"? Sie verkennen, dass nicht jeder mit ihrer Angst umzugehen hat. Dann kommen eben Schwarzafrikaner und leben hier ihr Leben und arbeiten und zahlen Steuern und deren Kinder auch. Mir persönlich ist das egal.

Ach, eins noch:
"Und anhand aller Umfragen in Afrika kann man gut erkennen dass die Migrationswelle kommen wird - das erfährt man von den Menschen die dort leben. Wie viele konkreten Pläne haben und wie viele 'im Prinzip' wollen, das sind keine ausgedachten Zahlen. Bei der ersten halbgaren Chance werden sie es versuchen."
Das mag sein, ist aber nicht belegbar (nur her mit den Belegen, falls ich mich irre). Aller Umfragen? erfährt man von den Menschen die da leben? Also zusammengefasst, dass ist ihre persönliche Ansicht und Spekulation und hat mit der Wirklichkeit nichts zu tun. Kann so kommen, muss aber nicht.

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Beat Adler 22.10.2018, 15:07
64. In Afrika befinden sich 60% der weltweiten, potentialen Ackerflaeche.

Zitat von touri
Und wo sollen die Ressourcen herkommen um die scheinbar von Ihnen probagierte massiv höhere afrikanische Bevölkerung zu versorgen? Deutschland kann sich so eine hohe Bevölkerungsdichte nur leisten, weil wir ein hochindustrialisiertes Land sind. Das fängt bei der Landwirtschaft an. Dazu kommen die günstigeren klimatischen Bedingungen in ....
In Afrika befinden sich 60% der weltweiten, potentiellen Ackerflaeche, das bei 15% der Weltbevoelkerung. China kauft, mietet, betreut grosse Ackerflaechen in afrikanischen Staaten, um die Ernte nach China zu verschiffen. Sollten die Maerkte einmal frei sein, dann wird kein EU Bauer mehr etwas anpflanzen, das aus Afrika importiert werden kann. Deswegen wird die EU Landwirtschaft durch Zoelle auf Zucker, Mais, etc. geschuetzt und abgeschottet.

Die US Landwirtschaft alleine reicht aus die gesamte Weltbevoelkerung von 7.3 Milliarden Menschen mit ausreichend Kohlehydrate, Fette und Eiweisse zu versorgen, nicht via Rinder, versteht sich!
In allen afrikanischen Staaten ohne Konflikte, welche die lokale Bevoelkerung zur Flucht zwingen, reicht die lokale Nahrungsmittelproduktion laengst aus, die Bevoelkerung ausreichend zu ernaehren. Das ist auch hier in der D.R.Kongo so, wo um die 70 Millionen Menschen auf einer Flaeche die etwa 7 fach Deutschland und die etwa 10 fach des deutschen landwirtschaftlichen Potentiales entspricht, leben. Haette die D.R.Kongo aehnlich viele Einwohner wie Deutschland im Verhaeltnis, so um die 500 Millionen, dann wuerde das Land in einen Wirtschaftsboom abgleiten und in der uebrigen Welt Ernst genommen.

Auf der brachliegenden Flaeche, die hier vor Ort in der D.R.Kongo mit modernen landwirtschaftlichen Techniken angebaut werden koennte, liessen sich spielend 2 Milliarden Menschen ernaehren. Ohne Investitionen in Infrastruktur, vorallem ins Transportwesen, besonders Eisenbahnlinien, bleibt dieses Potential selbstverstaendlich voellig theorethisch.
Der hautsaechlichste Grund fuer die Verschleppung von Wirtschaftswachstum in Afrika sind neben der fehlenden Bevoelkerung vorallem die ausufernde Korruption, die noch von China bewusst und absichtlich gefoerdert wird!

