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Neurobiologíe: "Die Seele ist eine Hirnfunktion"
Corbis

Der Hirnforscher Gerhard Roth spürt der Seele nach. Im Interview spricht er über evolutionäre Vorteile, den Hass der Geisteswissenschaftler und die Mona Lisa.

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ricson 19.11.2014, 14:31
1.

Wenn Herrn Roths Definition einer Seele so komplett verschieden zu der landläufigen Definition der Seele ist, warum nennt er sie dann noch so? Da muss er sich dann nicht wundern wenn er als Reaktion sehr oft ein Augenrollen bekommt, wenn er darüber spricht. Wenn ich in der Ferne ein Haus sehe und bei näherem betrachten feststelle, dass es sich um einen Baum handelt, dann werde ich das Objekt auch nicht weiter Haus nennen.

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eximius 19.11.2014, 14:33
2. Na sowas!

Seit wann kann denn ein Professor den Studierenden etwas verbieten? Zitat: "Es gibt Philosophen, die verbieten ihren Studenten, in die Vorlesungen von Hirnforschern zu gehen." Da Vermischen sich wohl Erinnerung und Realität – vermutlich ein kleiner neurobiologischer Lapsus. Nur menschlich, allzu menschlich ;)

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bonngoldbaer 19.11.2014, 14:34
3. Titel falsch zitiert

Das Buch heißt "Wie das Gehirn die Seele macht".

Wenn Theologen ihren Studenten raten, nicht in die Vorlesungen von Hirnforschern zu gehen, halte ich das für Unsinn. Das Gehirn ist ebenso von Gott erschaffen wie die Kniescheibe, darf also ebenso wie diese mit naturwissenschaflichen Methoden erforscht werden. Die theologische Relevanz der Ergebnisse ist allerdings auch in beiden Fällen gleich groß.

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Coemgen2 19.11.2014, 14:35
4. Die Seele ist die Funktion eines kranken Hirns

Jeder Glauben beruht auf einen Wahn.
Der Glauben, dass es ein Seele gäbe, ist eine religiöse Fiktion aus kranken Hirnen. Früher hätte das ein Spiegel-Redakteur gewusst.

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christofcebulla 19.11.2014, 14:41
5.

Zitat aus dem Interview
.....Titel "Wie die Seele das Gehirn macht" eine gewisse Ironie....

da kann ich mit einer gewissen Ironie doch nur sagen: sehr schön verhauen!

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B.Buchholz 19.11.2014, 14:45
6.

Das Fernsehprogramm ist nur eine Funktion des Fernsehers. Wenn der Fernseher kaputt ist, ist ja auch kein Fernsehprogramm mehr zu sehen. Die Vorstellung, dass das Programm aus unsichtbaren Wellen bestünde und der Fernseher lediglich ein Empfänger sei, ist ein religiöser Wahn aus grauer Vorzeit. Der Fernseher macht das Programm.

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taglöhner 19.11.2014, 14:49
7.

Zitat von ricson
Wenn Herrn Roths Definition einer Seele so komplett verschieden zu der landläufigen Definition der Seele ist, warum nennt er sie dann noch so? Da muss er sich dann nicht wundern wenn er als Reaktion sehr oft ein Augenrollen bekommt, wenn er darüber spricht. Wenn ich in der Ferne ein Haus sehe und bei näherem betrachten feststelle, dass es sich um einen Baum handelt, dann werde ich das Objekt auch nicht weiter Haus nennen.
Weil der Begriff landlaüfig für Dinge verwendet wird, für die sich offenbar neurobiologische Entsprechungen finden lassen.

Die Besetzung durch die Philosophie beschränkt sich ja nicht auf Dinge, für die es keinen Nachweis gibt.

Ihre Metapher ist zudem schräg. Wenn ich aus der Ferne ein Haus sehe und und bei näherem Betrachten feststelle, dass es ein Holzhaus ist, werde ich es weiterhin Haus nennen.

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taglöhner 19.11.2014, 14:53
8.

Zitat von bonngoldbaer
Das Buch heißt "Wie das Gehirn die Seele macht". Wenn Theologen ihren Studenten raten, nicht in die Vorlesungen von Hirnforschern zu gehen, halte ich das für Unsinn. Das Gehirn ist ebenso von Gott erschaffen wie die Kniescheibe, darf also ebenso wie diese mit naturwissenschaflichen Methoden erforscht werden. Die theologische Relevanz der Ergebnisse ist allerdings auch in beiden Fällen gleich groß.
Es gibt nicht den geringsten Hinweis darauf, dass irgend etwas von irgendeinem Gott erschaffen wurde.

Die theologische Relevanz der Theologie ist dementsprechend.

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broukweedat 19.11.2014, 14:53
9. emotionaler Teilchenbeschleuniger

Zitat von Coemgen2
Jeder Glauben beruht auf einen Wahn. Der Glauben, dass es ein Seele gäbe, ist eine religiöse Fiktion aus kranken Hirnen. Früher hätte das ein Spiegel-Redakteur gewusst.
Was Sie nicht benennen können, das gibt es nicht?
Wenn mehrere Leute dasselbe beschreiben (nicht JEDER), dann gibt es Anzeichen, dass da etwas ist. So wie ein kleiner Planetenmond erst durch Berechnung der Umlaufbahnen der anderen Monde gefunden wird, ist es manchmal nur ein Folgeeffekt, der auf die Ursache schliessen läßt.
Kümmern Sie sich mal um das MVC-Paradigma: ein Mystiker nennt es Seele, ein Neurobiologe ein medizinisches Phänomen, ein Strukturanalytiker eine Systemabstraktion.

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