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Neues von "Shades of Grey"-Autorin James: Perfekt fürs Sexklischee-Bingo
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Ohne Sadomaso, dafür wieder mit Unterwerfungs-Sex: E.L. James hat ein neues Buch geschrieben. Keine Überraschung: "The Mister" ist ein Ausbeutungsporno. Wir liefern eine Runde Aufklärung.

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toranaga747 30.04.2019, 07:48
30. Das Ansehen einer bis dahin respektierten Kollegin...

...verwandelte sich in Verachtung und Abscheu, als sie anhob, aus dem Buch zu zitieren. Nach drei Sätzen untersagten wir ihr, uns weiter zu belästigen. Das ist einige Jahre her, aber unvergessen. Seit dem Zeitpunkt wurde die Kollegin von uns mit Milde belächelt. Ihre Begeisterung für diesen Schund und hat ihrer Reputation erheblichen und nachhaltigen Schaden zugefügt.

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blauclaude 30.04.2019, 07:49
31. Das ist Ihre Realität von Sex?

„Und sie hat ziemlich viel Sex. Mit Männern, mit Frauen, auf siffigen Klubklos, in Darkrooms, im Videochat, im Bett“

Das ist der Sex der Majorität in unserem Land? Wohl kaum!

Das von Ihnen zerrisse Buch spricht ja wohl die Mehrheit an - auch wenn es Ihnen nicht past. Das ist es, was dem Bürger nicht passt: Bevormundung durch eine Randgruppe oder Randmeinung, die der Mehrheit dann aufgezwungen werden soll.

Das trifft diese Bücher, da trifft aber hunderte von weiteren Themen, die uns allen bewusst sind

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UlrikeLange aus Darmstadt 30.04.2019, 08:11
32. Extravirgin

Mir kommt das alles so alt vor: die selbstbestimmte F*ckerin hier, die passive Dulderin da. Warum die Selbstbestimmte immer im Siff inszeniert werden muss und die Dulderin im Gehobenen, ist evident. Die Selbstbestimmte erhält als reward Dreck, die Angepasste ihr Himmelreich aus seinen Händen. Vorausgesetzt sie ist virgin. Extravirgin. Was für ein Salat.

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Malto Cortese 30.04.2019, 08:24
33.

Zitat von der_rookie
Mir erschließt sich nicht wieso hochfrequenter casual sex echter oder besser sein soll als Unterwerfungssex.
Weil die Buzzwords "Kunst, Kiez und Multikulti" mitschwingen. Das ist weltanschaulich korrekt. Anders können manche nicht mehr.

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tgu 30.04.2019, 08:33
34. Statistik

Laut einer Umfrage stehen Frauen (in ihrer Fantasie) mehr darauf unterdrückt zu werden als Männer. Was sie (Männer und Frauen) dann in der Realität ausleben wollen, ist dann meistens was völlig anderes. Daraus lässt sich dann auch erklären, warum sich dieser Roman und die andere Triologie der Autorin so viel verkauft, dass sogar die Frau des ehemaligen US-Präsidenten Obama diese liest.
Diese Romane bedienen Fantasien und solange es nur Fantasien bleiben ist es doch nicht schlimm. Man kann es Schund nennen, aber sehr viele finden es toll. Allerdings, sollte man sich doch mal überlegen sowas wie eine Altersbeschränkung auch bei Büchern einzuführen. Einer erwachsenen, gefestigten weibliche Persönlichkeit mögen diese Romane die Fantasie anregen, aber bei ungefestigten Teenagerinnen könnte diese Romane auch als Leitbild für ihre eigene Entwicklung herhalten.

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Hans_Suppengrün 30.04.2019, 09:17
35.

Zitat von Feldlärche
[...] Und sich das Maul zu zerreißen über Dinge die man nicht kennt - sorry - das geht gar nicht. Bücher ablehnen, die nicht gelesen wurden... Die nächste Stufe ist dann Kulturen ablehnen, mit denen man sich nicht beschäftigt hat. Ist ja so bequem, sich die Meinung von anderen anzueignen, muss man nicht denken. Meinungen sind toll. Wie A...lö..er. Jeder hat eins. Mit Fakten hat das nichts zu tun.
Wenn Sie das ablehnen eines bestimmten Literaturgenres schon als Vorstufe des Rassismus sehen, gehen Ihnen in diesem Moment aber mal so richtig die Argumentations-Gäule durch...

Und nebenbei: Sie selbst äußern sich ja auch eher negativ zu den Bahnhofs-Klo-Sex-Büchern, ohne diese je gelesen zu haben (was auch immer das für ein Genre ist...?).

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Dieter Koll 30.04.2019, 09:21
36. Genau mein Humor...

eine Frau beschimpft andere Frauen, weil diese Bücher lesen und kaufen, die eine Frau für andere Frauen geschrieben hat und gleichzeitig suggeriert, dass Männer daran schuld seien. Genau mein Humor.

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frankanord 30.04.2019, 09:23
37. Sister vs Mister

Ewig grüßt das Kopfkino. Die Phantasie von der übermächtigen (ultimativen) Zuwendung, sie kommt zum Preis der Unterwerfung. Die eigene Verantwortung zur Gestaltung des Daseins ist abgegeben, welche Wonne. Der Fetisch, das erotisierte freudsche Trauma, der unlösbare Konflikt zwischen Freiheit und Sicherheit. Das lässt sich Seite um Seite endlos wieder aufbacken ohne den Fokus ändern zu müssen- ja zu dürfen. Schwarzer würde vermutlich sagen, es läge an der Einimpfung durch das Patriarchat, dass Frau glaube, sie sei es nicht anders wert. Oder ist Verführung doch Selbstbestimmung? Naja, der Mister wird es ihr schon zeigen.

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joe_ucker 30.04.2019, 09:26
38. Trennen wir Fantasie und Realität

Ja, keine Frau will Opfer im Bereich MeToo sein, auch Public Discgrace oder Vergewaltigung sind in der Realität ein Unding.
Aber in der Fantasie sieht das alles ganz anders aus.
Also sind solche Bücher schon ok - die bewegen und erfüllen einfach Fantasien.

Nicht mehr - aber auch nicht weniger.

Die Aufregung über solche Bücher/Filme sind meiner Meinung nach einfach geheuchelt.
Aber ein jede/r hat seine Meinung.

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!!!Fovea!!! 30.04.2019, 09:48
39. Schade,

habe ich mir gedacht, dass ich mich nicht hingesetzt habe, um so ein sprachlich wie auch inhaltlich unterirdisches Buch wie "50 Shades of..." zu schreiben.

Nach dem 1. Drittel fand ich es belanglos, nach 2. Drittel langweilig und als ich fertig war, wollte ich Schadenersatz für die verlorene Zeit. Dagegen ist jedes MAD - Heft mit Alfred E. Neumann intellektuell anprechender.

Aber es hat sich wiedermal gezeigt: Sex sells!

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