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charlybird 22.10.2018, 15:10
65. Man mag

dem guten Smith hier alles mögliche unterstellen, aber selbst seine noch angenommenen Übertreibungen könnten gerade unter den zB. rasant voranschreitenden klimatischen Veränderungen durchaus schneller harte Realität werden, als man glaubt.
Ich verweise hier einmal auf den bereits 1990! gedrehten britischen Film ''Der Marsch'' von David Wheatley, der das Flüchtlingsdrama, welches heute auf dem Mittelmeer und zwischen Marokko und Spanien bereits kalte Wirklichkeit geworden ist, schon damals als Zukunftsszenario behandelte.
Wohlgemerkt 1990, da hatten wir hier noch mit einer Trabbi-Invasion zu kämpfen.

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Bondurant 22.10.2018, 15:12
66.

Zitat von auslaender101
Eher ist es so, dass viele latenten Nazis (die ach so angeblich weltoffen und human sind) die berechtigte Angst haben, dass ihre Privilegien und ihre Dekadenz ....
das dürfte ziemlich genau treffend sein. Allerdings sollten Sie sich die Frage stellen, ob wirklich nur "latente Nazis" sich in der Gefahr sehen, dass ihre " Privilegien und... Dekadenz" infrage gestellt werden. Oder sind Sie der Meinung, wer Angst um Privilegien und Dekadenz habe, sei deshalb ein "latenter Nazi"?

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projektraum 22.10.2018, 15:16
67. Besser

etwas drastischer darstellen, als einfach negieren! Nachdem sich der "Westen/die sg erste Welt" ja lange Zeit +/- mit dem Schicken von "Entwicklungsdhilfsgeldern" abgeputzt hat/seiner Verantwortung entledigt hat, sollte sich die UNO doch mehr mit Geburtenkontrolle oder (finanziellen) Anreizen in Richtung 1-Kind-Ehe/Politik beschäftigen.
PS Wenn man liest, dass bspw. in Wien mehr als 50% der Jugendlichen nicht Deutsch als Umgangssprache praktizieren, scheinen Smith´s Thesen durchaus plausibel...

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cezanne123 22.10.2018, 15:24
68.

Ehrlich gesagt bin ich es leid, immer wieder lesen zu müssen, dass viele afrikanische Länder ihr Bevölkerungswachstum in den Griff kriegen müssen. Die Gründe für das Bevölkerungswachstum sind vor allen Dingen Armut, nämlich, dass so viele Kinder wie möglich arbeiten müssen, um die Familie ernähren zu können, da der Stundenlohn sehr gering ist. Von dieser Ausbeutung profitiert Europa im Übrigen sehr. Die Lösung ist also nicht Bevölkerungskontrolle, sondern die Bekämpfung der Armut. Ich glaube sogar, dass darin der Hund begraben liegt: Je mehr gegen die Armut getan wird, desto weniger werden nach Europa emigrieren wollen. Das heißt, Verzicht auf ausbeuterischem Konsum und Knebelverträgen und Schaffung von Bildung und Arbeitsplätzen. Wir haben es in der Hand, die Menschen von den furchtbaren Bedingungen zu befreien, denn europäische oder US-amerikanische Firmen halten die Länder dort klein, arm und machtlos, sodass sie keine andere Möglichkeit mehr sehen als zu fliehen.

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kuac 22.10.2018, 15:27
69.

Zitat von trex#1
Danke für den Link. Wenn Sie jetzt noch Nutzername und Passwort veröffentlichen könnten. Im übrigen ist nicht wichtig, wie viele vor 2 Jahren hier lebten, sondern ob sich die Zahl erhöht oder verringert hat. Schließlich sollte man das vor dem Hintergrund des UNHCR Migrationspakts beurteilen
Herkunftsland20162017Veränderung
2017 vs. 2016
Türkei1.492.5801.483.515-9.065
Polen783.085866.85583.770
Syrien637.845698.95061.105
Italien611.450643.06531.615
Rumänien533.660622.78089.120
Kroatien332.605367.90035.295
Griechenland348.475362.24513.770
Bulgarien263.320310.41547.095
Afghanistan253.485251.640-1.845
Russland245.380249.2053.825
Irak227.195237.36510.170
Serbien 223.100225.5352.435
Kosovo202.905208.5055.600

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